Syrien: Briefe an Samira
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Yassin Al Haj Saleh: Neunter Brief an Samira

„Mächtige geben offenbar als Allerletztes ihre Macht über das Schicksal anderer ab", schreibt Yassin Al Haj Saleh in seinem neunten Brief an seine entführte Frau Samira Khalil. Zweifel werden jetzt spürbar, ob die Schwächung des „Emirats" in naher Zukunft auch zur Befreiung der Gefangenen führen wird. Die Kompliziertheit der Lage werde zudem, so Yassin, außerhalb der Gefängnismauern immer häufiger als Vorwand genutzt, um sich abzuwenden und die Unterdrückten ihrem Schicksal zu überlassen.

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Yassin Al Haj Saleh: Achter Brief an Samira

Im achten Brief, den Yassin Al Haj Saleh an seine entführte Frau Samira Khalil richtet, erklärt er, welche Leitmotive ihm inmitten bedrängender Sorgen und einer tiefen Sehnsucht nach der Verschwundenen das Überleben ermöglichen. Dies sind nicht – wie für viele Menschen – der Glaube an Gott und die Religion, sondern Schmerz, Hoffnung, Arbeit und Liebe. Mit diesen Energien richtet sich Yassin an die Öffentlichkeit, um das Wissen über Samira und jede Person, deren Präsenz vernichtet werden sollte, wach zu halten.

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Yassin Al Haj Saleh: Siebter Brief an Samira

Im siebten Brief, den Yassin Al Haj Saleh an seine entführte Frau Samira Khalil richtet, erzählt er von seinem Leben in Istanbul, der ersten Station nach seiner Flucht aus Syrien. Spürbar wird der Kontrast zwischen europäischer und asiatischer Lebensweise.

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Yassin Al Haj Saleh: Sechster Brief an Samira

Im sechsten Brief, den Yassin Al Haj Saleh an seine entführte Frau Samira Khalil richtet, beschreibt er die Schuldgefühle, die ihn als Geretteten heimsuchen. Elf Briefe hat Yassin an seine verschwundene Frau geschrieben. Sie werden in der Übersetzung von Larissa Bender in loser Folge auf Faust-Kultur publiziert.

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Yassin Al Haj Saleh: Fünfter Brief an Samira

Im fünfte Brief, den Yassin Al Haj Saleh an seine entführte Frau Samira Khalil geschrieben hat, beschreibt er, wie unfassbar es ist, dass der Krieg in Syrien ohne Folgen bleibt für diejenigen, die ihn verursachen. Im Gegenteil, die Geflohenen selbst hält man weithin für schuldig. Sie werden, so Yassin, „gefoltert und schuldig gemacht, getötet und schuldig gemacht."

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Yassin Al Haj Saleh: Vierter Brief an Samira

Im vierten Brief, den Yassin Al Haj Saleh an seine entführte Frau Samira Khalil, geschrieben hat, gibt er einen Überblick über die am Syrien-Krieg beteiligten Interessengruppen. Statt eines mit friedlichen Mitteln angestrebten, politischen Pluralismus hat sich ein pluraler Krieg entwickelt. Die inzwischen entstandene Lage ist in seinen Augen zutiefst trostlos.

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Yassin Al Haj Saleh: Dritter Brief an Samira

Seit 2011 ist Syrien Schauplatz eines von regionalen und internationalen Kräften genährten Krieges. Zahllose Menschen wurden getötet oder entführt und vermisst. Wie es sich anfühlt, auf der Suche nach den Vermissten selbst von guten Freunden ohne Hilfe zu bleiben, unerwartet hingegen von Unbekannten unterstützt zu sein, erzählt Yassin Al Haj Saleh in dem dritten Brief an seine Frau Samira Khalil, die am Abend des 9. Dezember 2013 in Douma entführt wurde.

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Yassin Al Haj Saleh: Zweiter Brief an Samira

Lange Zeit hat die westliche Welt die Krise im Innern Syriens ignoriert. Erst, nachdem die USA in den Konflikt eingreifen, ändert sich dies. In seinem zweiten Brief an Samira beschreibt Yassin Al Haj Saleh, wie sich die Situation durch die Globalisierung des Konflikts verändert und Syrien zum Epizentrum einer von regionalen und internationalen Kräften genährten Gewalt wird.

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Yassin Al Haj Saleh: Erster Brief an Samira

Auch für Insider und politisch versierte Nahost-Experten ist es inzwischen schwierig, die politischen Winkelzüge zu verstehen, die den Krieg in Syrien begrenzen und beenden sollen, oft jedoch zu dessen Wiederaufflammen beitragen. In den Briefen, die Yassin an seine im Syrienkrieg entführte Frau Samira richtet, versucht der Autor, die politische Lage im Rückblick zu deuten. Zugleich übermitteln seine Zeilen ein bis in die Gegenwart reichendes Gefühl der Nähe zu dieser geliebten Person. Acht Briefe sind von Yassin überliefert und werden in der Übersetzung von Larissa Bender auf Faust-Kultur nach und nach dokumentiert.

erstellt am 29.1.2019