Lesung | 22. Oktober 2020 19:30 Uhr - portstrasse. Jugend und Kultur, Hohemarkstr. 18, 61440 Oberursel

Tomer Gardi © Shiraz Grinbaum

Tomer Gardi: Broken German

Tomer Gardi wurde mit einem Auszug aus seinem Roman „Broken German" zum Literaturwettbewerb „Ingeborg-Bachmann-Preis“ nach Klagenfurt eingeladen und brachte die Jury etwas aus dem Ruder.

Gardi wuchs im Kibbuz Dan in Galiläa auf, lebte als Junge mit seinen Eltern eine kurze Zeit in Wien, lernte dort auf den Straßen und Bolzplätzen Deutsch und pendelt heute zwischen Berlin und Tel Aviv. In „Broken German" schreibt Tomer Gardi über Radili, Mehmet und Amadou, die zwar Deutsch reden, aber halt „kein Arien Deutsch". In dieser besonderen, nicht unbedingt regelkonformen Sprache entsteht nun eine ganze Welt aus Geschichten, die auf unorthodoxe Weise miteinander verknüpft sind und vom Leben zwischen Berlin und Israel erzählen.

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Konzert | 22. Oktober 2020 20:00 Uhr - Romanfabrik, Hanauer Landstr. 186 (Hof), 60314 Frankfurt

Nils Brunschede

Nils Brunschede: Radio Goldhund

Bereits 2018 war der Frankfurter Chansonnier Nils Brunschede mit seinem Programm „Atlantis" in der Romanfabrik zu Gast.

Seither hat er neue Songs geschrieben und war besonders in der Zeit der Quarantäne sehr fleißig. Wieder mit dabei ist sein treuer Begleiter und Mitarbeiter Goldhund, Theaterpädagoge und Songschreiber eigenen Ranges. Gemeinsam präsentieren die beiden Lieder über Agnostiker, die universellen Vorzüge von Remoulade, kleine Dinosaurier und „Tennis mit dem Bruder von Helmut Kohl". Alle Lieder werden von Brunschede selbst am Klavier begleitet und sind garantiert coronabezugsfrei.

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Gespräch | 23. Oktober 2020 19:00 Uhr - Historisches Museum (Sonnemannsaal), Saalhof 1, 60311 Frankfurt

Textland Salon: Sprechen über Rassismus

Teilnehmende: Max Czollek, Kübra Gümüsay, Zoe Hagen, Sharon Dodua Otoo, Jamal Tuschick, Deniz Utlu. Moderatorin und Kuratorin: Hadija Haruna-Oelker

An diesem Abend kommen wichtige Stimmen des aktuellen Rassismus-Diskurses in Deutschland zu Wort. In ihrer Sprache und Wortwahl sie sich voneinander. Sie sprechen über das vielen so unangenehme Wort „Rassismus" und das Denken darüber. Ein ungeliebtes, gern verdrängtes Thema. Die Autor*innen beantworten Fragen und reagieren auf die Antworten. Warum sprechen wir nicht gerne über Rassismus? Wer sind die Rassisten? Ziel ist es, sich mit diesem Thema Phänomen auseinanderzusetzen – konstruktiv, freundlich, offen: eine Rassismuskritik, die darauf abzielt, die Verletzbarkeit der so genannten „Anderen" sichtbar zu machen und wahrzunehmen.

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Gespräch | Vortrag | Performance | 24. Oktober 2020 11:00 Uhr - Schauspiel Frankfurt und Naxoshalle, Frankfurt

Textland Literaturfest 2020

Wehrhafte Kunst

Das ganztägige Textland Literaturfest 2020 findet in Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Frankfurt und dem Berliner Autor Max Czollek statt, der als Ko-Kurator – im Rahmen seiner bundesweiten „Tage der Jüdisch-Muslimischen Leitkultur" (TdJML) – den thematischen Fokus über Prosa und Lyrik hinaus auch auf das Theater erweitert.

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Lesung | Gespräch | 1. November 2020 18:00 Uhr - Ignatz-Bubis-Gemeindezentrum, Savignystr. 66, Frankfurt

Olga Grjasnowa, © Joachim Gern

Olga Grjasnowa: Der verlorene Sohn

Moderation: Björn Jager

Akhulgo, Nordkaukasus, 1839: Jamalludin wächst als Sohn eines mächtigen Imams auf. Seit Jahrzehnten tobt der Kaukasische Krieg, und sein Vater wird von der russischen Armee immer mehr bedrängt. Schließlich muss er seinen Sohn als Geisel geben, um die Verhandlungen mit dem Feind aufzunehmen, und Jamalludin wird an den Hof des Zaren nach St. Petersburg gebracht. Bald schon ist der Junge hin - und hergerissen zwischen der Sehnsucht nach seiner Familie und den verlockenden Möglich keiten, die sich ihm in der prächtigen Welt des Zaren bieten. Olga Grjasnowa erzählt von einem Kind, das zwischen zwei Kulturen und zwei Religionen steht und seine Identität finden muss.

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Lesung | Gespräch | 15. November 2020 11:00 Uhr - Theater in der Josefstadt, Josefstädter Straße 26, A-1080 Wien

Daniel Kehlmann, Foto: H. H.-K.

Die Freiheit in Zeiten der Pandemie

Die Journalistin Corinna Milborn im Gespräch mit dem österreichischen Gesundheitsminister Rudolf Anschober, Josefstadt-Direktor Herbert Föttinger, Schriftsteller Daniel Kehlmann.

Der Schriftseller Daniel Kehlmann verbrachte die Corona-Zeit im schwer getroffenen New York und schreibt an einem Theaterstück darüber. Seine Position richtet einen Scheinwerfer auf die dunklen Stellen, ohne die Wissenschaft oder die Gefährlichkeit des Virus in Frage zu stellen. Für die Veranstaltung schreibt Kehlmann einen Text zur den Auswirkungen der Pandemie und der politischen Reaktion darauf auf unsere Gesellschaft und trägt ihn persönlich vor. Danach diskutiert mit ihm u. a. Gesundheitsminister Rudolf Anschober zu den Fragen: Wie viel Freiheit soll die gesundheitliche Sicherheit kosten? Wie viele Abstriche soll man Kindern und Jugend für die Gesundheit der Risikogruppen abverlangen? Wie ändert sich unsere Gesellschaft in der Pandemie, und was wird davon bleiben? Wie wirkt sich der Pandemie-Nationalismus mit geschlossenen Grenzen aus?

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Lesung | Gespräch | 25. November 2020 19:30 Uhr - Museum Angewandte Kunst, Schaumainkai 17, Frankfurt

Yevgeniy Breyger © Gabriela Cuzepan

Yevgeniy Breyger: Gestohlene Luft

Moderation: Beate Tröger

„Vergiss, was du tust, folge einem Gesang." – Nicht irgendeinem Gesang folgen wir im Gedichtband „Gestohlene Luft", sondern den Gesängen von Yevgeniy Breyger, dem „Dichter der Königreiche und des Tages 8" (so die Darmstädter Jury in ihrer Begründung zur Verleihung des Leonce-und-Lena-Preises). Klar in der Form, wildwüchsig in seiner Bilderwelt, mal im Ton der Verkündigung, mal im Ton des Zweifels werden in Breygers Gedichten Fragen ins Nichts gestellt, werden Königreiche heraufbeschworen und prophetische Ratschläge erteilt. Die Orientierungslosigkeit, die sich dabei von Zeit zu Zeit einstellt, wird aufgefangen durch den sicheren Rhythmus der Verse, der sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt, unerschütterlich in seiner Präzision.

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Gespräch | 3. Dezember 2020 20:00 Uhr - Jüdisches Museum, Bertha-Pappenheim-Platz 1, 60311 Frankfurt

Igor Levit, Foto: B90/Die Grünen

Michel Friedman spricht mit Igor Levit über Identität

Gesprächsreihe „Denken ohne Geländer“ 

Igor Levit ist nicht nur ein weltberühmter Pianist, sondern auch ein dezidierter Verfechter der europäischen Idee und eine weithin wahrgenommene Stimme gegen Antisemitismus. An diesem Abend spricht er im Foyer des neuen Lichtbaus mit dem der Philosophen und Publizisten Michel Friedman über das Thema „Identität“.

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Theater | 17. September 2020 bis 30. Oktober 2020 - Volksbühne, Großer Hirschgraben 19, 60311 Frankfurt

Samuel Beckett, Foto: Roger Pic

Samuel Beckett: Spiel

Stück in einem Akt. Es spielen: Barbara Englert, Lucie Mackert, Sebastian Klein. Regie und Ausstattung: Michael Quast

In Becketts Spiel prallen die boulevardeske Geschichte einer Dreiecksbeziehung und eine äußerst streng komponierte Form aufeinander, der die handelnden Personen unterworfen sind. Sie befinden sich in einer Situation zwischen Leben und Tod und sind laut Beckett im korrekten Abstand von 1,50 m auf der Bühne quasi festgenagelt.
Dies spiegelt die Situation der Zuschauer im Theatersaal, deren Platzierung nach den aktuellen Abstands- und Hygieneregeln ein fröhliches Miteinander schier unmöglich macht und die sich ebenfalls einem apokalyptischen Zustand nahe wähnen.

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Lesung | 24. Oktober 2020 bis 1. November 2020 - In Frankfurt am Main

Frankfurt liest ein Buch 2020

Im Mittelpunkt des Lesefestivals steht „Rosemarie“ von Erich Kuby

Das Buch beruht auf einer wahren Geschichte: Rosemarie Nitribitt war eine stadtbekannte Frankfurter Sexarbeiterin – mit elegantem Cabriolet und prominenter Kundschaft. Ihre Ermordung im Herbst 1957 wurde zum bundesweiten Skandal: Hatte sie zu viel gewusst? Kam ihr Mörder aus der Welt ihrer großindustriellen Kundschaft? Rosemarie Nitribitts Tod ist bis heute nicht geklärt.

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Ausstellung | 27. September 2020 bis 8. November 2020 - Museum Goch, Kastellstr. 9, 47574 Goch

(c) Peter Mitchell

Facing Britain. Britische Dokumentarfotografie seit den 1960er Jahren

Der Fotografie-Spezialist Ralph Goertz entwickelte diese Ausstellung, die sich der Britischen Dokumentarfotografie widmet.

Ein Desiderat, denn in Großbritannien hat die Fotografie bis in die 1980er Jahre um Anerkennung ringen müssen. Erst ab 1985 seien Britische Fotografen und Fotografinnen in der Photographer‘s Gallery und Barbican Art Gallery in London oder dem British Council mit Ausstellungen gewürdigt worden, so heißt es aus dem Museum Goch.

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Film | 6. November 2020 bis 8. November 2020 - Orfeos Erben, Hamburger Allee 45, 60486 Frankfurt + Online

New Generations – Independent Indian Film Festival

Das Filmfestival findet 2020 als Hybrid-Version statt: vor Publikum und online. Für die Onlineausgabe gibt es einen Festivalpass, mit dem man alle Filme drei Tage lange ansehen kann.

Auch 2020 stehen ausgezeichnete Filme auf dem Programm. In „Mogul Mowgli" spielt Riz Ahmed („Four Lions") einen Rapper, der plötzlich schwer erkrankt und eine neue Rolle für sich in der Welt finden muss. Der tamilische Film „Baaram – Burden" von Priya Krishnaswamy deckt ein perfides System gezielter Morde an alten Menschen auf, die von ihren Familien nur noch als Belastung gesehen werden. „Aise Hee – Just Like That" von Kislay zeigt, dass auch die ältere Generation jenseits von gesellschaftlichen Zwängen selbstbewusst neue Wege geht. Regisseurin Maja Meiners stellt ihren Film „Breaking Barriers – The Casteless Collective" persönlich vor. Wie immer reflektieren die Wettbewerbsfilme des „New Generations Short Film Wallah" aktuelle gesellschaftliche Fragen. Das aufregende Drama „Moothon" von Regisseurin Geetu Mohandas gilt als gelungenes Beispiel des Magischen Realismus im indischen Film.

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Ausstellung | 13. Dezember 2019 bis 15. November 2020 - Felix Nussbaum Haus, Lotter Straße 2, 49078 Osnabrück

Nasan Tur

Nasan Tur im Dialog mit Felix Nussbaum

Das ist eine überzeugende Wahl: Der 1974 in Offenbach geborene und in Berlin lebende Nasan Tur tritt mit Werken des 1904 in Osnabrück geborenen und 1944 im KZ Auschwitz-Birkenau ermordeten Felix Nussbaum in den Dialog.

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Ausstellung | 23. Oktober 2020 bis 15. November 2020 - Ignatz-Bubis-Gemeindezentrum, Savignystr. 66, Frankfurt

Anna Nero, Big Book, 2020

Identität

Anlässlich der 40-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Frankfurt am Main und Tel Aviv zeigt die Jüdische Gemeinde Frankfurt eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst zum Thema Identität.

Die Jüdische Gemeinde hatte Absolventen internationaler Kunstakademien (u.a. Städelschule Frankfurt, Bezalel Jerusalem/Tel Aviv, Goldsmiths College London) eingeladen, Kunst zum Thema „Identität" zu entwickeln. Die Künstler (Bernhard Adams, Elad Argaman, Raphael Brunk, Yael Frank, Liat Grayver, Olga Grigorjewa, Roey Victoria Heifetz, Atalya Laufer, Miriam Naeh, Anna Nero, Richard Nikl, Anna Perach, Nadia Perlov, Michal Raz, Antonia Rodrian, Paul Schuseil, Noga Shatz, Dahye Son) haben Arbeiten auf Papier, Leinwand und digitale Fotoarbeiten sowie Videokunst und eine Installationen für die Glasfassade des Gemeindezentrums entwickelt.

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Performance | Tanz | bis 29. November 2020 - Staatstheater Darmstadt, Georg-Büchner-Platz 1, 64283 Darmstadt

Foto: Staatstheater Darmstadt

Atem / Souffle

Mit einer spartenübergreifenden Produktion, die Musik, Performance und Tanz kombiniert, hat das Staatstheater Darmstadt die erste Covid-Saison eröffnet.

Der Darmstädter Intendant Karsten Wiegand hat mit der ivorisch-französischen Choreographin Nadia Beugré unter dem Titel „Atem / Souffle" einen Abend voller Stimmungswechsel inszeniert: muntere afrikanische Zouglou-Rhythmen und Tänze alternieren mit melancholischen Episoden so zum Beispiel, wenn der 4. Satz von Mahlers zweiter Sinfonie oder Charles Ives' ‚The Unanswered Question' erklingt - dabei wird auch ein Wechsel der Atemgeschwindigkeit suggeriert. Zwar war das Projekt schon in Arbeit, bevor der inzwischen berüchtigte Satz „I can't breathe" um die Welt ging, aber der Hinweis auf Gewalt und Unterdrückung ist unverkennbar, wenn das Tanzensemble aus der Elfenbeinküste zu afrikanischen Rhythmen von Flucht und Vertreibung erzählt. 

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Tanz | 21. November 2020 bis 29. November 2020 - Opernhaus Wuppertal, Kurt-Drees-Str. 4, 42283 Wuppertal

Foto: Maarten Vanden Abeele

Stück mit dem Schiff

Das „Stück mit dem Schiff“ von Pina Bausch wurde 1993 in Wuppertal uraufgeführt und zuletzt 1996 in Saitama (Japan) gezeigt. Jetzt wird es wiederaufgeführt.

Für die Rekonstruktion von „Das Stück mit dem Schiff“ wurde die israelische Choreographin und Regisseurin Saar Magal gewonnen, die zusammen mit den Probenleiterinnen Barbara Kaufmann, Héléna Pikon, Julie Anne Stanzak und weiteren Tänzer*innen der Urbesetzung von 1993, die ihre Rollen an eine neue Generation von Tänzer*innen weitergeben, diese Produktion auf die Bühne zurückbringt.

Besonders beeindruckend bei „Das Stück mit dem Schiff“ ist einmal mehr das Bühnenbild von Peter Papst aus Sand, Dünen, Fels und einem gestrandeten Schiffskörper. Dieses wird unter seiner Leitung original wiederhergestellt. 

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Tanz | 10. Dezember 2020 bis 12. Dezember 2020 - Theater im Pfalzbau, Berliner Straße 30, 67059 Ludwigshafen

© Tanztheater Wuppertal Pina Bausch

PALERMO PALERMO

Choreographie von Pina Bausch aus dem Jahr 1989

 

Das Stück „PALERMO PALERMO“ entwickelte und erprobte Pina Bausch zusammen mit dem Ensemble im Rahmen einer Koproduktion mit dem Teatro Biondo Stabile auf Sizilien. Es war das zweite Mal, dass ein Stück auf Einladung außerhalb Wuppertals erarbeitet und Beobachtungen vor Ort in Bewegung, Szenen und Atmosphäre umgesetzt wurden. Eindrücke, Gedanken, Bilder, die das Ensemble während seines Aufenthaltes in der sizilianischen Metropole gesammelt hat, werden auf der Bühne sichtbar und vermitteln einen Eindruck von den Verhältnissen vor Ort und dem Lebensgefühl der Bewohner*innen.

 

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Ausstellung | bis 30. Dezember 2020 - Goethe-Haus (Arkadensaal), Großer Hirschgraben 23-25, 60311 Frankfurt

Foto: Alexander Paul Englert

Bilder einer Baustelle

Das Deutsche Romantik-Museum 2015 – 2020

Seit dem Abriss des Buchhändlerhauses im Herbst 2015 hat der Fotograf Alexander Paul Englert die Baugeschichte des entstehenden Deutschen Romantik-Museums kontinuierlich begleitet. Seine Fotografien von der Baustelle dokumentieren den Abbruch ebenso wie den feierlichen Spatenstich, die Sicherungskonstruktionen am historischen Goethe-Haus, die Entwicklung der Baugrube, die Fortschritte des Rohbaus und den Innenausbau. Sichtbar werden auf diese Weise das Konzept der verwendeten Baumaterialien und ihrer Verarbeitung, aber auch überraschende Entdeckungen an der historischen Bausubstanz. Zugleich geben die Fotos Einblicke in die Räume des künftigen Museums.

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erstellt am 09.9.2010
aktualisiert am 04.10.2017