EU-Rat verabschiedet Richtlinie zur Verbesserung des Gewässerschutzes

EU-Rat verabschiedet Richtlinie zur Verbesserung des Gewässerschutzes

Nachhaltigkeit: Kooperation mit Covering Climate Now
 | © Terry Vlisidis

Der Rat der Europäischen Union stärkt mit einer neuen Richtlinie die Wasserqualität in ganz Europa und verschärft die Überwachung von Schadstoffen.

Am 17. Februar 2026 hat der Rat der Europäischen Union formell eine Richtlinie verabschiedet, die den Schutz der Wasserqualität in der gesamten EU stärkt. Damit werden die Wasserrahmenrichtlinie, die Grundwasserrichtlinie sowie die Richtlinie über Umweltqualitätsnormen geändert, um sie an den neuesten Stand der Wissenschaft anzupassen. Die aktualisierten Vorschriften erweitern die EU-Liste der Schadstoffe um Arzneimittel (z. B. Schmerzmittel), Pestizide, Bisphenole und PFAS („Ewigkeitschemikalien“) und führen Bewertungen des kumulativen Risikos kombinierter Stoffe ein.

Für bereits gelistete Schadstoffe gelten künftig strengere Umweltqualitätsnormen, während Mikroplastik und Indikatoren für antimikrobielle Resistenzen als neu auftretende Problembereiche in EU-Beobachtungslisten aufgenommen werden. Die Richtlinie schreibt zudem ein wirkungsbasiertes Monitoring von Oberflächengewässern vor, um die Auswirkungen chemischer Stoffgemische zu erfassen, und erlaubt es den Mitgliedstaaten, Fernerkundungs- und Erdbeobachtungstechnologien einzusetzen. Deutliche Zahlen unterstreichen die Dringlichkeit: Derzeit verfehlen 46 % der Oberflächengewässer und 24 % des Grundwassers in der EU die bestehenden Umweltqualitätsnormen.

Maria Panayiotou, Ministerin für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Umwelt Zyperns, erklärte: „Wasser hat für die zyprische Ratspräsidentschaft höchste Priorität… Indem wir strengere Qualitätsstandards für unsere Flüsse, Seen und unser Grundwasser festlegen, schützen wir nicht nur die Widerstandsfähigkeit unserer Ökosysteme, sondern sichern auch den Zugang zu sauberem Trinkwasser und bewahren die Gesundheit der EU-Bürgerinnen und -Bürger – heute und für kommende Generationen.“

Das Europäische Parlament wird voraussichtlich bis Ende März seine abschließende Abstimmung abhalten. Den Mitgliedstaaten wird anschließend Zeit bis 2033 (überarbeitete Standards für Oberflächengewässer) beziehungsweise bis 2039 (vollständige Umsetzung) eingeräumt, um die neuen Anforderungen zu erfüllen. Die Erklärungen der EU sind hier zu finden:

Richtlinie zu prioritären Stoffen in der Wasserpolitik
Stellungnahmen zu den Beweggründen des Rates
Erklärungen einiger EU-Mitgliedstaaten

Letzte Änderung: 23.02.2026  |  Erstellt am: 23.02.2026

Den Originalartikel von Ariq Haidar finden Sie hier beim IMPAKTER Magazine.

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