HIGHLIGHTS IM SPIELPLAN DER OPER FRANKFURT IM FEBRUAR 2026
Die Oper Frankfurt stellt auch in dieser Spielzeit ausgewählte Höhepunkte ihres Spielplans vor. Mit dem heutigen Beitrag kündigen wir die Februar-Highlights an: eine Wiederaufnahme eines zeitgeschichtlich geprägten Musiktheaterwerks, eine große Operntragödie des italienischen Repertoires sowie einen Liederabend, der selten zu hörende Werke in den Mittelpunkt stellt.
DIE PASSAGIERIN
Sonntag, 1. Februar 2026, um 18 Uhr im Opernhaus
Zweite Wiederaufnahme
DIE PASSAGIERIN
Oper in zwei Akten von Mieczysław Weinberg
In mehreren Sprachen mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Leo Hussain
Inszenierung: Anselm Weber
Mitwirkende: Katharina Magiera (Lisa), AJ Glueckert (Walter), Amanda Majeski (Marta), Mikołaj Trąbka (Tadeusz), Julia Stuart (Katja), Corinna Scheurle (Krystina), Zanda Švēde (Vlasta), Kelsey Lauritano (Hannah), Younji Yi (Yvette), Judita Nagyová (Bronka), Juanita Lascarro (Alte), Aleksander Myrling (1. SS-Mann), Alfred Reiter (2. SS-Mann), Abraham Bretón (3. SS-Mann), Jarrett Porter (Steward), Morgan-Andrew King (Passagier), Barbara Zechmeister (Oberaufseherin), Annabelle Krukow (Kapo)
Weitere Vorstellungen: 8. (18 Uhr), 13., 21. Februar 2026
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19 Uhr.
Preise: € 16 bis 121 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr
Die Oper Die Passagierin von Mieczysław Weinberg (1919-1996) gelangte erst 2010, also 42
Jahre nach ihrer Vollendung, bei den Bregenzer Festspielen zur szenischen Uraufführung.
Weinberg, den eine langjährige Freundschaft mit dem Komponisten Dmitri Schostakowitsch
verband, litt unter der Gewalt der SS als auch danach unter dem stalinistischen Terrorregime. Das
auf dem gleichnamigen autobiografischen Roman der Auschwitz-Überlebenden Zofia Posmysz
(1923-2022) basierende Werk erlebte am 1. März 2015 seine Frankfurter Erstaufführung. 2016
wurde die Produktion von Regisseur Anselm Weber auch bei den Wiener Festwochen und im
Jahr darauf an der Semperoper Dresden gezeigt. Nun kehrt die Inszenierung aus der Spielzeit
2014/15 zum zweiten Mal nach Frankfurt zurück. Der Widerhall bei Publikum und Presse rund um
die Premiere war gewaltig. So konnte man im Opernmagazin Orpheus lesen: „Anselm Weber ist
das gelungen, was man einen großen Wurf nennt. Eine naturalistische Weltinnenschau von
packender Dramatik und feinfühliger Personenführung. Ein Glücksfall für die Oper Frankfurt.“
Zum Inhalt: Ein Schiff auf dem Weg nach Brasilien, Ende der 1950-er Jahre; Lisa und ihr Mann
Walter sind auf dem Weg in eine neue Zukunft, als eine Begegnung Lisas Vergangenheit als KZ-
Aufseherin in Auschwitz heraufbeschwört. Sie meint in einer mitreisenden Passagierin die
ehemalige Gefangene Marta zu erkennen, von deren Tod sie überzeugt war und die ihr nun
gegenüber zu stehen scheint. Walter, der nichts vom Vorleben seiner Frau wusste, ist entsetzt und
sieht seinen Ruf als Botschafter in Gefahr. Die Vergangenheit bricht über Lisa herein und zwingt
sie, sich in Form von Rückblenden zu erinnern und sich dem Erlebten zu stellen.
Musikalisch geleitet wird die zweite Wiederaufnahme von Leo Hussain, der auch die Premierenserie im Jahr 2015 dirigierte. Der Brite, der bereits mit zahlreichen internationalen Orchestern große Erfolge verzeichnete, war in dieser Spielzeit auch für die Premierenserie von Mitridate, re di Ponto musikalisch verantwortlich. Die Hauptpartie der Lisa singt Katharina Magiera, seit 2009/10 Ensemblemitglied der Oper Frankfurt, wo sie zuletzt u. a. als Auntie (Peter Grimes) zu erleben war. In dieser Spielzeit singt sie auch die Partie Disinganno in einer Neuproduktion von Händels Der Triumph von Zeit und Erkenntnis. AJ Glueckert, dem Haus ebenfalls seit mehreren Spielzeiten verbunden, übernimmt die Partie des Walter. Die amerikanische Sopranistin Amanda Majeski ist als Marta zu hören; sie gastierte bereits an namhaften Opernhäusern wie der Metropolitan Opera in New York und am Teatro Real Madrid. Mikołaj Trąbka, Ensemblemitglied der Oper Frankfurt, gestaltet die Partie des Tadeusz. Weitere Rollen sind mit Julia Stuart (Katja), Corinna Scheurle (Krystina), Zanda Švēde (Vlasta), Kelsey Lauritano (Hannah), Younji Yi (Yvette), Judita Nagyová (Bronka), Juanita Lascarro (Alte), Aleksander Myrling (1. SS-Mann), Alfred Reiter (2. SS-Mann), Abraham Bretón (3. SS-Mann), Jarrett Porter (Steward), Morgan-Andrew King (Passagier) und Barbara Zechmeister (Oberaufseherin) besetzt.
MADAMA BUTTERFLY
Freitag, 6. Februar 2026, um 19.30 Uhr im Opernhaus
Zweite Wiederaufnahme
MADAMA BUTTERFLY
Japanische Tragödie in zwei Akten von Giacomo Puccini
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Lorenzo Passerini
Inszenierung: R.B. Schlather
Mitwirkende: Anna Princeva (Cio-Cio-San), Gerard Schneider / Kudaibergen Abildin (Leutnant B. F. Pinkerton), Domen Križaj (Konsul Sharpless), Kelsey Lauritano / Karolina Makuła (Suzuki), Peter Marsh (Goro), Ruby Dibble (Kate Pinkerton), Taehan Kim (Fürst Yamadori), Kihwan Sim (Onkel Bonzo), Jonas Müller (Der kaiserliche Kommissar) u.a.
Weitere Vorstellungen: 14. (18 Uhr), 22. Februar (18 Uhr); 8. (18 Uhr), 14., 20. März 2026
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr.
Preise: € 16 bis 121 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr
Nach der Uraufführung seiner Tosca 1900 in Rom machte Giacomo Puccini (1858-1924)
anlässlich eines Aufenthalts in London die Bekanntschaft mit David Belascos Erfolgsstück
Madame Butterfly. Obwohl er der englischen Sprache nicht mächtig war, zeigte sich Puccini von
dieser „japanischen Tragödie“ ergriffen, und der Stoff für seine nächste Oper war damit gefunden.
Ein weiterer Grund für Puccinis Interesse mag auch die Vorliebe des damaligen Publikums für
exotische Sujets gewesen sein. Seine bewährten Librettisten Giuseppe Giacosa und Luigi Illica
richteten ihm den Text ein, den er in seinem gewohnt melodienreichen Stil vertonte. Dabei
verwendete er aber auch wenige Phrasen japanischer Originalklänge, u.a. etwa aus der
japanischen Nationalhymne. Am 17. Februar 1904 kam es an der Mailänder Scala zur
Uraufführung des Werks, die jedoch auf große Ablehnung stieß. Erst im Laufe von insgesamt drei
weiteren Fassungen (1904, 1905 und 1906) erhielt Madama Butterfly jene Form, welche sie zu
einer der bekanntesten Opern weltweit machte.
Zum Inhalt: Der amerikanische Marineleutnant Pinkerton verliebt sich während seiner
Stationierung in Japan in die junge Cio-Cio-San, genannt Butterfly. Im Wissen, nach seiner
Rückkehr eine amerikanische Frau zu heiraten, geht er trotzdem mit der jungen Japanerin die
Ehe ein. Die Warnungen seines Freundes Konsul Sharpless, Butterfly nehme sein Versprechen
ernst, schlägt er in den Wind. Drei Jahre später ist Pinkerton in die USA zurückgekehrt, und
Butterfly – inzwischen Mutter eines Sohnes – wartet sehnsüchtig auf seine Rückkehr. Als
Pinkertons Schiff endlich im Hafen von Nagasaki einläuft, sieht sich die junge Frau am Ziel ihrer
Träume. Nachdem sie jedoch erfährt, dass der Geliebte lediglich gekommen ist, um das Kind
abzuholen, begeht sie Selbstmord.
Die musikalische Leitung der Wiederaufnahme hat Lorenzo Passerini inne, der seit September
2024 auch Chefdirigent der Jyväskylä Sinfonia in Finnland ist. Der italienische Musiker war
zuletzt an Häusern wie der Wiener Staatsoper sowie der Deutschen Oper Berlin tätig. Die
Titelpartie der Cio‑Cio‑San gestaltet die Sopranistin Anna Princeva, sie debütiert an der Oper
Frankfurt. Die Partie der Cio-Cio-San interpretierte sie in dieser Spielzeit bereits in Stuttgart.
Weitere Engagements führten sie an die Deutsche Oper am Rhein, die Staatsoper Hamburg, das
Royal Opera House in London sowie an die Sydney Opera. Gerard Schneider debütiert als
Leutnant B. F. Pinkerton; der österreichisch-australische Tenor ist seit der Spielzeit 2018/19
Ensemblemitglied der Oper Frankfurt. In der aktuellen Spielzeit debütiert er auch als
Macduff (Macbeth) und als Mann mit Esel (Die Kluge). In den März-Vorstellungen gestaltet
Kudaibergen Adilbin, ebenfalls Mitglied des Ensembles, die Partie des Leutnants. Auch in
weiteren Partien sind Ensemblemitglieder der Oper Frankfurt besetzt: Der slowenische Bariton
Domen Križaj interpretiert Konsul Sharpless, Kelsey Lauritano und Karolina Makuła (in den
März-Vorstellungen) sind als Suzuki zu erleben. Peter Marsh (Goro), Taehan Kim (Fürst Yamadori)
und Kihwan Sim vervollständigen, neben den Opernstudio-Mitgliedern Ruby Dibble
(Kate Pinkerton) und Jonas Müller (Kaiserlicher Kommissar) die Besetzung der zweiten
Frankfurter Wiederaufnahme.
Liederabend PATRICK GRAHL und KLARA HORNIG
Dienstag, 24. Februar 2026, um 19.30 Uhr im Opernhaus
Liederabend
PATRICK GRAHL, Tenor
KLARA HORNIG, Klavier
Lieder von Hanns Eisler, Johannes Weyrauch, Wilhelm Weismann
Preise: € 16 bis 109 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Patrick Grahl hat sich mit einer vorzüglichen Diktion und einer eleganten Stimmführung als international gefragter Oratorien- und Konzertsänger einen Namen gemacht. Seit dem Gewinn des 1. Preises beim Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb 2016 ist Patrick Grahl international gefragt – seine Engagements reichen von der Wiener Staatsoper und dem Teatro La Fenice in Venedig bis zur Opéra National de Lyon und weiteren Orten wie Helsinki oder Budapest. Regelmäßig arbeitet der Tenor mit Klangkörpern wie dem Leipziger Gewandhausorchester, der NDR Radiophilharmonie, der Accademia Nazionale di Santa Cecilia sowie dem London Symphony Orchestra zusammen. Dabei musiziert er mit Dirigenten wie Sir John Eliot Gardiner, Sir Simon Rattle oder Philippe Herreweghe. Der in Leipzig geborene Künstler, einst Mitglied des renommierten Thomanerchores, erhielt seine Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ bei Berthold Schmid, die er mit dem Meisterklassenexamen mit Auszeichnung abschloss. Einen besonderen Platz in seinem künstlerischen Schaffen nimmt der Liedgesang ein. Gemeinsam mit der Pianistin Klara Hornig präsentiert Grahl in Frankfurt Werke von Komponisten wie Wilhelm Weismann, Hanns Eisler und Johannes Weyrauch. Echte Raritäten, denen das Duo bereits auf seiner vielgelobten Aufnahme Das ferne Lied neues Leben eingehaucht hat.
Karten für die genannten Veranstaltungen sind bei unseren bekannten Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.
Letzte Änderung: 21.01.2026 | Erstellt am: 21.01.2026
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