Lars Möller und Armin Völckers

Lars Möller und Armin Völckers

In der Frankfurter Galerie von Barbara von Stechow
Armin Völckers: Rousseau, 2021, Öl auf Leinwand, 130 x 100 cm

Die Galerie von Barbara von Stechow zeigt eine Ausstellung mit Werken von Lars Möller und Armin Völckers.

KONTRASTE

Lars Möller // Armin Völckers

Dauer der Ausstellung: 11. November 2021 – 5. Januar 2022

Galerie Barbara von Stechow
Feldbergstrasse 28
60323 Frankfurt am Main

www.galerie-von-stechow.com

Lars Möller wurde 1968 in Hamburg geboren, wo er noch heute lebt und arbeitet. Sein Studium absolvierte er bei Professor Erhard Göttlicher an der FH Hamburg in den Fächern Malerei und Graphik. Vor zehn Jahren war er selbst Lehrbeauftragter für Farbe und Form an der HAW Hamburg.

Seine Malerei ist dem norddeutschen Realismus zuzuordnen, seit 1998 ist er auch Mitglied der sogenannten „Norddeutschen Realisten“. Die Mitglieder dieser Künstlergruppe malen „pleinair“, also unter freiem Himmel bei natürlichen Licht- und Schattenverhältnissen und naturgegebener Farbigkeit der jeweiligen Landschaft.

Besonders typisch sind für ihn sind seine Interpretationen der Landschaften des Nordens und seine Seestücke. Wasser in seinen wechselnden Erscheinungsformen und als sinnliches Element übt seit jeher eine große Faszination auf Menschen aus und zählt – wie beispielsweise auch die Wolkenstudien – zu den klassischen Studienobjekten von Malern. Da sich die Motive in ständiger Bewegung und Veränderung befinden, fordern sie den Künstler besonders heraus. Ein Markenzeichen seiner Meerbilder ist das Abstreichen von Farbe an den seitlichen Rändern der Leinwand. So bricht Möller die klar gezogene Grenze des Bildes auf.

Neben dem Meer und den Wolken zeigt Lars Möller auch einige Landschaftsbilder. Der Strand, Hamburger Hafen, raues Meer, karge Flusslandschaften und überschwemmte Felder sind wiederkehrende Bildmotive des Künstlers, diese malt er in Ölfarbe auf Leinwand, sehr oft in den unterschiedlichsten Grautönen.

Obwohl alle Bilder von Lars Möller abbilden – das Wasser, den Himmel oder den Menschen – arbeitet der Hamburger Maler nicht narrativ. „Ich erzähle nichts, ich schaffe zeitlose Situationen in meinen Bildern, die dem Betrachter die Möglichkeit geben, sich zu erinnern. Mich interessiert an der Malerei das Elementare“, so der Künstler.

So wie Lars Möller hat auch Armin Völckers sich ganz der Malerei verschrieben. Während Möller die figürliche Darstellung von den Landschaften stets getrennt zeigt, erscheinen Armin Völckers menschliche Figuren stets integriert in seine kuriosen Bildräume und brüchigen Idyllen.

Seine illustrativen Gemälde zeichnen sich durch eine rätselhafte Bildsprache aus. Mit seiner narrativen Phantastik löst er Raumgrenzen auf und führt den Betrachter in abgelegene Landschaften und Bildräume. In seinen Bildern sind Realität und Traumwelt nahtlos miteinander verbunden.

Der Mensch taucht darin immer auf, oft in sich auflösender Bewegung dargestellt, manchmal nur durch Spuren oder Farbflecken, die er in seinen Szenerien hinterlässt. Beim Gemälde „Rousseau“ verweist lediglich die Staffelei mit der Leinwand in menschenleerer Landschaft auf den Menschen – in diesem Fall den abwesenden Künstler – der zusätzlich durch einen zentralen, roten Punkt angedeutet ist.

Andere in den Bildern auftauchende Figuren wirken oft eigenartig ungleichzeitig. Als ob sich mehrere Ebenen überlagern, die Menschen zeigen, die sich zu unterschiedlichen Zeitpunkten in derselben Gegend oder im selben Raum aufgehalten haben. Sie stehen oftmals in keiner offensichtlichen Beziehung zueinander. Die Bildgegenständen werden gleichermaßen dem Alltag, dem Traum und der Popkultur entnommen. Hier wird erzählt, aber nicht ausformuliert.

Letzte Änderung: 15.12.2021  |  Erstellt am: 15.01.2022

Lars Möller: Säumen, 2021, Öl auf Leinwand, 65 x 80 cm
Lars Möller: Blau, 2021, Öl auf Leinwand, 51 x 43 cm
Lars Möller: Allee mit Raps, 2021, Öl auf Leinwand, 33 x 50 cm
Armin Völckers: Harburg, 2021, Öl auf Leinwand, 100 x 130 cm
Armin Völckers: Der Geburtstag der Korallenschlange, 2021, Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm
Armin Völckers: Rousseau, 2021, Öl auf Leinwand, 130 x 100 cm
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