Zehn Fragen an Detlef zum Winkel

Was steht außer dem Computer, der Schreibmaschine, dem Schreibblock oder dem Diktiergerät noch auf Ihrem Schreibtisch?

Detlef zum Winkel: Schrödingers Katze. Sie ist da, obwohl sie eigentlich woanders ist. Dort ist sie aber auch nicht, weil sie bei mir ist.

Was tun Sie am liebsten, wenn Sie nicht schreiben?

Jetzt kommt's raus. Ich guck Fußball, natürlich Eintracht Frankfurt.

Gibt es ein Heilmittel gegen Schreibblockaden?

Im Prinzip schon. Meine letzte Blockade hatte ich nach der Thüringenwahl. Also einfach anders wählen, dann wär das nicht passiert.

Wo sammeln Sie Ideen für Ihre Texte?

Ich führe täglich meine Hündin aus. Das ist eine Routine, bei der Ideen kommen und gehen. Manche bleiben. Da muss ich eigentlich gar nicht groß sammeln.

Welche fünf Bücher möchten Sie nicht missen in Ihrer Bibliothek?

Die Romane von Philip Roth. Das sind aber mehr als fünf. Manche habe ich sogar doppelt. Man kann nie wissen.

Welches Buch oder welchen Autor oder welche Autorin können Sie nicht ausstehen?

Günter Grass: Ein weites Feld, Der Butt und die Hamsterin und sowas.

Welchen Autor oder welche Autorin beneiden Sie und warum?

Jurek Becker um seine Sprache, seine Erzählweise, seinen Satzbau.

Wer oder was hat Sie zum Schreiben gezwungen?

Immer der Redaktionsschluss.

Kann Bildende Kunst zum Schreiben anregen – wenn ja, an welche Künstler oder Künstlerin denken Sie dabei?

Das ist mir ein Rätsel. Das eine Bild spricht mich sofort an und hört gar nicht auf damit. Das andere schweigt beharrlich. Mal gefällt mir das sprechende, mal das stumme Bild. Ich kann nicht erklären, warum.

Mit welcher Autorin oder mit welchem Autor würden Sie gerne einen trinken gehen?

Venske. Der schuldet mir noch ein paar Kognaks. Vielleicht er und Stefanie Sargnagel.

Siehe auch:

Faust-Redaktion

Der Faust-Kultur-Newsletter

Jeden Donnerstag neu: Mit aktuellen Themen und Beiträgen zu Literatur, Kunst, Bühne, Musik, Film und Gesellschaft.

Der Faust-Kultur-Newsletter ist kostenlos. Jetzt anmelden!
Tragen Sie bitte hier Ihre E-Mail-Adresse ein.

Kommentare

Kommentar eintragen









erstellt am 07.10.2020
aktualisiert am 07.10.2020

Faust-Kultur wird zehn Jahre alt! Mit ihren breitgefächerten Beiträgen auf hohem Niveau wird die „Weltbühne für Autoren und Künstler“ zu den deutschen Qualitätsmedien gezählt. Ohne die Autoren und Autorinnen wäre dies nicht möglich gewesen.

Nun ist es Zeit, die Schreibenden vorzustellen, sie hinter ihren Texten sichtbar werden zu lassen. In einem Fragebogen verraten unsere Autorinnen und Autoren, was sie zum Schreiben bringt, nennen uns ihre Lieblingsbücher und lassen einen Blick auf ihren Arbeitsplatz zu.

Detlef zum Winkel