Zehn Fragen an Eugen El

Was steht außer dem Computer, der Schreibmaschine, dem Schreibblock oder dem Diktiergerät noch auf Ihrem Schreibtisch?

Eugen El: Diverse Papierstapel, Notizzettel und noch mehr Notizzettel, eine Teetasse und ein Wasserglas, eine TinTin-Blechfigur, ein Foto der Frankfurter Skyline, einige Muscheln sowie drei Pin-Anstecker mit den Aufschriften „Schalom Aleikum“, „Faust-Kultur“ und „Gegen Judenhass“.

Was tun Sie am liebsten, wenn Sie nicht schreiben?

Lesen, zeichnen und spazieren.

Gibt es ein Heilmittel gegen Schreibblockaden?

Ein Spaziergang. Besser noch: ein kurzer Mittagsschlaf.

Wo sammeln Sie Ideen für Ihre Texte?

Draußen in der Wirklichkeit.

Welche fünf Bücher möchten Sie nicht missen in Ihrer Bibliothek?

Daniel Kehlmann: „Tyll“, „Die Vermessung der Welt“; Maxim Biller: „Der gebrauchte Jude“; Dmitrij Kapitelman: „Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters“; Lena Gorelik: „Meine weißen Nächte“.

Welches Buch oder welchen Autor oder welche Autorin können Sie nicht ausstehen?

Ich kämpfe mich seit über einem Jahr durch Thomas Manns „Zauberberg“.

Welchen Autor oder welche Autorin beneiden Sie und warum?

Daniel Kehlmann, mir fällt aber kein Grund ein.

Wer oder was hat Sie zum Schreiben gezwungen?

Die Erkenntnis, dass Schreiben ein besserer Weltzugang ist als das Zeichnen.

Kann Bildende Kunst zum Schreiben anregen – wenn ja, an welche Künstler oder Künstlerin denken Sie dabei?

Ja! Ich war einmal ein großer Fan des Kölner neusachlichen Malers Anton Räderscheidt, aber eigentlich regt mich fast jedes Kunstwerk an.

Mit welcher Autorin oder mit welchem Autor würden Sie gerne einen trinken gehen?

Ich fürchte, mit keinem, da man sonst schmerzlich an die Diskrepanz zwischen Person und Werk erinnert wird.

Siehe auch:

Faust-Redaktion

Der Faust-Kultur-Newsletter

Jeden Donnerstag neu: Mit aktuellen Themen und Beiträgen zu Literatur, Kunst, Bühne, Musik, Film und Gesellschaft.

Der Faust-Kultur-Newsletter ist kostenlos. Jetzt anmelden!
Tragen Sie bitte hier Ihre E-Mail-Adresse ein.

Kommentare

Kommentar eintragen









erstellt am 25.4.2020
aktualisiert am 20.5.2020

Faust-Kultur wird zehn Jahre alt! Mit ihren breitgefächerten Beiträgen auf hohem Niveau wird die „Weltbühne für Autoren und Künstler“ zu den deutschen Qualitätsmedien gezählt. Ohne die Autoren und Autorinnen wäre dies nicht möglich gewesen.

Nun ist es Zeit, die Schreibenden vorzustellen, sie hinter ihren Texten sichtbar werden zu lassen. In einem Fragebogen verraten unsere Autorinnen und Autoren, was sie zum Schreiben bringt, nennen uns ihre Lieblingsbücher und lassen einen Blick auf ihren Arbeitsplatz zu.

Eugen El