03. Juni 2019 20:00 Uhr - Romanfabrik, Hanauer Landstr. 186 (Hof), 60314 Frankfurt am Main

Rainer Forst

Europäische Aufklärung und Französische Revolution

Rainer Forst und Daniel Cohn-Bendit im Gespräch

 

Immanuel Kant sah die Französische Revolution als „Geschichtszeichen“ dafür, dass die Aufklärung praktisch werden könnte. Der „Ausgang aus selbst verschuldeter Unmündigkeit“, das Abwerfen feudaler sozioökonomischer Fesseln und ideologischer Verblendung sollte durch die kollektive emanzipatorische Tat der Selbstbefreiung realisiert werden. Dieses Ideal prägte das politische Denken Europas auch dort, wo es hinterfragt wurde. Heute gilt es, sich dieses Ideals kritisch zu versichern. Leben wir noch in einer Zeit der Aufklärung, wie Kant meinte, wenn auch nicht in einer aufgeklärten Zeit? Welche Bedeutung hat das erwähnte Ideal in einem Europa, das einerseits von einem wiedererstarkten Nationalismus gekennzeichnet ist und sich andererseits globalen Herausforderungen emanzipatorischer Politik gegenüber sieht, für deren Bewältigung die Institutionen zu fehlen scheinen. Welchen Ort hat heute eine Politik der Befreiung?

 

Rainer Forst hat an der Goethe-Universität einen Lehrstuhl für Politische Theorie und Philosophie inne, ist Co-Sprecher des Exzellenz-Clusters Normative Ordnungen und Leibniz-Preisträger.

Daniel Cohn-Bendit war führender Vertreter der Studentenproteste in Frankreich und Deutschland der späten 1960er Jahre und lange Jahre Mitglied des Europaparlaments.

 

Eintritt frei

Foto: www.stephan-roehl.de [CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)]

 

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erstellt am 10.6.2015