Mit einer kleinen Auswahl exklusiv bei Faust-Kultur veröffentlichter Beiträge in chronologischer Folge blicken wir auf das Jahr 2019 zurück.

 

 

LITERATUR: ANNELIESE BOTONDS BRIEFE AN THOMAS BERNHARD
Anneliese Botond war Lektorin bei Insel und Suhrkamp und begleitete über mehrere Jahre Thomas Bernhards Werk. Zwischen 1963 und 1970 verfasste sie mehr als 140 Briefe an Bernhard, dessen vermutlich wenige Antwortschreiben sich nicht erhalten haben. Im Korrektur Verlag sind Botonds Briefe nun erschienen. Alexandru Bulucz hat sie studiert.

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REPORTAGE: DER MALER EGON SCHIELE IM GEFÄNGNIS
1990 wurde die österreichische 500-Schilling-Gedenkmünze Egon Schiele in Silber geprägt. Zu Lebzeiten hatte die staatliche Exekutive den später gefeierten Maler hinter Gitter gebracht. Der starb 1918 mit 28 Jahren an der spanischen Grippe. Johannes Winter war in Neulengbach im Wienerwald, auf den Spuren der Affäre Schiele.

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WELTKULTUREN: GESPRÄCH MIT MUSEUMSDIREKTORIN INES DE CASTRO
Es geht nicht mehr darum, Exotisches zur Schau zu stellen. Es geht um die Auseinandersetzung unserer Gesellschaft mit anderen Kulturen. Wie man Sammlungen zeigen kann und im ständigen Dialog einen Wissenstransfer erreicht, daran arbeitet das Linden-Museum in Stuttgart. Clair Lüdenbach hat mit der Direktorin Ines de Castro gesprochen.

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DVD: STUMMFILME VON MURNAU UND PICK
Friedrich Wilhelm Murnaus Der Gang in die Nacht von 1920 galt seinerzeit als künstlerisches Experiment. 2019 ist der Stummfilm in restaurierter Fassung zusammen mit Lupu Picks Scherben auf DVD erschienen. Thomas Rothschild stellt die Filme vor.

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LYRIK: DER DICHTER YEVGENIY BREYGER
Der Leonce-und-Lena-Preis 2019 für junge deutschsprachige Lyrik ging an den Frankfurter Autor Yevgeniy Breyger. Eugen El hat mit dem 1989 geborenen Lyriker über die Tücken des Schreibens, seinen neuen Gedichtzyklus und den Wert der Dichtung gesprochen.

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LYRIK: DIE POESIE DER ELIZABETH BISHOP
Die US-amerikanische Schriftstellerin Elizabeth Bishop, die 1979 starb, hat lange und akribisch an ihren Gedichten gearbeitet. Autobiographische Bezüge hat sie bedacht vermieden. Dafür hat sie viele Hinweise auf ihre literarischen Traditionszusammenhänge über ihr Werk verstreut. 2018 erschien eine zweisprachige Ausgabe ihrer Poesie, ausgewählt und übersetzt von Steffen Popp. Marcel Inhoff hat sich damit auseinandergesetzt.

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THEATERGESCHICHTE: GESPRÄCH MIT KARLHEINZ BRAUN
Der Theaterverleger Karlheinz Braun hat ein Erinnerungsbuch geschrieben. Es heißt Herzstücke. Leben mit Autoren und ist im Schöffling Verlag erschienen. Darin verzeichnet der Chronist unendlich viel Theatergeschichte, Biographisches und Anekdotisches über Intendanten, Schauspieler und vor allem über Autoren. Und man erfährt, wie Frankfurt am Main einst zur Stadt des deutschen Avantgardetheaters wurde. Walter H. Krämer und Bernd Leukert haben mit dem Autor gesprochen.

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LITERATUR: DILEK GÜNGÖRS ROMAN ICH BIN ÖZLEM
Die Protagonistin des neuen Romans von Dilek Güngör ist in Deutschland aufgewachsen und kennt das Geburtsland ihrer Eltern nur von Urlaubsreisen. Für ihre Umgebung ist Özlem dennoch immer auch eine Türkin, und das macht sie wütend. Riccarda Gleichauf hat Ich bin Özlem gelesen.

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KUNST: BIENNALE IN VENEDIG 2019
May You Live in Interesting Times lautet das Motto der diesjährigen Venedig-Biennale. Interessantes gibt es auf Biennalen naturgemäß so einiges. Doch taugt es auch als Eigenschaft von Kunst? Darüber denkt Ellen Wagner anhand einer auch 2019 überfordernden internationalen Großausstellung nach.

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BRIEFWECHSEL: HERMANN LENZ UND HANNE TRAUTWEIN
1937 hatte der Schriftsteller Hermann Lenz die Kunsthistorikerin Johanna Trautwein kennengelernt, 1940 aber wurde er als Soldat nach Frankreich und in die Sowjetunion geschickt. 1946, nach seiner Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft, heiratete Lenz seine Briefpartnerin Trautwein. Und damit endet auch die Korrespondenz. Marion Gees hat sich in den ungewöhnlichen Briefwechsel eingefunden.

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LITERATUR: ZUM TOD VON WERNER SÖLLNER
Im Juli 2019 ist Werner Söllner gestorben. Er hatte sich sein Leben und Schreiben nicht leicht gemacht. Jedes seiner Worte war bedacht. Und selbst, wenn er übermütig ins Komische trat, ließ er uns durch die kunstvollen Sinnverwerfungen ins Abgründige sehen. Faust-Kultur und der Verlag Edition Faust verlieren mit ihm einen erfahrenen Berater, einen literarischen Entdecker und einen großen Dichter. Bernd Leukert würdigt den Menschen und sein Werk.

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LITERATUR: ERINNERUNG AN DIE AUTORIN BRIGITTE KRONAUER
Die besondere Art der Wahrnehmung bringt den erzählerischen Ton einer Schriftstellerin und eines Schriftstellers hervor, der das lesende Publikum packt, oder nicht. Brigitte Kronauer hat sich diesen Stil erarbeitet und wandelbar gehalten. Otto A. Böhmer zeichnet die literarische Arbeit der Autorin nach, die 2019 im Alter von 78 Jahren gestorben ist.

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GESPRÄCH MIT DER FOTOGRAFIN VALERIE LERAY
Die in Frankreich geborene Dokumentarfotografin Valerie Leray setzt sich mit Orten der Erinnerung auseinander. Ausgehend von der Lebensgeschichte ihres Großvaters recherchiert sie über die Verfolgung der Sinti und Roma während des Vichy-Regimes. Ina Rosenthal und Cornelia Wilß haben mit Valerie Leray über die Voraussetzungen ihrer Arbeit gesprochen.

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PHILOSOPHIE: 50. TODESTAG VON KARL JASPERS
Der Existenzphilosoph Karl Jaspers stand als reaktionsschneller Beobachter der politischen Situation in der frühen Bundesrepublik Deutschland in hohem Ansehen. Nach seinem Tod 1969 wurde seine Bedeutung von der Wucht der aktuellen Ereignisse überlagert. Der Philosoph Enno Rudolph hat vier neue Bände der Jaspers-Gesamtausgabe zum Anlass genommen, in einem umfassenden Essay die Frage nach dem Neuigkeitswert der Edition zu stellen.

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LITERATUR: UNDINE RADZEVICIUTES ZEITREISE NACH LIVLAND
Undine Radzeviciute macht sich auf die Spuren ihrer Familiengeschichte. Ihr Roman Das Blut ist blau setzt mit der Erinnerung an die Niederlage gegen die Polnisch-Litauische Union in Tannenberg ein, die 1410 den Niedergang des Deutschen Ordens einleitete. Hat man sich einmal auf die Zeitreise nach Livland eingelassen, wird man belohnt, meint Gudrun Braunsperger.

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GESELLSCHAFT: EIN JAHR GELBWESTEN-REVOLTE IN FRANKREICH
Als sich die kampfbereiten Herren im Mittelalter begegneten, schützten sie sich mit Schilden, auf denen ihr Herkunftssymbol aufgemalt war. Heute heißen sie bei uns nach ihrem Zweck Schutz- oder Warnwesten, in Frankreich sind sie nach der Farbe benannt. Jutta Roitsch erinnert an die Ziele der Gelbwesten-Bewegung, die vor einem Jahr begann.

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LITERATUR: NORA BOSSONGS ROMAN SCHUTZZONE
In Schutzzone erzählt Nora Bossong von der kolossalen Ohnmacht einer transnational-humanitären Organisation und von der unbedingt vorsätzlichen Eleganz britischer UN-Grazien an den Elendsfronten dieser Welt. Jamal Tuschick hat den Roman gelesen.

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VÖLKERRECHT: DIE UNIVERSELLE GÜLTIGKEIT VON MENSCHENRECHTEN
Wenn man in unserer Gesellschaft die Frage stellt, ob Menschenrechte für jeden gleich gelten, halten die meisten Menschen eine universelle Gültigkeit von Menschenrechten für selbstverständlich. In diesem Essay lässt Michele Sciurba die Bemühungen der Weltgemeinschaft zur Etablierung allgemein verbindlicher Menschenrechte Revue passieren und blickt auf gegenwärtige Entwicklungen.

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GESPRÄCH MIT DEM KÜNSTLER TEX RUBINOWITZ
Tex Rubinowitz ist Zeichner, Maler, Journalist und Schriftsteller. Er wurde in Hannover geboren, wuchs in Lüneburg auf und lebt seit 1984 in Wien. 2014 erhielt er den Ingeborg-Bachmann-Preis. Im Gespräch mit Elvira M. Gross gibt er über sein künstlerisches Selbstverständnis Auskunft.

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LITERATUR: ERINNERUNG AN PETER KURZECK
Das Szenario erinnert an historische Romane, in denen die geistige Atmosphäre der Zeit im fiktiven Gespräch skizziert ist: Zwei Freunde unterhalten sich. Der eine, Peter Kurzeck, ist ein Schriftsteller, dessen Gedächtnis kein Detail zu vergessen scheint, der andere, Harry Oberländer, ebenfalls Autor und Literaturvermittler. Zum 6. Todestag des einen erinnerte der andere an ihn.

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PHILOSOPHIE: THEODOR W. ADORNOS VORTRÄGE VON 1949 BIS 1968
Dass Theodor W. Adorno fehlerlos und druckreif zu reden verstand, hat ihm Bewunderung und Neid eingebracht. Und dass es einer seiner Texte, der mehr als ein halbes Jahrhundert alt ist, heute wieder auf die Bestsellerlisten schafft, ist nicht nur der vergesslichen Nachkriegsgeneration zu verdanken. Martin Lüdke hat sich durch Adornos immer noch aktuelle Vorträge von 1949 bis 1968 gelesen.

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AUSSTELLUNGEN: VINCENT VAN GOGH UND GEORG HECK
Sorgfältig hat das Städel Museum auf seinen diesjährigen Publikumsmagneten hingearbeitet: Die Sammlung des 20. Jahrhunderts wurde aus den hohen Gartenhallen geräumt, um dem Werk Vincent van Goghs Platz zu machen. Tragische Spuren im Leben einer Künstlerpersönlichkeit sind aber auch woanders zu finden, wie z.B. bei Georg Heck im benachbarten Museum Giersch. Isa Bickmann macht sich Gedanken über das Blockbustern der Ausstellungshäuser..

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TEXTLAND-VIDEO: DER SCHRIFTSTELLER DORON RABINOVICI
Wie es gewesen sein wird: Der Schriftsteller und Historiker Doron Rabinovici, in Tel Aviv geboren, aufgewachsen und wohnhaft in Wien, wurde für Textland. Made in Germany von Jamal Tuschick zum Thema Erinnern, Erzählen, Identität befragt. Nina Werth hat die aphoristischen Antworten des österreichischen Intellektuellen im Video dokumentiert.

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Dienstag, 31. Dezember 2019

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