Radio | Podcast | - Online

Wortsalon Schlitz

Ein Podcast über Literatur, Buch und Szene aus dem ehemaligen Frisiersalon Schlitz in Frankfurt-Rödelheim

Zwischen Trockenhauben und Haarspray möchten Dirk Hülstrunk (freier Autor, Klangkünstler, Übersetzer, Dozent, Moderator und Kulturaktivist) und Silke Hartmann (freie Kulturmanagerin, Dozentin und Veranstalterin) grundlegenden Fragen der Literatur, des Wortes, des Buchs und des Standorts Frankfurt nachgehen. Sie laden dazu in jeder Episode Protagonisten der Literaturszene ein und sprechen über ein Schwerpunktthema. Die Episoden werden ab dem 29. Juni alle drei Wochen jeweils am Montag auf dem Podcastanbieter Podigee veröffentlicht.

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Lesung | Gespräch | - Online

Dominik Barta

Dominik Barta: Vom Land

Moderation: Martin Maria Schwarz (hr2-kultur)

Dass Theresa, um die sechzig und Bäuerin, sich plötzlich krank fühlt, bringt alle Gewissheiten ins Wanken. Die erwachsenen Kinder müssen anreisen, von wo auch immer es sie hin verschlagen hat, um endlich wieder miteinander zu reden. Theresas Mann muss lernen, Hilfe und Gefühle zu akzeptieren. Und selbst der zwölfjährige Daniel muss seinem verbohrten Onkel Max entschlossen entgegentreten, um seinen einzigen wirklichen Freund zu schützen. Theresa aber schweigt, findet keine Worte, keinen Weg. Dominik Barta (geb. 1982) schreibt in seinem Debütroman eine große Tradition der österreichischen Literatur fort und dorthin, wo die Provinz heute politisch ist.

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Gespräch | - Online-Videostream

Klaus Vieweg und Leon Joskowitz

Leon Joskowitz spricht mit Klaus Vieweg

Gast des Philosophischen Salons ist Klaus Vieweg, Philosoph und Professor an der Universität Jena

In seinem jüngst erschienenen Buch „Hegel – Der Philosoph der Freiheit" zeichnet Vieweg Leben und Werk des bedeutendsten Vertreters des deutschen Idealismus nach. Leon Joskowitz spricht mit Klaus Vieweg über Freiheit und das Verhältnis von Staat und Individuum.

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Gespräch | - Online

Leif Randt (Screenshot)

Leif Randt: Allegro Pastell

Gespräch zwischen Leif Randt und Moderator Christian Metz

„Allegro Pastell", der vierte Roman von Leif Randt, beginnt in medias res, am Gleis 9 des Frankfurter Hauptbahnhofs, Gründonnerstag 2018, und schreibt das Protokoll einer scheinbar makellosen Fernbeziehung. Zwischen der Metropole Berlin und dem beschaulichen Maintal, zwischen Hipster-Lifestyle und spiritueller Sinnsuche haben die Schriftstellerin Tanja und der Webdesigner Jerome die perfekte Balance gefunden. Oder etwa nicht?

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Gespräch | 23. August 2020 11:00 Uhr - Stadthalle Oberursel, Rathausplatz 2, 61440 Oberursel

Peter Kurzeck, Foto: APE

Wie durch Erzählen Identität entsteht: Andreas Maier und Peter Kurzeck

Was verbindet Peter Kurzecks (1943-2013) obsessiver Versuch, in seinem Romanzyklus „Das alte Jahrhundert" die eigene Lebens-Zeit, den eigenen Lebens-Raum schreibend festzuhalten und zu bewahren mit Andreas Maiers Suche nach dem eigenen ICH in dessen auf elf Bände angelegtem, autofiktivem Projekt „Die Ortsumgehung"? Dem wird Ulrich Sonnenschein, Redakteur und Moderator bei hr2-kultur, im Gespräch mit Andreas Maier nachgehen. Sowohl Kurzecks letzter, aus dem Nachlass herausgegebener, Zyklusband „Der vorige Sommer und der Sommer davor", als auch Andreas Maiers Autofiktion „Die Familie" stehen dabei im Zentrum.

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Lesung | Gespräch | 30. September 2020 19:30 Uhr - Literaturhaus Frankfurt, Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt

Karosh Taha, Foto: Havin Al-Sindy

Karosh Taha: Im Bauch der Königin

Das Gespräch mit der Autorin führt die Literaturvermittlerin Carolin Callies.

Shahira bricht die ungeschriebenen Regeln der kurdischen Community: Sie ist alleinerziehend, lebt nicht monogam und kümmert sich nicht um die Blicke, die sie mit ihrer Freizügigkeit auf sich zieht. Dadurch ist sie Provokation und Faszination zugleich. Vor allem für die Freunde ihres Sohnes Younes – Amal und Raffiq –, die, schwankend zwischen Bewunderung und Missbilligung, nicht wissen, wie sie mit Shahiras Auftreten umgehen sollen. Karosh Taha hat mit „Im Bauch der Königin" ein Buch über ein gesellschaftlich relevantes Thema geschrieben: was es bedeuten kann, eine Frau zu sein.

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Film | 17. Juli 2020 bis 9. August 2020 - Haus am Dom (Dachterrasse), Domplatz 3, 60311 Frankfurt

Kino auf dem Dach

Sommerkino auf der Terrasse des Hauses am Dom

Zum Start wird die israelische Filmkomödie „Tel Aviv on Fire" gezeigt, in der es Verwicklungen rund um eine palästinensische Fernsehserie gibt. „Beale Street", ein Melodram von Barry Jenkins über ein afroamerikanisches Liebespaar in den 1970er Jahren, beruht auf einem Roman von James Baldwin. „Leid und Herrlichkeit" von Pedro Amodóvar – unter anderem in Cannes mit der Goldenen Palme bedacht – ist eine Reflexion über Krankheit, Erinnerung und das Altern mit ästhetischer Sogwirkung.

Viel Beachtung hat der deutsche Spielfilm „Systemsprenger" von Nora Fingerscheid gefunden, der die Odyssee eines neunjährigen Mädchens durch Einrichtungen und Psychiatrie zeigt. Die unter die Haut gehende Darstellung wurde mit dem deutschen und dem europäischen Filmpreis ausgezeichnet. In „Van Gogh an der Schwelle zur Ewigkeit" taucht Julian Schnabel tief in die Persönlichkeit des Malers ein, um die fieberhafte Entstehung seiner Werke auszuloten.

Dafür gab es 2018 in Venedig den Goldenen Löwe. „Ein ganz gewöhnlicher Held" von Emilio Estevez ist ein Plädoyer für Mitmenschlichkeit, das die gegenwärtige politische Stimmung in den USA aufnimmt. „Porträt einer jungen Frau in Flammen" ist ein ungewöhnlicher französischer Liebesfilm, der im historischen Rahmen weibliche Erfahrung und gesellschaftliche Zwänge abbildet. Ein ganz anderes Genre ist die Reisedokumentation des jungen Hessen Dennis Kailing, der allein auf dem Fahrrad die Welt umrundet hat und die Zuschauer unter dem Titel „Besser Welt als Nie" an seinem Abenteuer teilhaben lässt.

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Festival | 13. August 2020 bis 16. August 2020 - Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main

Die Lyrikerin Slata Roschal

Stromern

Mit: Mirjam Schmidt und Jo van Nelsen; Slata Roschal und Saskia Warzecha; Harriet Köhler und Michael Roes; Nora Gomringer und Morten Søndergaard; Anna Katharina Hahn, Leif Randt, Nell Zink u.a.

Beim vielleicht kleinsten Festival der Stadt unternimmt das Hessische Literaturforum im Mousonturm (zu Gast im Haus am Dom) einen Streifzug durch das, was es sonst ganzjährig zu bieten hat: Da ist Platz für Lyrik, für Podiumsdiskussionen und immer auch für die junge Gegenwartsprosa. Das Literaturforum holt im Frühjahr ausgefallene Lesungen nach, wirft einen Blick auf den Herbst und kommt thematisch natürlich nicht am Virus vorbei.

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Ausstellung | 17. Juli 2020 bis 17. August 2020 - Grüne Lunge, Zugang über Friedberger Landstr. 332, Frankfurt

OADE #2 – Developing the Green Cube

Unter freiem Himmel und im Grünen sind Werke der Künstlerinnen Maria Anisimowa und Yana Tsegay zu sehen. Das Künstlerinnenkollektiv KVTV hat die Ausstellung kuratiert.

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Ausstellung | bis 22. August 2020 - L.A. Galerie Lothar Albrecht, Domstraße 6, 60311 Frankfurt am Main

© Peter Loewy

Peter Loewy: Artists’ Studios

Ausführlicher Bericht über die Ausstellung

Als Peter Loewy 1997 begann, Künstlerateliers zu fotografieren, wusste er noch nicht, was ihm begegnen würde, das kreative Chaos, strenge Arbeitsräume oder gemütliche Privatheit? Inzwischen hat er die Ateliers von Etel Adnan, John Ahearn, John Baldessari, Vija Celmins, Chuck Close, Ulrich Erben, Franz Gertsch, David Hockney, Howard Hodgkin, Maira Kalman, Alex Katz, Jeff Koons, Thomas Lanagan-Schmitt, Yoshimito Nara, Tom Otterness, Raymond Pettibon, Elizabeth Peyton, David Reed, Gerhard Richter, Tim Rollins, Pavel Schmidt und Edmund de Waal fotografiert. Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen. 

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Ausstellung | 20. Juni 2020 bis 30. August 2020 - Burg Kronberg, Schlossstraße 10–12, 61476 Kronberg i.Ts.

Katrin Paul

Katrin Paul. Alles für die Katz

Der vollständige Ausstellungstitel lautet: „Alles für die Katz – was bleibt, wenn die Maus Geheimnisse hat. Von Zeichen, Spuren und anderen Tatsachen", und verweist damit auf Katrin Pauls sensiblen, manchmal brachialen Umgang mit ihrem vorrangigen Arbeitsmaterial, dem Papier. Sie hat anlässlich des Erhalts des Kunstpreises der Johann Isaak von Gerning-Stiftung des Hochtaunuskreises auf der Burg Kronberg eine Ausstellung eingerichtet, die nicht nur einen Einblick in ihr Werk gibt, sondern die auch auf die Eigenarten des Orts reagiert.

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Ausstellung | bis 3. September 2020 - Am Brückenstraßen-Spielplatz (Brückenstr. / Ecke Gutzkowstr.), Frankfurt

© Anna Nero

Frankfurter Kunstsäule: ERECT von Anna Nero

Die Frankfurter Künstlerin Anna Nero kreiert in der Sommerausstellung der KunstSäule eine rätselhafte, leicht beunruhigende Welt. Die Absolventin der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig richtet ihren Blick ins ungefällige Eingemachte: Sie entwirft eine variantenreiche Fülle entblößter Körper, die einen degeneriert biologischen, frappierend erotischen, ja medizinischen Charakter haben. Ihr malerischer Kosmos bewegt sich zwischen Figur und Abstraktion. Ihre virtuellen Objekte entstehen am Computer, manche werden als Plastik auch dreidimensional. Teil der Arbeit an der Säule wird sein, einzelne Elemente auch fühlbar aufzubringen.

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Ausstellung | bis 6. September 2020 - Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, 50670 Köln

© Getty Images/Berenice Abbott, 2020

Berenice Abbott. Portraits of Modernity

Die Ausstellung präsentiert das Werk der bedeutenden amerikanischen Fotografin Berenice Abbott (1898–1991) mit 174 ausgewählten Originalfotografien, flankiert von umfangreichem Archiv- und Vitrinenmaterial. Angelegt in mehreren thematischen Kapiteln, stehen die Errungenschaften, Ausdrucksformen und Zeichen des modernen Zeitgeschehens, beginnend in den 1920er-/1930er-Jahren, im Fokus. Prägnantes Beispiel dafür sind die städtebaulichen Strukturen von New York, die Berenice Abbott in ihrem berühmten Projekt „Changing New York“ ab 1929 dokumentiert hat.

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Ausstellung | bis 20. September 2020 - Fondation Beyeler, Baselstr. 101, CH-4125 Riehen/Basel

Edward Hopper, Lighthouse Hill, 1927

Edward Hopper

Die Fondation Beyeler zeigt 65 Werke von Edward Hopper, die größtenteils zum ersten Mal in Europa zu sehen sind.

Er könnte als Kronzeuge für die gegenständliche Kunst aufgerufen werden. Er hat die Jahre der Vorherrschaft der so genannten abstrakten Kunst überlebt und zählt heute zu den wohl bekanntesten Künstlern, weit über den Kreis der Habitués hinaus. Einige seiner Bilder gehören zur Ikonografie der von den Vereinigten Staaten geprägten westlichen Welt. Sie graben sich ins Bewusstsein ein wie eine Primärerfahrung. Nicht sie werden zu einem Eindruck aus der äußeren Wirklichkeit in Bezug gesetzt, sondern ein Eindruck aus der Realität mutet an „wie ein Bild von Hopper". Von diesen Bildern geht eine magische Suggestivität aus, der man sich kaum entziehen kann. (Thomas Rothschild)

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Ausstellung | 8. Mai 2020 bis 4. Oktober 2020 - Weserburg Museum für moderne Kunst, Teerhof 20, 28199 Bremen

Birgit Jürgenssen

Birgit Jürgenssen. Ich bin

Mit rund 200 ausgewählten Arbeiten präsentiert die Weserburg eine sehr dichte Ausstellung der Künstlerin Birgit Jürgenssen (1949 bis 2003), die viel zu früh an Krebs verstarb. Mit einem großartigen Humor ausgestattet, spießt Jürgenssen Geschlechterrollenklischees auf, vom Hausfrauendasein bis zum Modediktat.

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Lesung | Radio | Podcast | 24. Oktober 2020 bis 1. November 2020 - In Frankfurt am Main und in hr2-kultur

Frankfurt liest ein Buch 2020

Im Mittelpunkt des Lesefestivals steht „Rosemarie“ von Erich Kuby

Das Buch beruht auf einer wahren Geschichte: Rosemarie Nitribitt war eine stadtbekannte Frankfurter Sexarbeiterin – mit elegantem Cabriolet und prominenter Kundschaft. Ihre Ermordung im Herbst 1957 wurde zum bundesweiten Skandal: Hatte sie zu viel gewusst? Kam ihr Mörder aus der Welt ihrer großindustriellen Kundschaft? Rosemarie Nitribitts Tod ist bis heute nicht geklärt. In hr2-kultur sind fünf jeweils etwa 20-minütige Ausschnitte aus dem Buch zu hören.

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erstellt am 09.9.2010