bis 11. November 2019 - Bundesweite Tournee, Termine unter https://www.circus-krone.com/tour-2019/

Circus Krone (Screenshot)

Circus Krone: Mandana

Manege frei! – Beim Jubiläumsprogramm von Circus Krone verwandelt sich das Zelt in einen goldenen Palast der Zwanzigerjahre und eine märchenhafte Erzählung nimmt die Besucher*innen mit auf eine Reise.

 

100 Jahre Circus Krone und wieder unterwegs mit artistischen Höchstleistungen und ihrem Markenzeichen – den spektakulären Tierdressuren. Nicht umsonst zieren Löwe, Pferd und Elefant das Wappen des Unternehmens. Eine wechselvolle Geschichte durchlebte der Circus, und interessanteweise standen immer Ehepaare an der Spitze, die sich mit Vorliebe Tieren und der Arbeit mit ihnen zuwendeten. Die Frauen den Pferden, die Männer meist den Raubkatzen.

 

So auch bei Jana Mandana Lacey-Krone und Martin Lacey jr., Ehepaar und derzeitige Leiter des Unternehmens – mit über 200 Beschäftigten weltweit das größte dieser Art. Er – Gewinner des Silbernen und Goldenen Clowns beim Internationales Circus Festival Monte Carlo, erhielt 2019 außerdem die Anerkennung für den besten Tierlehrer und wurde mit „Gold mit Auszeichnung“ prämiert – begeistert mit seiner Raubtiernummer, und sie mit ihren vielseitigen Pferdedressuren.

 

Wohlgemerkt nicht alle sind begeistert, denn Tierdressuren sind umstritten, und so gibt es am Rande des Zirkuszeltes und der Tour häufig auch Proteste von Tierrechtlern, die Tiere im Zirkus und in Zoos grundsätzlich verurteilen („Artgerecht ist nur die Freiheit“) oder von Tierschützern, die sich für bessere Haltungsbedingungen der Tiere im Zirkus und im Zoo einsetzen. Und es gibt – die Meinungen gehen hierbei eben weit auseinander – ein „Aktionsbündnis Tiere gehören zum Zirkus“, deren Mitglieder sich dafür einsetzen, dass weiterhin Tiere in der Manege auftreten dürfen. Denn ganz ohne, so deren Argumentation, würde der Circus Krone weniger attraktiv und sein Alleinstellungsmerkmal verlieren.

 

Die neue Show, mit der Circus Krone gerade bundesweit unterwegs ist, trägt den Titel „Mandana. Circuskunst neu geträumt“ und erzählt die Liebesgeschichte zwischen einem Pferdemädchen und einem Löwenjungen – und damit auch einen Aspekt der Geschichte von Circus Krone allgemein.

 

Zwei Jahre Vorbereitung brauchte es, bis der Regisseur Bence Vági, Gründer und Art Director von ReCirquel, mit dieser Hommage an den Circus in seiner ursprünglichen Form zufrieden war: „Eine moderne Form von Circus zu erschaffen, gelingt nur, wenn man die Traditionen respektiert und diese neu interpretiert“.

 

So wechseln sich in dem fast dreistündigen Programm akrobatische Höchstleistungen – herausragend und mit ihren bunten Clowns Kostümen ganz wunderbar anzusehen – die Trampolinkünstler vom Team Non Stop oder die wahrhaft meisterlich choreografierte Darbietung von sechs Flugkünstler*innen, die in schwindelerregender Höhe eine stilisierte Begegnung zwischen Pferd und Löwe zeigen – ab mit Tierdressuren. Hier zeigt die „Pferdeprinzessin“ ihr ganzes Können in der harmonischen Begegnung zwischen Mensch und Tier. Einmal sogar ganz poetisch im aufsteigenden weißen Nebel. Ganz am Ende der Show dann die Raubkatzen (Löwen und Tiger), die der Dompteur gut geschult im Griff und meist im Blick hat – sodass er nicht davor zurückscheut, sich in die Pranken „seiner“ Raubkatzen zu legen und diese zu kraulen.

 

Nicht zu vergessen die Clownsnummern. Hier sei besonders der „Hofnarr“ Steve Eleky erwähnt, der mit seinen zwar einfachen doch ironisch gebrochenen Zauber- und Jongliernummern beeindruckt.

(Walter H. Krämer)

 

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erstellt am 10.6.2015