Zehn Fragen an Peter Kern

Was steht außer dem Computer, der Schreibmaschine, dem Schreibblock oder dem Diktiergerät noch auf Ihrem Schreibtisch?

Peter Kern: Ein Glas Tee.

Was tun Sie am liebsten, wenn Sie nicht schreiben?

Lesen.

Gibt es ein Heilmittel gegen Schreibblockaden?

Joggen, für ältere Leute: Nordic Walking.

Wo sammeln Sie Ideen für Ihre Texte?

Beim Zeitunglesen, dem ‚realistischen Morgengebet‘.

Welche fünf Bücher möchten Sie nicht missen in Ihrer Bibliothek?

Theodor W. Adorno, „Glosse über Persönlichkeit“ (in: „Stichworte“)
August Strindberg, „Das rote Zimmer“
Josef Roth, „Flucht ohne Ende“
Johann Peter Hebel, „Schatzkästlein des Rheinischen Hausfreundes“
Karl Heinz Haag, „Der Fortschritt in der Philosophie“

Welches Buch oder welchen Autor oder welche Autorin können Sie nicht ausstehen?

Peter Sloterdijk, Heribert Faßbender.

Welchen Autor oder welche Autorin beneiden Sie und warum?

Joseph Roth. Bei ihm sitzt jeder Satz, auch in einem journalistischen Text.

Wer oder was hat Sie zum Schreiben gezwungen?

Geldnot anfänglich, später ein politisches Virus.

Kann Bildende Kunst zum Schreiben anregen – wenn ja, an welche Künstler oder Künstlerin denken Sie dabei?

Unbedingt ‒ an Turner.

Mit welcher Autorin oder mit welchem Autor würden Sie gerne einen trinken gehen?

Mit Siegfried Kracauer hätte ich etwas zu bereden gehabt.

Siehe auch:

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erstellt am 13.9.2020
aktualisiert am 16.9.2020

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Nun ist es Zeit, die Schreibenden vorzustellen, sie hinter ihren Texten sichtbar werden zu lassen. In einem Fragebogen verraten unsere Autorinnen und Autoren, was sie zum Schreiben bringt, nennen uns ihre Lieblingsbücher und lassen einen Blick auf ihren Arbeitsplatz zu.

Peter Kern