Lesung | Gespräch | 24. September 2019 20:30 Uhr - Maxim Gorki Theater (Lichtsaal), Am Festungsgraben 2, 10117 Berlin

Max Czollek: Grenzwerte

Buchvorstellung im Gespräch mit Meli Kiyak

Max Czolleks neuer Gedichtband „Grenzwerte“ ist eine Grand Tour durch Orte, Diskurse – und durch die Geschichte. Denn Dichtung ist bei Czollek immer auch ein Sprechen der Vergangenheit: Eine Form von Gegenwartsbewältigung. Der Ungleichzeitigkeit der Zeit –„dieser kette aus kalenderblättern // dem gefühl, als wäre beim reißverschluss der schieber kaputt“ – begegnet Czollek mit den Mitteln der Dichtung, mit Metapher und Collage.

 

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Konzert | 24. September 2019 19:00 Uhr - Klingspor Museum (Büsing Palais), Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Carola Schlüter

KlangSpur – Neue Musik im Klingspor

Mit dem OfEnsemble: Carola Schlüter – Sopran, Andrea Nagy – Klarinette, Olaf Joksch – Klavier

 

Absurde Zeitungsschnipsel zischen und surren - scheinbar harmlose Journal-Artikel und Annoncen der 1920er Jahre werden zum chansonhaften Kunstlied – brisante Beobachtungen eines prominenten Gerichtsprozesses mischen sich mit Kinderreimen und verweisen auf Schubert, dessen Hirt auf dem Felsen nicht erklingt, obwohl die Besetzung danach ruft…

Werke für Sopran, Klavier und Klarinette von Iris ter Schiphorst (2015), Helmut Lachenmann (1970), Hanns Eisler (1925-27), Jörg Widmann (1997), Adriana Hölszky (1977) und Malika Kishino (2019, Uraufführung einer Auftragskomposition)

 

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Lesung | Gespräch | 17. Oktober 2019 18:30 Uhr - Ratskeller im Römer, Paulsplatz 7, 60311 Frankfurt am Main

Philipp Mosetter, Foto: APE

Philipp Mosetter: Kurt. Die Legende unter den Ikonen

Lesung im Rahmen von OPEN BOOKS – mit Michael Quast


Da wird einer, Kurt, zur Legende, zur Ikone, sogar zur Legende unter den Ikonen, und am Ende bleibt – nichts. Diese Geschichte bekommen wir gleichsam am Wegesrand erzählt, in einem immer wieder neu ansetzenden Monolog. Kurts Art, Geschichten nicht nur zu erzählen, sondern sie gleich einem weißen Flecken auf der Landkarte überhaupt erst zu entdecken, interessiert in der Branche niemanden mehr. Eines Tages meldet sich Kurt unerwartet bei einem alten Kollegen. Was kann er jetzt nur von ihm wollen? Auf dem Weg zu diesem Treffen erfahren wir die schillernde Erfolgsgeschichte von Kurt, der sich in der Werbung mit ungewöhnlichen Strategien und Gegen-den Strich-Denken einen Namen gemacht hat. Doch was einst als Qualität galt, Kurts genaue Beobachtung der Wirklichkeit und die Entdeckung ihres Wirkmoments, ist mittlerweile formelhafter Marktpolitik gewichen.

 

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Lesung | Gespräch | 19. Oktober 2019 15:30 Uhr - Kapellchen im Römer, Paulsplatz 7, 60311 Frankfurt am Main

Ankalina Dahlem, Foto: APE

Ankalina Dahlem: Universe far. Eine Traumnovelle

Lesung im Rahmen von OPEN BOOKS

 

In „Universe far“ erzählt Ankalina Dahlem von der Liebe zu einem K?haku, einem rot-weißen Nishikigoi, einem japanischen Farbkarpfen, ohne den für die Protagonistin ein Leben nicht mehr vorstellbar ist. Seinetwegen hat sie Meeresbiologie studiert, doch nachdem sie im Golf von Mexiko einen Koboldhai, diesen bizarren mythischen Tiefseebewohner, aufspürt, ihn aber aus Mitleid mit seiner Hässlichkeit wieder freilässt, zieht sie sich aus der Forschung zurück und arbeitet fortan als Künstlerin, spezialisiert auf das Malen von Fischen. Als sie eines Tages einen äußerst dringenden Malauftrag eines japanischen Fischliebhabers bekommt und beim Surfen zufällig auf die Geschichten eines gewissen Ron Shinefeld stößt, nimmt ihr Leben wie das ihres Fisches eine unerwartete Wendung.

 

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Ausstellung | bis 22. September 2019 - Fotografie Forum Frankfurt, Braubachstraße 30–32, 60311 Frankfurt

„Portrait of a Young Child“, ca. 1950

Michel Campeau. The Donkey that Became a Zebra: Darkroom Stories

Im Jahr 2005 habe er eine gewaltige Invasion des Digitalen gespürt, erzählt der 1948 geborene Fotograf Michael Campeau. Damals begann er, Dunkelkammern in seiner Heimatstadt Montreal und auf der ganzen Welt zu fotografieren. Campeaus digitale Farbaufnahmen aus der Serie „Darkrooms“ halten die im Verschwinden begriffene, analoge Fototechnik fest. „Keine Filme, das bedeutet auch keine Dunkelkammern mehr“, gibt Campeau zu bedenken.

 

Neben der fotografischen Praxis gilt Campeaus Leidenschaft auch dem Erwerb historischer Dias und Abzüge. „Ich versuche, schöne Dinge zu sammeln“, sagt er. Eine in Mexiko entstandene, private Schwarzweißfotografie aus den Fünfzigerjahren lieh der Schau ihren Titel, „The Donkey that Became a Zebra“. Eine fünfköpfige Gruppe posiert dort auf einem unbeholfen dekorierten Fuhrwerk. Die unfreiwillig komische Hauptrolle spielt jedoch ein mit Zebrastreifen bemalter Esel.

 

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Tanz | 3. Oktober 2019 bis 6. Oktober 2019 - Opernhaus Wuppertal, Kurt-Drees-Straße 4, 42283 Wuppertal

© Tanztheater Wuppertal Pina Bausch

como el musguito en la piedra, ay si, si, si ...

Das Tanztheater Wuppertal zeigt anlässlich des zehnten Todestages der Choreographin Pina Bausch – sie starb am 30. Juni 2009 in Wuppertal an Krebs – ihre letzte Arbeit „... como el musguito en la piedra, ay si, si, si ... (... wie das Moos auf dem Stein ...)“. Der posthum beigefügte Titel ist eine Zeile aus dem Lied „Volver a los 17“ der chilenischen Sängerin Violeta Parra.

 

Ausgangspunkt und Inspiration für diese Arbeit war ein mehrwöchiger Aufenthalt der Künstlerin mit ihren 21 Tänzer*innen in Chile. Dort gesammelte Erfahrungen und Eindrücke finden sich in dieser letzten Arbeit wieder, die am 12. Juni 2009 in Wuppertal uraufgeführt wurde.

 

Es ist eine Liebeserklärung an Chile: seine Bevölkerung, seine vielfältige Kultur und seine Tänze. Ausdruck findet dies in einer Aneinanderreihung von mehreren Episoden, Miniaturen, Sketchen – durchsetzt mit mal ironischen oder witzigen, aber auch bedrohlichen und tragischen Elementen – es geht also weit über das Lokale hinaus um universelle Befindlichkeiten des Menschen.

 

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Theater | bis 13. Oktober 2019 - Fritz Rémond Theater, Bernhard-Grzimek-Allee 1, 60316 Frankfurt am Main

Foto: Fritz Rémond Theater

Winterrose

Komödie von Christa, Agilo und Michael Dangl, Regie: Udo Schürmer

In digitalen Zeiten dauert es angeblich keine elf Minuten, bis sich – laut einer Werbeanzeige – ein Single neu verliebt. Bei Elisabeth (Verena Wengler) dauert es gute zwei Theaterstunden, bis sie und der anfangs sehr wortkarge und abweisende Anton (René Touissaint) sich auf einer Parkbank tief in die Augen blicken und die Zuschauer*innen mit der Hoffnung auf ein Happy End in die Welt draußen entlassen werden.

„Winterrose“ entstand als Gemeinschaftsprojekt des Schauspielerehepaars Christa und Agilo Dangl in Zusammenarbeit mit ihrem Sohn Michael. Unter der Regie von Udo Schürmer und im Bühnenbild von Tom Grasshof ist diese Komödie im Fritz Rémond Theater Frankfurt zu sehen.

 

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Lesung | Gespräch | 15. Oktober 2019 bis 19. Oktober 2019 - Rund um Römer und Altstadt, Frankfurt am Main

OPEN BOOKS 2019

Beim städtischen Lesefest zur Frankfurter Buchmesse stellen 237 Autorinnen und Autoren ihre neuen Romane, Sachbücher, Gedichtbände und Graphic Novels rund um den Frankfurter Römer und in der neuen Altstadt vor. Der Eintritt ist bis auf wenige Ausnahmen frei.

Die Eröffnung von OPEN BOOKS 2019 findet gemeinsam mit dem Blauen Sofa in der Deutschen Nationalbibliothek statt. Auf dem Blauen Sofa nehmen Platz: Bundespräsident a.D. Joachim Gauck, Felicitas Hoppe, David Wagner und die Trägerin/der Träger des Deutschen Buchpreises 2019.

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Festival | bis 11. November 2019 - Bundesweite Tournee, Termine unter https://www.circus-krone.com/tour-2019/

Circus Krone (Screenshot)

Circus Krone: Mandana

Manege frei! – Beim Jubiläumsprogramm von Circus Krone verwandelt sich das Zelt in einen goldenen Palast der Zwanzigerjahre und eine märchenhafte Erzählung nimmt die Besucher*innen mit auf eine Reise.

 

100 Jahre Circus Krone und wieder unterwegs mit artistischen Höchstleistungen und ihrem Markenzeichen – den spektakulären Tierdressuren. Nicht umsonst zieren Löwe, Pferd und Elefant das Wappen des Unternehmens. Eine wechselvolle Geschichte durchlebte der Circus, und interessanteweise standen immer Ehepaare an der Spitze, die sich mit Vorliebe Tieren und der Arbeit mit ihnen zuwendeten. Die Frauen den Pferden, die Männer meist den Raubkatzen.

 

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Ausstellung | bis 17. November 2019 - Deutsches Theatermuseum, Galeriestr. 4a (Hofgartenarkaden), München

Ödön von Horváth, 1928

»Ich denke ja gar nichts, ich sage es ja nur.«

Ödön von Horváth und das Theater

 

Theaterkunst sammelnd zu bewahren und für die Nachwelt zu erhalten, hat sich das Deutsche Theatermuseum in München zur Aufgabe gemacht. Immer wieder überrascht das Museum mit eindrucksvoll gestalteten Ausstellungen zu Theaterhäusern, Schauspielern*innen, Kostüm- und Bühnenbildner*innen, Regisseur*innen, verschiedenen Genres oder zu einzelnen Autoren. Derzeit ist eine Ausstellung dem 1901 geborenen Ödön von Horváth und drei seiner wichtigsten Theaterstücke gewidmet.

 

Der Titel der Ausstellung „Ich denke ja gar nichts, ich sage es ja nur“ – ein Zitat aus dem Stück Kasimir und Karoline von 1932, bildet zusammen mit den beiden anderen berühmten „Volksstücken“ Horváths, Italienische Nacht und Geschichten aus dem Wiener Wald (beide aus dem Jahr 1931), die Grundlage der Ausstellung.

 

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Ausstellung | 13. September 2019 bis 23. November 2019 - Galerie Kai Dikhas, Aufbau Haus am Moritzplatz, Prinzenstr. 84, Aufgang 2 (Ecke Oranienstr. / Stallschreiberstr.), 10969 Berlin

© Alfred Ullrich

Alfred Ullrich. ONE OFF

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 12. September 2019, 19 Uhr

Der Künstler Alfred Ullrich ist ein erfahrener und ausgebildeter Drucker und Grafiker. Über viele Jahre beschäftigt er sich mit dem breiten Medium der Radierung, von der Kaltnadel über die Aquatinta bis hin zu Eigentechniken. Dabei interessieren ihn oft Beschädigung, quasi Verwundungen des Materials, aus denen er abstrakte Arbeiten in einer ihm eigenen Klarheit und Eleganz schafft.

Die Galerie Kai Dikhas gibt Einblick in Ullrichs aktuelles Schaffen. Monotypien sind meist experimentelle Drucke, die nur ein einziges Mal gedruckt werden können. Zum Beispiel trägt der Drucker auf die Druckplatte Farbe auf und druckt mit der Druckerpresse oder per Hand direkt auf Papier. Die entstehenden Werke sind also einmalig, wie der Gedanke eines Werkes oder der für Künstler so beglückende Entstehungsmoment.

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Tanz | 16. November 2019 bis 24. November 2019 - Opernhaus Wuppertal, Kurt-Drees-Straße 4, 42283 Wuppertal

© Tanztheater Wuppertal Pina Bausch

Wiesenland

Ein Stück von Pina Bausch

 

Entstanden ist das Stück im Jahr 2000 in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut Budapest und dem Théâtre de la Ville Paris. Einmal mehr ging es bei diesem Stück darum, die Atmosphäre und gewonnenen Eindrücke eines mehrwöchigen Aufenthaltes in einem fremden Land – diesmal war es Ungarn – in eine wirkungsvolle Choreographie mit ausdrucksstarken Bildern zu übertragen. Für die heutige Sicht auf dieses Stück ist zu bedenken, dass Ungarn im Jahr 2000 weitaus weltoffener und liberaler war als heute, und die Musik von ungarischen Sinti und Roma in der aktuell nationalistischen Stimmung als Inspirationsquelle nur noch schwer vorstellbar wäre.

 

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Konzert | 13. September 2019 bis 27. März 2020 - in Deutschland, Österreich und Großbritannien

Foto: SLIXS

SLIXS auf Tour

Katharina Debus, Michael Eimann, Gregorio D’Clouet Hernández, Karsten Müller, Thomas Piontek und Konrad Zeiner kommen aus Berlin, Dresden, Leipzig, Halle, vom Jazz, Soul, Rhythm and Blues, also von der Popmusik, der Folklore, lieben Funk und kennen mehr artistische Vokaltechniken, als die Phantasie hergibt. Ebenso vielfältig sieht das Repertoire des A-cappella-Sextetts SLIXS aus. (red.)

 

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erstellt am 09.9.2010