Auf keinen Fall verpassen! No. 5
In der neuen Rubrik von Faust Kultur „Auf keinen Fall verpassen“ stellt unsere Redaktion einen bunten Mix an Kulturangeboten aus ganz Deutschland vor. Von Literatur über Kino und Theater bis hin zu Konzerten und Ausstellungen – alles hat hier Platz. Ein kuratiertes, wöchentliches Format mit dem Ziel, unsere liebsten Kulturerlebnisse zu teilen und weiterzuempfehlen.
Theater: “DAS BILDNIS DES DORIAN GRAY” zum letzten Mal in dieser Spielzeit!
Der junge Dorian Gray steht dem Künstler Basil Modell, der ihn auf Leinwand verewigt. Als Dorian in den Bann des zynischen Dandys Lord Henry gerät, beginnt er ein ausschweifendes Leben des kompromisslosen Hedonismus. Immer weiter steigert sich das toxische Verhältnis zwischen Lord Henry, Basil und Dorian. Doch die Ausschweifungen bleiben nicht konsequenzlos und es zeigen sich Spuren des Verfalls – aber nur auf dem Bildnis. Es degeneriert, abgeschirmt und versteckt vor den Augen der Öffentlichkeit, zur grotesken Fratze, während Dorians Äußeres ewig jung, makellos und schön bleibt.
Der Klassiker von Oscar Wilde über die (Un-)vergänglichkeit von Schönheit und verstecktes Begehren wird ergänzt und fortgeschrieben mit Texten des Dramatikers Marcus Peter Tesch, der in seinem Schreiben der Geschichte von Körpern und Körperbildern nachfühlt und diese in die Gegenwart holt. Regisseur Ran Chai Bar-zvi wurde zuletzt mit dem Kurt-Hübner-Regiepreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste ausgezeichnet und zum Festival »Radikal jung« eingeladen. Seine bildstarken Inszenierungen begegnen auch existenziellen Stoffen mit einer großen Leichtigkeit, ohne deren ernsten Kern zu verharmlosen. Mit »Das Bildnis des Dorian Gray« feiert Ran Chai Bar-zvi sein Debüt am Schauspiel Frankfurt.
DAS BILDNIS DES DORIAN GRAY nach Oscar Wilde; aus dem Englischen von Eike Schönfeld; für die Bühne bearbeitet von Ran Chai Bar-zvi und Lukas Schmelmer; mit einem Kommentar von Marcus Peter Tesch (Uraufführung)
Regie, Bühne: Ran Chai Bar-zvi / Kostüme: Belle Santos / Musik: Evelyn Saylor / Dramaturgie: Lukas Schmelmer / Licht: Frank Kraus / Besetzung: Stefan Graf, Miguel Klein Medina, Mitja Over
Infos zur Veranstaltung: 28. Juni 2026 / 18.00 – 19.30 Uhr / Restkarten an der Abendkasse / Kammerspiele, Schauspiel Frankfurt (Neue Mainzer Str. 17, 60311 Frankfurt am Main)

Musik: Die britische Legende “The Cure” kommt für Open-Air-Shows in die Parkbühne Wuhlheide nach Berlin!
Im 48. Karrierejahr ist die britische Band um Frontmann und Songwriter Robert Smith größer denn je. Ihre Welttour 2022/2023 geriet zu einem Triumphzug mit 90 restlos ausverkauften Shows in Europa, Nord- und Lateinamerika und mündete schließlich im November 2024 in der international gefeierten Veröffentlichung ihres 14. Studioalbums „Songs Of A Lost World“, dem ersten neuen Werk seit 2008, das The Cure auf dem Höhepunkt ihres künstlerischen Schaffens zeigt. In 2025 folgte das dazugehörige Remix-Album „Mixes Of A Lost World“. Doch damit nicht genug: Laut Robert Smith ist ein weiteres neues Album bereits fertiggestellt und soll in Kürze erscheinen. Fest steht indes schon jetzt: Im Juli 2026 spielen The Cure zwei Open Air Konzerte auf der Wuhlheide in Berlin. Wer die Band bei ihrer letzten Welttournee live erlebt hat, weiß, dass The Cure in absoluter Topform sind und diese Shows absolut keine Wünsche offenlassen.
Die im englischen Crawley, Sussex gegründete Band spielte ihr allererstes Konzert 1978 und gehört nach 14. Studio- und mehreren Live-Alben, Soundtracks, Box Sets, einer Greatest Hits Compilation, mehreren Büchern und über 1.800 Live-Shows, zu den größten Namen der Rockmusik. Nach unzähligen Auszeichnungen, unter anderem dem renommierten Ivor Novello Award sowie zwei Grammy-Nominierungen wurden The Cure 2019 in die ›Rock ’n’ Roll Hall of Fame‹ aufgenommen.
Mit einer immensen Songauswahl aus ihren 14 Studioalben, darunter wegweisende Werke wie „Pornography“ (1983), „Disintegration“ (1989) und „Bloodflowers“ (2000) sowie über 40 weltweiten Single-Hits wie „A Forest“, „Inbetween Days“, „Just Like Heaven“,„Boys Don‘t Cry“ oder „Friday I‘m In Love“ variiert die umfangreiche Setlist jeden Abend und macht jedes Konzert der Band um Frontmann Robert Smith zu einem einzigartigen Erlebnis.
In den 47 Jahren ihres Bestehens hatte die Band bisher 13 Mitglieder. Bei den Konzerten 2026 werden Sänger und Songwriter Robert Smith (Voice & Guitars), Simon Gallup (Bass), Jason Cooper (Drums), Roger O’Donnell (Keyboards) und Reeves Gabrels (Guitars) auf der Bühne zu erleben sein!
Infos zur Veranstaltung: 10. Juli 2026 bis 12. Juli 2026 / Parkbühne Wuhlheide, Kindl-Bühne Wuhlheide (An der Wuhlheide 187, 12459 Berlin-Köpenick)

Kunst: “Kuhrios”-Ausstellung von Petra Herrmann läuft in München noch einen Monat!
Die Kuh – ein Urviech. Laut Schöpfungsbericht lange vor dem Menschen auf der Welt, als Urmutter kultisch verehrt, ja heilig. Lila gefärbt spielt sie heute viele Rollen: Als Star der Tourismus-Werbung und der Milch-Industrie, als Heldin der Pop-Kultur, als Trägerin eines Charakterkopfes von kuhäugiger Schönheit. Majestätisch, träge, duldsam, sozial, aber auch gewaltig, ein Lauftier, das freie Fläche braucht – und dort zu viel Methangas rülpst. Inzwischen eingesperrt, verkabelt und degradiert zur Milchmaschine. Wo bleibt die Poesie der Kuh, der Traum von einer warmen, freundlichen Welt, in der sich niemand beweisen muss? Nietzsche hatte recht, findet die Malerin und Zeichnerin Petra Herrmann: Alle guten Dinge haben etwas Lässiges und liegen wie Kühe auf der Wiese.
Petra Herrmann zeichnet und malt seit ihrer Kindheit. Sie beobachtet gerne, versucht Bewegungen festzuhalten, setzt sich mit Figuren, graphischen Formen und natürlichen Strukturen auseinander. Ihre besondere Liebe gilt der Zeichnung mit ihrem lockeren Duktus, ihrer direkten Spontaneität und ihrem Humor.
Infos zur Veranstaltung: 28. April 2026 bis 29. Juli 2026 / Eintritt frei / Münchner Stadtbibliothek Am Westkreuz (Radolfzeller Str. 13, 81243 München)

Letzte Änderung: 25.06.2026 | Erstellt am: 25.06.2026
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