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Die Angst vor Migration ist unsere Krise: Zu Judith Kohlenbergers “Migrationspanik”
Dialog gegen Panik

Remigration, Abschiebungspolitik, Grenzbefestigung – diese Themen sind präsenter denn je in der politischen Debatte sowie in der bürgerlichen Öffentlichkeit. Der stetige Fokus auf das Thema Migration ist kein Zufall: Er wird politisch instrumentalisiert. Die Migrationsforscherin Judith Kohlenberger analysiert in ihrem Buch “Migrationspanik” die emotionalen Grundlagen des Aufstiegs rechtspopulistischer Kräfte in Europa und präsentiert dabei eine klare Lösung für die daraus resultierende gespaltene Gesellschaft: den Dialog. Dringend relevant, findet Gabriel Romano.


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Über die Spuren der Geschichte und die Kraft der Dichtung: Ein autobiographischer Essay
Mein masurisches Multi-Kulti-Städtchen Bartoszyce-Bartenstein

Artur Beckers Literatur ist insbesondere von Themen wie Identität, Erinnerung und kulturellem Austausch geprägt – wiederkehrende Motive, die auch in seinem neuen Essay präsent sind. Der polnisch-deutsche Autor verbindet hierbei seinen persönlichen Werdegang mit dem gespürten Misstrauen gegenüber Machtstrukturen, das ihn zu seinem „rebellischen“ Schreibstil geführt hat, und zeigt, wie intensiv sein Schreiben immer noch mit seiner Kindheit und Jugend in dem Städtchen Bartoszyce in Masuren verknüpft ist. Vom Katholizismus und Kommunismus, die sein Aufwachsen tiefgreifend beeinflussten und formten, über die ungeheuerliche Okkupation der Nazi-Deutschen in Polen bis hin zu seiner Ausreise in die BRD entfaltet sich eine Erzählung, die nicht nur historische und persönliche Episoden rekapituliert, sondern auch das Verständnis dafür schärft, wie Literatur aus Widerstand und Zugehörigkeit entstehen kann.


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Rezension zu Rayes neuem Album „This Music May Contain Hope“
Von eisiger Kälte und brennenden Herzen

Südlondoner Soul, kaskadenartige Chorgesänge und ein erfolgversprechender Titel: Rayes neues Album „This Music May Contain Hope“ überrascht nicht nur, indem es eine beeindruckende Musikalität liefert, sondern feiert auch eine meisterhafte Inszenierung von Empowerment als Kunst. Von der globalen Ohrwurm-Single „Where Is My Husband“ bis zu einem Feat mit Hollywood-Starkomponist Hans Zimmer entfaltet sich ein siebzehnteiliges Album, das sowohl die Vermittlung schwer ausdrückbarer autobiografischer Episoden durch die Kunst ermöglicht als auch als ein Schrei nach Hoffnung begriffen werden soll. Für den Autor Michael Behrendt steht bereits fest: „This Music May Contain Hope“ von Raye ist schon jetzt eines der Alben des Jahres.


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NACHHALTIGKEIT: KOOPERATION MIT IMPAKTER MAGAZINE
Die Politik der Luftverschmutzung: Die ungewisse Zukunft der Luftqualität in den USA

Ein neuer Bericht warnt davor, dass nahezu die Hälfte aller amerikanischen Kinder Luft einatmet, die geltende Grenzwerte überschreitet – während aggressive politische Rückschritte drohen, jahrzehntelange Fortschritte zunichtezumachen.


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Heute: Uwe Tellkamp, Marie Luise Kaschnitz und Carl Justi …
Reinhard Ermens Lesefrüchte

Unser Autor Reinhard Ermen sieht sich als einen, der gefühlsmäßig mit Büchern verbunden ist, die ihn faszinieren aber nicht zwingen. Er ist keineswegs allwissend und gibt unumwunden zu, wenn er ein Buch nicht ausgelesen hat, zu Wissenslücken bekennt er sich mutig. Es geht ihm auch nicht um Kritik, sondern um Buchgeschichten, welcher Art auch immer. Vorsicht, – Bücher vermehren sich von selbst! Manche sind ihm einfach zugelaufen, er hat sie in den Untiefen seiner Bibliothek wieder entdeckt oder sie wurden ihm vererbt. Viele, viel zu viele kauft er einfach, weil er sie haben will. Die Grenzen zwischen schöner Literatur und Sachbüchern zählen nur so halb, Exoten und Fremdlinge werden bevorzugt, bekannte Größen erscheinen in einem anderen Licht; Kunstfehler nicht ausgeschlossen, aber sie kommen von Herzen …


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Teil I: Zur Geschichte der Church of Satan und Einführung in die „The Satanic Bible“
Die Satanische Bibel lesen: eine diabolische Verführung (Teil 1/2)

Anton Szandor LaVeys „The Satanic Bible“ gilt bis heute als ein missverstandenes Werk zwischen okkulter Provokation und humanistischer Philosophie. Uwe Schüttes Essay verfolgt die Spuren einer »Religion ohne Gott« – von LaVeys Church of Satan im San Francisco der 1960er Jahre über die Satanic Mass als multimediale Inszenierung bis zu den schrägen Eigenschaften dieser Bewegung. Schütte analysiert LaVeys Werk mit einem besonderen Blick auf seine kulturellen, religiösen, theologischen, theosophischen und literarischen Aspekte, die unter anderem zu der Frage führen, ob Satanismus Fundamentalkritik am Christentum sein kann und welche Rolle die Teufelsfigur (als der Böse oder der tragische Rebell) dabei spielt. Schüttes Essay ist eine spannende Reise durch den kulturellen Untergrund des 20. Jahrhunderts im Kontext eines umstrittenen Buches, das kaum gelesen, aber dafür oft zitiert wird.


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Teil II: Die vier Bücher der „Satanic Bible“ – Kritik, Performance, Magie und Wirkung auf die Literatur und Kunst
Die Satanische Bibel lesen: eine diabolische Verführung (Teil 2/2)

Wie kann eine »Religion ohne Gott« funktionieren – und entfaltet schon die Lektüre von Anton Szandor LaVeys „Satanic Bible“ einen »truly magical effect«? Uwe Schütte liest die vier Teile des Buchs als ein spannungsreiches Gefüge aus Religionskritik, Inszenierung, Magie und Ästhetik: Das »Book of Satan« persifliert christliche Glaubensvorstellungen, das »Book of Lucifer« entwirft eine materialistische Ethik der Selbstbestimmung und des hedonistischen Individualismus, das »Book of Belial« versteht satanistische Magie als Psychologie und Performance, und das »Book of Leviathan« verankert das Werk mit den »Enochian Keys« in einer esoterischen Traditionslinie. Dabei geht Schütte zentralen Fragen nach: Ist die „Satanic Bible“ eine Form (post)moderner religionskritischer Philosophie? Wie passt die rationale Deutung des Teufels als menschliche Projektion zu einem zugleich beanspruchten Übernatürlichen der Magie? Und wie lässt sich die Wirkung des Buchs auf Kunst und Literatur beschreiben?


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