24. Oktober 2020 11:00 Uhr - Schauspiel Frankfurt und Naxoshalle, Frankfurt

Textland Literaturfest 2020

Wehrhafte Kunst

Das ganztägige Textland Literaturfest 2020 findet in Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Frankfurt und dem Berliner Autor Max Czollek statt, der als Ko-Kurator – im Rahmen seiner bundesweiten „Tage der Jüdisch-Muslimischen Leitkultur" (TdJML) – den thematischen Fokus über Prosa und Lyrik hinaus auch auf das Theater erweitert.

 

PROGRAMMABLAUF:

Schauspiel Frankfurt
Einlass ab 10 Uhr

11 Uhr
Begrüßung Katja Herlemann und Leon Joskowitz

Der Kurzfilm »Jews News Today« wird gezeigt.

Anschließend:
Panel I:
Impulsvortrag von Max Czollek: Wehrhafte Kunst: Neue Narrative und Kritik

Panel II:
Podiumsdiskussion: Literatur und die Gesellschaft radikaler Vielfalt: Positionen aus Prosa, Theater und Lyrik

Teilnehmende:

Nuran David Calis (Perspektive Theater)
Daniela Seel (Perspektive Lyrik und Literatur)
Senthuran Varatharajah (Perspektive Literatur und Essay)

Moderation:
Katja Herlemann und Max Czollek

Nach einem Impulsvortrag des Kurators Max Czollek zur Schnittstelle von ästhetischer und gesellschaftlicher Praxis kommen auf dem Podium Perspektiven aus unterschiedlichen literarischen Feldern zusammen. Im Zentrum stehen die Fragen: Ist Literatur Realisierung der Möglichkeit des Neuen, Ausdruck einer Gesellschaft der radikalen Vielfalt? Oder ist sie ein Symptom der Trägheit politischer und kultureller Konzepte und hat sie damit Anteil am Verfehlen der Gegenwart?

– Ende des Programms im Schauspiel Frankfurt. Wir ziehen weiter in die Naxoshalle. –

Naxoshalle
Einlass ab 14 Uhr

15 Uhr
Begrüßung Katja Herlemann und Leon Joskowitz

Panel III:
Dramatische Literatur und emanzipatives Theater

Lesungen und/oder szenische Darstellungen, anschließend Gespräche mit den Teilnehmenden:

Necati Öziri
Tucké Royale
Gerhild Steinbuch

Moderation und Gespräche: Rebecca Ajnwojner

In den letzten Jahren sind eine Reihe neuer Theaterarbeiten entstanden, die ausdrücklich auf die gesellschaftliche Gegenwart reagieren, sie aufnehmen und verarbeiten. Zusätzlich hat auch die Dichte an Diskursreihen an den deutschsprachigen Theatern unübersehbar zugenommen. Erleben wir eine Politisierung des Theaters? Oder wird dabei nur abgebildet, was das Theater eigentlich schon immer ausgemacht hat?

ca. 17 Uhr
Panel IV:
Vielfalt ohne Einheit: Erinnerungsnarrative in der Prosa

Lesungen und Gespräche mit den Teilnehmenden:

Marina Frenk
Deniz Utlu
Olivia Wenzel – Performance mit Malu Peeters

Moderation und Gespräche: Miryam Schellbach

Die Prosa ist in Bewegung gekommen. Unübersehbar ist sie zum Ort für die Geschichte derjenigen geworden, deren Perspektiven in der offiziellen Erzählung vergessen und verdrängt werden. Dabei nimmt das erinnernde Erzählen einen wichtigen Platz ein – wobei der Grad der Fiktionalisierung des Geschehens eine offene Frage bleibt, der dieses Panel unter anderem nachgehen wird.

ca. 19 Uhr
Panel V:
Wehrhafte Poesie und poetische Wehrhaftigkeit

Poetische Lesungen der Teilnehmenden:

Alexandru Bulucz
Max Czollek
Sandra Gugic
Ronya Othmann
Lea Schneider

Moderation: Miryam Schellbach und Rebecca Ajnwojner

Die Lyrik hat es besonders schwer, wenn es um einen Gesellschaftsbezug geht. Hartnäckig hält sich die Behauptung, mit dem Adjektiv politisch hafte Gedichten zugleich etwas Vulgäres an, was sie weniger erhaben, weniger glänzend und lyrisch mache. Ein Blick auf die deutschsprachige Lyrik zeigt, dass diese Perspektive nicht der Realität entspricht. Dass beides geht: eine Befasstheit mit drängenden Fragen der Gegenwart – und eine Literarizität, die in nichts dahinter zurücksteht. Die Lesung wehrhafter Poesie bildet den Abschluss des Textland Literaturfestes 2020.

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ORT ab 11 Uhr Schauspiel Frankfurt, Willy-Brandt-Platz, 60311 Frankfurt/M. – Großer Saal
ORT ab 15 Uhr Naxoshalle, Waldschmidtstraße 19, 60316 Frankfurt/M.

EINTRITT Für die ganztägige Veranstaltung beträgt der Eintritt 18 Euro, ermäßigt 8 Euro.

TICKETS Die Anmeldung erfolgt über www.schauspielfrankfurt.de online oder vor Ort.

Weitere Informationen


erstellt am 10.6.2015
aktualisiert am 05.8.2015