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Lesung | Gespräch | - Online-Video

Jan Koneffke, Foto Isolde Ohlbaum

Jan Koneffke: Die Tsantsa-Memoiren

Jan Koneffke stellt im Gespräch mit Martin Maria Schwarz (hr2-kultur) seinen neuesten Roman „Die Tsantsa-Memoiren" vor.

Um das Jahr 1780 gelangt ein Schrumpfkopf in den Besitz von Don Francisco, Beamter der spanischen Krone in Caracas. Als Wandschmuck in dessen Schreibstube hängend beobachtet er das Geschehen um sich herum ganz genau – und bemerkt wie nebenbei, dass er gerade dabei ist, ein Bewusstsein zu entwickeln. Und dass er sprechen kann. Doch als er schließlich zum ersten Mal den Mund aufmacht, sorgt das bei Don Francisco prompt für einen Herzinfarkt – und der Schrumpfkopf bekommt einen neuen Besitzer. Seine Reise führt ihn in den folgenden Jahrzehnten u. a. nach Rom, Paris, Frankfurt, London, Bamberg, Bukarest, Wien und Berlin. Er wird Zeuge historischer Begebenheiten und alltäglicher Kleinigkeiten. Und nach und nach findet er immer mehr über seine eigene Vergangenheit heraus.

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Axel Ruoff, Foto: Norio Takasugii

Axel Ruoff: Irrblock

Moderation: Uwe Schütte. Live aus dem Literaturforum im Brecht-Haus, Berlin

Alex Ruoffs neuer Roman „Irrblock“ ist im Verlag Bibliothek der Provinz erschienen. 

Auf dem Gelände eines auf Kopfkulte spezialisierten Museums, das im ehemaligen Ostberliner Frauengefängnis untergebracht ist, liegt ein kopfähnlicher, von Flechten überwachsener Findling. An ihm werden historische, politische (Kolonialgeschichte, NS-Zeit) und fiktive (Kafkas „Jäger Gracchus“) Schichten überblendet, die durch die Protagonisten in Bewegung gesetzt werden, sodass Untotes – verwandelt – wiederkehrt. Im Zentrum steht eine Gedenkbüste Rosa Luxemburgs, die bis heute als verschwunden gilt.

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Marcus Roloff © privat

Marcus Roloff und Hans Jürgen Balmes: Peter Orlovsky – Beat Poetry

Der US-amerikanische Beat-Poet Peter Orlovsky ist der Sohn eines russischen Weißgardisten, der Anfang des 20. Jahrhunderts in die USA emigrierte.

Peter Orlovsky kam 1933 in New York zur Welt, wuchs bei seiner Mutter in großer Armut auf. Er musste die Schule abbrechen, um Geld zu verdienen für seine Mutter und seine Geschwister. Als junger Mann lernte er Allen Ginsberg kennen, beide lebten bis Orlovskys Tod im Jahr 2010 in einer offenen Beziehung. Der Dichter Orlovsky gilt als Vertreter reiner, unverfälschter amerikanischer Poesie. Der Frankfurter Lyriker Marcus Roloff hat eine Auswahl seiner Gedichte übersetzt, die 2020 unter dem Titel „Sauber abgewischt“ bei Stadtlichter Presse erschienen. Hans Jürgen Balmes ist Lektor für internationale Literatur bei S. Fischer.

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Gespräch | 22. April 2021 20:00 Uhr - Online-Livestream

Romy Jaster (Screenshot)

Philosophischer Salon mit Romy Jaster

Leon Joskowitz spricht mit Romy Jaster über Streitkultur. 

Gast des des elften Philosophischen Salons der Jüdischen Gemeinde Frankfurt ist Romy Jaster, Philosophin, Geschäftsführerin der Gesellschaft für analytische Philosophie und Gründerin des Forums Streitkultur. In ihrer wissenschaftlichen Praxis beschäftigt sie sich mit Willensfreiheit, Fake News und konstruktivem Diskurs. Sie plädiert für eine ergebnisoffene Haltung, die Macht guter Fragen und erklärt, wieso Streitgespräche keine Kämpfe sein müssen.

Wie kann eine konstruktive Kommunikationspraxis in Zeiten von gesellschaftlicher Polarisierung aussehen? Und weshalb lohnt es sich, im Gespräch zu bleiben und so den öffentlichen und politischen Diskurs zu verbessern?

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erstellt am 09.9.2010
aktualisiert am 04.10.2017