Der 19. Lange Tag der Bücher

Der 19. Lange Tag der Bücher

Haus am Dom

Seit zwanzig Jahren schon stellen die acht beteiligten Publikumsverlage beim "Langen Tag der Bücher" dem Lesepublikum ein besonderes Angebot an Frühjahrstiteln vor. Zu jeder vollen Stunde wird am 12. Februar 2023 ein neues Buch eines Frankfurter Verlags im Gespräch vorgestellt. Der "Lange Tag der Bücher" ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der literarischen Publikumsverlage Frankfurts und des Hauses am Dom in Zusammenarbeit mit den literarischen Institutionen der Stadt.

Seit dem Jahr 2004 veranstalten die literarischen Publikumsverlage der Stadt Frankfurt (von den großen Verlagen wie S. Fischer über die mittleren wie die Frankfurter Verlagsanstalt bis zu den kleineren wie Edition Faust und Dielmann) unter der Projektleitung des Frankfurter Publizisten und Kulturmanagers Florian Koch in einer konzertierten Aktion an einem Sonntag in den ersten Monaten des Jahres den Langen Tag der Bücher. Nach 10 Jahren im Chagallsaal des Schauspielhauses findet der Lange Tag der Bücher seit einem Jahrzehnt im Haus am Dom statt. Der Lange Tag der Bücher – das sind hochkarätige Lesungen von 11 Uhr morgens bis 19 Uhr am Abend. Zu jeder vollen Stunde stellt ein Autor ein Buch vor, befragt von einem Moderator, und ermöglicht Einblicke in die Hintergründe der jeweiligen Texte. Der neunzehnte Lange Tag der Bücher findet nun am 12.2.23 statt.

Im Tagesprogramm bildet sich die Vielseitigkeit des Frankfurter Verlagsstandortes ab. Den Auftakt bildet die Spiegel Besteller-Autorin Susanne Popp, die mit ihrem Erbe der Teehändlerin (11 Uhr, S. Fischer) einen packenden historischen Roman vorstellt, der vor 120 Jahren in Indien, Cylon und Frankfurt spielt. Lena Elfraths Roman Leicht wie Blei stellt Fragen rund um Missbrauch, Täterschaft und Opferrollen und betrachtet den feministischen Diskurs aus ungeahnter Perspektive (12 Uhr, Edition W). Zur Mittagsstunde gibt es einen kleinen Krimi-Schwerpunkt: Henrich Editionen präsentiert um 13 Uhr den Ex-Politiker Matthias Zimmer, der soeben Tod eines Bundestagsabgeordneten geschrieben hat. Um 14 Uhr schildert Ursula Neeb, wie ein Keil immer tiefer zwischen erwachsene Zwillinge getrieben wird (Societäts Verlag). Die Frankfurter Verlagsanstalt stellt das neue Buch der Hausautorin Britta Boerdner vor (Es geht um eine Frau, 15 Uhr), während der Verlag der Autoren um 16 Uhr die Schriftstellerin Anna Gmeyner im Gespräch mit Lisette Buchholz aus dem Vergessen holt, deren vor hundert Jahren geschriebene Stücke über die verunsicherte Gesellschaft der Weimarer Republik erschreckend aktuell sind. Einen Klassiker holt um 17 Uhr auch die Edition Faust in neuem Gewand auf die Bühne: Meisterzeichner Alexander Pavlenko erläutert im Gespräch, wie er E.T.A. Hoffmanns Meister Floh als Graphic Novel gestaltet hat, gelesen wird auch aus dem neuen Band. Den Abschluss ab 18 Uhr bildet eine Lyrik-Collage des Axel-Dielmann Verlages, der im Frühjahr 2023 nur Lyrik publizieren wird – ein Streifzug durch die Poesie der Gegenwart.

Geboten wird beim Langen Tag der Bücher neben den Lesungen und Diskussionen stets eine Schau mit ausgewählten Neuerscheinungen der Verlage auf dem Lesebalkon im 2. Stock, ein großer Büchertisch sowie reiches Informationsmaterial der Verlage zu den Autoren und zur Programmarbeit. Besondere Attraktion wurde in den letzten Jahren der „Frankfurter Bouquinistenflohmarkt“, der im Foyer vom Haus am Dom abgehalten wird. Bei freiem Eintritt bietet sich beim Langen Tag der Bücher Jahr für Jahr die Gelegenheit, Autoren und deren betreuende Verlage, die Lektoren, Verleger und andere Akteure des Frankfurter Literaturbetriebs aus der Nähe zu sprechen und zu erleben.

 

Letzte Änderung: 17.12.2022  |  Erstellt am: 17.12.2022

Der Lange Tag der Bücher

12. Februar 2023
11-19 Uhr

Haus am Dom
Domplatz 3
60311 Frankfurt am Main

https://hausamdom-frankfurt.de/

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