Lesung | 25. Juni 2019 20:00 Uhr - Romanfabrik, Hanauer Landstr. 186 (Hof), 60314 Frankfurt am Main

Simon Strauß: Römische Tage

Ein Sommer in Rom, 231 Jahre und acht Monate nach Goethe. Ein junger Mann hat sich aufgemacht in die Ewige Stadt, um zu sich zu finden. In Rom sucht er einen eigenen Weg. Er trifft Menschen, die wie aus der Zeit gefallen scheinen und sieht Geschichten, wo andere nur Steine fotografieren. Er lebt leichter und fühlt einen Auftrag: die Versprechen der Gegenwart in Frage zu stellen. „Römische Tage“ führt die Leser zu den vielen Anfängen und Enden unserer Welt und fragt, was wir morgen daraus machen. Melancholisch und leichtfüßig erzählt Simon Strauß, warum Geschichte nicht ohne das Leben und das Leben nicht ohne Geschichte auskommt.

 

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Oper | 29. Juni 2019 19:30 Uhr - Komische Oper Berlin, Behrenstraße 55-57, 10117 Berlin

Foto: Iko Freese / drama-berlin.de

La Bohème

Nächste Aufführung am 29. Juni 2019


Vorlage für Giacomo Puccinis Oper „La Bohème“ (Uraufführung 1896 im Teatro Regio in Turin unter Arturo Toscanini) waren Henri Murgers „Scènes de la vie de bohème“. Puccini war von der Lektüre – Anfang 1893 – sofort begeistert. Trotz anfangs schlechter Kritiken wurde „La Bohème“ ein Welterfolg und ist eine der weltweit am häufigsten aufgeführten Opern. Mit „La Bohème“ bringt Puccini – zusammen mit seinen beiden Librettisten Luigi Illica und Giuseppe Giacosa – das Leben, Leiden und Lieben von gewöhnlichen Menschen auf die Bühne. Auf den Bühnen wird plötzlich Alltagssprache gesprochen und gesungen – ein absolut neues Phänomen.

 

Barrie Kosky und der musikalische Leiter Jordan de Souza bedienen mit dieser Inszenierung keines der Klischees und Gewohnheiten, die sich über Jahrzehnte im Umgang mit dieser Oper durchgesetzt haben, sondern finden einen anderen Zugang zu diesem musikalischen Meisterwerk.

 

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Konzert | Performance | 4. Juli 2019 19:00 Uhr - Atelierfrankfurt, Schwedlerstr. 1–5, 60314 Frankfurt am Main

White Masks

WHITE MASKS ist ein musikalisches Performance- und Installations-Projekt zum Thema VERLUST – WANDEL – DAS ANDERE, kreiert von Silvia Rosani (Komposition), Esther Saladin (Violoncello) und Inês Rebelo (Bildende Kunst).

 

4. + 5. Juli, Performance 19 Uhr, Installation geöffnet 20.15 Uhr

 

Es beinhaltet Stücke für Violoncello solo, (Live-) Elektronik und klingende Metallplatten, erweitert durch die Anwesenheit von Kunst. Die Performance ist hybrid, zyklisch, mäandernd; die klassische Aufteilung in Bühne- und Publikumsbereich wird aufgelöst. Die interaktive Installation vor und nach der Performance ist ein Gefäß zur Anreicherung des Projekts mit menschlichen Stimmen. In leise klingendem Raum können Beiträge aufgenommen werden: eigene Geschichten und Gedanken zum Themenkomplex VERLUST – WANDEL – DAS ANDERE werden mit den Künstlerinnen besprochen oder unhörbar für andere via Mikrophon hinterlassen.

 

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Film | 25. Oktober 2018 bis 11. Juli 2019 - Deutsches Filmmuseum, Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt a. M.

Die Erfinderin der Formen. Das Kino von Chantal Akerman

Die Lecture & Film-Reihen im Frankfurter Filmmuseum bieten nicht nur filmwissenschaftlich Interessierten inspirierende Einblicke in das Schaffen wichtiger Regisseure und Regisseurinnen. In guter Erinnerung sind Abende mit Warhols filmischem Werk, Agnès Varda, Jean-Luc Godard, Pasolini oder zuletzt „Tropical Underground“, das Brasiliens filmische Avantgarde in den Mittelpunkt stellte.

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Ausstellung | bis 1. September 2019 - Schlossberg, 35683 Dillenburg

Plastik von Levent Kunt

Bollwerk. Zeitgenössische Kunst in den Dillenburger Kasematten

Ein Projekt anlässlich des Kultursommers Mittelhessen 2019


Der Gang durch die Kasematten des Dillenburger Schlossbergs hinterlässt ambivalente Gefühle. Zum einen repräsentiert das Bollwerk Macht und Überlegenheit, ein in den Felsen gehauener Schutzraum für Soldaten, Burg- und Stadtbewohner. Zum anderen zeigt sich dort aber auch die Kehrseite der Macht, als unwirtlicher Ort der Gewalt und der Ausgrenzung. Eng verknüpft mit der europäischen Geschichte, wird der Ort nun Schauplatz einer großen Ausstellung zeitgenössischer Kunst. Zehn überregional agierende Mitglieder des Oberhessischen Künstlerbundes treffen auf fünf internationale Künstler, um mit ortsbezogenen Arbeiten den Themen des Bollwerks nachzuspüren, diese auf die Gegenwart zu beziehen und damit auch die Frage nach einer europäischen Identität im 21. Jahrhundert zu stellen.

 

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Ausstellung | bis 1. September 2019 - Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29, 60594 Frankfurt am Main

Grey Is The New Pink – Momentaufnahmen des Alterns

Um ein anderes, positives Altersbild bemüht sich die Ausstellung „Grey Is The New Pink“ im Frankfurter Weltkulturen Museum. Kuratorin Alice Pawlik möchte einen globalen Blick auf das Älterwerden werfen. Dabei greift sie nicht nur auf ethnographische Objekte aus der Museumssammlung zurück. Die interdisziplinäre Schau umfasst auch Fotografien, Filme, Zeichnungen, Literatur und Rauminstallationen.

Ein Teil der Präsentation resultiert aus einem Call for Content – einem Aufruf des Museums an die Öffentlichkeit, Bilder vom Altern einzusenden. Etwa 165 Beiträge sind zu sehen: zumeist fotografische Momentaufnahmen aus dem Alltag älterer Menschen. Sie tanzen und lachen, spielen Tischkicker, haben also viel mehr Spaß, als Senioren gemeinhin zugetraut wird. Mit Erwartungen und Rollenklischees spielt auch der kenianische Künstler Osborne Macharia. Er inszeniert vier ältere Herren als Rapper. Macharia fotografiert sie mit Skateboard und Ghettoblaster, in lässigen, bisweilen gewagten Posen und Outfits.

 

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Ausstellung | 4. April 2019 bis 7. September 2019 - Deutsche Nationalbibliothek, Adickesallee 1, 60322 Frankfurt

Oskar Maria Graf, Porträt, 1918

Oskar Maria Graf: Rebell, Weltbürger, Erzähler

Die Ausstellung zeigt den bayerischen Dichter Oskar Maria Graf (1894–1967) als internationalen, weltoffenen, auch rebellischen Schriftsteller. Im Mittelpunkt stehen die Zeit des Exils und die Frage nach der „wahren Heimat“. Von 1933 bis 1938 lebte Graf in Wien und Brünn und ab 1938 in der Metropole New York, deren Vielfalt und Vitalität er liebte. Als Autor von weltliterarischem Rang schrieb er im Exil seine größten Werke – Texte, die vor dem Hintergrund der heutigen weltpolitischen Lage von großer Aktualität sind und deren Wiederentdeckung lohnt. Zugleich blieb er der „Heimat“ verbunden, insbesondere durch seine Sprache, aber auch durch seine Erscheinung: Seine Lederhose legte er auch auf der Fifth Avenue nicht ab.

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Ausstellung | bis 8. September 2019 - Frankfurter Kunstverein, Markt 44, 60311 Frankfurt am Main

© Yves Netzhammer

Empathische Systeme

Als Thema der Ausstellung benennt Kuratorin Franziska Nori das emotionale Verhältnis zwischen Mensch und Maschine.

 

Wie Gliederpuppen muten die menschlichen Figuren an, die Yves Netzhammer in seinen Animationsfilmen und Zeichnungen auftreten lässt. Die Arbeiten des 1970 geborenen, in Zürich lebenden Künstlers entstehen fast ausschließlich am Computer. Seine Werke tragen mitunter rätselhafte Titel wie „Das Gefühl präziser Haltlosigkeit beim Festhalten der Dinge“.

 

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Tanz | 3. Oktober 2019 bis 6. Oktober 2019 - Opernhaus Wuppertal, Kurt-Drees-Straße 4, 42283 Wuppertal

© Tanztheater Wuppertal Pina Bausch

como el musguito en la piedra, ay si, si, si ...

Das Tanztheater Wuppertal zeigt anlässlich des zehnten Todestages der Choreographin Pina Bausch – sie starb am 30. Juni 2009 in Wuppertal an Krebs – ihre letzte Arbeit „... como el musguito en la piedra, ay si, si, si ... (... wie das Moos auf dem Stein ...)“. Der posthum beigefügte Titel ist eine Zeile aus dem Lied „Volver a los 17“ der chilenischen Sängerin Violeta Parra.

 

Ausgangspunkt und Inspiration für diese Arbeit war ein mehrwöchiger Aufenthalt der Künstlerin mit ihren 21 Tänzer*innen in Chile. Dort gesammelte Erfahrungen und Eindrücke finden sich in dieser letzten Arbeit wieder, die am 12. Juni 2009 in Wuppertal uraufgeführt wurde.

 

Es ist eine Liebeserklärung an Chile: seine Bevölkerung, seine vielfältige Kultur und seine Tänze. Ausdruck findet dies in einer Aneinanderreihung von mehreren Episoden, Miniaturen, Sketchen – durchsetzt mit mal ironischen oder witzigen, aber auch bedrohlichen und tragischen Elementen – es geht also weit über das Lokale hinaus um universelle Befindlichkeiten des Menschen.

 

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Festival | bis 11. November 2019 - Bundesweite Tournee, Termine unter https://www.circus-krone.com/tour-2019/

Circus Krone (Screenshot)

Circus Krone: Mandana

Manege frei! – Beim Jubiläumsprogramm von Circus Krone verwandelt sich das Zelt in einen goldenen Palast der Zwanzigerjahre und eine märchenhafte Erzählung nimmt die Besucher*innen mit auf eine Reise.

 

100 Jahre Circus Krone und wieder unterwegs mit artistischen Höchstleistungen und ihrem Markenzeichen – den spektakulären Tierdressuren. Nicht umsonst zieren Löwe, Pferd und Elefant das Wappen des Unternehmens. Eine wechselvolle Geschichte durchlebte der Circus, und interessanteweise standen immer Ehepaare an der Spitze, die sich mit Vorliebe Tieren und der Arbeit mit ihnen zuwendeten. Die Frauen den Pferden, die Männer meist den Raubkatzen.

 

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erstellt am 09.9.2010