Dejan Jovanović gilt in Europa als Meister der Akkordeons. Der 1978 in Obrenovac, in der Nähe von Belgrad, geborene Künstler kam 1999 nach Berlin, um an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ sein Studium im Fach Klassisches Akkordeon aufzunehmen, das er 2005 abschloss. Seitdem lebt der Musiker in Berlin, doch immer wieder zieht es in die Landschaften und zu den Menschen seiner Heimat. Dort, an den Ursprüngen, im einfachen Leben in den Dörfern, in der Menschenfreundlichkeit und in der großen Tradition serbischer Roma-Musik, findet Dejan Jovanović ein „Gefühl von Freiheit“. Aus diesem Empfinden schöpft er Kraft für die vielen unterschiedlichen Dinge, die ihn in Berlin als Künstler und Musikpädagogen beschäftigen und über die er im Gespräch mit Cornelia Wilß und Romeo Franz erzählt.

Gespräch mit Dejan Jovanović

»Ich bin befreundet mit dem Leben und befreunde mich mit mir selbst«

Cornelia Wilß: Sie gelten als Meister des Akkordeons. Wann haben Sie mit dem Akkordeonspielen begonnen?

Dejan Jovanović: Meine Eltern kommen beide aus sehr musikalischen Familien. Viele Familienmitglieder spielen ein Instrument. Mein Onkel, der Bruder meiner Mutter, ist Akkordeonist, von ihm habe ich viel gelernt. Ihr Vater, Stojadin Jovanović, war ein berühmter Geiger, der sehr viel für das musikalische Erbe der Roma-Musik getan hat. In meiner Kindheit und Jugend damals in meiner Heimatstadt Obrenovac gehörte Musik zum Alltag. Meine musikalischen Wurzeln sind sehr stark von der serbischen Roma-Musik geprägt.

Cornelia Wilß: Haben Sie das Akkordeon von Anfang an gemocht?

Mein Instrument habe ich in meiner Zeit als Schüler am Musikgymnasium „Kornelije Stanković“ in Belgrad gefunden. Damals spürte ich, dass das Akkordeon meine Bestimmung ist. Ich habe dort viel gelernt, und ich war sehr gut. Aber ich habe auch wahnsinnig viel geübt. Ich hatte einfach Lust dazu. Es war so eine Energie in mir. Nachts bei offenem Fenster üben und morgens um sechs Uhr aufstehen und zur Schule gehen war kein Problem. Das habe ich jahrelang so gemacht. Meinem Vater war wichtig, dass ich an Wettbewerben teilnahm, bei denen Volksmusik gespielt wurde. Sehr viele berühmte Musiker, die inzwischen gestorben sind, saßen in der Jury. Mein Vater kannte sie alle, und er war stolz, wenn ich den ersten Platz belegte. Damals war ich etwa 14 Jahre alt.

Cornelia Wilß: Das klingt nach großem Zusammenhalt in der Familie …

Ich erinnere mich besonders an einen Wettbewerb für Akkordeon in Serbien. Mein Vater hatte eigens dafür einen Reisebus gemietet und kam mit siebzig oder achtzig Leuten zum Finale. Der Saal war voller Menschen, und es war lustig. Alle applaudierten und standen hinter mir … Ich trat dort gegen einen mehrfachen Preisträger für Akkordeon an. Wir waren beide Finalisten. Schlussendlich habe ich mich durchgesetzt. Mein Vater war so unbeschreiblich stolz, weil ich von der Jury auch beim zweiten Durchgang als Sieger bestätigt wurde.
Am nächsten Tag hatte ich eine Prüfung im Fach Klassische Musik. Als ich danach nach Hause kam, dachte ich: Was feiern die denn heute? Dass es um mich ging, verstand ich erst, als die Leute mich in einen Raum trugen, mir das Akkordeon gaben und sagten, dass ich spielen solle. Das war eine Feier wie bei einer großen Hochzeit. Sie hatten alles vorbereitet, Lämmer und ein Schwein gegrillt, das ganze Essen herbeigeschafft. Es war ein fröhliches, unbeschwertes Fest. Solche Erfahrungen machen bis heute die enge Bindung zwischen mir und meinen Eltern aus. Ich besuche sie sehr oft.

Cornelia Wilß: Sie haben als Jugendlicher Karriere als Musiker gemacht. Welches Repertoire haben Sie gespielt? Kann man es als Volksmusik bezeichnen?

Als ich 16 Jahre alt war, hatte ich einen Video-Clip mit einem Tanzstück gemacht, das ich im traditionellen Roma-Style komponiert hatte. Dieses Video lief monatelang in der wichtigsten Musiksendung im serbischen Fernsehen. Es war Volksmusik. Jemand wie ich, der wirklich gut Roma-Musik spielt, kann übrigens aus jedem Lied ein Roma-Lied machen. Wenn du es in die Seele bringst und die Harmonie passt, dann klingt es wie ein Roma-Lied.

Cornelia Wilß: Geht es dabei um einen bestimmten Stil?

Es ist der Style, ja. Wir können als Musiker jedes x-beliebige Stück immer auch auf unsere traditionelle Art spielen. Das ist eine Frage der Interpretation. Auch wenn die Lieder auf Serbisch sind, hörst du, dass es ein Roma-Lied ist. Natürlich spiele ich auch Lieder auf Romanes. Dann gehen Sprache und Musik eine noch klarere Verbindung miteinander ein. Ich glaube, dass die Dinge miteinander verschmelzen. Das heißt, es gibt kein Ich und kein Du mehr, sondern wir sind wir. Wir bilden eine Gesamtheit. Das sehe ich auch in der Musik. Wenn ich einen Tango spiele, erkennt man gleich am Anfang, dass es ein Tango ist. Aber dann verändert sich etwas; ich spiele den Tango mit Balkan-Ornamenten. Das klingt plötzlich völlig anders. Es ist ein Tango, aber es klingt mehr nach Balkan. Es ist ein Balkan-Tango geworden.

Romeo Franz: Ich kann das so gut nachvollziehen. Es ist, als ob jemand einen Smoking anzieht. Die Frage ist aber doch, wer im Smoking steckt. Es ist etwas anderes, ob jemand aus der deutschen oder einer anderen Mehrheitsgesellschaft den Smoking trägt oder ein Sinto oder Rom. Wir tragen diese Musik, diese Melodie wie einen Mantel, füllen ihn aber mit uns aus.

Ja, das hast du gut gesagt.

Romeo Franz: Es gibt einen Unterschied zwischen Covern und Interpretieren. Es ist etwas anderes, ob man versucht, einen Elvis-Song zu imitieren oder zu interpretieren. Wir wollen nicht, dass es sich genau so anhört wie das Original; wir nehmen die Basis, die Melodie, und interpretieren sie. Wir füllen den Mantel, um dieses Bild noch einmal aufzugreifen, mit unserer Individualität aus.

Ich lerne immer mehr, einfach in meine Musik hineinzugehen, ohne groß zu überlegen, woher welche Stilrichtung kommt. Es war eine tolle Zeit damals, als ich jung und in Serbien bekannt war. In Obrenovac gab es immer irgendeine Feier oder eine Kneipe, in der Live-Musik gespielt wurde. Die Boxen standen draußen auf der Straße um drei Uhr nachts. Man konnte schlafen oder nicht schlafen, draußen war das Leben, und ich war mittendrin … Irgendwann habe ich angefangen, mich zu fragen, wie ich mich weiterentwickeln kann. Belgrad hatte damals keine staatliche Hochschule für Akkordeon, und die privaten Musikhochschulen waren sehr teuer …, aber dann kam die Gelegenheit, nach Berlin zu gehen. Ein guter Freund, Rajko Djurić, der sich bis heute für die Roma-Minderheit in Berlin einsetzt, hatte mich 1998 zu einer Sommerschule für Roma eingeladen. Im Frühjahr 1999 bestand ich meine Aufnahmeprüfung an der Berliner Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ für das Fach Klassisches Akkordeon. In diesem Jahr hat sich mein Leben verändert. Eine Woche bevor die Prüfungen stattfanden, war ich mit einem Visum von Serbien nach Deutschland eingereist. Wenige Tage später begann die NATO mit der Bombardierung Serbiens. Die Grenzen waren geschlossen. Alles dicht. Ich war in Deutschland. Allein. Versteht ihr?

Romeo Franz: Wie hast du die Zeit damals in Berlin erlebt?

Es war schmerzhaft für mich, weil meine Familie in Serbien war. In dieser harten Zeit schickte ich ihnen manchmal Päckchen. Ich habe in Berlin eine Familie kennengelernt. Sie waren wie Großeltern für mich, und ich hatte ein Zimmer bei ihnen. Nachts träumte ich von meiner Familie in Serbien, und tagsüber war ich in Deutschland. Von heute aus gesehen, war es eine Begegnung mit dem Leben. Ich war allein mit 300 Mark nach Berlin gekommen und begann zu unterrichten, um Geld zu verdienen. Das sprach sich herum. Dann habe ich mit Oana Cătălina Chiţu zusammengearbeitet, meiner späteren Frau, die ich schon bei einem früheren Besuch in Berlin kennengelernt hatte. Wir gründeten die Band Romença und traten als ein erfolgreiches Duo auf.
Eine Zeit lang habe ich klassische Musik mit meiner eigenen oder mit Roma-Musik kombiniert. Das war eine sehr spannende Zeit. Es gab in Berlin Leute, die sich für die Begegnung zwischen Roma-Musik und Klassik interessierten. Aus dieser Verbindung entstand etwas Neues. Das konnte man spüren. Damals hatten wir auch engen Kontakt mit Andreas Freudenberg von der Werkstatt der Kulturen und mit ihm gemeinsame Musikprojekte gemacht. Dahinter stand die Idee, junge Roma und Sinti durch Musik zu integrieren. Das nannte sich „Zukunftsmusik“.

Cornelia Wilß: Ein anderes Projekt hieß „Heimat Garten Südost“ …

Ja, das war ein Ensemble im Jahr 2009, in dem wir junge Roma aus dem Projekt „Heimat Garten Südost“ und Schüler und Schülerinnen eingeladen haben, um zusammen zu musizieren. Davon haben beide Gruppen stark profitiert. Wir spielten meist Roma-Musik und traten damit auf. Die Roma-Kinder waren begeistert, dass die anderen Kinder sich für ihre Musik interessierten. Für ihr Selbstwertgefühl war es so wichtig, dass sie sich etwas zutrauten. Nach dem Konzert kamen die Menschen und sprachen mit ihnen, als ob sie die Größten wären. Die deutschen Schüler haben sich mit den Roma verabredet, um zusammen zu üben. Sie wollten wissen, wie die Roma leben, wie sie Musik machen, wie sie diese Triller spielen, warum es bei denen anders klingt, warum der Rhythmus anders ist. Diese Erfahrungen sind sehr inspirierend.
Natürlich müssten wir noch viel mehr Kinder erreichen. In Berlin, zum Beispiel in Neukölln, gehen sicher über hundert Roma-Kinder zur Schule. Ihre Eltern trauen sich oft nicht, ihr Kind in die Musikschule zu schicken, oder sie können es sich finanziell nicht leisten. Man lebt in Angst. Sie sind oft skeptisch, ob sie sich in Deutschland etwas aufbauen sollen, denn man weiß nie, was passiert. Ich überlege oft, was ich tun könnte, um sie zu unterstützen. Von Herzen gern würde ich mit diesen Kindern arbeiten, um ihnen eine Chance zu geben. „Hey, kommt hierher. Ich mache mit euch Musik, gründe eine Gruppe, ein Ensemble. Wir nehmen eine CD auf“ – damit die Roma-Kinder ihren Weg finden.

Romeo Franz: Was du über die Begegnung von Roma und Nicht-Roma in der Musik sagst, ist ein seltenes Glück. Ich habe das Gefühl, dass unsere Kunst oftmals ethnisiert wird. Aber deine Beispiele zeigen, dass unsere Kunst offen ist – offen dafür, dass jemand anderes sie spielen darf und kann, ohne dass er seine Ethnie, seine Religion oder seine Nationalität verliert. All das spielt in dem Moment keine Rolle mehr. Das ist meiner Meinung nach ein perfektes Beispiel für Inklusion.

Cornelia Wilß: Sie sind nicht nur Musiklehrer und aktiver Musiker. Sie forschen auch über die Musiktraditionen Serbiens und der Roma-Kultur.

Manchmal biete ich an der Universität einen Workshop für Lehrer und Studenten an, in dem es meist um Improvisation geht. Es gibt keine Melodie, keine Noten, aber Akkorde. Was macht man damit? Wie entstehen die Rhythmen, wie die Stücke? Wie werden die Triller eingebaut – nach oben, nach unten? Wo passen doppelte Triller? Es geht auch in der Balkan-Musik darum, dies zu verstehen. Ich habe diese Fragen analysiert und arbeite gerade an einem Buch darüber. Das ist viel Arbeit.
Für Außenstehende klingt alles nach Balkan-Musik. Aber wenn man anfängt, sich mit ihr zu beschäftigen, zeigt sich, wie verschiedenartig sie ist. In meinem Heimatort Obrenovac klingt sie anders als fünf Kilometer weiter in Piroman oder drei Kilometer weiter in Stubline. Wenn man genau hinhört, kann man das Besondere erkennen.

Cornelia Wilß: Warum ist es für Sie wichtig, immer wieder an Ihren Heimatort zurückzukehren?

Weil ich dort Energie tanke. Es ist schön für mich, mit den Leuten zusammen zu sein. Es gibt dort einen Menschen, Pilos, an den ich immer denken muss. Er ist Musiker und Akkordeonist und lebt in Stubline. Er wohnt in einem sehr bescheidenen, kleinen Haus mit Garten und ist sehr freundlich. Wenn ich zu ihm sage: „Hey, Pilos, ich komme“, dann bestellt er ein Schwein und kauft eine Kiste Bier. Es wird dann gegrillt. Das ist sein Leben. Aber wenn ihn jemand auffordern würde, für tausend Euro bei einer Hochzeit zu spielen, würde es ihn stören. Es macht ihn glücklich, wenn die Leute aus dem Ort zu ihm kommen und bewundern, wie er Akkordeon spielt. Sie sitzen beisammen und hören ihm zu. Er wird es immer vorziehen, dort für die Menschen zu spielen: „Hey. Mach du das mit der Hochzeit. Ich bin sehr glücklich hier.“
Oder der Roma-Musiker Bona Trokan, der in der Stadt Akkordeon spielt und Lebenserfahrung ohne Ende besitzt. Wenn du bei ihm stehen bleibst, gibt es immer einen Raki, einen Schnaps. Ich setze mich zu ihm, und dann bleiben die Leute stehen. Die kennen mich. Sie applaudieren ihm und geben Geld. Wenn ich nicht da bin, gehen sie vorbei, und keiner beachtet ihn. Wenn er spielt und so richtig in der Musik drinnen ist, weint er, weil ihn das trifft – auch mich trifft es. Ich weine mit ihm. Ich trinke mit ihm. Wie soll ich das ausdrücken? Du kannst dort noch solche Leute treffen. Er spielt auf der Straße. Er will nicht mal Geld von dir, aber er spielt auch für dich. Er ist voller Leid. Wie kann ein Mensch spielen, der kein Leid verspürt hat? Wenn ich leide und Akkordeon spiele, entstehen neue Stücke. Sie sind einfach da. Das Alleinsein spüren ist es das Schönste, was passieren kann. Es ist nicht die Leere des Raumes, sondern dieser unendliche Raum, in dem man wächst und seine Kreativität spürt.

Romeo Franz: Das ist schon ein bisschen buddhistisch gedacht, oder?

Ich habe mich stark mit dem Buddhismus beschäftigt. Aber das spielt hier keine entscheidende Rolle. Es geht um die Freiheit, zu entscheiden, was ich mit diesem leeren Raum anfange. Ich bin befreundet mit dem Leben und befreunde mich mit mir selbst. Das will ich damit sagen.

Romeo Franz: Welche Rolle spielt die Musik jetzt für dich? Hat sie sich im Lauf der Zeit verändert?

Die Ruhe ist schön. Auch wenn tausend Leute um mich herum sind, bin ich in vollkommener Ruhe. Das überträgt sich in die Musik. Ich gebe nicht mehr so viele Konzerte wie früher und unterrichte dafür mehr. Die Konzerte, die ich spiele, suche ich mir aus. Ich kann atmen, auch wenn es kompliziert wird. Das war früher nicht möglich, weil ich so aufgeregt war. Ich spüre mich jetzt selbst und auch die Wirkung, die die Musik hat. Wenn ich einen Ton lange spiele, höre ich ihm zu und spüre, wie er in mir Widerhall findet.

Cornelia Wilß: Das ist doch eine spirituelle Erfahrung, oder?

Ja, das ist eine spirituelle Erfahrung. Wenn ich nach der Meditation Musik mache, passiert es oft, dass ich ein Stück spiele, das ich noch nie zuvor gespielt habe. Ich fange an zu spielen, spiele und spiele. Dann fängt mein Kopf an zu analysieren: Was ist das für ein Rhythmus? Die Analyse bringt mich zum Rhythmus, 23 Achtel zum Beispiel, ein langer Takt … Wenn ich das bewusst kreieren wollte, wäre es viel schwieriger. Es ist alles miteinander verbunden. Wenn ich im Zustand der Ruhe im Leben das, was auf mich zukommt, zulassen kann, dann kann ich es in der Musik auch.

Romeo Franz: Empfindest du manchmal noch Wut, Zorn, Enttäuschung oder ein Gekränktsein als Angehöriger einer Minderheit? Oder spielt das gar keine Rolle mehr in deinem Leben? Hast du dich sozusagen darüber hinausentwickelt …?

Ich könnte genauso gut eine andere Herkunft haben oder werde sie vielleicht irgendwann einmal haben. Wer weiß? Ich habe jetzt ein Gefühl von Freiheit. Mir ist es egal, woher ich komme. Sagen wir es so: Ich liebe es, ein Rom zu sein. Das mag ich an mir sehr. Damit sind so viele schöne Dinge verbunden. Diese Freiheit, für die ich hart an mir arbeiten musste, leben viele einfache Roma in den Dörfern auf ganz selbstverständliche Weise: „Heute leben wir, setz dich erst mal.“ (lacht) Dieses Gefühl geht allmählich verloren. Aber ist es nicht das Eigentliche? Bei mir ist es jetzt so: Ich liebe diese Leute und weiß, wie sie denken, wie sie atmen, wie sie fühlen und was sie brauchen. Und ich weiß auch, wie schön sich das alles anfühlt. Es ist, immer noch, anders als mit anderen Menschen, aber nicht nur weil ich selber Rom bin. Wir sind einfach durch diese starken herzlichen, emotionalen Momente intensiv miteinander verbunden. Es ist wie mit der Musik: Wenn du Musik spielst und eins mit ihr wirst, kannst du nicht mehr reden oder denken. Du kannst entweder weinen, wenn du stark genug bist und es zulassen kannst (lacht), oder aber du gehst.

Das Gespräch führten Cornelia Wilß und Romeo Franz

Gespräch aus: Romeo Franz, Cornelia Wilß (Hg.): „Mare Manuscha – Innenansichten aus Leben und Kultur der Sinti & Roma“, Mit freundlicher Genehmigung © Edition Faust, Frankfurt am Main 2018

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erstellt am 08.5.2019

Dejan Jovanović, Foto: Alexander Paul Englert
Dejan Jovanovic, Foto: Alexander Paul Englert
Kulturtipp

Buchpremierenfeier: Mare Manuscha

Ein buntes Programm mit Gesprächen sowie musikalischen und künstlerischen Einlagen. Moderation: Cornelia Wilß

Mit: Hamze Bytyci (Schauspieler und Aktivist), Romeo Franz (Musiker und erster Sinto-Europa-Abgeordneter der Grünen), Dejan Jovanović (Akkordeonist und Akkordeonlehrer), Hristo Kyuchukov (Professor für Romani und Türkische Sprachen), Ilona Lagrene (Bürgerrechtlerin und Autorin), Nedjo Osman (Dramaturg und Schauspieler) Imrich Tomáš (Bildender Künstler), Alfred Ullrich (Maler, Video- und Aktionskünstler)

23. Mai 2019 18:00 Uhr – Maxim Gorki Theater (Lichtsaal), Am Festungsgraben 2, 10117 Berlin

Weitere Informationen

Das Gespräch stammt aus:

Romeo Franz, Cornelia Wilß (Hg.)
Mare Manuscha. Innenansichten aus Leben und Kultur der Sinti & Roma
Broschur, 248 Seiten. Vierfarbig
Mit Fotografien von Alexander Paul Englert
ISBN 978-3-945400-57-9
Edition Faust, Frankfurt am Main 2018

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