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Konzert | - Online

Screenshot

On Air

Ensemble Modern im Livestream

Seit April 2020 hängt die Existenz des 1980 gegründeten Ensemble Modern an seidenen Fäden. Die zu Beginn der Pandemie erfundene, neue digitale Live-Konzertreihe „On Air“ macht auf höchstem künstlerischen Niveau Konzerte des Spezialensembles für zeitgenössischen Musik im Netz zugänglich, wie das kürzlich inszenierte Jubiläumskonzert mit Werken von 40 Komponisten und Komponistinnen. Die Reihe wird fortgesetzt. (-ert)

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Lesung | Gespräch | - Online-Video

Jan Koneffke, Foto Isolde Ohlbaum

Jan Koneffke: Die Tsantsa-Memoiren

Jan Koneffke stellt im Gespräch mit Martin Maria Schwarz (hr2-kultur) seinen neuesten Roman „Die Tsantsa-Memoiren" vor.

Um das Jahr 1780 gelangt ein Schrumpfkopf in den Besitz von Don Francisco, Beamter der spanischen Krone in Caracas. Als Wandschmuck in dessen Schreibstube hängend beobachtet er das Geschehen um sich herum ganz genau – und bemerkt wie nebenbei, dass er gerade dabei ist, ein Bewusstsein zu entwickeln. Und dass er sprechen kann. Doch als er schließlich zum ersten Mal den Mund aufmacht, sorgt das bei Don Francisco prompt für einen Herzinfarkt – und der Schrumpfkopf bekommt einen neuen Besitzer. Seine Reise führt ihn in den folgenden Jahrzehnten u. a. nach Rom, Paris, Frankfurt, London, Bamberg, Bukarest, Wien und Berlin. Er wird Zeuge historischer Begebenheiten und alltäglicher Kleinigkeiten. Und nach und nach findet er immer mehr über seine eigene Vergangenheit heraus.

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Radio | Podcast | - Online-Audio

Foto: Robert Schittko

Textland: Literatur und die Gesellschaft radikaler Vielfalt

Zum Nachhören

In einer Podiumsdiskussion kamen beim Textland-Literaturfest am 24. Oktober 2020 Perspektiven aus unterschiedlichen künstlerischen Feldern zusammen. Im Zentrum standen die Fragen: Ist Literatur und Theater Realisierung der Möglichkeit des Neuen, Ausdruck einer Gesellschaft der radikalen Vielfalt? Oder ist sie ein Symptom der Trägheit politischer und kultureller Konzepte und hat sie damit Anteil am Verfehlen der Gegenwart?

Teilnehmer: Nuran David Calis (Perspektive Theater), Daniela Seel (Perspektive Lyrik und Literatur), Senthuran Varatharajah (Perspektive Literatur und Essay). Moderation: Katja Herlemann und Max Czollek

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Konzert | Lesung | - Online-Video

Gustave Flaubert, um 1856

Gustave Flaubert: Lehrjahre der Männlichkeit

Zum 200. Geburtstag von Gustave Flaubert

Der Sprecher Helge Heynold liest aus Elisabeth Edls Neuübersetzung von Flauberts Roman „Lehrjahre der Männlichkeit" und wird begleitet von: Stéphane Egeling (Oboe), Jan Creutz (Klarinette) und Stefan Hoffman (Fagott).

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Vortrag | - Online-Video

Walter H. Pehle

Eine Region und die Schuld

Der Nationalsozialismus und seine Nachgeschichte im Rhein-Main-Gebiet

Die von Walter H. Pehle (1941-2021) initiierte Reihe der Frankfurter Bürgerstiftung beinhaltet vier Vorträge von Fachleuten. Sie startete mit dem Vortrag von Tobias Freimüller, stellvertretender Direktor des Fritz Bauer Instituts, „Im Land der Täter. Frankfurt und die Juden nach 1945“, gefolgt von Philipp Kratz mit „Eine Erfolgsgeschichte? Die Westdeutschen und die NS-Vergangenheit am Beispiel Wiesbadens“. Alle Vorträge sind als Video in der Mediathek abrufbar. 

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Lesung | - Online-Video

Alban Nikolai Herbst liest

Alban Nikolai Herbst: Jeden Tag ein Gedicht

Fortlaufende Videoreihe

Das Ziel des Projekts ist laut Alban Nikolai Herbst, seine sämtlichen Gedichte einzusprechen und dabei eine auch bildliche Interpretation zu finden. Der Band „Dem Nahsten Orient" ist schon komplett auf seiner Seite zu finden, an „Der Engel Ordnungen" arbeitet er gerade. Darauf werden, berichtet der Autor, die Bamberger Elegien folgen, dann wahrscheinlich als Langserie „Aeolia.Gesang", wiederum darauf „Das Ungeheuer Muse" und schließlich „Die Brüste der Béart", ein Zyklus-Band, der im Juni bei diaphanes erscheinen wird. Die neue Videoreihe soll im Dezember abgeschlossen sein. (red.)

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Lesung | Gespräch | - Online-Video

Axel Ruoff, Foto: Norio Takasugii

Axel Ruoff: Irrblock

Moderation: Uwe Schütte. Live aus dem Literaturforum im Brecht-Haus, Berlin

Alex Ruoffs neuer Roman „Irrblock“ ist im Verlag Bibliothek der Provinz erschienen. 

Auf dem Gelände eines auf Kopfkulte spezialisierten Museums, das im ehemaligen Ostberliner Frauengefängnis untergebracht ist, liegt ein kopfähnlicher, von Flechten überwachsener Findling. An ihm werden historische, politische (Kolonialgeschichte, NS-Zeit) und fiktive (Kafkas „Jäger Gracchus“) Schichten überblendet, die durch die Protagonisten in Bewegung gesetzt werden, sodass Untotes – verwandelt – wiederkehrt. Im Zentrum steht eine Gedenkbüste Rosa Luxemburgs, die bis heute als verschwunden gilt.

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Lesung | Gespräch | - Online-Video

Marcus Roloff © privat

Marcus Roloff und Hans Jürgen Balmes: Peter Orlovsky – Beat Poetry

Der US-amerikanische Beat-Poet Peter Orlovsky ist der Sohn eines russischen Weißgardisten, der Anfang des 20. Jahrhunderts in die USA emigrierte.

Peter Orlovsky kam 1933 in New York zur Welt, wuchs bei seiner Mutter in großer Armut auf. Er musste die Schule abbrechen, um Geld zu verdienen für seine Mutter und seine Geschwister. Als junger Mann lernte er Allen Ginsberg kennen, beide lebten bis Orlovskys Tod im Jahr 2010 in einer offenen Beziehung. Der Dichter Orlovsky gilt als Vertreter reiner, unverfälschter amerikanischer Poesie. Der Frankfurter Lyriker Marcus Roloff hat eine Auswahl seiner Gedichte übersetzt, die 2020 unter dem Titel „Sauber abgewischt“ bei Stadtlichter Presse erschienen. Hans Jürgen Balmes ist Lektor für internationale Literatur bei S. Fischer.

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Vortrag | 19. April 2021 19:00 Uhr - Online-Livestream

© Staatl. Kunstsammlungen Dresden

Was liest Maria?

Bildvortrag von Stefana Sabin, Literaturwissenschaftlerin und Kulturjournalistin

Warum liest Maria in der Szene der Verkündigung? Was liest sie da eigentlich? Stefana Sabin kombiniert die Themen Frauenbildung und Frauendarstellung mit dem Urbild der lesenden Maria in einem kultur- und kunsthistorischen Rückblick.

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Gespräch | 22. April 2021 20:00 Uhr - Online-Livestream

Romy Jaster (Screenshot)

Philosophischer Salon mit Romy Jaster

Leon Joskowitz spricht mit Romy Jaster über Streitkultur. 

Gast des des elften Philosophischen Salons der Jüdischen Gemeinde Frankfurt ist Romy Jaster, Philosophin, Geschäftsführerin der Gesellschaft für analytische Philosophie und Gründerin des Forums Streitkultur. In ihrer wissenschaftlichen Praxis beschäftigt sie sich mit Willensfreiheit, Fake News und konstruktivem Diskurs. Sie plädiert für eine ergebnisoffene Haltung, die Macht guter Fragen und erklärt, wieso Streitgespräche keine Kämpfe sein müssen.

Wie kann eine konstruktive Kommunikationspraxis in Zeiten von gesellschaftlicher Polarisierung aussehen? Und weshalb lohnt es sich, im Gespräch zu bleiben und so den öffentlichen und politischen Diskurs zu verbessern?

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Theater | 24. April 2021 19:30 Uhr - Online-Livestream

© Matthias Horn

Peer Gynt

Das Schauspielhaus Bochum feiert am 24. April Premiere mit dem Stück „Peer Gynt“ – mit Schauspieler*innen vor Ort auf der Bühne, mehreren Kameraleuten im Saal und Zuschauer*innen vor dem Bildschirm.

Die Uraufführung des dramatischen Gedichtes „Peer Gynt" von Henrik Ibsen fand am 24. Februar 1876 statt. Seither findet man diese Figur – oft fälschlicherweise als „nordischer Faust" bezeichnet – auf den Brettern unserer Theater häufig wieder.

Der Vater von Peer verfiel dem Alkohol und hat damit der Familie Schande gebracht und diese ins Verderben gestürzt. Als Außenseiter gedemütigt und verachtet, flüchtet sich Peer in seine Phantasie und träumt von einer märchenhaften Welt. Die Mutter von Peer bezichtigt ihn gleich zu Beginn des Stückes der Lüge, und damit steht die Frage nach der Wahrhaftigkeit von Peers Erzählungen im Raum: Erlebt Peer das alles oder erzählt er nur einmal mehr eine Geschichte? Ist es sein Leben oder nur die Abbildung der Phantasie über sein Leben?

Ibsens Klassiker ist vieldeutig, und die Figur des Peers facettenreich – kein Wunder, dass dieser Stoff beliebt ist bei Regisseur*innen und immer wieder neu gedeutet und interpretiert wird. Peter Stein inszenierte das Stück 1971 an der Berliner Schaubühne mit sechs verschiedenen Peers – für jeden Lebensabschnitt einen anderen Schauspieler. Für Stefan Bachmann, der das Stück 2017 inszenierte und alle Rollen nur mit Männern besetzte, ist das ein großer Männermonolog. Und die Figuren, die darin vorkommen, sah er allesamt als Fantasien eines großen monologisierenden Ichs.

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Symposium | 25. April 2021 11:00 Uhr - Online-Livestream

© ISG Ffm

(Bühnen) Besetzungen

Online-Symposium mit Lesungen, Vorträgen und Gesprächen zum Fassbinder-Streit 1985

Im Oktober 1985 besetzten Jüdinnen und Juden die Große Bühne des Schauspiel Frankfurt, um die Premiere der Uraufführung von Rainer Werner Fassbinders Stück „Der Müll, die Stadt und der Tod“ zu verhindern. Die Bühnenbesetzung und die Blockade der Aufführung stellten eine Form der Selbstermächtigung dar, mit der sich die jüdische Gemeinschaft in der Bundesrepublik erstmals öffentlich Gehör verschaffte. Im Rahmen des Symposiums nehmen Zeitzeugen, Wissenschaftler und Künstler eine Neubewertung dieses historischen Aktes zivilen Ungehorsams aus heutiger Perspektive vor. Dabei werden die jüdische Nachkriegsgeschichte Frankfurts und die Möglichkeiten und Grenzen der spezifischen Öffentlichkeit des Theaters reflektiert sowie performative Strategien des Empowerments von Minderheiten im Kontext einer zeitgenössischen ästhetischen Repräsentationspolitik untersucht.

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Lesung | 18. Mai 2021 20:00 Uhr - Romanfabrik, Frankfurt am Main bzw. Online-Livestream

Stephanie Nebenführ © Svetlana Mijic

Vom Warten auf das nächste Jahr

Es lesen: Yevgeniy Breyger, Nils Fabian Brunschede, Daniela Danz, Daniel Jurjew, Magdalena Kotzurek, Olga Martynova, Stephanie Nebenführ und Frank Witzel

Stephanie Nebenführ hat in der von ihr herausgegebenen Anthologie „Vom Warten auf das nächste Jahr“ (Edition Faust) acht Erzählungen hessischer Schriftsteller und Schriftstellerinnen versammelt. In einem Jahr, in dem neben Corona kaum etwas anderes Gesellschaft und Medien beschäftigt hat, lösen sich die Texte vom öffentlichen Geschehen ab und verweisen auf das private Erleben. Inwiefern wirkt sich die Lage auf die eigenen Texte aus? Hat sich der Schwerpunkt des eigenen Schreibens verschoben? In den unterschiedlichen Schreibperspektiven tauchen Parallelen auf, die zweifelsohne bezeichnend für das Leben in der Pandemie sind. Die Natur und das Leben auf dem Land rücken in den Vordergrund, nur am Rande finden sich Städte wie Frankfurt oder St. Petersburg. Es wird durch Weinberge gewandert, auf Berge gestiegen, ins All geflogen, und nur in einem der Texte treffen sich mehr als zwei Haushalte.

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Ausstellung | bis 2. Mai 2021 - Museum Kronberger Malerkolonie, Heinrich-Winter-Str. 4A, Kronberg im Taunus

Museum Kronberger Malerkolonie

Mythos Worpswede

Derzeit geschlossen

Als Lebens- und Arbeitsgemeinschaft entstanden Ende des 19. Jahrhunderts Künstlerkolonien, vor allem Malerkolonien in ländlichen Gegenden, wo die Schönheit und Ursprünglichkeit der Landschaft zum Malen im Freien besonders motivierten.

Vielleicht ist die Künstlerkolonie Worpswede die berühmteste in Deutschland, aber auch diejenige in Kronberg im Taunus war renommiert, und ein kleines Museum mitten im Zentrum des Städtchens erinnert daran. Dort ist jetzt – und über die Corona-bedingten Schließungen hinaus – eine kleine, feine Ausstellung Worpsweder Künstler zu sehen. Anhand von etwa 50 Werken kann man typische Motive bei stilistischer Vielfalt der Worpsweder Maler wie Fritz Mackensen, Hans am Ende, Heinrich Vogeler, Fritz Overbeck und Hermine Overbeck-Rothe oder Otto Modersohn und Paula Modersohn-Becker bewundern.

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Ausstellung | 12. Dezember 2020 bis 9. Mai 2021 - Kunsthalle im Kunsthaus Wiesbaden und Museum Wiesbaden

Vollrad Kutscher: reSTART

Seit dem 12. Dezember 2020 steht eine Doppelausstellung in Wiesbaden bereit, die aufgrund des Shutdowns bislang noch nicht für das Publikum öffnen konnte.

Die Laufzeit in der Kunsthalle wurde bis zum 9. Mai 2021 verlängert, die Videoinstallation im Museum Wiesbaden wird nur bis zum 14. März 2021 sichtbar sein. Eine rasche Anmeldung zur Besichtigung sei also dringend empfohlen!

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erstellt am 09.9.2010
aktualisiert am 04.10.2017