13. Dezember 2019 bis 15. November 2020 - Felix Nussbaum Haus, Lotter Straße 2, 49078 Osnabrück

Nasan Tur

Nasan Tur im Dialog mit Felix Nussbaum

Das ist eine überzeugende Wahl: Der 1974 in Offenbach geborene und in Berlin lebende Nasan Tur tritt mit Werken des 1904 in Osnabrück geborenen und 1944 im KZ Auschwitz-Birkenau ermordeten Felix Nussbaum in den Dialog.

Denn es sind seine Themen – Machtstrukturen, Flucht, Exil oder Fragen der Identität – die auch Nussbaums Schaffen so eindrücklich und bewegend machen. Er sei vor allem „ein politischer Mensch“ sagt Tur.

Auf die Frage, ob er ein politischer Künstler sei, antwortet der Künstler, dass er vor allem ein politischer Mensch sei. Seine Begegnung mit Nussbaum schlägt sich nieder in dem Werk „Deutschland“ (2019), ein Leierkasten, der die stark verlangsamte Nationalhymne spielt und auf Nussbaums Werk „Der Orgelmann“ aus dem Jahr 1943 Bezug nimmt. Desweitern sind u.a. Turs Werke „In My Pants“ (2015), ein Selbstporträt, das ihn sich einnässend zeigt und von Selbstzweifeln kündet, und der furiose Film „Run“ aus dem Jahre 2004 in der Ausstellung zu sehen, der dem Zustand der Ruhelosigkeit eines auf der Flucht sich befindenden Menschen ein visuelles Äquivalent anbietet. (bick)

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erstellt am 10.6.2015
aktualisiert am 05.8.2015