31. Januar 2020 19:30 Uhr - Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19, 60489 Frankfurt am Main

Heinrich Detering, Foto: Maren Ermisch

Was heißt hier »wir«

Heinrich Detering zur Sprache der parlamentarischen Rechten

Rechte Politiker sprechen von „Entsorgung", von „Umvolkung", von „Kopftuchmädchen" und „Messermännern". Davon, dass Hitler ein „Vogelschiss" gewesen sei. Und vor allem nehmen sie für sich in Anspruch, für „uns" und „unser Deutschland" zu sprechen. Doch was für ein „Wir" setzen sie da überhaupt voraus?

Der Literaturwissenschaftler Heinrich Detering wirft einen unaufgeregten wie scharfen Blick auf die Rhetorik der parlamentarischen Rechten – und zeigt, wie ihr Anspruch, für „das Volk" zu sprechen, in totalitäre Ermächtigungsvorstellungen, Rache- und Vernichtungsphantasien führt. Er legt offen, wie diese Sprache der Gewalt sich selbst verharmlosend verkleidet. Und er macht vor, wie sich solche rhetorischen Strategien durchschauen lassen.

Prof. Dr. Heinrich Detering, geb. 1959, lehrt deutsche und vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Göttingen, hat literaturwissenschaftliche Bücher und Aufsätze sowie Gedichtbände und Essays veröffentlicht, nahm Gastprofessuren und Poetikdozenturen in aller Welt wahr und erhielt zahlreiche wissenschaftliche und literarische Auszeichnungen.Von  2011 bis 2017 war er Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.  

Eintritt: € 6,- (ermäßigt € 4,-)
Für Häppchen und Wein sorgt der Förderverein FörSteR


erstellt am 10.6.2015