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Lesung | 15. Januar 2019 20:00 Uhr - Romanfabrik, Hanauer Landstr. 186 (Hof), 60314 Frankfurt am Main

Marjana Gaponenko, Foto: APE

Marjana Gaponenko: Der Dorfgescheite

Die aus Odessa stammende Autorin Marjana Gaponenko schrieb mit „Der Dorfgescheite“ ihren dritten Roman. Der Bibliothekar Ernest Hertz verlor als Kind schon ein Augenlicht und hütet seine Augenklappe wie seinen wichtigsten Schatz: Wenn eine Auserwählte sich erdreistet, sie zu lüften, um in die dunkle Augenhöhle zu schauen, beendet er abrupt die Beziehung. Er tritt eine neue Stelle an in der zweitgrößten Klosterbibliothek der westlichen Welt. Sein Vorgänger ist auf unerklärliche Art aus dem Leben geschieden, und gleich zu Beginn findet er im Aschekasten seines Kachelofens ein mittelalterliches Manuskript mit dem Titel „Dialogus miraculorum“. Die Rätsel um den Tod seines Vorgängers und das Manuskript bestimmen den Gang der Geschichte, deren wichtiger Nebenschauplatz die Dorfkneipe ist.

 

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Theater | bis 26. Dezember 2018 - Kammerspiele, Neue Mainzer Straße 15, Frankfurt am Main

Foto: Felix Grünschloß

Aus Staub

Nächste Aufführung am 26.12.


Es war weder geplant noch verabredet, und doch kommt das Stück „Aus Staub“ gerade recht zur Eröffnung der neuen Altstadt in Frankfurt. Im Gegensatz aber zur neuen Altstadt, in der noch immer nicht alles fertig ist und trotzdem schon gefeiert wurde, waren es dieses Stück und Inszenierung punktgenau zur Premiere. Obwohl auch hier erst eine Woche vor der Premiere der vollständige Text vorlag und am Tag davor noch einzelne Szenen umgestellt wurden.

 

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Oper | bis 30. Dezember 2018 - Nationaltheater Mannheim, Am Goetheplatz, 68161 Mannheim

Szenenfoto: Hans Jörg Michel

Aschenputtel (La Cenerentola)

Afführungen: 14. + 22. + 26. + 30. Dezember 2018

Bis zum 30. Dezember kann man die Oper La Cenerentola (Aschenputtel oder Der Triumph des Guten) von Gioacchino Rossini in der bezaubernden Inszenierung von Cordula Däuper am Nationaltheater Mannheim in dieser Spielzeit noch sehen. Und man sollte sich das nicht entgehen lassen – besonders in dieser Inszenierung bietet die Oper ein generationsübergreifendes Vergnügen und ist für einen Familienausflug gut geeignet.

La Cenerentola ist eine Oper in zwei Akten von Gioachino Rossini. Das Libretto von Jacopo Ferretti basiert auf Charles Perraults Fassung des Märchens Cendrillon ou la Petite Pantoufle de verre (Cendrillon oder der kleine gläserne Pantoffel). Die Uraufführung der Oper erfolgte am 25. Januar 1817 im Teatro Valle in Rom.

Die Oper vom Aschenputtel gilt als Meisterwerk des Belcanto, jenem italienischen Opernstil des 19. Jahrhunderts, der die Schönheit des Gesangs zum obersten Gebot erklärte. Und so endet die Oper und mit ihr auch alle Verwicklungen in einem Feuerwerk aus Koloraturen. Sängerische Virtuosität und dramatischer Instinkt ergänzen sich hierbei auf eine berauschende Weise.

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Ausstellung | bis 30. Dezember 2018 - KirchnerHAUS Aschaffenburg e.V., Ludwigstr. 19, 63739 Aschaffenburg

Ernst Ludwig Kirchner (1919)

Kirchners Kosmos: Der Tanz

Eine Ausstellung im KirchnerHAUS in Aschaffenburg


Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) zählt zu den wichtigsten Vertretern des Expressionismus und war ein Gründungsmitglied der Künstlergruppe Brücke. Seine Werke galten den Nationalsozialisten als „entartet“. Im Jahr 1938 starb Kirchner durch Suizid.

Das Geburtshaus von Ernst Ludwig Kirchner in Aschaffenburg gegenüber dem Bahnhof steht noch. Er wurde 1880 geboren und hatte seine ersten Lebensjahre in dem bis heute fast unverändert erhaltenen Stadthaus verbracht. Die Stadt Aschaffenburg allerdings wollte das klassizistische Gebäude mit einer Spielhalle darin weder kaufen noch als Museum betreiben. Um das Geburtshaus des Malers einer würdigen Nutzung zuzuführen und in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Kirchner ein Aschaffenburger war, wurde 2011 der KirchnerHAUS-Verein Aschaffenburg mit der Kunsthistorikerin Brigitte Schad an der Spitze gegründet.

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Tanz | 17. Januar 2019 bis 20. Januar 2019 - Opernhaus Wuppertal, Kurt-Drees-Straße 4, 42283 Wuppertal

© Tanztheater Wuppertal Pina Bausch

1980 – Ein Stück von Pina Bausch

Auch fast vierzig Jahre nach der Entstehung zeigt „1980“ – lapidar nach dem Entstehungsjahr so genannt – kaum Alterserscheinungen. Für die 2009 für alle überraschend verstorbene Pina Bausch war „1980“ eine ihrer wichtigsten Choreografien. Nicht verwunderlich, wenn man erfährt, dass im Jahr der Entstehung ihr Lebenspartner, Bühnen- und Kostümbildner Rolf Borzik, verstarb.

Pina Bausch stürzte sich in Arbeit und schuf mit „1980“ ein Werk, das Trauer und Abschied genauso thematisiert wie die Sehnsucht nach der Unbeschwertheit der Kindheit. Dabei geht es durchaus auch humorvoll zu. So etwa in einer Szene, in der sich einer der Tänzer nackt wie ein Baby mit Rassel auf ein kleines Fell legt.

Für „1980“ schuf erstmals Peter Pabst das Bühnenbild für das Tanztheater Wuppertal. Er lässt die Bühne bis auf die Brandmauern offen und bedeckt den Boden mit einer echten Rasenfläche, auf der einsam ein Reh steht. Der Bühnenraum also als Spielwiese für die Mitglieder der Company, einen Zauberkünstler und einen älteren Turner am Barren.

 

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Ausstellung | bis 31. Januar 2019 - Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart

Falsches Rot

Die Ausstellung „Falsches Rot“ arbeitet mit der Genauigkeit und Tiefe dreier zeitgenössischer Lyriker und Autoren, die unter anderem danach fragen, was heute noch links sein heißt. 50 Jahre nach '68 hat das Literaturhaus Stuttgart den Buchpreisträger, Schriftsteller und Lyriker Frank Witzel, den Lyriker und Verleger Ulf Stolterfoht sowie den Lyriker und Fotograf Dieter M. Gräf eingeladen, diese Frage in einer gemeinsam für das Literaturhaus kuratierten Ausstellung zu bearbeiten.

 

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Ausstellung | 12. Oktober 2018 bis 3. Februar 2019 - Kunsthalle Mannheim, Friedrichsplatz 4, 68165 Mannheim

© Zefrey Throwell

Konstruktion der Welt

Kunst und Ökonomie 1919-1939 und 2008-2018

2018 jährt sich der Höhepunkt der globalen Finanzkrise zum zehnten Mal und bietet damit den aktuellen Bezug einer großen Themenausstellung im vor einem Jahr eröffneten Neubau der Kunsthalle Mannheim, die sich der Spiegelung ökonomischer Phänomene in der bildenden Kunst widmet. Zwei Phasen werden in den Blick genommen und zueinander in Beziehung gesetzt.

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Ausstellung | bis 10. Februar 2019 - Liebieghaus Skulpturensammlung, Schaumainkai 71, 60596 Frankfurt

Foto: Liebieghaus

Medeas Liebe und die Jagd nach dem Goldenen Vlies

Der Mythos um Medea, der Barbarin aus Kolchis, die ihr Volk aus Liebe zu dem griechischen Eroberer Jason verrät, ihm in seine Heimat folgt, wo sie dann von ihm verraten wird und sich grausam rächt, hat sich tief in das kulturelle Gedächtnis Europas eingegraben und ist in allen Kunstgattungen präsent. Es gibt allein 13 Opern, etliche Filme (darunter eine Verfilmung von Pier Paolo Pasolini mit Maria Callas), Gemälde und natürlich die Tragödie von Euripides, uraufgeführt 431 v. Chr.

Dieses Drama entfaltet eine narrative Wucht, die uns auch heute noch treffen kann. Legendär ist hier eine Frankfurter Inszenierung von 1976. Hans Neuenfels inszenierte mit Elisabeth Trissenaar als Medea in der Hauptrolle. Am Tag nach der Premiere folgte in den Zeitungen zunächst ein Verriss nach dem anderen. Besonders Peter Iden tat sich hierbei mit besonders drastischen Worten hervor: „Die Aufführung ist sinnlos, widerwärtig, tatsächlich ekelhaft.“ (Immerhin räumte der Theaterkritiker Jahre später ein, dass er sich damals geirrt und die Qualität der Inszenierung nicht erkannt habe.)

 

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Oper | bis 23. Februar 2019 - Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Christian-Zais-Str. 3, 65189 Wiesbaden

Foto: Karl & Monika Forster

Don Giovanni

Wie ein Penner reckt sich eine dunkle Gestalt auf einer Bank an der rechten Seite der Bühne, während auf einer oberen Ebene schlanke Frauen in knallroten Strumpfhosen einen rhythmischen Tanz vollführen. Dann steht die Gestalt von der Bank auf, zieht sich eine Maske übers Gesicht und eilt mit flatternden Mantelschößen in den Verführungskampf: Es ist Don Giovanni! In engen schwarzen Hosen und mit nackter Brust unter dem langen schwarzen, wallenden Mantel gibt der amerikanische Bariton Christopher Bolduc sein fulminantes Rollendebüt als Don Giovanni in der Neuinszenierung von Nicolas Brieger am Staatstheater Wiesbaden. Sein Duett mit Zerlina, die Katharina Konradi mit ebenso viel schauspielerischem Charme wie gesanglicher Brillanz gibt, ist ein musikalischer Höhepunkt der Aufführung.

 

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Konzert | Performance | 20. März 2019 bis 24. März 2019 - Alte Oper, Opernplatz, 60313 Frankfurt am Main

Foto: Alte Oper / Wonge Bergmann

Anders hören – Die Abramovic-Methode für Musik

Marina Abramovic, eine der bekanntesten und einflussreichsten Performancekünstlerinnen der Welt, hat eigens für die Alte Oper Frankfurt ein Kunstprojekt entwickelt, das Musik und ihre Abramovic-Methode zusammenbringt. Für Marina Abramovic war ihr Körper immer Thema und Medium ihres künstlerischen Schaffens zugleich. Aus diesem künstlerischen Selbstverständnis heraus hat sie über die Jahre hinweg die Abramovic-Methode entwickelt, die aus einer Anzahl von Übungen besteht.

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Ausstellung | 29. November 2018 bis 31. März 2019 - S-Bahnstation Taunusanlage (B-Ebene), Frankfurt am Main

Franziska Kneidl: Als Erstes die Clowns

Franziska Kneidl hat aus der ungegenständlichen Malerei auf Leinwand Skulpturenensembles entwickelt, die z. B. in die Sammlungen des Museums für Moderne Kunst und des Museums Angewandte Kunst in Frankfurt Eingang gefunden haben. Die Figurinen bestehen aus mehrschichtig drapierten und bemalten, daher semitransparenten Kunststofffolien. In den Räumlichkeiten des Kunstvereins EBENE B1 wird sie nun eine Reihe neuer Arbeiten zeigen. Inszeniert werden die körperhaften, kostbar-opulenten Folienobjekte hinter Glasscheiben, an denen die S-Bahn-Fahrgäste tagaus und tagein vorbeigehen.

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Ausstellung | 30. November 2018 bis 31. März 2019 - Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, 80331 München

Anna Vogel, Across the Screen

LAND SCOPE

Fotoarbeiten von Roni Horn bis Thomas Ruff aus der DZ BANK Kunstsammlung

Die Ausstellung widmet sich der Landschaftsdarstellung in der zeitgenössischen Fotokunst. In der Zusammenschau von über 130 Kunstwerken, die zwischen 1972 und 2018 entstanden sind, zeichnet die Ausstellung den Facettenreichtum der fotografischen Naturdarstellungen bis in die Gegenwart nach, setzt die Weiterentwicklung und nicht selten die Überwindung der Gattung Landschaft mit Hilfe des Lichtbildes ins Relief.

Die Ausstellung zeigt Werke u.a. von Claudia Angelmaier, Ursula Böhmer, Mona Breede, Lucinda Devlin, William Eggleston, Jochen Gerz, Beate Gütschow, Raphael Hefti, Dan Holdsworth, Carsten Höller, Roni Horn, Axel Hütte, Magdalena Jetelová, Sven Johne, Peter Keetman, Robert Longo, Richard Mosse, Inge Rambow, Heinrich Riebesehl, Thomas Ruff, Adrian Sauer, Stephen Shore, Maria Sewcz, Hiroshi Sugimoto und Anna Vogel.

 

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Film | 25. Oktober 2018 bis 11. Juli 2019 - Deutsches Filmmuseum, Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt a. M.

Die Erfinderin der Formen. Das Kino von Chantal Akerman

Die Lecture & Film-Reihen im Frankfurter Filmmuseum bieten nicht nur filmwissenschaftlich Interessierten inspirierende Einblicke in das Schaffen wichtiger Regisseure und Regisseurinnen. In guter Erinnerung sind Abende mit Warhols filmischem Werk, Agnès Varda, Jean-Luc Godard, Pasolini oder zuletzt „Tropical Underground“, das Brasiliens filmische Avantgarde in den Mittelpunkt stellte.

 

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Ausstellung | bis 1. September 2019 - Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29, 60594 Frankfurt am Main

Grey Is The New Pink – Momentaufnahmen des Alterns

Um ein anderes, positives Altersbild bemüht sich die Ausstellung „Grey Is The New Pink“ im Frankfurter Weltkulturen Museum. Kuratorin Alice Pawlik möchte einen globalen Blick auf das Älterwerden werfen. Dabei greift sie nicht nur auf ethnographische Objekte aus der Museumssammlung zurück. Die interdisziplinäre Schau umfasst auch Fotografien, Filme, Zeichnungen, Literatur und Rauminstallationen.

Ein Teil der Präsentation resultiert aus einem Call for Content – einem Aufruf des Museums an die Öffentlichkeit, Bilder vom Altern einzusenden. Etwa 165 Beiträge sind zu sehen: zumeist fotografische Momentaufnahmen aus dem Alltag älterer Menschen. Sie tanzen und lachen, spielen Tischkicker, haben also viel mehr Spaß, als Senioren gemeinhin zugetraut wird. Mit Erwartungen und Rollenklischees spielt auch der kenianische Künstler Osborne Macharia. Er inszeniert vier ältere Herren als Rapper. Macharia fotografiert sie mit Skateboard und Ghettoblaster, in lässigen, bisweilen gewagten Posen und Outfits.

 

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erstellt am 09.9.2010