Zehn Fragen an Walter H. Krämer

Was steht außer dem Computer, der Schreibmaschine, dem Schreibblock oder dem Diktiergerät noch auf Ihrem Schreibtisch?

Walter H. Krämer: Neben dem Notebook der Drucker. Notizblätter, Bleistift und Kugelschreiber. Meist noch eine Tasse Kaffee, ein Glas Wasser oder Wein. Bücher und DVDs.

Was tun Sie am liebsten, wenn Sie nicht schreiben?

Lesen, streamen, flanieren, im Kaffeehaus Zeit verbringen. Theateraufführungen besuchen.

Gibt es ein Heilmittel gegen Schreibblockaden?

Spazieren in frischer Luft – hilft allerdings meist auch nicht! Warten, bis die Blockade vorbei ist.

Wo sammeln Sie Ideen für Ihre Texte?

Beim Flanieren durch die Stadt, durch Gespräche, im Kaffeehaus, beim Spaziergang am Flussufer, im Theater.

Welche fünf Bücher möchten Sie nicht missen in Ihrer Bibliothek?

Die Bibel, „Kinder und Hausmärchen“ der Gebrüder Grimm; Hans Neuenfels, „Das Bastardbuch“; „Gedichte fürs Gedächtnis“, ausgewählt und kommentiert von Ulla Hahn; von Sjöwall / Wahlöö den aus zehn Bänden bestehenden gesellschaftskritischen Kriminalroman-Zyklus „Roman über ein Verbrechen“ mit der Hauptfigur des schwedischen Kriminalkommissars Martin Beck.

Welches Buch oder welchen Autor oder welche Autorin können Sie nicht ausstehen?

„Serotonin” von Michel Houellebecq.

Welchen Autor oder welche Autorin beneiden Sie und warum?

Neid ist kein guter Ratgeber – lasse mich lieber von der Arbeit und dem Erfolg anderer inspirieren.

Wer oder was hat Sie zum Schreiben gezwungen?

Gezwungen hat mich keine*r! Motor meines Schreibens ist die Lust, meine Eindrücke, Erfahrungen, Ideen mitzuteilen.

Kann Bildende Kunst zum Schreiben anregen – wenn ja, an welche Künstler oder Künstlerin denken Sie dabei?

Unbedingt. Ich denke dabei an Matisse, Beuys, Michelangelo, Niki de Saint Phalle.

Mit welcher Autorin oder mit welchem Autor würden Sie gerne einen trinken gehen?

Juli Zeh, Ewald Palmetshofer, Jean Ziegler.

Siehe auch:

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erstellt am 27.9.2020
aktualisiert am 04.10.2020

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Nun ist es Zeit, die Schreibenden vorzustellen, sie hinter ihren Texten sichtbar werden zu lassen. In einem Fragebogen verraten unsere Autorinnen und Autoren, was sie zum Schreiben bringt, nennen uns ihre Lieblingsbücher und lassen einen Blick auf ihren Arbeitsplatz zu.

Walter H. Krämer