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Lesung | Radio | Podcast | - Online-Audio

Bulucz, Gugic, Czollek, Schneider

Textland: Wehrhafte Poesie, poetische Wehrhaftigkeit

Lesungen von Alexandru Bulucz, Max Czollek, Sandra Gugic und Lea Schneider zum Nachhören

Wie politisch ist ein Gedicht? Wie wehrhaft ist die Poesie – jetzt, hier und heute? Was bedeutet radikale Vielfalt in unserer Einwanderungsgesellschaft – und wie setzt man sie durch? Das waren Fragen, die beim „Textland“-Literaturfestival 2020 gestellt und diskutiert wurden. Sie hören einen gekürzten Mitschnitt der Veranstaltung „Wehrhafte Poesie und poetische Wehrhaftigkeit“, die am 24. Oktober 2020 in der Naxoshalle in Frankfurt stattfand.

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Konzert | Radio | Podcast | - SWR2 Online

Heiner Goebbels, Foto: Dubinskii

Gegenwärtig lebe ich allein

Hörstück von Heiner Goebbels mit Texten von Henri Michaux zum Nachhören

„Ich reise nicht mehr. Reisen, was für ein Interesse sollte das für mich haben?" Das schreibt der Maler und Dichter Henri Michaux. Der große Eigenbrödler in der Kunst des 20. Jahrhunderts betrachtet die Welt mit radikaler Subjektivität: „Berge stelle ich mir hin, wann es mir passt und wo es mir passt, falls der Zufall oder geheime Neigungen mich einmal nach Bergen gierig gemacht haben."

Michaux betreibt „mit seinen poetischen, nachdenklichen, beschwörenden und explosiven Texten eine Art Exorzismus gegen sich und den Rest der Welt. Mit seinen Bildern sucht er das Unsagbare auszudrücken." Das fasziniert den Komponist Heiner Goebbels. Während einer Zeit aufgezwungener Ruhe hat er versucht, Michaux' Werk auf seine Weise näherzukommen: mit einer Klangkomposition, die ausschließlich auf der Stimme von David Bennent und Goebbels' eigenem Klavierspiel beruht.

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Konzert | - Online

Screenshot

On Air

Ensemble Modern im Livestream

Seit April 2020 hängt die Existenz des 1980 gegründeten Ensemble Modern an seidenen Fäden. Die zu Beginn der Pandemie erfundene, neue digitale Live-Konzertreihe „On Air“ macht auf höchstem künstlerischen Niveau Konzerte des Spezialensembles für zeitgenössischen Musik im Netz zugänglich, wie das kürzlich inszenierte Jubiläumskonzert mit Werken von 40 Komponisten und Komponistinnen. Die Reihe wird fortgesetzt. (-ert)

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Konzert | - Online-Video

Screenshot

John Cage: Songbooks

Gesang, Konzept und Video-Produktion: Carola Schlüter  

In den Werken von John Cage spielt der Zufall eine prominente Rolle. Für die Organisation der Song Books ist das Zufallsmoment essentiell. Es gelten folgende Spielregeln: Aus 92 Songs und Aktionen wählt eine freie Anzahl von Sängerinnen und Sängern beliebig viele Stücke aus. (In ihrer Version übernimmt die Sopranistin Carola Schlüter alleine 4 Partien). Mittels Zufallsverfahren wird die zeitliche Abfolge der Songs („Solo for voice") und Aktionen („Theatre") fixiert und mit Hilfe von synchronisierten Stoppuhren realisiert. So entsteht eine zufällige Ordnung, bei der – absichtslos – Klänge für sich stehen oder sich überlagern, sich durchdringen. Auch Stille ereignet sich so zufällig.

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Gespräch | - Online-Video

Foto: Screenshot

Lüge, Poesie und Identitätspolitiken

Es debattieren der Literaturwissenschaftler Johannes Franzen, die Autorin Lena Gorelik und die Autoren Deniz Utlu und Jan Wilm, Moderation: Simon Sahner

Ein Video aus der Reihe „Vom Unbehagen in der Fiktion“ des Netzwerks der Literaturhäuser in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Eine Woche lang diskutieren in fünf Städten Autoren, Kritiker, Wissenschaftler u.a. darüber, was dieser Boom autobiografischen, autofiktionalen und dokumentarischen Erzählens mitsamt all seinen Fallstricken bedeutet. Inwiefern verändert er das Verhältnis von Literatur und Politik?

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Radio | Podcast | - Online-Audio

Foto: Robert Schittko

Textland: Literatur und die Gesellschaft radikaler Vielfalt

Zum Nachhören

In einer Podiumsdiskussion kamen beim Textland-Literaturfest am 24. Oktober 2020 Perspektiven aus unterschiedlichen künstlerischen Feldern zusammen. Im Zentrum standen die Fragen: Ist Literatur und Theater Realisierung der Möglichkeit des Neuen, Ausdruck einer Gesellschaft der radikalen Vielfalt? Oder ist sie ein Symptom der Trägheit politischer und kultureller Konzepte und hat sie damit Anteil am Verfehlen der Gegenwart?

Teilnehmer: Nuran David Calis (Perspektive Theater), Daniela Seel (Perspektive Lyrik und Literatur), Senthuran Varatharajah (Perspektive Literatur und Essay). Moderation: Katja Herlemann und Max Czollek

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Lesung | Gespräch | - Online-Video

Cinzia Sciuto © Alessandro Fulciniti

Cinzia Sciuto: Die Fallen des Multikulturalismus

Kurzvortrag, moderiertes Gespräch mit Ruthard Stäblein und Michael Hohmann, anschließend Fragen aus dem Publikum per YouTube-Chat

Die in Frankfurt lebende und arbeitende Philosophin und Journalistin Cinzia Sciuto spricht über die zeitgenössische Mode, sich der Frage nach der Identität zu stellen. Von vielen wird der Begriff problemlos in den Mund genommen, sei es in deutschnationaler Ausprägung, sei es bei der LGBTQ-Bewegung (Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender). Sciuto anerkennt das Bedürfnis nach Identität, stellt aber fest, daß diese Denkungsart in einer gesellschaftlichen Sackgasse landet. Sie plädiert dafür, mit der Idee einer universalen Emanzipation den identitären Blick in Richtung Zukunft zu öffnen. In ihrem Buch „Die Fallen des Multikulturalismus“ entwickelt Cinzia Sciuto einen gedanklichen Bogen von Laizität als Voraussetzung der Demokratie über die Aporie der Identität bis zu einem Projekt der universalen Emanzipation.

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Gespräch | 21. Januar 2021 20:00 Uhr - Online-Livestream

Markus Gabriel, Foto: Gerald von Foris

Philosophischer Salon mit Markus Gabriel

Livestream aus dem Ignatz Bubis-Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde Frankfurt

Gast des zehnten Salons ist Markus Gabriel. Mit dem Shootingstar der deutschen Philosophie spricht Leon Joskowitz über Wahrheit, Kritik am Zeitgeist und den Neoexistenzialismus. Gabriel will durch eine Aktualisierung existenzialistischer Ideen für das 21. Jahrhundert dazu beitragen, die Gegenwart von ihren größten Irrtümern zu heilen. Zugleich hält er die Idee universeller Werte hoch und zeigt sich so als Vertreter einer humanistischen Vernunft, die auch in dunklen Zeiten an moralischem Fortschritt festhält.

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Konzert | Lesung | 23. Januar 2021 19:00 Uhr - Online-Livestream

Gustave Flaubert, um 1856

Gustave Flaubert: Lehrjahre der Männlichkeit

Zum 200. Geburtstag von Gustave Flaubert

Der Sprecher Helge Heynold liest aus Elisabeth Edls Neuübersetzung von Flauberts Roman „Lehrjahre der Männlichkeit" und wird begleitet von: Stéphane Egeling (Oboe), Jan Creutz (Klarinette) und Stefan Hoffman (Fagott).

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Lesung | Gespräch | 4. Februar 2021 19:30 Uhr - Online-Livestream

Martin Mosebach © Hagen Schnauss

Martin Mosebach: Krass

Martin Mosebach stellt im Gespräch mit Bernd Eilert seinen neuesten Roman „Krass" vor

Die vom Kulturamt Frankfurt organisierte Reihe Frankfurter Premieren stellt neue Bücher aus Frankfurter Verlagen oder von Autorinnen und Autoren mit Frankfurt-Bezug vor. Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Kulturamts Frankfurt am Main mit der Evangelischen Akademie Frankfurt.

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Lesung | Gespräch | 7. Februar 2021 11:00 Uhr - Online-Livestream

Kristof Magnusson © Gunnar Klack

Kristof Magnusson: Ein Mann der Kunst

Kristof Magnusson liest aus seinem Roman „Ein Mann der Kunst", Moderation: Martin Maria Schwarz (hr2-kultur)

Ein berühmter Maler, der zurückgezogen auf einer Burg am Rhein lebt, Kunstfreunde, die ihn verehren und ihm ein Museum bauen wollen: eine Begegnung, die die Höhen und Tiefen des Kulturbetriebs ausleuchtet. 
KD Pratz ist ein Künstler der alten Schule, der sich jeglicher Vereinnahmung durch den Kunstbetrieb verweigert hat. Seine Bilder werden hoch gehandelt, er ist weltberühmt. Mit der Welt, verlogen wie sie ist, will er nichts zu tun haben, der eigene Nachruhm aber liegt ihm am Herzen, und so sagt er zu, den Förderverein eines Museums zu empfangen, der den geplanten Neubau ausschließlich seinen Werken widmen will.

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Lesung | Gespräch | 9. Februar 2021 20:00 Uhr - Online-Livestream

Silke Scheuermann, Foto: APE

Silke Scheuermann: Dichten über Pflanzen

Silke Scheuermann liest und spricht mit Prof. Dr. Frederike Middelhoff (Uni Frankfurt) und Prof. Dr. Barbara Thums (Uni Mainz)

Aus Silke Scheuermanns Gedichten sind Pflanzen nicht wegzudenken. Aber wie begegnet man den Pflanzen im Gedicht? Und was verbindet Flora und Poesie? Wenn Scheuermanns Lyrik in Grenzbereiche von Realität und Phantasma, Moderne und Mythologie, Menschlichem und Nicht-Menschlichem führt, stellt sich die Frage nach der Bedeutung der Pflanzen für ihre Poetik und deren Wirkung. Lyrische Begegnungen mit dem Pflanzlichen stehen daher im Mittelpunkt dieses Lesungs- und Gesprächsabends.

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Ausstellung | bis 31. Januar 2021 - KunstKulturKirche Allerheiligen, Thüringer Str. 35, 60316 Frankfurt am Main

Foto: Eugen El

Automodus

Rauminstallation von Emilia Neumann

Unter dem Titel „Automodus" zeigt die Frankfurter Künstlerin Emilia Neumann eine raumgreifende Installation, die entstanden ist aus der Kritik an der unerbittlichen Verwertungslogik des Effizienzdenkens. „Automodus" als etwas, was sich selbst aus eigenem Antrieb bewegt, dessen vorbestimmte Abläufe nach einem eigenen festgelegten Plan erfolgen. Dabei spielt die Erfahrbarkeit von Zeit und deren physische Erlebbarkeit eine entscheidende Rolle. Der Fertigungsprozess wird in den Skulpturen eingefroren, die Bewegung in der Zeit der Entstehung ist visuell nachvollziehbar. Die alchimistische Herangehensweise, das Experiment, steht im Vordergrund.

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Gespräch | 11. Januar 2021 bis 1. Februar 2021

Olivia Wenzel, Foto: Juliane Werner

»Wer bin ich?«

Herkunft und Identität in der Vielfaltgesellschaft

Im Januar 2021 führt die Schader-Stiftung in Kooperation mit der Hochschule Darmstadt digitale Autorengespräche zu den Themen Herkunft, Heimat und Identität durch. Dabei sein werden Olivia Wenzel, Deniz Ohde und Cihan AcarModeriert werden die Abende im Schader-Forum von Canan Topçu, Dozentin im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften.

Montag, 11. Januar 2021, 18:30 Uhr, Cihan Acar, „Hawaii“
Montag, 25. Januar 2021, 18:30 Uhr, Deniz Ohde, „Streulicht“
Montag, 1. Februar 2021, 18:30 Uhr, Olivia Wenzel, „1000 Serpentinen Angst“

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Konzert | 18. Februar 2021 bis 20. Februar 2021 - Online

Wir sind hier. Festival für kulturelle Diversität

U. a. mit Michel Abdollahi, Ferda Ataman, Idil Baydar, Max Czollek und Alice Hasters

Das Festival befasst sich mit dem Zustand Deutschlands als Zuwanderungsland. Dem Narrativ einer belastenden Einwanderungsproblematik und der verbreiteten Gleichgültigkeit gegenüber rassistischer oder antisemitischer Gewalt werden positive, kritische und inklusive Narrationen entgegengesetzt. Denn längst hat sich eine diverse deutschsprachige Literatur als Abbild und Teil einer vielfältigen und offenen Gesellschaft etabliert, die mehr leistet und zu bieten hat, als jede Fernsehrunde zum Thema Populismus. Eingeladen sind Autorinnen und Autoren, die sich in ihrer literarischen, journalistischen oder publizistischen Arbeit explizit oder implizit mit Rassismus beschäftigen.

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erstellt am 09.9.2010
aktualisiert am 04.10.2017