Newsletter 16. September 2021  |  im Browser öffnen
Yanick Lahens: „Sanfte Debakel"
Schleichende Zerstörung

In Haiti nehmen Schriftsteller engagiert Teil am politischen Diskurs ihrer Gesellschaft. Sie sind es, die manipulativen Narrativen entgegensteuern, im Innern wie auch im internationalen Raum. Yanick Lahens, vielfach ausgezeichnet für ihre Werke, hat in ihrem Roman „Sanfte Debakel“ die Extreme sichtbar gemacht, die jeden Bewohner von Port-au-Prince täglich massiv gefährden, die aber auch den Keim des Wandels in sich bergen. Andrea Pollmeier hat das Buch gelesen.


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Mohammad Rasoulofs Film „Doch das Böse gibt es nicht"
Es gibt kein Recht auf blinden Gehorsam

Der iranische Regisseur Mohammad Rasoulof hat für seinen Film „Doch das Böse gibt es nicht” zu Recht den Goldenen Bären auf der Berlinale 2020 gewonnen. Es geht darin um die Todesstrafe und die Formen, sich dazu zu verhalten. Möglichkeiten, sich dem Befehl zu widersetzen, werden genauso durchgespielt wie blinder Gehorsam. Eine kraftvoll-poetische Produktion voller Subtexte, die sich nur auf einer großen Kinoleinwand entfalten können, meint Riccarda Gleichauf.


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Rolf Gössner: „Datenkraken im öffentlichen Dienst“
Extreme Überwachung

„Staatsfeind, der ich bin …“ – Der Jurist und Bürgerrechter Rolf Gössner wurde fast 40 Jahre lang zu Unrecht vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet und als vermeintlicher Staats- und Verfassungsfeind stigmatisiert. Jetzt hat er ein Buch geschrieben. Unbedingt lesenswert – meint Helmut Ortner.


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Christian Ofenbauers „Zerstörung des Zimmers/der Zeit"
Unbewegt und doch beweglich

Im Laufe der Geschichte hat die zeitgenössische Kunstmusik nahezu alles, was sie noch im 19. Jahrhundert ausmachte, abgeschüttelt. Sie hat sich von tradierten Erwartungen befreit und sich zum Beispiel auf die Physiognomie des Klangs selbst konzentriert. Ernst-August Klötzke beschreibt anhand der Doppel-CD „Zerstörung des Zimmers/der Zeit“, wie der österreichische Komponist Christian Ofenbauer damit Musik macht.


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Kirchenasyl
mAqom – Kirche und Zuflucht

Das Dilemma ist nicht auflösbar. So sinnvoll es für eine demokratische Politik ist, dass die Kirchen sich daraus fernhalten sollten, so sehr verdient das durch kein staatlich verbrieftes Recht gesicherte Kirchenasyl Unterstützung, wenn es Menschen vor bürokratischer Willkür schützt. Doris Stickler stellt den Verein „mAqom – Kirche und Zuflucht“ vor, der dafür Lobbyarbeit macht.


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Eine komprimierte Auswahl der Faust-Redaktion
Kulturtipps

Z.B.: Stolperworte. Lesung in Berlin, Ausstellung ERSATZKUNST in Frankfurt, 2. Kölner Lieraturnacht, Lesungen in der Romanfabrik Frankfurt.


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