Auf keinen Fall verpassen! No. 9
In der neuen Rubrik von Faust Kultur „Auf keinen Fall verpassen“ stellt unsere Redaktion einen bunten Mix an Kulturangeboten aus ganz Deutschland vor. Von Literatur über Kino und Theater bis hin zu Konzerten und Ausstellungen – alles hat hier Platz. Ein kuratiertes, wöchentliches Format mit dem Ziel, unsere liebsten Kulturerlebnisse zu teilen und weiterzuempfehlen.
Theater: Hamlet von William Shakespeare in Berlin
Die Tragödie eines hoffnungsvollen, jungen Mannes, dem eine Aufgabe auf die Schultern gelegt wird, die zu schwer für ihn wiegt, an der er scheitert und letztlich zu Grunde geht, steht hier für eine Nachfolgegeneration, ihre Werte und Ideale und die Entscheidung, sich gegen Machtmissbrauch, Manipulation und Korruption in der Politik aufzulehnen und Gerechtigkeit wieder herzustellen. Die Inszenierung arbeitet durch eine intensive Körperlichkeit und zeichenhafte Kostüme die archetypischen Merkmale und Ambivalenzen der Figuren heraus, während eine schlichte, poetische Bildsprache die Konzentration auf Shakespeares Menschenkunde und sein sprachliches Meisterwerk ermöglicht.
Mit: Benjamin Krüger (Hamlet, Prinz von Dänemark), Saskia von Winterfeld (Königin Gertrud, Schauspieler, Geist), Uwe Neumann (König Claudius, Geist), Peter Beck (Polonius, Geist, Totengräber), Nadja Schimonsky (Ophelia, Geist, Raimund, Fortinbras), Philipp Myk (Laertes, Geist, Rosenkranz), Adrian Stowasser (Horatio, Geist, Güldenstern)
Regie: Mathias Schönsee / Ausstattung: Luisa Holst und Mathias Schönsee / Musik: Bernd Medek / Übersetzung: Christian Leonard
Infos zur Veranstaltung: 30. Juli 2026 / 19:30 Uhr / Globe Berlin (Sömmeringstraße 15, 10589 Berlin-Charlottenburg)

Kino: Japanischer Anime-Klassiker “Chihiros Reise ins Zauberland” in Hamburg
Das Mädchen Chihiro ist völlig auf sich alleine gestellt, nachdem sich ihre Eltern auf der Fahrt in einen Vergnügungspark in Schweine verwandelt haben. In einem Erholungsbad für Götter trifft sie auf allerlei merkwürdige Gottheiten: einen Stinkgott, einen Jungen, der sich in einen Fluss verwandeln kann, den gesichtslosen Gott Noface und allerlei anderen seltsamen, wandelbaren Gestalten.
Titel: Chihiros Reise ins Zauberland (Originaltitel: 千と千尋の神隠し) / Produktion: Japan / Erscheinungsdatum: 19.06.2003 / Verleih: UFA Film & TV Produktion GmbH / Regie: Hayao Miyazaki / Darsteller: Rumi Hiiragi, Miyu Irino, Mari Natsuki, Takashi Naito / Dauer 125 Minuten FSK 0
Infos zur Veranstaltung: 18. August 2026 / 18:00 / 8 € bis 11 € / nestkino Hamburg (Schulterblatt 73, 20357 Hamburg Altona)

Oper: “Così fan tutte” von Mozart in Frankfurt!
Ein einziger Tag wirft das Leben von zwei heiratswilligen Paaren aus der Bahn. Guglielmo und Ferrando schließen mit ihrem älteren Freund Don Alfonso eine Wette auf die Treue ihrer Geliebten, Fiordiligi und Dorabella, ab. Don Alfonso ist sicher, dass er mit Hilfe der Zofe Despina die Untreue der beiden Schwestern beweisen kann. Die beiden Männer werden als Fremde verkleidet, um jeweils die Geliebte des anderen zu verführen. In diesem Spiel gehen vorgetäuschte und echte Gefühle ineinander über. Zum Schluss feiern die »falschen« Paare eine fingierte Doppelhochzeit, bevor die beiden Schwestern über die wahre Identität ihrer frischgebackenen Ehemänner aufgeklärt werden. Die sechs Beteiligten ziehen zwar ein scheinbar fröhliches und versöhnliches Fazit, doch das Lachen bleibt allen im Halse stecken. Finden sich die Liebenden in der ursprünglichen Zusammenstellung wieder? Nach Le nozze di Figaro und Don Giovanni stellen uns Mozart und sein Librettist Lorenzo Da Ponte in ihrem letzten gemeinsamen Werk sechs grundverschiedene Charaktere vor. Mal kritisch, mal besorgt und verständnisvoll begleiten sie die Figuren einer »komischen« Handlung, die jede Menge seelischer Abgründe freilegt. Die Regisseurin Mariame Clément stellt die Handlung als Bewährungsprobe vor einer geplanten Hochzeit dar. Im beweglichen Rahmen einer Parabel sind Projektionen in die Zukunft und Erinnerungen an die Vergangenheit ebenso vorstellbar wie Fantasien, Scheidewege und Zweifel.
Dramma giocoso in zwei Akten
Text von Lorenzo Da Ponte
Uraufführung 1790
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt.
Musikalische Leitung, Hammerklavier Takeshi Moriuchi
Inszenierung Mariame Clément
Szenische Leitung der Wiederaufnahme Silvia Gatto
Bühnenbild Etienne Pluss
Kostüme Bianca Deigner
Licht Joachim Klein
Chor Giulio Ferré
Dramaturgie Zsolt Horpácsy
Fiordiligi Karolina Bengtsson
Dorabella Kelsey Lauritano
Guglielmo Taehan Kim
Ferrando Matteo Ivan Rašić
Despina Elizabeth Reiter
Don Alfonso Sebastian Geyer
Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Infos zur Veranstaltung: 23. August 2026 / 18.00 Uhr / Dauer ca. 3 ½ Std. inkl. 1 Pause nach 1½ Std. / Opernhaus Frankfurt (Untermainanlage 11, 60311 Frankfurt am Main-Innenstadt I) / Abonnement Serie 10 Preise A

Letzte Änderung: 30.07.2026 | Erstellt am: 30.07.2026
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