Zehn Fragen an Alexandru Bulucz

Was steht außer dem Computer, der Schreibmaschine, dem Schreibblock oder dem Diktiergerät noch auf Ihrem Schreibtisch?

Alexandru Bulucz: Bücher, Bücher, Bücher: zur Zeit „Das Land Ulro“ von Czesław Miłosz, „in Frauenkleidung“ von Zoltán Lesi, „Sinn und Deutung in der bildenden Kunst“ von Erwin Panofsky, das schöne Frühlingsprogramm des „Verlagshauses Berlin“ (Kuhlbrodt, Savic, Schneider), „Approximanten“ von Saskia Warzecha, die Gedichte von Karol Józef Wojtyła …

Was tun Sie am liebsten, wenn Sie nicht schreiben?

Gerne würde ich etwas am liebsten tun, wenn ich nicht schreibe …

Gibt es ein Heilmittel gegen Schreibblockaden?

Für mich gab es dies zuletzt. Sich formalen Widerständen aussetzen wie z. B.: Schreiben in Daktylen. Das hat funktioniert.

Wo sammeln Sie Ideen für Ihre Texte?

Meistens aus Büchern und aus meiner Biografie.

Welche fünf Bücher möchten Sie nicht missen in Ihrer Bibliothek?

Das Grimm’sche Wörterbuch, die Bibel, Barbara Cassins „Dictionary of Untranslatables“, eins von Bernhard, eins von Cioran.

Welches Buch oder welchen Autor oder welche Autorin können Sie nicht ausstehen?

Gibt es Autoren, die sich selbst ausstehen können? Wenn ja, dann kann ich sie nicht ausstehen.

Welchen Autor oder welche Autorin beneiden Sie und warum?

Die, die sich für nichts zu schade sind und die nicht mit jedem Wort einzustürzen bereit sind, die Risikolosen …

Wer oder was hat Sie zum Schreiben gezwungen?

Schreibzwang ist ein interessantes Wort.

Kann Bildende Kunst zum Schreiben anregen – wenn ja, an welche Künstler oder Künstlerin denken Sie dabei?

Mich schon. Ich denke an Francis Alÿs, Hanne Darboven, Matthias Grünewald …

Mit welcher Autorin oder mit welchem Autor würden Sie gerne einen trinken gehen?

Mit Bernhard und Cioran.

Siehe auch:

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erstellt am 10.6.2020
aktualisiert am 10.6.2020

Faust-Kultur wird zehn Jahre alt! Mit ihren breitgefächerten Beiträgen auf hohem Niveau wird die „Weltbühne für Autoren und Künstler“ zu den deutschen Qualitätsmedien gezählt. Ohne die Autoren und Autorinnen wäre dies nicht möglich gewesen.

Nun ist es Zeit, die Schreibenden vorzustellen, sie hinter ihren Texten sichtbar werden zu lassen. In einem Fragebogen verraten unsere Autorinnen und Autoren, was sie zum Schreiben bringt, nennen uns ihre Lieblingsbücher und lassen einen Blick auf ihren Arbeitsplatz zu.

Alexandru Bulucz