Zehn Fragen an Isa Bickmann

Was steht außer dem Computer, der Schreibmaschine, dem Schreibblock oder dem Diktiergerät noch auf Ihrem Schreibtisch?

Isa Bickmann: Eine Kanne Ingwertee.

Was tun Sie am liebsten, wenn Sie nicht schreiben?

Als selbstständige Kunsthistorikerin habe ich die Freiheit, in allen Bereichen meines Berufs zu arbeiten: Spaß machen mir auch das Vermitteln, Kuratieren, Organisieren, Lektorieren, die Öffentlichkeitsarbeit, die Wissenschaft …

Gibt es ein Heilmittel gegen Schreibblockaden?

Ein 10-Kilometer-Lauf hilft gegen alles!

Wo sammeln Sie Ideen für Ihre Texte?

In Kunstausstellungen.

Welche fünf Bücher möchten Sie nicht missen in Ihrer Bibliothek?

Auf einzelne Bücher möchte ich mich gar nicht festlegen, zumal ich überwiegend Fachliteratur lese(n muss). In der Kunstwissenschaft gibt es einige Lieblingsautoren wie zum Beispiel Philippe Junod. In der Belletristik lese ich bevorzugt die Franzosen des 19. Jahrhunderts, von Stendhal bis Proust. Zu den favorisierten Autorinnen zählen Alice Munro, Anna Seghers, Daphne du Maurier und viele andere.

Welches Buch oder welchen Autor oder welche Autorin können Sie nicht ausstehen?

Süskind, Das Parfüm. Die Liste ließe sich aber verlängern.

Welchen Autor oder welche Autorin beneiden Sie und warum?

Wegen ihrer Klugheit und ihrer klaren Sprache: Carolin Emcke.

Wer oder was hat Sie zum Schreiben gezwungen?

Bin willenlos hineingeschlittert: Das brachte die Wahl meines Studienfachs mit sich.

Kann Bildende Kunst zum Schreiben anregen – wenn ja, an welche Künstler oder Künstlerin denken Sie dabei?

Selbstverständlich – sofern sie nicht längst Vergangenes wiederholt, sie also zeitgenössisch ist, d.h. eine die Zeit ihrer Entstehung reflektierende Form gefunden hat.

Mit welcher Autorin oder mit welchem Autor würden Sie gerne einen trinken gehen?

Das wäre ein tagebuchschreibender Künstler gewesen: Eugène Delacroix.

Siehe auch:

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erstellt am 03.4.2020
aktualisiert am 20.5.2020

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Isa Bickmann

Der Schreibtisch von Isa Bickmann