Newsletter 29. Januar 2026  |  im Browser öffnen
David Hermanns Inszenierung der „Violanta“ an der Deutschen Oper Berlin
Mißbrauch mit sechs Brüsten

An der Deutschen Oper Berlin hatte David Hermanns Inszenierung von Erich Wolfgang Korngolds „Violanta“ Premiere. Alban Nikolai Herbst war dort und ist entsetzt. Mit „ikonographischer Gewalttätigkeit“ habe der Regisseur ein modisches Identitätsnarrativ über die Oper des ihrerseits noch jugendlichen Komponisten gestülpt – der „musikalischen Grammatik“ des Stücks gegenüber unerbittlich ideologisch. Hier die Argumente.


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Ein Besuch in Michelangelos Medici-Grabmälern
Zeit als Last

Zeit lässt sich messen, aber nicht beherrschen. Michelangelo hat ihr in Florenz eine körperliche Form gegeben. Zum Jahreswechsel gelesen, wirken seine Allegorien der Tageszeiten wie ein Kommentar zur menschlichen Illusion von Neubeginn.


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Der rasante Sammelband „komisch, dass wir nicht merken, dass wir komisch sind“ von Erwart Reder
Ein Spiegelkabinett der Komik

Alexander Pfeiffer findet Gefallen an den Possen und Glossen des Buches von Erwart Reder, er hebt das Tempo, die Fabulierlust und den Hintersinn hervor. Auch der individuelle Stil des Autors gefällt ihm.


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Nachhaltigkeit: Kooperation mit Covering Climate Now
Indiens Lebensmittelverschwendung entwickelt sich zu einer ökologischen Zeitbombe

Indien steht vor einer doppelten Krise: Millionen Tonnen Lebensmittel verrotten jährlich – und befeuern durch Methanemissionen die Klimakrise. Der Artikel beleuchtet, wie ineffiziente Lieferketten, fehlende Kühlinfrastruktur und rechtliche Hürden ein System der Verschwendung schaffen – und warum die Bekämpfung dieser Missstände zentral für Indiens Zukunft ist.


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Auszug aus Rudolf Rachs neuem Buch „Der dritte Blick“
Die Berichte aus Deutschland

Das ungewisse Schicksal Deutschlands angesichts der technologischen, geopolitischen und wirtschaftlichen Veränderungen weltweit ruft auch Schriftsteller und Intellektuelle auf den Plan, die sich nicht nur Sorgen um ihre Heimat machen: Sie fragen auch nach den alten und neuen Werten und reflektieren die gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung Deutschlands in der zunehmend globalisierten und digitalisierten Welt, in der die Künstliche Intelligenz den Ton angibt. Wie wirkt sich all das auf unsere Wertevorstellungen aus? Was ist heute überhaupt noch wichtig? Welche Rolle spielt dabei die Vergangenheit? All diese Fragen stellt Rudolf Rach, ein Theaterkenner, ehemaliger Verleger sowie Autor von Romanen und Essays, in seinem neuen Buch „Der Dritte Blick“, das ein Kompendium aus Lebenserinnerungen, Begegnungen, Anekdoten und Reflexionen zu unserer Epoche ist und in der Edition Faust am 12. Februar 2026 erscheint.


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Wagners „Lohengrin“ an der Staatsoper Unter den Linden Die Wiederaufnahme des 18. Januars 2026
O schwarze Geburt eines sehr weißen Schwans

Am 18. Januar, fünf Jahre nach ihrer so genannten „Publikumspremiere“, wurde Calixto Bieitos viel diskutierte „Lohengrin“-Inszenierung, musikalisch nunmehr von Simone Young geleitet, in das Programm der Staatsoper unter den Linden wieder aufgenommen ‒ für wenige Abende allerdings nur. Alban Nikolai Herbst, von seinem Sohn begleitet, war dabei, und beide seien hinterher, genau so formuliert er es, „geflasht“ gewesen – begeistert wie der ganze Saal: „(…) der beste Lohengrin ist’s meines Lebens“ und „ zugleich eine der besten Operninszenierungen überhaupt.“ So dass er leidenschaftlich zu einem Besuch der Inszenierung aufruft. Zumal es dieser Abende nicht mehr noch gibt als drei.


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Faust Kulturtipp
HIGHLIGHTS IM SPIELPLAN DER OPER FRANKFURT IM FEBRUAR 2026

Die Oper Frankfurt stellt auch in dieser Spielzeit ausgewählte Höhepunkte ihres Spielplans vor. Mit dem heutigen Beitrag kündigen wir die Februar-Highlights an: eine Wiederaufnahme eines zeitgeschichtlich geprägten Musiktheaterwerks, eine große Operntragödie des italienischen Repertoires sowie einen Liederabend, der selten zu hörende Werke in den Mittelpunkt stellt.


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Ein Film von Kai-Uwe Kohlschmidt
Das Nomadische Gen

Der Dokumentarfilm erzählt vom nomadischen Potenzial des Menschen. Entdeckerlust und Neugier, aber auch Flucht und spirituelle Suche haben diesen nomadischen Kern geprägt. Der Film begleitet die Künstler von Mangan25 bei Expeditionen auf sechs Kontinenten. In extremen Landschaften wie den Dschungeln von Papua Neuguinea und Venezuela, im ewigen Eis der Arktis und des Himalayas und verschiedenen Wüsten der Welt begegnen sie außergewöhnlichen Tribes und Geschichten.


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Nachhaltigkeit: Kooperation mit Covering Climate Now
Von stachellosen Bienen zu Meeresschildkröten: Spezien rund um die Welt erhalten Rechte

Immer mehr Tier‑ und Pflanzenarten werden nicht länger als bloßes „Eigentum“ betrachtet, sondern erhalten rechtliche Anerkennung als Rechtssubjekte, die ein Recht auf Existenz, Gedeihen und rechtliche Vertretung haben. Von stachellosen Bienen in Peru über Meeresschildkröten in Panama bis hin zu wildem Reis und Lachsen in indigenen Gebieten der USA – dieser Wandel markiert einen tiefgreifenden Fortschritt im Umwelt‑ und Naturschutzrecht.


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Warum eine mögliche US-Besetzung Grönlands das Potenzial hat, die westliche Ordnung in ihren Grundfesten zu erschüttern
Wenn das Recht endet

Warum halten Menschen sich an Gesetze? Aus innerer Überzeugung – oder aus Angst vor Strafe? Seit der frühen Neuzeit kreist die politische Philosophie um diese Frage. Die Staatsphilosophen Thomas Hobbes und John Locke beschrieben den Menschen als grundsätzlich konflikthaftes Wesen: Ohne äußere Ordnung zerfalle Gesellschaft in einen Kampf aller gegen alle. Recht erscheine hier weniger als moralische Verpflichtung denn als Zwangsinstrument – Ordnung entstehe aus Angst, nicht aus Einsicht. Demgegenüber steht die republikanische Idee des Rechtsstaates – nicht im parteipolitischen Sinn, sondern in der aufklärerischen Tradition von Montesquieu und Kant: eine Ordnung, in der Macht durch Recht gebunden ist und selbst die Starken dem Gesetz unterworfen bleiben. Freiheit entsteht hier nicht aus der Abwesenheit von Regeln, sondern aus ihrer Verlässlichkeit. Wenn jedoch die einzige verbliebene Supermacht, die Vereinigten Staaten von Amerika, beginnt, Recht nicht mehr als Grenze, sondern als Option zu behandeln, dann bedeutet das nicht mehr, dass das rechtlich Erlaubte zählt, sondern das Durchsetzbare.


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Auszug aus Rudolf Rachs neuem Buch „Der dritte Blick“
Mein Großvater der Kanonier

Das ungewisse Schicksal Deutschlands angesichts der technologischen, geopolitischen und wirtschaftlichen Veränderungen weltweit ruft auch Schriftsteller und Intellektuelle auf den Plan, die sich nicht nur Sorgen um ihre Heimat machen: Sie fragen auch nach den alten und neuen Werten und reflektieren die gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung Deutschlands in der zunehmend globalisierten und digitalisierten Welt, in der die Künstliche Intelligenz den Ton angibt. Wie wirkt sich all das auf unsere Wertevorstellungen aus? Was ist heute überhaupt noch wichtig? Welche Rolle spielt dabei die Vergangenheit? All diese Fragen stellt Rudolf Rach, ein Theaterkenner, ehemaliger Verleger sowie Autor von Romanen und Essays, in seinem neuen Buch „Der dritte Blick“, das ein Kompendium aus Lebenserinnerungen, Begegnungen, Anekdoten und Reflexionen zu unserer Epoche ist und in der Edition Faust am 12. Februar 2026 erscheint. Im folgenden Auszug beschäftigt sich Rach mit seinem unbekannten Großvater, der im Ersten Weltkrieg gefallen ist.


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Faust Kulturtipp
Hallo Baden-Württemberg, reden wir über Heimat

PEN Berlin kündigt eine Gesprächsreihe zu Heimat und Demokratie an: Series of Talks – Hallo Baden-Württemberg, reden wir über Heimat. Die Autorenvereinigung PEN Berlin veranstaltet diese umfangreiche Gesprächsreihe in 22 größeren und kleineren Orten in Baden-Württemberg. Mehr Informationen finden Sie hier.


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Faust Kulturtipp
LEDER.WELT.GESCHICHTE.

In vier übergeordneten Themengruppen – Die Lederstadt Offenbach am Main, Mit Leder leben, Leder macht Geschichte und Leder öffnet Welten – werden vielfältige Einblicke in die Welt des Leders und dessen Funktions- und Gestaltungsweisen geboten. Anhand von 130 exemplarisch ausgewählten Exponaten veranschaulicht die Sammlungspräsentation, welche herausragenden Objekte seit der Museumsgründung 1917 Eingang in das Deutsche Ledermuseum fanden.


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Die Oper „Das kalte Herz“ bekommt ein neues Gewand und scheitert
Yodas steinernes Herz an der Staatsoper: Uraufführung von Das kalte Herz

Alban Nikolai Herbst besuchte in der Staatsoper Unter den Linden die Uraufführung der Oper „Das kalte Herz“, eine Produktion von Matthias Pintscher und Daniel Arkadij Gerzenberg, die mit Wilhelm Hauff nichts mehr zu tun habe, so der Rezensent. Er kritisiert auch die Sprache des Librettisten, deren Figuren wie Meister Yoda aus „Star Wars“ sprechen würden. Und der Text von Gerzenberg weise Mängel auf: Grammatikfehler oder kitschige Bilder. Auch die Figur der Mutter sei misslungen, bei Hauff sei sie »die warnende Instanz, ja, das moralische Gedächtnis seines Märchens“, so der Rezensent, während sie bei Pintscher und Gerzenberg eine „Totengöttin“ sei, die ihrem eigenen Sohn das Herz herausschneide. Das Fazit des Rezensenten: Trotz der musikalischen Qualität und der beeindruckenden Bühnbilder bleibt die Oper problematisch, und zwar wegen der misslungenen Textgestaltung und des veränderten Figurenkabinetts.


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Nachhaltigkeit: Kooperation mit Covering Climate Now
Nachhaltige Tourismus-Erlebnisse in der Türkei, die unterstützenswert sind

Nachhaltig reisen und die Türkei neu entdecken: Von gemeinschaftsgetragenen kulinarischen Erlebnissen über ökologische Unterkünfte bis hin zu Naturschutz- und Kulturprojekten zeigt dieser Beitrag, wie verantwortungsvoller Tourismus authentische Begegnungen schafft und gleichzeitig Umwelt sowie lokale Gemeinschaften stärkt.


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Auszug aus Rudolf Rachs neuem Buch „Der dritte Blick“
Quo vadis Deutschland?

Das ungewisse Schicksal Deutschlands angesichts der technologischen, geopolitischen und wirtschaftlichen Veränderungen weltweit ruft auch Schriftsteller und Intellektuelle auf den Plan, die sich nicht nur Sorgen um ihre Heimat machen: Sie fragen auch nach den alten und neuen Werten und reflektieren die gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung Deutschlands in der zunehmend globalisierten und digitalisierten Welt, in der die Künstliche Intelligenz den Ton angibt. Wie wirkt sich all das auf unsere Wertevorstellungen aus? Was ist heute überhaupt noch wichtig? Welche Rolle spielt dabei die Vergangenheit? All diese Fragen stellt Rudolf Rach, ein Theaterkenner, ehemaliger Verleger sowie Autor von Romanen und Essays, in seinem neuen Buch „Der Dritte Blick“, das ein Kompendium aus Lebenserinnerungen, Begegnungen, Anekdoten und Reflexionen zu unserer Epoche ist und in der Edition Faust am 12. Februar 2026 erscheint.


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Faust Kulturtipp
2,3 SEKUNDEN – IM HIER UND JETZT

Kopf-Darstellungen sind in der zeitgenössischen Kunst ein wiederkehrendes Thema, ein klassisches Thema, denn, so fragt auch Martin Heinig: Was sagt mehr über den Menschen aus, als sein Antlitz, sein Kopf? Und so malt der 1958 in Husum geborene Künstler, der zwischen 1979 und 1986 an der UdK in Berlin bei Georg Baselitz studiert hat, seit Dekaden Köpfe. Die Bezüge zur Kunstgeschichte, zum Expressionismus oder auch zur wilden Malerei der 1980er Jahre sind präsent.


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Puccinis „La Bohème“ im Teatro Massimo Palermo kurz vor Weihnachten
Kein Engel w a r . Puccinis Palermo, Bohème.

Unser Rezensent hat am 23. Dezember 2025 Puccinis „La Bohème“ im Teatro Massimo Palermo besucht und eine zutiefst religiöse Weihnachtsoper gesehen, in der Leiden und Menschenwerdung im Mittelpunkt stehen. Die Inszenierung von Mario Pontiggia hat ihm gefallen, genauso wie die Solisten und Solistinnen, zumal Palermo ein besonders geeigneter Ort für solche Opernaufführungen zu sein scheint. Herbst gefällt Pontiggias emotionale und bewegende Inszenierung, wenn auch doch etwas fehlt … Vielleicht ein „Engel“?


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Von Papier bis Bildschirm: Die Branche arbeitet daran, ihren CO₂-Fußabdruck zu verringern, indem sie mit neuer Technologie Entwaldung und Papierabfall bekämpft.
Wie die Verlagsbranche den CO₂-Fußabdruck von Büchern reduziert

Zwischen Bücherregal und Cloud: Die Verlagsbranche steht vor einem radikalen Wandel. Print-on-Demand, Recyclingpapier, Sojafarben und KI sollen den CO₂-Fußabdruck von Büchern drastisch senken – doch teure Umstellungen, übervolle Lager und undurchsichtige Lieferketten bremsen den Fortschritt. Der Beitrag zeigt, wie nah (oder fern) das „grüne Buch“ tatsächlich ist.


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Amerikas Alleingang in Venezuela ‒ juristisch und völkerrechtlich eine fatale Entwicklung
Kommentar | Internationale Ordnung und europäische Verantwortung

Michele Sciurbas Essay setzt sich kritisch mit dem Vorgehen der USA gegen den Präsidenten von Venezuela auseinander und sieht in ihm einen klaren Bruch des Völkerrechts und der interanationalen Ordnung, zumal kein Mandat der internationalen Gemeinschaft vorliegt und zentrale Prinzipien der UN-Charta verletzt wurden. Sciurba betont, dass eine selektive Wahrnehmung und Anwendung von Normen durch den Westen ‒ zum Beispiel im Umgang mit Russland und der Ukraine ‒ die Glaubwürdigkeit des Völkerrechts untergräbt: eine fatale Entwicklung.


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DeMo – Ein Fest für das elementare Schmecken von Zunge und Gaumen
Chile, ein Land zwischen Trauma und Aufbruch

Ich ging mit Vorurteilen in dieses Mittagessen und kam mit einer Geschichte wieder heraus. Der Weg zum Restaurant DeMo führte durch das Labyrinth des Barrio Franklin Viertels in Santiago de Chile, vorbei an Marktständen, begleitet von Musik und in für den hiesigen Sommer typischer Hitze – und mitten hinein in Gespräche über Erinnerung, Vergebung, Militärdiktatur und Demokratie. Zwischen offener Küche und Kulinarik auch ein Ort des Gedenkens und Reflektierens.


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Thursz Malerei: stilles, rätselhaftes Medium
Wie viel Zeit braucht die Kunst?

Reinhards Ermens Essay setzt sich mit dem künstlerischen Werk und der künstlerischen Haltung von Frederic Matys Thursz, dem abstrakten Maler, auseinander. Insbesondere Thursz´ Gemälde „Diary Still/isenheim 1988/1990“ wird von Ermen im Kontext der Bedeutung der Farbe, der Zeit und der Autonomie analysiert und diskutiert ‒ Thursz wird hier als Vertreter der „Radical-Painting“-Bewegung beschrieben und dessen Werk vor diesem Hintergrund betrachtet. Es geht dem Autor dabei um historische Bezüge, um die Farbschichten und ihre Bedeutung, um die Haltung des Künstlers, die in ihrer Progressivität zum Konservativen neige. Außerdem reflektier Ermens Essay Thursz´ jüdische Identität und die philosophischen Dimensionen seiner Malerei.


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Alban Nikolai Herbst Rezension zu „Wozzeck” in der „Staatsoper unter den Linden“
„Ach komm doch, komm und wende!“

Alban Bergs „Wozzeck“ nach Büchner an der „Staatsoper Unter den Linden“ sei eine emotionale und gelungene Opernaufführung, so unser Rezensent, in der Inszenierung von Andrea Breth, dirigiert wurde sie von Christian Thielemann und gespielt von der Staatskapelle Berlin


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Die Ausstellung POP BRASIL – Vanguardia y Nueva Figuración (1960s–1970s)

Vom Olymp auf die Straße ‒
 Pop, Widerstand und politische Bildsprache in Brasilien

Im MALBA, Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires, entfaltet sich eine kraftvolle Momentaufnahme brasilianischer Kunst im Zeichen von Pop, politischem Widerstand und formaler Radikalität. Die Kunst, die es hier zu sehen gibt, weigert sich, neutral zu sein. Sie steht auf derselben Seite wie die Literatur jener Zeit: gegen Zensur, gegen das Schweigen, gegen das Vergessen: Vielleicht ist es genau das, was mich beim Rundgang so stark getroffen und schließlich zu der Erkenntnis gebracht hat, dass Widerstand nicht nur laut sein muss. Manchmal genügt es, die Sprache zu verändern. Oder das Bild.


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Nachhaltigkeit: Kooperation mit Covering Climate Now
Was kommt als Nächstes für nachhaltige Entwicklung im Jahr 2026

2026 steht im Zeichen großer Herausforderungen – von Klimakrisen bis zu wachsender Desinformation. Doch es gibt auch Hoffnung: Patricia Fuller, Präsidentin des IISD, spricht über neue Chancen für nachhaltige Entwicklung, technologische Fortschritte und warum faktenbasierte Politik jetzt wichtiger ist denn je.


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Die Kurzgeschichte thematisiert existenzielle Frage der Liebe: Schuld, Freiheit und Selbstzerstörung
Neun Millimeter

Michele Sciurba erzählt von einem zwielichtigen Mann, der sich mit einer tiefgreifenden Liebestragödie auseinandersetzt. Er lebt in einer emotionalen Kälte, in einer Welt der existenziellen Verzweiflung, in der die Kriminalität sein Tun beherrscht. Aber er erlebt eine Liebe zu einer Frau, die für ihn ins Feuer gehen kann ‒ buchstäblich. Erst während einer einzigen Nacht in der Gefängniszelle wird ihm klar, wie wichtig für ihn diese Liebe war und was für ein zerstörerisches Leben er geführt hatte.


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Gewalt und Angst schreiben sich tief in Körper und kollektive Erinnerung ein
Die Last des Erlebten und was Frieden verlangt

Indra Wussow, Psychologin, Holocaust-Forscherin und Kuratorin aus Johannesburg, reflektiert in ihrem Essay die Auswirkungen zwischen Gewalt, Angst, Trauma und Erinnerung auf individuelle und kollektive Wahrnehmung. Ihr Text berührt, denn er versucht, das Unbegreifliche an sinnloser Gewalt begreifbar zu machen. Die Autorin fragt sich, wie sich der 7. Oktober auf das Gedenken des Holocausts auswirkt, und sie lässt nie die Opfer aus dem Auge, die stets auf beiden Seiten leiden müssen oder umkommen, zwar aus zwei verschiedenen Kulturen stammend, jedoch mit derselben Angst vor Gewalt und Tod, die in jedem Körper steckt und wach wird, wenn ein Mensch Bedrohung und Lebensgefahr spürt. Wussow beschreibt persönliche Begegnungen mit ihren Freunden in Israel und Südafrika, und sie betont, wie wichtig die Komplexität bei allen Konflikten dieser Welt ist ‒ durch Vereinfachung werde man Frieden und Heilung nicht herbeiführen, sondern durch Empathie und Bereitschaft zur Verantwortung auf persönlicher und kollektiver Ebene.


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Nachhaltigkeit: Kooperation mit Covering Climate Now
Frauen und extreme Hitze: Einfache Anpassungen bewirken einen großen Unterschied

Die Geschäftsführerin von World Neighbours, Dr. Kate Schecter, erklärt, wie extreme Hitze die Lebensgrundlagen von Frauen untergräbt und was getan werden kann, um sich anzupassen


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Zu viel Heiner Müller ohne kritische Distanz scheitert – trotz starker Darsteller und Musiker.
Über Heiner Müllers totes Meer

Die Theaterproduktion „Quartett zum Quadrat“ von Nico and the Navigators setzt sich mit Heiner Müllers Stück „Quartett“ und Leoš Janáčeks Streichquartetten auseinander ‒ unser Rezensent Alban Nikolai Herbest hat die Premiere besucht und findet, dass die Produktion in eine düstere und nihilistische Richtung abdrifte, wobei sie die menschliche Katastrophe in den Mittelpunkt stelle. Herbst gefällt nicht, dass der Zynismus und die Lebensverachtung Müllers eins zu eins übernommen worden seien und Leid und Verfall ästhetisiert würden ‒ dieser Weltsicht werde leider nichts entgegengesetzt. Er lobt zwar die künstlerische Qualität der Darsteller und Musiker, aber die Aufführung empfindet er eher als verstörend, da Müllers menschenfeindliche Sichtweise bestätigt werde, anstatt kritisch beleuchtet zu werden.


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Gemeinschaften stehen zusammen gegen Hass und Gewalt
Zum Anschlag auf eine jüdische Chanukka-Feier in Sydney

Der antisemitische Anschlag am 14. Dezember 2025 auf eine jüdische Chanukka-Feier am Bondi Beach im australischen Sydney hat weltweit für Entsetzen, Empörung und Trauer gesorgt. Auch die Redaktion der Faust-Kultur verurteilt diese schreckliche und sinnlose Gewalttat.


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