Wie Skandinavien beim umweltfreundlichen Reisen den Weg weist

Wie Skandinavien beim umweltfreundlichen Reisen den Weg weist

NACHHALTIGKEIT: KOOPERATION MIT IMPAKTER MAGAZINE
Ein Blick auf Skandinavien und seine umweltfreundlichen Unterkünfte an der Küste in der Nähe von Hamnøy auf den Lofoten, Norwegen | © Wirestok.webp

In bewegten Zeiten möchten wir diesen Montag den Blick nicht verengen, sondern bewusst weiten – hin zu Themen und Orten, die Ruhe, Achtsamkeit und neue Perspektiven eröffnen. Mit Skandinavien richten wir den Fokus auf eine Region, in der nachhaltiges Reisen, Naturverbundenheit und Entschleunigung auf besondere Weise zusammenfinden.

Wohin man auch in Skandinavien blickt, sieht man Nachhaltigkeit in fast jeden Bereich eingebettet, was die Region zum perfekten Reiseziel für Reisende macht, die ihren CO₂-Fußabdruck beim Globetrotten verringern oder ganz vermeiden möchten. Dort legt man nicht nur großen Wert auf den Schutz der Natur, auch das Verkehrssystem ist elektrifiziert, und Nachhaltigkeit wird in nahezu jedem Unternehmen und Hotel gefördert.

Das internationale Interesse an Skandinavien als Reiseziel wächst, angetrieben von der Suche nach authentischen Erlebnissen, unberührter Natur und nachhaltigem Reisen. Dort hat man die Möglichkeit, Wasserfälle, durch Städte fließende Flüsse, Fjorde, lange Sommertage, üppige Felder sowie eine beeindruckende Kultur und Geschichte zu erleben. Das Beste daran ist, dass die Regierungen dieser Region Pläne haben, die Nachhaltigkeit und Attraktivität der Reiseziele zu erhalten und weiter zu verbessern.

Schlafen und Essen in „grünen“ Hotels

Haben Sie schon einmal von einem „grünen“ Hotel gehört? Diese Unterkünfte sind ökozertifiziert und richten ihren Fokus in der Regel auf Nachhaltigkeit, indem sie Abfall reduzieren, ausschließlich erneuerbare Energien nutzen und ihren Gästen Bio-Lebensmittel anbieten. Sie bemühen sich intensiv, ihre Umweltbelastung zu verringern, und bieten dabei dennoch erstklassigen Komfort und Service.

Wenn Sie zum Beispiel nach Kopenhagen reisen, sollten Sie sich Manon Les Suites für einen luxuriösen und zugleich verantwortungsbewussten Aufenthalt ansehen. Das Hotel verspricht ein traumhaftes, unvergessliches Erlebnis und folgt dabei einem konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Programm. Als „grüne Oase“ im Herzen der Stadt beschrieben, bietet es Zimmer und eine Einrichtung aus natürlichen und recycelten Materialien, biologische Gerichte, plastikfreie Lösungen, Maßnahmen zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen sowie umweltfreundliche Reinigung.

Die Natur wird wie ein Verwandter behandelt

Umweltfreundliches Reisen in Skandinavien: Die Natur wird wie ein kleines Fischerdorf mit grasgedeckten Häusern und Fisch-Trockengestellen behandelt. | © Foto: wirestock.webp

Der Zugang zur Natur in ganz Skandinavien beruht auf Vertrauen. Man kann durch Wälder streifen, an Seen zelten und über offenes Gelände Ski fahren. Das dahinterstehende Verständnis ist einfach: Hinterlasse alles so, wie du es vorgefunden hast. Diese stille Übereinkunft sorgt dafür, dass große Gebiete bemerkenswert unberührt bleiben.

Geschützte Fjorde in Norwegen, tiefe finnische Wälder und arktische Landschaften im Norden Schwedens stehen weiterhin im Zentrum des Reiseerlebnisses. Reiseanbieter setzen zunehmend auf kleine Gruppen, Elektroboote und naturverträgliche Wildtierbeobachtung. Das ist auch ganz praktisch. Weniger Motoren und kleinere Menschenmengen sorgen ohnehin für bessere Begegnungen.

Sich auf umweltfreundliche Weise fortbewegen

Sie müssen sich keine Sorgen um Emissionen machen, wenn Sie sich während Ihrer Reisen durch Skandinavien von A nach B bewegen. In Norwegen können Sie zum Beispiel in die vollständig elektrifizierte Bergenbahn, auch Bergensbanen genannt, einsteigen und eines der spektakulärsten Landschaftserlebnisse Europas genießen. Sie durchquert einen Nationalpark und verläuft über die größte Hochgebirgshochebene des Kontinents, die Hardangervidda.

Länder wie Schweden stehen an vorderster Front, wenn es darum geht, ihre öffentlichen Verkehrssysteme klimaneutral zu gestalten. Im Jahr 2021 wurden im schwedischen öffentlichen Verkehrssektor über 90 % der Fahrzeuge mit erneuerbaren Biokraftstoffen betrieben)., und die Zahl der Elektrobusse war bis 2023 auf 763 gestiegen. Außerdem finden Sie in Städten wie Stockholm und Kopenhagen riesige Netze an Fahrradwegen sowie Fahrräder, mit denen Sie die Städte erkunden können.

Umweltfreundliche Sehenswürdigkeiten

Kopenhagen bietet einen Städtetrip, bei dem saubere Verkehrsmittel der Normalfall sind. Man kann am Hafen entlangradeln, am Wasser zu Mittag essen und durch grüne Anlagen schlendern, ohne jemals nach einem Taxistand suchen zu müssen.

Die Fjordregion bei Aurland in Norwegen verbindet Wanderwege und Kajakrouten mit Unterkünften, die sich in die Landschaft einfügen, anstatt mit ihr zu konkurrieren. Finnisch-Lappland bei Rovaniemi oder Levi bietet schneebedeckte Stille und emissionsärmere Aktivitätsmöglichkeiten für Winterreisende, die Ruhe dem Spektakel vorziehen.

Grenzübertritte innerhalb Skandinaviens sind unkompliziert, doch mobile Datentarife können problematisch werden, wenn man nicht vorbereitet ist. Eine eSIM-App macht physische SIM-Karten oder Unsicherheiten beim Roaming überflüssig. Man richtet sie vor der Abreise ein, aktiviert sie bei der Ankunft und kann dann ohne Unterbrechung weiter Karten, Bahn-Apps und Buchungsbestätigungen nutzen.

Umweltfreundliches Reisen in Skandinavien: Wandern ist ein unverzichtbares Erlebnis in Norwegen. | © Foto: v.ivash.webp

Fazit

Skandinavien macht kein großes Thema daraus, verantwortungsvoll zu handeln. Stattdessen schafft es Systeme, die bessere Entscheidungen zum Normalen machen. Besucher profitieren von dieser Grundlage, ohne auf Komfort, Design oder Abenteuer verzichten zu müssen. Man reist mit Fotos von weitem Himmel und klarem Wasser wieder ab – und mit der stillen Erkenntnis, dass Reisen reibungslos funktionieren kann, ohne den Ort rücksichtslos zu behandeln, den man eigentlich sehen wollte.

Letzte Änderung: 09.03.2026  |  Erstellt am: 09.03.2026

Den Originalartikel von Hannah Fischer-Lauder finden Sie hier beim IMPAKTER Magazine.

divider

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Teilen Sie ihn mit Ihren Freund:innen:

divider

Kommentare

Es wurde noch kein Kommentar eingetragen.

Kommentar eintragen