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Als am 21. Juli 1969 Neil Armstrong als erster Mensch mit einem kleinen Schritt den Mond betrat, sprang die zukunftszugewandte Menschheit noch nicht auf die Idee einer außerirdischen Landnahme. Das hat sich geändert. Keine irdische Wüste, Steppe, Gebirgslandschaft oder Wasseroberfläche ist so unwirtlich wie der Mond. Dennoch beschäftigen sich Politiker, Wissenschaft und SF-Literatur mit dieser Option. Dominik Irtenkauf hat sich mit den Zusammenhängen und dem Buch “Die Besiedlung des Mondes” von Florian M. Nebel auseinandergesetzt.

Die Besiedlung des Mondes

Astropoetische Vermessungen

Seit Jahrhunderten steht der Mond im Brennpunkt zahlreicher literarischer Sehnsüchte. 1608 schrieb Johannes Kepler sein Buch „Somnium“. Der Text wurde postum von seinem Sohn veröffentlicht. Erst im 19. Jahrhundert erschien er teilweise auf Deutsch. 2011 übersetzte Beatrix Langner schließlich die märchenhafte Erzählung komplett. Darin stellt sich Kepler unter anderem eine Mondbevölkerung vor. Spannend an „Somnium“, was übersetzt „Traum“ heißt, ist, wie hier ein Naturwissenschaftler eine erzählerische Fantasie schildert, dies im Rahmen seiner Arbeiten versteht, also: sicher eine Art von Proto-Science Fiction entwirft. Damals ist der Begriff noch nicht bekannt. Zumindest nicht im heutigen Verständnis. Es entsteht hier jedoch eine erste Blaupause.

Der Mond inspirierte nicht erst im 17. Jahrhundert die Autoren. Die Bedeutung des Mondes in den antiken Mythologien beweist das deutlich. Die früheren Mondreisefantasien wurden nicht auf ihre Machbarkeit geprüft. Der Mond war mehr ein erträumtes, denn reales Ziel.

„Die Besiedlung des Mondes“ von Dr. Florian M. Nebel geht der Frage nach, ob eine Besiedlung möglich wäre. Nebel geht nur sehr marginal auf literarische Visionen der Mondreise ein. Sein Hauptaugenmerk liegt auf der Umsetzungsmöglichkeit einer Mondsiedlung. Er beklagt die verschwendete Zeit, die im Apollo-Programm nur für Erkundungsflüge genutzt wurde. An einer dauerhaften Siedlung gab es damals anscheinend kein Interesse.

Als gewichtiges Argument bringt Nebel hervor, auf dem Mond könne ein Weltraumbahnhof eingerichtet werden. Ein „Abflug“ von der Mondoberfläche zum Mars etwa wäre um einiges leichter und günstiger als von der Erde. Es könnte deutlich an Treibstoff auf der Erde gespart werden. Der Mond scheint lange in Vergessenheit geraten zu sein. Der Roman „Der Marsianer“ von Andy Weir, der mit Matt Damon in einer planetarischen Hauptrolle verfilmt wurde, lenkte wieder das Augenmerk auf den roten Planeten. Oder sind Mond und Mars nicht immer schon gleichermaßen Sehnsuchtsorte der literarischen Spekulation gewesen?

„Von der Erde zum Mond“, Illustration von Henri de Montaut
Illustration von Henri de Montaut, um 1870

Was Nebel als Machbarkeitsstudie ausführt, wurde bereits in literarischen Werken angedacht. So greift zum Beispiel Jules Verne das Thema in seinem Buch „Von der Erde zum Mond“ auf: Eine Altherrenrunde langweilt sich. Amerika ist Ende des 19. Jahrhunderts befriedet. Ein neues Abenteuer scheint nicht anzustehen. Also rüttelt der Clubchef die Mitglieder auf, indem er ihnen die Aufgabe stellt, innerhalb eines Jahres den Mond zu erreichen. Nun werden die Herren tätig, schlagen ein übermannsgroßes Projektil vor. Aus Kriegskanonen sollen Kanonen zur Beförderung der Menschen zum Mond werden.

Der Mond ist als Erdtrabant in erreichbarer Distanz. Die Idee, ein Riesenprojektil in den Himmel zu schießen, setzt sich später in den Raketenplänen eines Hermann Oberth fort. Er liest als Junge begeistert Jules Verne und weist bereits zur Gymnasialzeit nach, dass bei einer solchen Kanone der Anpressdruck beim Start zu groß sei. Die Menschen würden dies nicht überleben. Es müsste schon eine Rakete sein. Diese Sehnsucht zum Mond hat Oberth nicht vor politischen Idiotien bewahrt, wie eine zweijährige Mitgliedschaft in der NPD (in den sechziger Jahren) und eine Verbindung zur Nazi-Kriegsverbrecher-Hilfsorganisation Stille Hilfe deutlich zeigt. Auch sein Schüler, Wernher von Braun, der später in USA nach dem 2. Weltkrieg noch eine Karriere machen konnte, hat mit den Nationalsozialisten zusammengearbeitet. Vor allem für deren „Wunderwaffe“ V2.

Kooperation statt Wettrennen

Die politische Dimension einer Mondkolonie spricht zum Beispiel Robert A. Heinlein an, wenn er in seinem Roman „Mondspuren“ eine Rebellion der Mondbewohner thematisiert.

Wenn zunehmend die Rede von der Rückkehr des Kalten Krieges ist, dann kommt das so genannte Wettrennen im Weltraum auch zurück. Der frühere US-Präsident Obama rief den Mars als nächstes Ziel aus. Sein Nachfolger Trump ist ebenso davon überzeugt, dass die USA im Outer Space ihre Macht verteidigen müssten. Privatunternehmer und Investoren konkurrieren mit den darbenden staatlich finanzierten Weltraumprogrammen. Elon Musk etwa, der unter anderem mit PayPal Milliarden verdienen konnte, baut mit seiner Firma SpaceX Raketen. Momentan bietet vor allem Russland eine Transportmöglichkeit, um Waren und Menschen ins All zu transportieren. Das Weltklima verlangt nach Alternativen, wenn auch zumindest in Bezug auf die Raumstation ISS eine internationale Kooperation funktioniert.

„Die Besiedlung des Mondes“ spricht diese Diskussionen an, schlägt jedoch eine Kooperation zwischen allen Nationen vor. Im Interview räumt der Autor auf Nachfrage auch ein, dass Afrika an der Besiedlung des Mondes ebenfalls beteiligt werden sollte. Er nimmt etwas Zukunft vorweg. Wir wissen nicht, ob und wie sich verschiedene Nationen an einen Tisch setzen können, um eine Wohnsiedlung auf dem Mond in Angriff zu nehmen.

An dieser Stelle kann Science Fiction ansetzen. Literatur, die sich einer möglichen Zukunft widmet und die technologischen wie soziologischen Entwicklungen behandelt. Wenn Nebel die Idee einer Mondsiedlung entwirft, zumal auch die ESA bereits Pläne hierzu in der Schublade liegen hat, könnte ein Skeptiker dieses Konzept als „Science Fiction“ im abschätzigen Sinne bezeichnen. Es ist hier nicht Zeit und Platz, dieses aus der Zeit gefallene Relikt von kanonisierter Literaturrezeption zu besprechen. Der abschätzige Gebrauch des Genrenamens dauert zum Teil noch fort. Zu Unrecht, weil sich in der SF-Literatur seit einiger Zeit ein Streben nach wissenschaftlicher Wahrscheinlichkeit bemerkbar macht.

Florian M. Nebel schreibt selbst Science Fiction-Geschichten. Unter anderem den Cyberpunk-Roman „Schatten der Paranoia“. Im vorliegenden Sachbuch jedoch geht er auf die literarische Tradition der Mondreisen nicht ein. Vermutlich möchte er als Fachautor (Er ist studierter Kernphysiker.) eine Verwechslung vermeiden. Das Niveau in der Science Fiction unterscheidet sich natürlich von Werk zu Werk, wie in anderen Literaturen auch. Dass inzwischen Autoren, die keinesfalls als reine Genreschriftsteller bezeichnet werden können, über Marsbesiedlungen schreiben, also dezidiert SF-Inhalte für ihre Werke wählen, wenn sie sonst nicht konstant diese Literatur schreiben, hat mit einem langen Weg zu tun. Ein Beispiel wäre Georg Klein.

Ein Weg, der nicht ganz so lang wie der Flug zum Mond ist, aber dennoch viele Hürden überwinden musste. Seifenoper-Niveau gibt es in der SF-Literatur selbstverständlich immer noch: Schlachten im Weltraum, starke Schwarz/Weiß-Zeichnung von Charakteren, unmögliche Attributhäufungen und wenig logische Technologien, die sich an einem Superlativismus ergötzen. Doch soll es hier um Science Fiction-Literatur als Entwurf gehen, als Vorlage für reale Flüge durch den Weltraum.

Der Mond am 21. Juli 1969, Foto: NASA [Public domain]
Der Mond am 21. Juli 1969, Foto: NASA

Der Historiker James R. Hansen interviewte Neil Armstrong in „Aufbruch zum Mond“ zu den Vorbereitungen, dem Flug, dem Aufenthalt auf dem Mond und den Nachwirkungen dieses Ereignisses. Das Buch erzählt spannend von der Mondbeschreitung. Ein erster Schritt wurde gemacht. Der erträumte und beschriebene Mond rückte in fotografische Nähe. Science Fiction wurde Realität.
Es geht um Berechnung, Antrieb, Schwerkraft, kosmische Kälte und Dunkelheit, Kolonien und Raumschiffe. Jedoch nicht als Stoff in einer Erzählung, sondern als Fakten in einer konkreten Planung. 2018 geisterte eine Meldung durch die Medien, dass die Europäische Weltraumbehörde (ESA) eine Siedlung für Wissenschaftler auf dem Mond zumindest andenke.

Den Mond bewohnbar machen

Nebel arbeitet als Systemingenieur in der Luft- und Raumfahrtbranche. Seiner Meinung nach seien die Apollo-Flüge nicht zweckdienlich genutzt worden. Experimente zur Tauglichkeit des Mondes für eine Besiedlung durch den Menschen wurden nicht angestellt. Dafür kurvte man mit dem Mondmobil auf der staubigen Oberfläche umher oder entnahm Gesteinsproben. Letztere zumindest wertet Nebel aus, um den Bedarf an Ressourcen abzugleichen. Er nennt Regolith als Mondgestein, das eine Besiedlung wirtschaftlich rentabel werden lässt. Nebel nennt auch Atomkraft als einsetzbar. Als Kernphysiker betrachtet er die Atomenergie als zweckdienlich. Die Risiken eines Reaktorunfalls auf dem Mond spricht der Autor nicht an. Auch die Frage, ob eine bergbauliche Erschließung des Erdtrabanten wünschenswert wäre, stellt sich für Nebel nicht. Es gilt, den Mond bewohnbar zu machen, so weit es die Zustände zulassen. Zunächst werden sieben Siedler den Mond betreten: 2 Astronauten, 2 Bergmänner, 1 Geologe, 1 Mediziner und 1 Reaktoringenieur. Aus dem Mondgestein sollen Wohnungen gemeißelt und unterirdisch Schutz vor der Kälte und dem Mangel an Sauerstoff geboten werden. Wasser-, Kohlen- und Sauerstoff sind auf dem Mond nur spärlich vorhanden. Der Gedanke an Geoengineering wird laut, also einen fremden Planeten oder einen Mond irdisch zu machen. Das geschieht durch aufwändige Technologien, wie etwa die Atmosphäre durch herbeigeführte biochemische Prozesse in Richtung Erde zu manövrieren. In der Science Fiction ist das so genannte Terraforming ein häufig beschriebener Vorgang. Auf dem Erdtrabanten Kolonien zu gründen, hat immer auch die Konnotation einer möglichen „zweiten Erde“. Die Versorgung muss garantiert werden. Nebel schlägt Gewächshäuser vor, in denen Getreide gezüchtet werden kann.

Vom Geoingenieur zum Geopoet wird der SF-Schriftsteller, wenn er den Planeten in der Erzählung weiter entwirft. Geopoesie heißt jedoch nicht, komplett zu erfinden. Sie geht, wie der Name impliziert, von einer Geologie, also einer bereits erkundeten Gegend und ihrer Zusammensetzung, aus. Geopoesie spricht zudem die Imagination kultureller Räume an, so wäre etwa eine Kampagne „Montanindustrieregion Mond“ denkbar. Abgekürzt: MOREMO. Der Mond ist erreichbar und doch so fern – zumindest für einen Großteil der Menschen. Nebel schlägt in seiner Machbarkeitsstudie eine schrittweise Kolonisierung des Erdtrabanten vor:
Welle 1: Vorbereitung der Kolonie; Welle 2: Bau der Basis; Welle 3: Erweiterung der Basis; Welle 4: Produktionsbeginn (vgl. S. 158ff.).
Florian M. Nebel orientiert sich hierbei an der Pragmatik der Luft- und Raumfahrt. Geopoetisches findet man in seinem Buch nicht. Die aktuellen Mondgeschichten sind Rückblicke, wie das erwähnte Interviewbuch mit Neil Armstrong. Das mag vor allem mit der aktuellen Bedeutung des Mars als Ziel erster bemannter Missionen zusammenhängen. Zum Mars erscheinen einige Filme und Bücher; der Mond ist etwas in Vergessenheit geraten.

Natürlich müsste der Mond für eine Besiedlung der Erde angeglichen werden; so schlägt Nebel zum Beispiel eine reine Sauerstoffatmosphäre vor, wie sie auch an Bord der Mercury-, Gemini- und Apollo-Raumschiffe benutzt wurden. Auch Tiere und Pflanzen sind angedacht. Hierzu Nebel: „Unabhängig vom Standort werden die Pflanzen künstlich beleuchtet. Alternativ wurde auch gezeigt, dass Pflanzen mit 14 Tagen Licht und 14 Tagen Dunkelheit zurechtkommen, womit auch eine Beleuchtung durch Sonnenlicht möglich ist. Nach Untersuchungen der NASA werden pro Person etwa 50 m² Anbaufläche benötigt, um eine komplette Versorgung sicherzustellen. Setzt man den Nahrungsbedarf eines arbeitenden Menschen auf etwa 3.000 kcal/Tag an, dann sind zur täglichen Ernährung etwa 2,8 kg Mais oder 670 g Sojabohnen erforderlich.“ (S. 155) Ob aber das eine abwechslungsreiche Ernährung gewährleistet?

Eine andere Idee wäre, Hühner auf dem Mond anzusiedeln. „Hühner sind nicht umsonst seit Jahrtausenden Bewohner in menschlichen Siedlungen. Auch auf dem Mond können Hühner die Einwohner mit Eiern, Fleisch und Federn versorgen.“ (ebd.)

Abschied von der Erde?

In der Science Fiction-Literatur wird aktuell die Besiedlung anderer Planeten als ernstzunehmende Herausforderung erkannt. Das heißt, die möglichst abenteuerliche Schilderung einer Kolonisierung des Weltalls weicht einer zwar spekulativen, aber auch sachlichen Erzählung möglicher Szenarien. Kim Stanley Robinson hat vor einigen Jahren mit seiner Mars-Trilogie in der SF-Welt Aufsehen erregt: In seinen Mars-Romanen beschreibt er das fortschreitende Terraforming des roten Planeten und die damit verbundenen Probleme und Herausforderungen. (Interessanterweise beinhalten die Titel jeweils andere Farben: also ein roter, ein blauer und ein grüner Mars.) Und doch scheint der Mond immer noch aktuell genug, um als Stoff für die SF zu taugen: Im Oktober 2018 erschien Robinsons Roman „Red Moon“, der die Besiedlung des Mondes durch China erzählt. Dieses Jahr gelang China die erfolgreiche Landung einer Sonde auf dem Mond. Science Fiction an dem Thema ist die Gründung von Kolonien auf der Mondoberfläche.

Davon abgesehen, welche Ingenieursleistungen die Menschheit durch eine Mondkolonie bringen könnte, lenkt der Klimawandel den Blick wieder mehr auf unseren blauen Planeten. Anders gesagt: Warum sollten wir die Erde verlassen, wenn noch eine Chance auf Verbesserung besteht? Werden wir den Mond, den Mars oder so genannte Exoplaneten (die ein Leben des Menschen ermöglichen) genauso durch Industrie und Konsum zugrunde richten?

Der Physiker und Technologie-Lobbyist Michio Kaku veröffentlichte kürzlich ein Buch mit dem Titel „Abschied von der Erde“. Er schildert seinen Inspirationsmoment wie einen Traum: die Menschheit verabschiedet sich von der Erde, weil der technologische Fortschritt diese unbewohnbar macht. Da beißt sich die Katze in den eigenen Schwanz. Warum sollte die Technologie, die unter den Händen der Menschen zur Zerstörung der Erde führte, auf dem Mond und Mars zu blühenden Landschaften führen? Weil nur Fachleute dorthin fahren. Zunächst sicher, aber werden gewisse allzu irdische Probleme nicht früher oder später auf den Mond exportiert? Wird der Mond durchweg pazifistischer Raum sein, der Streitigkeiten und Kriege auf der Erde ignoriert?

Wir können es noch nicht wissen, weil die Besiedlung noch nicht stattgefunden hat. Bisher können wir unser soziologisches Wissen über die kosmische Kolonisierung allein auf Werke der Science Fiction stützen. Die psychischen und sozialen Auswirkungen stehen in Romanen wie Kim Stanley Robinsons „Red Moon“ oder Robert A. Heinleins „Mondspuren“. In Florian M. Nebels Buch stehen die Zahlen und Fakten, die eine Besiedlung des Monds auch in praktischer Ausführung möglich werden lassen. Letztlich hängt es von den Menschen und ihren Entscheidungen ab, ob und wie gut der Mond einst besiedelt wird. Und dass der Mond nur Fundgrube für die Erde sein soll, steckt in uns drin. Mond heißt: Trabant. Und damit Erfüllungsgehilfe eines maroden Planeten. Damit hat Florian M. Nebel einigermaßen gut vorausgesagt, dass die Erde vom Mond aus gesehen an Schönheit kaum zu übertreffen ist. Vielleicht wird die Sehnsucht auf der Mondkolonie wieder zur Erde zurückgelenkt, und die Mondmenschen werden zu besseren Erdbürgern. Hätten sie nicht den Sprung auf den Mond gewagt, dann wäre dieses Foto nicht so wahrgenommen worden. Sicher hätte irgendwann ein Satellit dieses Foto von oben machen können. Aber als die Astro- und Kosmonauten diese Eindrücke in eigenen Worten schilderten, entstand die kosmische Geopoetik – die Vermessung des Weltraums mit menschlichen Worten.

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erstellt am 11.7.2019

Florian M. Nebel
Die Besiedlung des Mondes
Gebunden, 259 Seiten
ISBN: 9783784354873
Landwirtschaftsverlag, Münster 2017

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