Konzert | Gespräch | 26. Mai 2019 15:00 Uhr - Museum für Angewandte Kunst Köln, An der Rechtschule, Köln

© Reinhard Doubrawa

20-jähriges Bestehen des Forums Alte Musik Köln

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Forums Alte Musik Köln findet eine öffentliche Festveranstaltung mit Buchpräsentation im Museum für angewandte Kunst Köln – MAKK statt. Die Publikation enthält Beiträge des Schriftstellers Joachim Geil. Reinhard Doubrawa hat zur Publikation Fotografien beigesteuert.

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Lesung | 28. Mai 2019 20:00 Uhr - Ausstellungshalle 1A, Schulstraße 1A (Hinterhof), 60594 Frankfurt am Main

Jörg-Uwe Albig: Zornfried

Moderation: Julia Mantel


Jan Brock ist freier Reporter und schreibt für das Feuilleton der Frankfurter Nachrichten. Er sieht sich als Rebellen, kennt aber im Grunde nur ein Prinzip: Was es gibt, darüber muss man schreiben. Im Internet stößt er auf die schwülstigen Texte des rechten Dichters Storm Linné, die ihn gleichzeitig abstoßen und faszinieren. Als er erfährt, dass Linné mit anderen Vordenkern der Neuen Rechten auf einem tief im Wald verborgenen Rittergut namens Zornfried lebt, macht er sich auf zu einer Reportagereise. Doch zwischen Schrumpfköpfen, Militariasammlungen, Kampfübungen, weihevollen Tafelrunden und Predigten über die Hierarchien des artenreinen deutschen Waldes verwischen zunehmend die Grenzen zwischen teilnehmender Beobachtung und beobachtender Teilnahme.

 

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Gespräch | 3. Juni 2019 20:00 Uhr - Romanfabrik, Hanauer Landstr. 186 (Hof), 60314 Frankfurt am Main

Rainer Forst

Europäische Aufklärung und Französische Revolution

Rainer Forst und Daniel Cohn-Bendit im Gespräch

 

Immanuel Kant sah die Französische Revolution als „Geschichtszeichen“ dafür, dass die Aufklärung praktisch werden könnte. Der „Ausgang aus selbst verschuldeter Unmündigkeit“, das Abwerfen feudaler sozioökonomischer Fesseln und ideologischer Verblendung sollte durch die kollektive emanzipatorische Tat der Selbstbefreiung realisiert werden. Dieses Ideal prägte das politische Denken Europas auch dort, wo es hinterfragt wurde. Heute gilt es, sich dieses Ideals kritisch zu versichern. Leben wir noch in einer Zeit der Aufklärung, wie Kant meinte, wenn auch nicht in einer aufgeklärten Zeit? Welche Bedeutung hat das erwähnte Ideal in einem Europa, das einerseits von einem wiedererstarkten Nationalismus gekennzeichnet ist und sich andererseits globalen Herausforderungen emanzipatorischer Politik gegenüber sieht, für deren Bewältigung die Institutionen zu fehlen scheinen. Welchen Ort hat heute eine Politik der Befreiung?

 

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Lesung | 5. Juni 2019 19:30 Uhr - Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main

Acht Autorinnen sind nominiert

Kick-Off zur Vergabe des LiBeraturpreises 2019

Die Jury-Mitglieder der „Weltempfänger“-Bestenliste stellen die Werke der nominierten Autorinnen vor und plädieren für ihre jeweilige Favoritin. Der Schauspieler Stéphane Bittoun liest Ausschnitte vor. Anschließend beginnt das Online-Voting, bei dem das Publikum an diesem Abend den Trend vorgibt. Die nominierten Autorinnen kommen aus Syrien, Pakistan, der Dominikanischen Republik, Chile, Japan, Uruguay, Mexiko und Argentinien. Eine von ihnen wird auf der Frankfurter Buchmesse 2019 den LiBeraturpreis entgegennehmen – eine jährliche Auszeichnung für Autorinnen aus dem Globalen Süden. Er wurde 1987 wurde von der Initiative LiBeraturpreis e.V. ins Leben gerufen und wird seit 2013 von Litprom e.V. organisiert.

 

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Vortrag | 17. Juni 2019 19:30 Uhr - Zentralbibliothek (Stadtbücherei), Hasengasse 4, 60311 Frankfurt am Main

Otl Aicher (Screenshot)

Die Welt als Entwurf: Otl Aicher

Vortrag von Prof. Dr. Klaus Klemp, Hochschule für Gestaltung Offenbach


Otl Aicher war einer der einfluss- und erfolgreichsten Grafik-Designer, Typografen und Lehrer der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Von ihm stammen zahlreiche Erscheinungsbilder, etwa für die Lufthansa, für ERCO Leuchten, das ZDF oder für die Olympischen Sommerspiele in München 1972. Als enger Freund der Familie der Widerstandskämpfer Sophie und Hans Scholl, gründete er mit seiner Frau Inge Aicher-Scholl und Max Bill 1953 die Ulmer Hochschule für Gestaltung, die zunächst als umfängliches Institut zur Demokratieerziehung entstand und im weiteren Verlauf zur ersten wissenschaftlich orientierten Gestaltungshochschule mit großer Strahlkraft wurde.

 

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Lesung | 25. Juni 2019 20:00 Uhr - Romanfabrik, Hanauer Landstr. 186 (Hof), 60314 Frankfurt am Main

Simon Strauß: Römische Tage

Ein Sommer in Rom, 231 Jahre und acht Monate nach Goethe. Ein junger Mann hat sich aufgemacht in die Ewige Stadt, um zu sich zu finden. In Rom sucht er einen eigenen Weg. Er trifft Menschen, die wie aus der Zeit gefallen scheinen und sieht Geschichten, wo andere nur Steine fotografieren. Er lebt leichter und fühlt einen Auftrag: die Versprechen der Gegenwart in Frage zu stellen. „Römische Tage“ führt die Leser zu den vielen Anfängen und Enden unserer Welt und fragt, was wir morgen daraus machen. Melancholisch und leichtfüßig erzählt Simon Strauß, warum Geschichte nicht ohne das Leben und das Leben nicht ohne Geschichte auskommt.

 

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Oper | 29. Juni 2019 19:30 Uhr - Komische Oper Berlin, Behrenstraße 55-57, 10117 Berlin

Foto: Iko Freese / drama-berlin.de

La Bohème

Nächste Aufführung am 29. Juni 2019


Vorlage für Giacomo Puccinis Oper „La Bohème“ (Uraufführung 1896 im Teatro Regio in Turin unter Arturo Toscanini) waren Henri Murgers „Scènes de la vie de bohème“. Puccini war von der Lektüre – Anfang 1893 – sofort begeistert. Trotz anfangs schlechter Kritiken wurde „La Bohème“ ein Welterfolg und ist eine der weltweit am häufigsten aufgeführten Opern. Mit „La Bohème“ bringt Puccini – zusammen mit seinen beiden Librettisten Luigi Illica und Giuseppe Giacosa – das Leben, Leiden und Lieben von gewöhnlichen Menschen auf die Bühne. Auf den Bühnen wird plötzlich Alltagssprache gesprochen und gesungen – ein absolut neues Phänomen.

 

Barrie Kosky und der musikalische Leiter Jordan de Souza bedienen mit dieser Inszenierung keines der Klischees und Gewohnheiten, die sich über Jahrzehnte im Umgang mit dieser Oper durchgesetzt haben, sondern finden einen anderen Zugang zu diesem musikalischen Meisterwerk.

 

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Veranstaltung beendet

Tanz | 17. Mai 2019 bis 26. Mai 2019 - Opernhaus Wuppertal, Kurt-Drees-Straße 4, 42283 Wuppertal

© Tanztheater Wuppertal Pina Bausch

Er nimmt sie an der Hand und führt sie in das Schloss, die anderen folgen

Ein Stück von Pina Bausch

Große Erwartungen sowohl seitens des Ensembles als auch von Seiten einer interessierten Öffentlichkeit richten sich auf die Neueinstudierung des Pina-Bausch-Stücks „Er nimmt sie an der Hand und führt sie in das Schloss, die anderen folgen“ im Opernhaus Wuppertal. Zu sehen ab dem 17. Mai 2019 – mehr als 40 Jahre nach der Uraufführung am 22. April 1978.

Damals – im Jahre 1978 – ein Theaterskandal mit Türen schlagen, erbosten Zuschauer*innen, Buh-Rufen und dem drohenden Abbruch einer Vorstellung. Heute, nach Jahrzehnten veränderter Sichtweisen auf Theater, veränderter Sehgewohnheiten der Zuschauer*innen und den Erfahrungen mit Stücken von Pina Bausch, kaum mehr vorstellbar.

Der Titel – „Er nimmt sie an der Hand und führt sie in das Schloss, die anderen folgen“ – ist eine Regieanweisung von William Shakespeare am Ende der sechsten Szene des ersten Aktes von „Macbeth“. Und genau um dieses Stück und dessen Paraphrasierung in Tanz geht es auch in der Choreografie von Pina Bausch.

 

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Veranstaltung beendet

Theater | 31. März 2019 bis 27. Mai 2019 - Schauspiel Stuttgart, Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

Szenenfoto: Matthias Horn

Orestie

In einer Neubearbeitung von Robert Icke, Deutsch von Ulrike Syha


Die ORESTIE des Dichters Aischylos (525 – 456 v.Chr.) ist die einzige, in ihrer Gesamtheit erhaltene antike griechische Trilogie (das abschließende Satyrspiel Proteus ist verschollen) und wurde im Jahr 458 v. Chr. erstmals aufgeführt.

In der Tragödie von Aischylos geht es im ersten Teil um AGAMEMNON. Nach jahrelanger Abwesenheit wird der Sieger von Troja bei seiner Rückkehr von seiner Frau Klytämnestra erschlagen. In CHOEPHOREN, dem zweiten Teil der Trilogie, rächt Orest die Ermordung seines Vaters blutig an seiner Mutter und deren Buhler Ägist und ermordet beide. Im dritten Teil, den EUMENIDEN, geht Orest, von den Erinnyen verfolgt, nach Delphi, um sich von Apollon entsühnen zu lassen. Aber erst durch eine Gerichtsverhandlung im athenischen Areopag und mit Hilfe der Athene wird er freigesprochen. 

 

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Theater | 24. März 2019 bis 9. Juni 2019 - Berliner Ensemble und Schauspiel Dortmund (Simultanaufführung)

Foto: Birgit Hupfeld

Die Parallelwelt

Von Alexander Kerlin, Eva Verena Müller und Kay Voges


Zwei Städte, zwei Theater, zwei siebenköpfige Schauspielensembles – in Echtzeit miteinander verbunden durch ein Glasfaserkabel, das Bilder und Töne in Lichtgeschwindigkeit über 420,62 Kilometer Luftlinie zwischen Dortmund und Berlin hin- und hertransportiert – spielen zeitgleich miteinander Theater. Einmal mehr also nutzt und lotet der Regisseur Kay Voges mit der Inszenierung seiner „Parallelwelt“ Möglichkeiten und Grenzen unserer digitalen Welt für das Theater und seiner Entwicklung aus.

 

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Oper | 12. Mai 2019 bis 16. Juni 2019 - Komische Oper Berlin, Behrenstraße 55-57, 10117 Berlin

Foto: Iko Freese / drama-berlin.de

Ball im Savoy

Aufführungen am 12. + 19 Mai und 2. + 16. Juni


Seit Juni 2013 läuft die Operette „Ball im Savoy“ an der Komischen Oper Berlin schon, und jetzt gibt es die definitiv letzten vier Vorstellungen. Gelegenheiten also, sich diesem Farben-, Bilder-, Tanz- und Musikrausch hinzugeben.

Es ist ein Verdienst von Regisseur Barrie Kosky und dem musikalischen Leiter Adam Benzwi, die Operette anhand der handgeschriebenen Originalpartitur von Paul Abraham (1892-1960) wieder in ihren Ursprungszustand gebracht und den Klang vom „Ball im Savoy“ rekonstruiert zu haben. War der Operette doch alles jazzige, frivole, queere und afroamerikanische ausgetrieben worden und nur in musikalisch geglätteter Version zu hören.

 

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Ausstellung | 10. Juni 2019 bis 16. Juni 2019 - Basel

Warteck, Liste Basel

Kunstmessen in Basel

Von Larry Bell bis Pablo Picasso

Eine intensive Kunstwoche in Basel kann in diesem Jahr bereits am Pfingstmontag beginnen. Es laden Art Basel, Volta, Liste Basel und Photo Basel, zahlreiche Museen, die Swiss Art Awards und weitere Veranstaltung ein. Hier ein paar Empfehlungen zusammengestellt von Isa Bickmann.

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Film | 25. Oktober 2018 bis 11. Juli 2019 - Deutsches Filmmuseum, Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt a. M.

Die Erfinderin der Formen. Das Kino von Chantal Akerman

Die Lecture & Film-Reihen im Frankfurter Filmmuseum bieten nicht nur filmwissenschaftlich Interessierten inspirierende Einblicke in das Schaffen wichtiger Regisseure und Regisseurinnen. In guter Erinnerung sind Abende mit Warhols filmischem Werk, Agnès Varda, Jean-Luc Godard, Pasolini oder zuletzt „Tropical Underground“, das Brasiliens filmische Avantgarde in den Mittelpunkt stellte.

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Ausstellung | bis 1. September 2019 - Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29, 60594 Frankfurt am Main

Grey Is The New Pink – Momentaufnahmen des Alterns

Um ein anderes, positives Altersbild bemüht sich die Ausstellung „Grey Is The New Pink“ im Frankfurter Weltkulturen Museum. Kuratorin Alice Pawlik möchte einen globalen Blick auf das Älterwerden werfen. Dabei greift sie nicht nur auf ethnographische Objekte aus der Museumssammlung zurück. Die interdisziplinäre Schau umfasst auch Fotografien, Filme, Zeichnungen, Literatur und Rauminstallationen.

Ein Teil der Präsentation resultiert aus einem Call for Content – einem Aufruf des Museums an die Öffentlichkeit, Bilder vom Altern einzusenden. Etwa 165 Beiträge sind zu sehen: zumeist fotografische Momentaufnahmen aus dem Alltag älterer Menschen. Sie tanzen und lachen, spielen Tischkicker, haben also viel mehr Spaß, als Senioren gemeinhin zugetraut wird. Mit Erwartungen und Rollenklischees spielt auch der kenianische Künstler Osborne Macharia. Er inszeniert vier ältere Herren als Rapper. Macharia fotografiert sie mit Skateboard und Ghettoblaster, in lässigen, bisweilen gewagten Posen und Outfits.

 

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Ausstellung | 4. April 2019 bis 7. September 2019 - Deutsche Nationalbibliothek, Adickesallee 1, 60322 Frankfurt

Oskar Maria Graf, Porträt, 1918

Oskar Maria Graf: Rebell, Weltbürger, Erzähler

Die Ausstellung zeigt den bayerischen Dichter Oskar Maria Graf (1894–1967) als internationalen, weltoffenen, auch rebellischen Schriftsteller. Im Mittelpunkt stehen die Zeit des Exils und die Frage nach der „wahren Heimat“. Von 1933 bis 1938 lebte Graf in Wien und Brünn und ab 1938 in der Metropole New York, deren Vielfalt und Vitalität er liebte. Als Autor von weltliterarischem Rang schrieb er im Exil seine größten Werke – Texte, die vor dem Hintergrund der heutigen weltpolitischen Lage von großer Aktualität sind und deren Wiederentdeckung lohnt. Zugleich blieb er der „Heimat“ verbunden, insbesondere durch seine Sprache, aber auch durch seine Erscheinung: Seine Lederhose legte er auch auf der Fifth Avenue nicht ab.

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erstellt am 09.9.2010