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Artur Beckers Literatur ist insbesondere von Themen wie Identität, Erinnerung und kulturellem Austausch geprägt – wiederkehrende Motive, die auch in seinem neuen Essay präsent sind. Der polnisch-deutsche Autor verbindet hierbei seinen persönlichen Werdegang mit dem gespürten Misstrauen gegenüber Machtstrukturen, das ihn zu seinem „rebellischen“ Schreibstil geführt hat, und zeigt, wie intensiv sein Schreiben immer noch mit seiner Kindheit und Jugend in dem Städtchen Bartoszyce in Masuren verknüpft ist. Vom Katholizismus und Kommunismus, die sein Aufwachsen tiefgreifend beeinflussten und formten, über die ungeheuerliche Okkupation der Nazi-Deutschen in Polen bis hin zu seiner Ausreise in die BRD entfaltet sich eine Erzählung, die nicht nur historische und persönliche Episoden rekapituliert, sondern auch das Verständnis dafür schärft, wie Literatur aus Widerstand und Zugehörigkeit entstehen kann.
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