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Wortsalon Schlitz

Ein Podcast über Literatur, Buch und Szene aus dem ehemaligen Frisiersalon Schlitz in Frankfurt-Rödelheim

Zwischen Trockenhauben und Haarspray möchten Dirk Hülstrunk (freier Autor, Klangkünstler, Übersetzer, Dozent, Moderator und Kulturaktivist) und Silke Hartmann (freie Kulturmanagerin, Dozentin und Veranstalterin) grundlegenden Fragen der Literatur, des Wortes, des Buchs und des Standorts Frankfurt nachgehen. Sie laden dazu in jeder Episode Protagonisten der Literaturszene ein und sprechen über ein Schwerpunktthema. Die Episoden werden ab dem 29. Juni alle drei Wochen jeweils am Montag auf dem Podcastanbieter Podigee veröffentlicht.

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Lesung | 25. September 2020 20:00 Uhr - Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostr. 17-19, 60489 Frankfurt am Main

Tilman Spreckelsen, Foto: privat

Die Nordseefalle

Tilman Spreckelsen liest aus seinem jüngsten Theodor Storm-Krimi

Der Husumer Anwalt Theodor Storm ermittelt wieder. Ein Mord in Husum und die Sagen um die versunkene Stadt Rungholt führen Storm und seinen Schreiber Peter Söt 1844 auf die Insel Föhr. Dort verbringt der dänische König den Sommer. Zu seinem Hofstaat gehört auch der Dichter Hans Christian Andersen. Was bedeuten die Unfälle, in die Andersen verwickelt wird? Gibt es Hofintrigen gegen ihn? Weiß er etwas über die verschwundene Schatzkarte von Rungholt? Storm hat es bei seinen Ermittlungen mit mächtigen Gegnern zu tun – und übersieht beinah die größte Gefahr: den „blanken Hans", die Nordsee selbst.

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Lesung | Gespräch | 29. September 2020 20:00 Uhr - Romanfabrik, Hanauer Landstr. 186 (Hof), 60314 Frankfurt

Hélèn Jousse © Patrice Mormand

Hélène Jousse: Die Hände des Louis Braille

Moderation: Michael Hohmann. Die Schauspielerin Ingrid El-Sigai liest aus der deutschen Übersetzung

Constance Duroc, eine erfolgreiche Dramaturgin, erhält den Auftrag, ein Drehbuch über Louis Braille, den Erfinder der Blindenschrift, zu schreiben. Voller Faszination für Louis stürzt sie sich in eine Recherche über dieses Genie. Wir sehen uns an den Beginn des 19. Jahrhunderts zurückversetzt, an die Seite eines lebhaften Jungen, der durch einen Unfall sein Augenlicht verliert und mit zehn Jahren, beseelt von einem Traum, am königlichen Institut für junge Blinde aufgenommen wird: Er will lesen und schreiben lernen. Ausgehend von einer durch Militärs entwickelten „Nachtschrift" beschließt er, eine Schrift für Blinde zu entwickeln. „Die Hände des Louis Braille" erscheint bei Faber & Faber. 

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Lesung | Gespräch | 30. September 2020 19:30 Uhr - Literaturhaus Frankfurt, Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt

Karosh Taha, Foto: Havin Al-Sindy

Karosh Taha: Im Bauch der Königin

Das Gespräch mit der Autorin führt die Literaturvermittlerin Carolin Callies.

Shahira bricht die ungeschriebenen Regeln der kurdischen Community: Sie ist alleinerziehend, lebt nicht monogam und kümmert sich nicht um die Blicke, die sie mit ihrer Freizügigkeit auf sich zieht. Dadurch ist sie Provokation und Faszination zugleich. Vor allem für die Freunde ihres Sohnes Younes – Amal und Raffiq –, die, schwankend zwischen Bewunderung und Missbilligung, nicht wissen, wie sie mit Shahiras Auftreten umgehen sollen. Karosh Taha hat mit „Im Bauch der Königin" ein Buch über ein gesellschaftlich relevantes Thema geschrieben: was es bedeuten kann, eine Frau zu sein.

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Lesung | Gespräch | 4. Oktober 2020 17:30 Uhr - Neue Stadthalle Langen, Südliche Ringstraße 77, 63225 Langen

Reginas Gäste: Umkämpfte Zone

Regina Heidecke im Gespräch mit Ines Geipel

Verschweigen, wegerzählen, umdeuten, nivellieren, ausblenden, vermeiden, vergessen. Das für die DDR-Geschichte so signifikante Thema der Schuldverhüllung greift Ines Geipel aus der Sicht mehrerer Generationen auf: Mit ihrem Buch „Umkämpfte Zone. Mein Bruder, der Osten und der Hass“ bricht sie das „toxische Schweigen“ erfolgreich und bezieht die Fehler in der DDR auf die aktuelle große Wut und die rechten Tendenzen im Osten. Regina Heidecke, Journalistin und Moderatorin der Veranstaltungsreihe „Reginas Gäste“, hat Geipel zur Lesung und einem anschließenden Gespräch eingeladen.

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Lesung | Gespräch | 11. Oktober 2020 17:00 Uhr - Residenzschloss, Karl-Dedecius-Saal (Zugang über den Karolinenplatz), Darmstadt

Texte von Olga Tokarczuk

Lesung und Moderation: Manfred Mack und Karolina Walczyk

Die dritte Saison der Reihe „Polenlese“ beginnt das Deutsche Polen-Institut mit der wichtigsten polnischen Schriftstellerin der Gegenwart – Olga Tokarczuk, die vor einem Jahr mit dem Nobelpreis für Literatur (rückwirkend für das Jahr 2018) für ihre „erzählerische Vorstellungskraft, die mit enzyklopädischer Leidenschaft das Überschreiten von Grenzen als Lebensform darstellt“ ausgezeichnet wurde. Manfred Mack und Karolina Walczyk lesen einige ihrer Texte und reflektieren über den Zauber ihrer Werke.

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Lesung | 13. Oktober 2020 20:00 Uhr - Romanfabrik, Hanauer Landstr. 186 (Hof), 60314 Frankfurt

Michael Quast, Foto: privat

Hegel & Hegel. Ein Stück von Otto A. Böhmer

Es lesen Michael Quast und Michael Hohmann

Der Romancier, Biograph und Essayist Otto A. Böhmer hat aus Anlass des 250. Geburtstages von Georg Wilhelm Friedrich Hegel (*27. August 1770) ein szenisches Stück geschrieben. Böhmer beleuchtet darin Hegels Schulzeit, Szenen aus dem Tübinger Stift und Momente seiner Hauslehrertätigkeit in Bern. Insbesondere eine Wanderung mit Hauslehrerkollegen von Bern durch die Alpen bis zur Rhône bietet dem Autor manche Szene, in der er Hegels Verhältnis zur Natur untersucht und dann seinen Weg zum absoluten Geist nachgeht. Auch Hegels freundschaftliches Verhältnis zu Hölderlin wird beleuchtet, der, schon als Hauslehrer für die Gontards in Frankfurt tätig, für seinen herbeigesehnten Kollegen eine Stelle in Frankfurt besorgt.

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Lesung | Gespräch | 14. Oktober 2020 19:30 Uhr - Jüdisches Museum, Bertha-Pappenheim-Platz 1, 60311 Frankfurt

Max Czollek, Foto: K. Boerner

Gegenwartsbewältigung

Buchvorstellung und Gespräch mit Max Czollek

In Zeiten der Krise leiden Gesellschaft und Vielfalt. Für Max Czollek bieten staatstragende Konzepte wie „Leitkultur" oder „Integration" darauf keinerlei Antwort. Seit 2018 wird sein Buch „Desintegriert euch!" viel diskutiert. Beschrieb er damit den Status quo des deutschen Selbstverständnisses, entwirft Czollek in „Gegenwartsbewältigung" das Modell für eine veränderte Gegenwart: Wie muss sich die Gesellschaft wandeln, damit Menschen gleichermaßen Solidarität erfahren? Welche liebgewonnenen Überzeugungen müssen wir alle dafür aufgeben? Wie kann in einer fragmentierten Welt die gemeinsame Verteidigung der pluralen Demokratie gelingen?

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Lesung | 22. Oktober 2020 19:30 Uhr - portstrasse. Jugend und Kultur, Hohemarkstr. 18, 61440 Oberursel

Tomer Gardi © Shiraz Grinbaum

Tomer Gardi: Broken German

Tomer Gardi wurde mit einem Auszug aus seinem Roman „Broken German" zum Literaturwettbewerb „Ingeborg-Bachmann-Preis“ nach Klagenfurt eingeladen und brachte die Jury etwas aus dem Ruder.

Gardi wuchs im Kibbuz Dan in Galiläa auf, lebte als Junge mit seinen Eltern eine kurze Zeit in Wien, lernte dort auf den Straßen und Bolzplätzen Deutsch und pendelt heute zwischen Berlin und Tel Aviv. In „Broken German" schreibt Tomer Gardi über Radili, Mehmet und Amadou, die zwar Deutsch reden, aber halt „kein Arien Deutsch". In dieser besonderen, nicht unbedingt regelkonformen Sprache entsteht nun eine ganze Welt aus Geschichten, die auf unorthodoxe Weise miteinander verknüpft sind und vom Leben zwischen Berlin und Israel erzählen.

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Gespräch | 23. Oktober 2020 19:00 Uhr - Historisches Museum (Sonnemannsaal), Saalhof 1, 60311 Frankfurt

Textland Salon: Sprechen über Rassismus

Teilnehmende: Max Czollek, Kübra Gümüsay, Zoe Hagen, Sharon Dodua Otoo, Jamal Tuschick, Deniz Utlu. Moderatorin und Kuratorin: Hadija Haruna-Oelker

An diesem Abend kommen wichtige Stimmen des aktuellen Rassismus-Diskurses in Deutschland zu Wort. In ihrer Sprache und Wortwahl sie sich voneinander. Sie sprechen über das vielen so unangenehme Wort „Rassismus" und das Denken darüber. Ein ungeliebtes, gern verdrängtes Thema. Die Autor*innen beantworten Fragen und reagieren auf die Antworten. Warum sprechen wir nicht gerne über Rassismus? Wer sind die Rassisten? Ziel ist es, sich mit diesem Thema Phänomen auseinanderzusetzen – konstruktiv, freundlich, offen: eine Rassismuskritik, die darauf abzielt, die Verletzbarkeit der so genannten „Anderen" sichtbar zu machen und wahrzunehmen.

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Gespräch | Vortrag | Performance | 24. Oktober 2020 11:00 Uhr - Schauspiel Frankfurt und Naxoshalle, Frankfurt

Textland Literaturfest 2020

Wehrhafte Kunst

Das ganztägige Textland Literaturfest 2020 findet in Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Frankfurt und dem Berliner Autor Max Czollek statt, der als Ko-Kurator – im Rahmen seiner bundesweiten „Tage der Jüdisch-Muslimischen Leitkultur" (TdJML) – den thematischen Fokus über Prosa und Lyrik hinaus auch auf das Theater erweitert.

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Lesung | Gespräch | 1. November 2020 18:00 Uhr - Ignatz-Bubis-Gemeindezentrum, Savignystr. 66, Frankfurt

Olga Grjasnowa, © Joachim Gern

Olga Grjasnowa: Der verlorene Sohn

Moderation: Björn Jager

Akhulgo, Nordkaukasus, 1839: Jamalludin wächst als Sohn eines mächtigen Imams auf. Seit Jahrzehnten tobt der Kaukasische Krieg, und sein Vater wird von der russischen Armee immer mehr bedrängt. Schließlich muss er seinen Sohn als Geisel geben, um die Verhandlungen mit dem Feind aufzunehmen, und Jamalludin wird an den Hof des Zaren nach St. Petersburg gebracht. Bald schon ist der Junge hin - und hergerissen zwischen der Sehnsucht nach seiner Familie und den verlockenden Möglich keiten, die sich ihm in der prächtigen Welt des Zaren bieten. Olga Grjasnowa erzählt von einem Kind, das zwischen zwei Kulturen und zwei Religionen steht und seine Identität finden muss.

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Ausstellung | 8. Mai 2020 bis 4. Oktober 2020 - Weserburg Museum für moderne Kunst, Teerhof 20, 28199 Bremen

Birgit Jürgenssen

Birgit Jürgenssen. Ich bin

Mit rund 200 ausgewählten Arbeiten präsentiert die Weserburg eine sehr dichte Ausstellung der Künstlerin Birgit Jürgenssen (1949 bis 2003), die viel zu früh an Krebs verstarb. Mit einem großartigen Humor ausgestattet, spießt Jürgenssen Geschlechterrollenklischees auf, vom Hausfrauendasein bis zum Modediktat.

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Theater | 17. September 2020 bis 30. Oktober 2020 - Volksbühne, Großer Hirschgraben 19, 60311 Frankfurt

Samuel Beckett, Foto: Roger Pic

Samuel Beckett: Spiel

Stück in einem Akt. Es spielen: Barbara Englert, Lucie Mackert, Sebastian Klein. Regie und Ausstattung: Michael Quast

In Becketts Spiel prallen die boulevardeske Geschichte einer Dreiecksbeziehung und eine äußerst streng komponierte Form aufeinander, der die handelnden Personen unterworfen sind. Sie befinden sich in einer Situation zwischen Leben und Tod und sind laut Beckett im korrekten Abstand von 1,50 m auf der Bühne quasi festgenagelt.
Dies spiegelt die Situation der Zuschauer im Theatersaal, deren Platzierung nach den aktuellen Abstands- und Hygieneregeln ein fröhliches Miteinander schier unmöglich macht und die sich ebenfalls einem apokalyptischen Zustand nahe wähnen.

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Lesung | 24. Oktober 2020 bis 1. November 2020 - In Frankfurt am Main

Frankfurt liest ein Buch 2020

Im Mittelpunkt des Lesefestivals steht „Rosemarie“ von Erich Kuby

Das Buch beruht auf einer wahren Geschichte: Rosemarie Nitribitt war eine stadtbekannte Frankfurter Sexarbeiterin – mit elegantem Cabriolet und prominenter Kundschaft. Ihre Ermordung im Herbst 1957 wurde zum bundesweiten Skandal: Hatte sie zu viel gewusst? Kam ihr Mörder aus der Welt ihrer großindustriellen Kundschaft? Rosemarie Nitribitts Tod ist bis heute nicht geklärt.

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Ausstellung | 12. November 2020 bis 16. November 2020 - Barlach-Halle K, Klosterwall 13, 20095 Hamburg

Adam Jankowskis Atelier

Adam Jankowski: The Real World. Painting 1970-2020

Soft Opening am Donnerstag 12. November 2020, 14 bis 21 Uhr: der Künstler ist anwesend und führt die Besucher in kleinen Gruppen durch die Ausstellung.

Programm:

Private View: Freitag 13. November, 19 - 21 Uhr

Künstlergespräch mit Anne-Simone Krüger: Samstag 14. November, 17 Uhr

Lyriklesung Kornelia Koepsell: Sonntag 15. November, 17 Uhr

Finissage: Montag 16. November, 14 bis 21 Uhr

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Performance | Tanz | bis 29. November 2020 - Staatstheater Darmstadt, Georg-Büchner-Platz 1, 64283 Darmstadt

Foto: Staatstheater Darmstadt

Atem / Souffle

Mit einer spartenübergreifenden Produktion, die Musik, Performance und Tanz kombiniert, hat das Staatstheater Darmstadt die erste Covid-Saison eröffnet.

Der Darmstädter Intendant Karsten Wiegand hat mit der ivorisch-französischen Choreographin Nadia Beugré unter dem Titel „Atem / Souffle" einen Abend voller Stimmungswechsel inszeniert: muntere afrikanische Zouglou-Rhythmen und Tänze alternieren mit melancholischen Episoden so zum Beispiel, wenn der 4. Satz von Mahlers zweiter Sinfonie oder Charles Ives' ‚The Unanswered Question' erklingt - dabei wird auch ein Wechsel der Atemgeschwindigkeit suggeriert. Zwar war das Projekt schon in Arbeit, bevor der inzwischen berüchtigte Satz „I can't breathe" um die Welt ging, aber der Hinweis auf Gewalt und Unterdrückung ist unverkennbar, wenn das Tanzensemble aus der Elfenbeinküste zu afrikanischen Rhythmen von Flucht und Vertreibung erzählt. 

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Tanz | 21. November 2020 bis 29. November 2020 - Opernhaus Wuppertal, Kurt-Drees-Str. 4, 42283 Wuppertal

Foto: Maarten Vanden Abeele

Stück mit dem Schiff

Das „Stück mit dem Schiff“ von Pina Bausch wurde 1993 in Wuppertal uraufgeführt und zuletzt 1996 in Saitama (Japan) gezeigt. Jetzt wird es wiederaufgeführt.

Für die Rekonstruktion von „Das Stück mit dem Schiff“ wurde die israelische Choreographin und Regisseurin Saar Magal gewonnen, die zusammen mit den Probenleiterinnen Barbara Kaufmann, Héléna Pikon, Julie Anne Stanzak und weiteren Tänzer*innen der Urbesetzung von 1993, die ihre Rollen an eine neue Generation von Tänzer*innen weitergeben, diese Produktion auf die Bühne zurückbringt.

Besonders beeindruckend bei „Das Stück mit dem Schiff“ ist einmal mehr das Bühnenbild von Peter Papst aus Sand, Dünen, Fels und einem gestrandeten Schiffskörper. Dieses wird unter seiner Leitung original wiederhergestellt. 

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erstellt am 09.9.2010
aktualisiert am 04.10.2017