Lesung | Gespräch | 29. September 2020 20:00 Uhr - Romanfabrik, Hanauer Landstr. 186 (Hof), 60314 Frankfurt

Hélèn Jousse © Patrice Mormand

Hélène Jousse: Die Hände des Louis Braille

Moderation: Michael Hohmann. Die Schauspielerin Ingrid El-Sigai liest aus der deutschen Übersetzung

Constance Duroc, eine erfolgreiche Dramaturgin, erhält den Auftrag, ein Drehbuch über Louis Braille, den Erfinder der Blindenschrift, zu schreiben. Voller Faszination für Louis stürzt sie sich in eine Recherche über dieses Genie. Wir sehen uns an den Beginn des 19. Jahrhunderts zurückversetzt, an die Seite eines lebhaften Jungen, der durch einen Unfall sein Augenlicht verliert und mit zehn Jahren, beseelt von einem Traum, am königlichen Institut für junge Blinde aufgenommen wird: Er will lesen und schreiben lernen. Ausgehend von einer durch Militärs entwickelten „Nachtschrift" beschließt er, eine Schrift für Blinde zu entwickeln. „Die Hände des Louis Braille" erscheint bei Faber & Faber. 

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Lesung | Gespräch | 30. September 2020 19:30 Uhr - Literaturhaus Frankfurt, Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt

Karosh Taha, Foto: Havin Al-Sindy

Karosh Taha: Im Bauch der Königin

Das Gespräch mit der Autorin führt die Literaturvermittlerin Carolin Callies.

Shahira bricht die ungeschriebenen Regeln der kurdischen Community: Sie ist alleinerziehend, lebt nicht monogam und kümmert sich nicht um die Blicke, die sie mit ihrer Freizügigkeit auf sich zieht. Dadurch ist sie Provokation und Faszination zugleich. Vor allem für die Freunde ihres Sohnes Younes – Amal und Raffiq –, die, schwankend zwischen Bewunderung und Missbilligung, nicht wissen, wie sie mit Shahiras Auftreten umgehen sollen. Karosh Taha hat mit „Im Bauch der Königin" ein Buch über ein gesellschaftlich relevantes Thema geschrieben: was es bedeuten kann, eine Frau zu sein.

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Lesung | Gespräch | 4. Oktober 2020 17:30 Uhr - Neue Stadthalle Langen, Südliche Ringstraße 77, 63225 Langen

Reginas Gäste: Umkämpfte Zone

Regina Heidecke im Gespräch mit Ines Geipel

Verschweigen, wegerzählen, umdeuten, nivellieren, ausblenden, vermeiden, vergessen. Das für die DDR-Geschichte so signifikante Thema der Schuldverhüllung greift Ines Geipel aus der Sicht mehrerer Generationen auf: Mit ihrem Buch „Umkämpfte Zone. Mein Bruder, der Osten und der Hass“ bricht sie das „toxische Schweigen“ erfolgreich und bezieht die Fehler in der DDR auf die aktuelle große Wut und die rechten Tendenzen im Osten. Regina Heidecke, Journalistin und Moderatorin der Veranstaltungsreihe „Reginas Gäste“, hat Geipel zur Lesung und einem anschließenden Gespräch eingeladen.

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Lesung | Gespräch | 11. Oktober 2020 17:00 Uhr - Residenzschloss, Karl-Dedecius-Saal (Zugang über den Karolinenplatz), Darmstadt

Texte von Olga Tokarczuk

Lesung und Moderation: Manfred Mack und Karolina Walczyk

Die dritte Saison der Reihe „Polenlese“ beginnt das Deutsche Polen-Institut mit der wichtigsten polnischen Schriftstellerin der Gegenwart – Olga Tokarczuk, die vor einem Jahr mit dem Nobelpreis für Literatur (rückwirkend für das Jahr 2018) für ihre „erzählerische Vorstellungskraft, die mit enzyklopädischer Leidenschaft das Überschreiten von Grenzen als Lebensform darstellt“ ausgezeichnet wurde. Manfred Mack und Karolina Walczyk lesen einige ihrer Texte und reflektieren über den Zauber ihrer Werke.

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Lesung | Gespräch | 14. Oktober 2020 19:30 Uhr - Jüdisches Museum, Bertha-Pappenheim-Platz 1, 60311 Frankfurt

Max Czollek, Foto: K. Boerner

Gegenwartsbewältigung

Buchvorstellung und Gespräch mit Max Czollek

In Zeiten der Krise leiden Gesellschaft und Vielfalt. Für Max Czollek bieten staatstragende Konzepte wie „Leitkultur" oder „Integration" darauf keinerlei Antwort. Seit 2018 wird sein Buch „Desintegriert euch!" viel diskutiert. Beschrieb er damit den Status quo des deutschen Selbstverständnisses, entwirft Czollek in „Gegenwartsbewältigung" das Modell für eine veränderte Gegenwart: Wie muss sich die Gesellschaft wandeln, damit Menschen gleichermaßen Solidarität erfahren? Welche liebgewonnenen Überzeugungen müssen wir alle dafür aufgeben? Wie kann in einer fragmentierten Welt die gemeinsame Verteidigung der pluralen Demokratie gelingen?

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Gespräch | 23. Oktober 2020 19:00 Uhr - Historisches Museum (Sonnemannsaal), Saalhof 1, 60311 Frankfurt

Textland Salon: Sprechen über Rassismus

Teilnehmende: Max Czollek, Kübra Gümüsay, Zoe Hagen, Sharon Dodua Otoo, Jamal Tuschick, Deniz Utlu. Moderatorin und Kuratorin: Hadija Haruna-Oelker

An diesem Abend kommen wichtige Stimmen des aktuellen Rassismus-Diskurses in Deutschland zu Wort. In ihrer Sprache und Wortwahl sie sich voneinander. Sie sprechen über das vielen so unangenehme Wort „Rassismus" und das Denken darüber. Ein ungeliebtes, gern verdrängtes Thema. Die Autor*innen beantworten Fragen und reagieren auf die Antworten. Warum sprechen wir nicht gerne über Rassismus? Wer sind die Rassisten? Ziel ist es, sich mit diesem Thema Phänomen auseinanderzusetzen – konstruktiv, freundlich, offen: eine Rassismuskritik, die darauf abzielt, die Verletzbarkeit der so genannten „Anderen" sichtbar zu machen und wahrzunehmen.

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Gespräch | Vortrag | Performance | 24. Oktober 2020 11:00 Uhr - Schauspiel Frankfurt und Naxoshalle, Frankfurt

Textland Literaturfest 2020

Wehrhafte Kunst

Das ganztägige Textland Literaturfest 2020 findet in Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Frankfurt und dem Berliner Autor Max Czollek statt, der als Ko-Kurator – im Rahmen seiner bundesweiten „Tage der Jüdisch-Muslimischen Leitkultur" (TdJML) – den thematischen Fokus über Prosa und Lyrik hinaus auch auf das Theater erweitert.

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Lesung | Gespräch | 1. November 2020 18:00 Uhr - Ignatz-Bubis-Gemeindezentrum, Savignystr. 66, Frankfurt

Olga Grjasnowa, © Joachim Gern

Olga Grjasnowa: Der verlorene Sohn

Moderation: Björn Jager

Akhulgo, Nordkaukasus, 1839: Jamalludin wächst als Sohn eines mächtigen Imams auf. Seit Jahrzehnten tobt der Kaukasische Krieg, und sein Vater wird von der russischen Armee immer mehr bedrängt. Schließlich muss er seinen Sohn als Geisel geben, um die Verhandlungen mit dem Feind aufzunehmen, und Jamalludin wird an den Hof des Zaren nach St. Petersburg gebracht. Bald schon ist der Junge hin - und hergerissen zwischen der Sehnsucht nach seiner Familie und den verlockenden Möglich keiten, die sich ihm in der prächtigen Welt des Zaren bieten. Olga Grjasnowa erzählt von einem Kind, das zwischen zwei Kulturen und zwei Religionen steht und seine Identität finden muss.

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erstellt am 09.9.2010
aktualisiert am 04.10.2017