Mit einer kleinen Auswahl exklusiv bei Faust-Kultur veröffentlichter Beiträge in chronologischer Folge blicken wir auf das Jahr 2018 zurück.

 

 

LITERATUR: ARUNDHATI ROYS TRANSVESTITEN-ROMAN
Schonungslos beschreibt Arundhati Roy in ihrem Roman Das Ministerium des äußersten Glücks die Grausamkeiten im indischen Vielvölkerstaat. Doch im größten Leid lässt sie auch Zuneigung und Fürsorge entstehen. Das Geschehen gipfelt in einem Zentrum des Glücks und der Geborgenheit. Clair Lüdenbach hat Roys zweiten Roman gelesen.

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GESPRÄCH MIT DEM PHILOSOPHEN HERMANN LÜBBE
Der 1926 geborene Philosoph Hermann Lübbe hat sich gründlich mit den Konditionen politischer Urteilskraft auseinandergesetzt, die weit über die einer unabhängigen Presse hinausreichen. Alexandru Bulucz sprach mit dem ideologiekritischen Denker über die unterschiedlichen Schulen deutscher politischer Philosophie, den Postsozialismus und die Zukunft des Nationalstaats.

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LITERATUR: WOLFGANG-HILBIG-BIOGRAPHIE VON MICHAEL OPITZ
Sprachgewaltig und metaphernstark hat er in kulturfeindlichem Ambiente sich selbst erschrieben. Wolfgang Hilbig, 1941 in Meuselwitz geboren und 2007 in Berlin gestorben, hat niemandem gedient, nicht einmal sich selbst. Harry Oberländer hat sich mit dem ost- und westdeutschen Schriftsteller beschäftigt und sich mit der Hilbig-Biographie von Michael Opitz befasst.

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LITERATUR: GERLIND REINSHAGENS GESAMMELTE GEDICHTE
Die 1926 geborene, seit langem in Berlin lebende Autorin Gerlind Reinshagen hat Theaterstücke und Hörspiele, Romane und Geschichten geschrieben. Bei Suhrkamp sind 2018 ihre gesammelten Gedichte erschienen: Atem anhalten. Reinshagen hat gerade auch jüngeren Generationen etwas zu sagen, meint Riccarda Gleichauf.

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LYRIK: VERSE AUS DEM KLINIKBETT
Chirurgen greifen in unser Leben ein. Und es besteht die Gefahr, dass es sich nach dem Eingriff ganz anders oder gar nicht fortsetzt. Bernd Leukert hat Verse aus dem Klinikbett von Ria Endres, Robert Gernhardt und Paul-Henri Campbell gelesen, in denen die Gefahr präsent ist.

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REPORTAGE: HALLIG HOOGE ODER WO EMIL NOLDE GESPENSTER SAH
Dunkelglühendes Rot, Lila, Orange und düsteres Blau, Blumenbilder, verhangene Sonnenuntergänge am Meer. Daran erkennen wir die Arbeit des Expressionisten Emil Nolde. Doch dann offenbarte eine Ausstellung in Wiesbaden eine ganz andere Seite des Malers, die Johannes Winter zur Hallig Hooge führte und zu den Gespenstern.

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MEDIEN: DAS FEUILLETON ODER EINE BEDROHTE ART
Für manche bezeichnet der Begriff einen locker-verspielten Schreibstil, andere verstehen darunter den Kulturteil überregionaler Zeitungen. Fest steht, dass das Feuilleton in Zeiten medialer Umbrüche zunehmend unter Druck gerät. Eugen El stellt einen Sammelband vor, der aktuelle Texte zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Feuilletons zusammenträgt.

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BALLETT: DAS TANZTHEATER NACH PINA BAUSCH
Dass Pina Bausch sich nicht auf die Traditionen ihres Berufs verließ, sondern den Tanz neu ergründete, mit den Erfahrungen ihrer Compagnie begründete und dennoch die Verläufe neu montierte, brachte, wie gewöhnlich, Begeisterung und Ärger hervor. Walter H. Krämer beschreibt, warum die Arbeit der großen Choreographin bis heute sehenswert ist.

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MUSIK: TSCHAIKOWSKIJ-OPERN IN HISTORISCHEN AUFNAHMEN
Dass sich die Ästhetik musikalischer Aufführungen verändert und die technische Entwicklung hörbar daran beteiligt ist, belegen allein historische Aufnahmen. Aber nicht nur deshalb sind solche Ausgrabungen wie die sämtlichen Opern von Pjotr Iljitsch Tschaikowskij, 1936 bis 1963 eingespielt von bedeutenden Künstlern und Kollektiven, wahre Schatztruhen. Hans-Klaus Jungheinrich (1938-2018) hat sich darin umgehört.

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ERINNERUNG: PARISER REVOLTE IM MAI 1968
2015 ist Anne Wiazemskys sympathisch unprätentiöser Erinnerungsroman im französischen Original erstmals erschienen. Fast fünfzig Jahre nach den Ereignissen: Paris, Mai 1968, die von der Autorin naiv staunend und zugleich mit dem genauen Blick des unbestechlichen Beobachters wahrgenommen worden sind. Es ist sicher das schönste Buch über die Revolte von 1968 überhaupt geworden, meint Martin Lüdke.

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LITERATUR: WILHELM GENAZINOS LETZTER ROMAN
Seelisch obdachlos: Dem amtierenden Stellvertreter des Autors widerfährt der Verlust seiner Umgebung als etwas Vertrautem. Jamal Tuschick hat Wilhelm Genazinos Roman Kein Geld, keine Uhr, keine Mütze, der wenige Monate vor seinem Tod erschienen ist, gelesen.

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GESPRÄCH MIT DEM VERLEGER LUCIEN LEITESS
Der Schweizer Unionsverlag ist seit Jahrzehnten die deutschsprachige Heimat zahlreicher Autoren von Weltrang. Ihr Werk wird von hier aus auf eine besondere Weise in den deutschsprachigen Kulturraum übermittelt. Im Austausch mit Andrea Pollmeier spricht der Verleger Lucien Leitess (Foto Mitte) über die Kunst, an unvermuteten Orten einen Schatz zu heben, über die Leistungen der Übersetzung und die Steinzeit-Phase des e-Books.

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THEATER: PORTRÄT DER INTENDANTIN KARIN BERGMANN
Seit 2014 leitet Karin Bergmann das Wiener Burgtheater. Der Tochter eines Bergarbeiters und einer gelernten Schneiderin aus dem Ruhrgebiet war eine Theaterdirektion nicht in die Wiege gelegt. Thomas Rothschild würdigt Bergmanns Werdegang und ihre erfolgreiche Arbeit.

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LITERATUR UND GESELLSCHAFT: DAS ERSTE TEXTLAND-FESTIVAL
Beim ersten Textland-Festival in der Evangelischen Akademie Frankfurt am Main diskutierten und lasen am 15. und 16. September 2018 über 20 Autorinnen und Autoren. Sieben von ihnen gaben in Videointerviews subjektive Antworten auf Fragen zum Schreiben, zur Identität, Sprachenvielfalt und Migration.

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KUNST: GESPRÄCH MIT DER KURATORIN CHRISTINA LEBER
Fotokunst ist das alleinige Sammlungsgebiet der DZ Bank Kunstsammlung, die 2018 Jubiläum feierte. In regelmäßigen Ausstellungen ist sie auch für die Öffentlichkeit sichtbar. Über die Konzeption der inzwischen auf 7800 Werke angewachsenen Kollektion, die wissenschaftliche Erforschung von Firmensammlungen und aktuelle Fragen der Fotokunst sprach Isa Bickmann mit der Leiterin Christina Leber.

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GESPRÄCH MIT DEM KULTURWISSENSCHAFTLER MAGUEYE KASSEE
Im Rahmen einer vom Berliner Verein FuturAfrik organisierten Reise zur größten Kunstbiennale Afrikas, der Dak’Art (Senegal), sprach Cornelia Wilß mit dem Geisteswissenschaftler Professor Magueye Kasse über das afrikanische Erbe, neue Denkräume, nachhaltige Gesellschaftsentwürfe und warum er skeptisch ist, was die viel diskutierte Rückgabe gestohlener Kulturgüter angeht.

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ERINNERUNG: ZUM TOD DES SCHRIFTSTELLERS AMOS OZ
Als einer der literarisch renommiertesten und politisch exponiertesten Schriftsteller seiner Generation hatte Amos Oz in der israelischen Öffentlichkeit eine ständige Präsenz. Am 28. Dezember 2018 ist er nun im Alter von 79 Jahren in Jerusalem gestorben. Stefana Sabin erinnert an den Autor und Aktivisten.

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Montag, 31. Dezember 2018

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