Zehn Fragen an Jens Balkenborg

Was steht außer dem Computer, der Schreibmaschine, dem Schreibblock oder dem Diktiergerät noch auf Ihrem Schreibtisch?

Jens Balkenborg: Ich schreibe meist auf der Couch, mit dem Laptop auf den Beinen. Nicht gut für den Rücken, aber so bequem …

Was tun Sie am liebsten, wenn Sie nicht schreiben?

Zeit mit meiner Familie verbringen, Freunde treffen, Filme schauen, Joggen.

Gibt es ein Heilmittel gegen Schreibblockaden?

Eine Deadline. Und Sport. Körperliche Bewegung hilft, die geistige in Schwung zu bringen.

Wo sammeln Sie Ideen für Ihre Texte?

Eigentlich überall, aber ich schreibe ja keine Literatur.

Welche fünf Bücher möchten Sie nicht missen in Ihrer Bibliothek?

„Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ von Milan Kundera; „Underground Railroad“ von Colson Whitehead; „Das Hotel New Hampshire“ von John Irving; „Die New York Trilogie“ von Paul Auster; „Im Stein“ von Clemens Meyer.

Welches Buch oder welchen Autor oder welche Autorin können Sie nicht ausstehen?

Da fällt mir spontan niemand ein. Aber ich finde die Frage auch nicht sehr zielführend.

Welchen Autor oder welche Autorin beneiden Sie und warum?

Nicht beneiden, aber bewundern in Bezug auf Filmkritik: Ich mag die Texte von Michael Althen, der leider viel zu früh verstorben ist. Keiner brachte wie er Emotion, genaue Beobachtung und Analyse zusammen. Die Kritik braucht Emotionen.

Wer oder was hat Sie zum Schreiben gezwungen?

Niemand. Ich schreibe schon immer gerne, habe es im Studium geliebt, Hausarbeiten zu verfassen. Und habe diese Leidenschaft durch meine journalistische Tätigkeit professionalisiert.

Kann Bildende Kunst zum Schreiben anregen – wenn ja, an welche Künstler oder Künstlerin denken Sie dabei?

Ganz bestimmt.

Mit welcher Autorin oder mit welchem Autor würden Sie gerne einen trinken gehen?

Da Film mein Steckenpferd ist, würde ich einen Regisseur nennen: Jonah Hill.

Siehe auch:

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erstellt am 31.8.2020
aktualisiert am 02.9.2020

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Jens Balkenborg