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Wolf Christian Schröders Roman „Wenn Russen kommen“
Uneinsichtige Nachbarn

Zwischen Zeitgeist, Zorn und bitterer Satire entwirft Wolf Christian Schröder in „Wenn Russen kommen“ das Porträt einer radikalisierten Jugend, die sich in Weltrettungsfantasien und ideologischer Verblendung verliert. Hans Christoph Buch liest den Roman als provokante, scharfzüngige Abrechnung mit den moralischen Gewissheiten der einer Generation, die Moral mit Erlösung und Aktivismus mit Wahrheit verwechselt.


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Opern-Renaissance: Zu der Frankfurter Premiere des Klassikers „Tancredi“
Boxen für die Liebe

Eine bemerkenswerte Tendenz zeichnet sich ab: Auf mehreren Bühnen Europas werden frühe Opern beliebter Komponisten wiederentdeckt. Am 14. Mai feierte Georges Bizets „Die Perlenfischer“ an der Wiener Staatsoper Premiere, ab dem 12. Juni wird Gaetano Donizettis „Enrico di Borgogna“ am Teatro Malibran in Venedig gespielt, und am vergangenen Sonntag begannen die Aufführungen von Gioachino Rossinis „Tancredi“ an der Oper Frankfurt. Stefana Sabin war bei der Frankfurter Premiere von „Tancredi“ dabei und berichtet von einer großartigen Aufführung, die hoffentlich zur Wiederentdeckung dieses Werks beiträgt.


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Was die Sängerin Liniker und das Album CAJU repräsentieren: Ein Konzertbericht
Brasilien in der Kantstraße: Linikers CAJU-Tour in Berlin

Das brasilianische Phänomen Liniker trat im Rahmen der CAJU-Tour in Berlin auf und brachte nicht nur die Songs ihres zweiten Albums auf die Bühne, sondern auch das Gefühl von Gemeinschaft, Erinnerung und kultureller Sichtbarkeit. Gabriel Romano war beim Konzert dabei und berichtet nicht nur von Linikers hypnotischer Bühnenpräsenz an dem Abend, sondern blickt auch auf die Gründe, warum die Sängerin so beliebt ist: die zeitgenössische Vermittlung brasilianischer Kultur, queerer Repräsentation und Zugehörigkeit fern der Heimat. Über die Verwandlung des Stage Theater des Westens für einen Abend in ein Stück Brasilien.


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Ästhetik, Erinnerung und Versöhnung: Ein fußballerischer Essay
Zehn plus eins

Wenn die Weltmeisterschaft ruft, ist die Begeisterung für den Fußball größer denn je. Doch für den Autor Pete Smith ist dieser Sport mehr als bloß ein schönes Mannschaftsspiel, das 90 Minuten dauert: Fußball sei – wie das Theater – eine ästhetische Choreografie, die durch spielerische Einfachheit, instinktive Performance und die Kunst des magischen Moments fasziniere. Mit einer bewegenden Vater-Sohn-Dynamik, die im Mittelpunkt dieses Essays steht, führt Smith uns durch persönliche Erinnerungen, philosophische Reflexionen und historische Rückblicke auf den Fußball – eingefangen auf einem Super-8-Film von 1974, der ein vergessenes Kreisklasse-Spiel dokumentiert. Ein Essay über ein Spiel, das Gemeinschaft stiftet und durch seine Unberechenbarkeit magisch überrascht.


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NACHHALTIGKEIT: KOOPERATION MIT IMPAKTER MAGAZINE
Die Hitze ist da: Vier praktische Lösungen im Umgang mit Extremhitze in der Landwirtschaft

Extremhitze setzt die Landwirtschaft weltweit unter Druck – von Ernteausfällen bis hin zu Gesundheitsrisiken für Landwirt:innen. Doch Frühwarnsysteme, hitzetolerante Sorten, kühlere Lieferketten und Schutzmaßnahmen für Beschäftigte zeigen, wie praktische Anpassung schon heute gelingen kann.


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Ist Englisch cooler als Deutsch? Ein sprachkritischer Essay über Anglizismen und Sprachopportunismus
Blutzuckersäugling, er ist magisch! – Some verstreute Refläktschns auf linguistic stupidity mainstreaming

Warum sagen wir eigentlich „nice“, wenn wir „gut“ meinen? Richard Schuberth analysiert die Untiefen des Denglischen, untersucht die Mythen englischer Coolness und die seltsame Sehnsucht nach sprachlicher Weltläufigkeit. Zwischen kulturpolitischen Exkursen, Sprachkritik und der Frage nach Kosmopolitismus und Konformismus gelangt der Essay zu einem klaren Befund: Nicht das Englische an sich ist das Problem, sondern die englische Phrase als Symbol jener narzisstischen Anpassungsmechanismen und Machtverhältnisse, die lebendige Sprache verformen.


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3 Tipps unserer Redaktion zu Kulturevents, die du auf keinen Fall verpassen solltest.
Auf keinen Fall verpassen! No. 4

In der neuen Rubrik von Faust Kultur „Auf keinen Fall verpassen“ stellt unsere Redaktion einen bunten Mix an Kulturangeboten aus ganz Deutschland vor. Von Literatur über Kino und Theater bis hin zu Konzerten und Ausstellungen – alles hat hier Platz. Ein kuratiertes, wöchentliches Format mit dem Ziel, unsere liebsten Kulturerlebnisse zu teilen und weiterzuempfehlen.


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