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Theater | 14. April 2018 bis 2. Juni 2018 - Schauspiel Frankfurt, Willy-Brandt-Platz, Frankfurt am Main

Foto: Thomas Aurin

Emilia Galotti

Von Gotthold Ephraim Lessing, Regie: David Bösch


Mit einem Glas Champagner in der Hand, mit herunterhängenden Hosenträgern, in einem schlampigen violetten Anzug, mit der Pappkrone auf fettigen Haaren steht der Prinz von Guastalla auf der dunklen Bühne des Schauspiels Frankfurt und redet sich gerade aus einer Verliebtheit in die nächste: er zerreißt den Brief der Gräfin Orsina und drückt das Foto von Emilia Galotti an sein Herz. Da aber seine Verführungsversuche gescheitert sind, setzt nun sein herbeieilender Vertrauter Marinelli eine mörderische Intrige in Gang, an deren Ende der Tod steht. Zwar ist der Prinz ein Playboy, ein Tunichtgut, der seine Macht gerne missbraucht, um Frauen nachzustellen, aber der wirklich üble Typ ist sein Handlanger Marinelli, ein mafiöser Fixer, dessen Anzug so hell ist wie sein Gewissen dunkel.

 

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Theater | bis 8. Juni 2018 - Landungsbrücken, Gutleutstraße 294, 60327 Frankfurt am Main

P (1984)

„Kortmann & Konsorten“ zeigen eine für die Bühne adaptierte Fassung des 1948 erschienen Romans „1984“ von George Orwell.

 

Der Roman beschreibt einen Staat, der seine Bürger*innen total überwacht und ihr Denken manipuliert. Und zeichnet damit ein erschreckendes Bild der Zukunft: „Die Partei lehrte einen, der Erkenntnis seiner Augen und Ohren nicht zu trauen. Das war ihr entscheidendes, wichtigstes Gebot.“

Kein Wunder also, dass in Zeiten von Fake News, gefühlten Wahrheiten, alternativen Fakten und der Präsidentschaft von Donald Trump in den USA solche Szenarien wieder gern gelesen werden. Hat man doch den Eindruck, dass die Zeit den Roman eingeholt, wenn nicht gar überholt hat.

 

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Theater | bis 17. Juni 2018 - Kammerspiele, Neue Mainzer Straße 15, Frankfurt am Main

Foto: Felix Grünschloß

Stimmen einer Stadt

3 Monodramen von Wilhelm Genazino, Olga Grjasnowa, Teresa Präauer


Mit Beginn der Spielzeit 2017/18 startet das Schauspiel Frankfurt auf Initiative von Chefdramaturgin Marion Tiedtke und in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus ein auf drei Spielzeiten angelegtes Projekt unter dem Titel „Stimmen einer Stadt“. Jeweils drei Autor*innen pro Spielzeit bekommen den Auftrag, nach ausführlichen Gesprächen mit einer Person der Stadt, ein Monodrama für je eine(n) Schauspieler*in zu schreiben. Es sind dabei wesentlich Autor*innen gefragt, die bisher noch nicht für das Theater geschrieben haben und damit auch an das Schreiben von Theatertexten herangeführt werden sollen. Jeweils eine(r) der drei Autor*innen wird dabei aus Frankfurt kommen. Nach drei Spielzeiten ergibt sich dann ein Kaleidoskop von neun verschiedenen Leben in der Stadt Frankfurt am Main.

Die ersten drei Arbeiten hatten jetzt unter der Regie von Anselm Weber im Kammerspiel von Schauspiel Frankfurt Premiere.

 

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Theater | bis 13. Juli 2018 - Theater Dortmund, Hiltropwall 15, 44137 Dortmund

Szenenfoto: Birgit Hupfeld

Der Theatermacher

Kay Voges, Intendant am Schauspiel Dortmund und Regisseur mit Hang zu digitalen Medien, ist wahrscheinlich der derzeit innovativste und experimentierfreudigste Regisseur der Republik. Sein neuster Coup: „Der Theatermacher“ von und nach Thomas Bernhard am Schauspiel Dortmund.

 

Die Hauptfigur des bei den Salzburger Festspielen 1985 uraufgeführten Stücks ist der Staatsschauspieler Bruscon. Bruscons Ansprüche sind maßlos gegen sich selbst, gegenüber seiner Familie – und dem Ort des Schauspiels. In langen Tiraden ereifert er sich über die Verkommenheit der Welt, die Talentlosigkeit seiner Kinder und die Geistfeindlichkeit des Weiblichen.

 

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Theater | 6. August 2018 bis 7. August 2018 - Grüneburgpark, Frankfurt am Main

© Die Dramatische Bühne

Dostojewski: Der Spieler

Nächste Vorstellungen am 6. und 7. August 2018, jeweils 20:15 Uhr

 

Die Dramatische Bühne ist eine feste Größe in der vielfältigen Theaterlandschaft Frankfurts. Ihre neuste Produktion setzt sich mit dem russischen Schriftsteller Fjodor Dostojewski (1821-1881) und seinem Roman „Der Spieler“ auseinander.

Dostojewski hatte alle Rechte an seinen Büchern verpfändet, und es blieben ihm knapp vier Wochen für die Niederschrift eines neuen Buches, um seinen finanziellen Ruin abzuwenden. Das Manuskript diktierte Dostojewski komplett seiner späteren Frau Anna Snitkina, von Beruf Stenografin, in die Feder.

Thema des Romans ist neben der unglücklichen Liebe des Ich-Erzählers Aleksej Iwanowitsch zu Polina auch das Glücksspiel und die damit verbundene Spielsucht – etwas das Dostojewski gut kannte und der er auch verfallen war. Auf eindringliche Weise wird diese Sucht und die damit einhergehende permanente Angst vor dem finanziellen als auch gesellschaftlichen Ruin geschildert.

 

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erstellt am 09.9.2010