Newsletter 7. April 2022  |  im Browser öffnen
Harry Mulisch im Gespräch mit Marli Feldvoß
Eine Art Antenne

Seine Vorfahren starben im Lager Sobibor, seine aus Antwerpen stammende jüdische Mutter heiratete einen Österreicher und k.u.k.-Offizier, der später als Personaldirektor einer Bank in den Niederlanden jüdisches Eigentum „arisierte“. Schon in seinen frühen Romanen thematisierte der 1927 in Haarlem, Niederlande geborene und aufgewachsene Harry Mulisch Kollaboration und das ambivalente Verhalten der Menschen unter der Nazi-Herrschaft. Kurz nach dem Erscheinen seines Romans „Siegfried“ hat Marli Feldvoß den Schriftsteller in Frankfurt interviewt.


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In Gedenken an Horst Brühmann
Welcher Film? Ein Reisebericht

Dass Wissenschaftskritik in Wahrheit immer schon auch eine Auseinandersetzung mit den Grundlagen der eigenen Kritik bedeutete, macht Hermann Kocyba anhand von Selbstverständnisdiskussionen einer Gruppe von Adorno-Schülern nach Adornos Tod deutlich, zu denen der kürzlich verstorbene wissenschaftliche Übersetzer Horst Brühmann gehörte.


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Helmut Ortners „Volk im Wahn“ im Gespräch
Vergoldeter Niedergang des Rechts

Deutschland in den Nachkriegsjahren. Ein „entnazifiziertes” Volk müht sich, das zu vergessen, was es verschwieg: seine Bereitschaft zur Teilnahme an einem System der Barbarei. So wurde der Nazi-Wahn zur austauschbaren Metapher des Bösen, persönliche Schuld relativiert. Helmut Ortner beschreibt in seinem neuen Buch „Volk im Wahn“ die Lebenslüge der jungen Bundesrepublik – und deren Folgen bis heute. Stephan Viewege sprach mit dem Autor.


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Überlegungen zum Werk von Nicole van den Plas
Vollendet unvollendet

Nicole van den Plas wurde im belgischen Mol geboren und arbeitete als Lehrerin bis 1970 in Tongeren und Balen. Schon in Belgien war sie auch Pianistin und Instant-Komponistin im eigenen Quartett. Ab 1971, nach ihrer Übersiedelung nach Frankfurt am Main, spielte sie mit Alfred 23 Harth und Sven-Åke Johansson und, nach ihrem Studium an der Städelschule, entwickelte sie eigene Methoden als Künstlerin, die hier von Marion Victor vorgestellt werden.


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Auszug aus dem Roman
Russisches Gesetz

Wer seine Zukunft kennt, verliert seine Lebensperspektive. Dennoch lesen viele Menschen in ihren Horoskopen oder gehen zu Wahrsagerinnen. Der aserbaidschanische Schriftsteller Vougar Aslanov, der seit 1998 in Deutschland lebt, erzählt in seinem Roman „Russisches Gesetz“ von dem sächsischstämmigen Paul Burkhard Pestel, der mit einem Verfassungsentwurf europäische Aufklärung nach Russland brachte, und von dem Dichter Kondrati Rylejew, der in unserem Romanauszug den Schritt in seine Zukunft wagt.


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