Unabhängigkeit und Werbefreiheit, Nachhaltigkeit und Archivfunktionen kosten Geld. Damit www.faustkultur.de, eines der wenigen Qualitäts-Portale im Netz, weiterhin eine »Kultur-Oase« bleibt, können Sie uns unterstützen. Spenden sind willkommen!

Bankverbindung der Faust-Kultur-Stiftung:
Nassauische Sparkasse, IBAN: DE89 5105 0015 0159 0420 01, BIC: NASSDE55XXX

Ich möchte für Faust-Kultur spenden


In eigener Sache: Presseecho auf die Veranstaltung

Beim zweitägigen Textland-Literaturfest in der Evangelischen Akademie Frankfurt am Main diskutierten und lasen am 15. und 16. September 2018 über 20 Autorinnen und Autoren. Das Festival wurde umfangreich von Journalisten und Journalistinnen begleitet. Faust-Kultur dokumentiert ausgewählte Pressestimmen sowie Originaltexte von Textland-Autoren – und eine Bildergalerie von Alexander Paul Englert.

Journal Frankfurt

Literatur in Deutschland

Christoph Schröder schrieb in seiner Vorankündigung auf das erste Textland-Festival: „Was ist deutschsprachige Literatur? Das ist noch recht einfach zu beantworten. Aber wie definiert sich deutsche Literatur? Dass darüber, was deutsch ist und sich deutsch nennen darf, zur Zeit so heftig gestritten wird wie seit Jahren nicht mehr, war an diversen Debatten der vergangenen Monaten bestens abzulesen. In der Literatur stellt sich schon seit längerer Zeit die Frage, inwieweit transkulturelle Einflüsse nicht nur neue thematische Räume öffnen, sondern auch das Medium der Sprache selbst prägen. Zumal ja immer auch im Blick zu behalten ist, inwieweit Zuschreibungen und Erwartungen an Schriftsteller*innen mit Migrationshintergrund Klischees erzeugen und Rezeptionssituationen entscheidend beeinflussen.” mehr

Thesenaustausch bei Textland, Foto: Alexander Paul Englert
Frankfurter Rundschau

Das menschliche Individuum befreien

Marie-Sopie Adeoso schrieb in einem detailreichen Gesamtüberblick über beide Veranstaltungstage in der Frankfurter Rundschau: „Die Literaturkritikerin Insa Wilke führte mit Jamal Tuschick und Alexandru Bulucz durch das vom Netzwerk Faustkultur ausgerichtete Festival, das am Wochenende in Frankfurt Literatur „made in Germany“ in den Blick nahm und dafür ein diverses Tableau an Autorinnen und Autoren multikultureller und -lingualer Bezüge in der Evangelischen Akademie versammelte, das von Debütantinnen wie Karosh Taha bis zu Bestsellerautoren wie Abbas Khider reichte. mehr

Max Czollek, Foto: Alexander Paul Englert
hr2-kultur

»Desintegriert Euch!«

Alf Mentzer im Gespräch mit Max Czollek in hr2-kultur: „Das Frankfurter Literaturfest hat deutsche und Autorinnen und Autoren mit bi- und multilingualem Hintergrund eingeladen, über Sprachdynamiken in unserer Einwanderungsgesellschaft zu diskutieren. Mit dabei auch der Lyriker und Politologe Max Czollek. Er hat erst kürzlich mit dem polemischen Buchtitel „Desintegriert Euch!” die Debatte über die deutsche Migrationspolitik befeuert. Er verlangt das konsequente Abrücken vom Konzept der Leitkultur. Radikale Vielfalt statt Integration fordert der 1987 in Berlin geborene Autor. mehr

Abbas Khider und Dotschy Reinhardt, Foto: Alexander Paul Englert
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Wenn nur die Umlaute nicht wären

Claudia Schülke beginnt ihren Beitrag in der Frankfurter Allgemeine Zeitung mit der Sonntagsmatinée: „Abbas Khider ist nach Haft und Folter 1996 aus dem Irak geflohen, seit 2000 lebt er in Deutschland, aber „ö“, „ä“ und „ü“ kann er noch immer nicht aussprechen. Dabei hat er in München und Potsdam Philosophie und deutsche Literaturwissenschaft studiert, einen Phonetikkursus absolviert und schreibt Romane auf Deutsch, wenn er aber ein Manuskript vorstellen soll, braucht er zumindest augenzwinkernd Hilfestellung.” mehr

Textland in der Evangelischen Akademie, Foto: Alexander Paul Englert
Die Welt

Uns bekommt hier niemand mehr weg

Alem Grabovac beginnt seinen Textland-Artikel in der Literarischen Welt: „Ich bin in Frankfurt. Am Römer, im Herzen der Stadt, vielleicht sogar im Herzen von Deutschland. Es ist ein sonniges Spätsommerwochenende. Im Rathaus wird geheiratet. Die Touristen flanieren durch die neue, rekonstruierte Altstadt, die wie eine Mischung aus nationalem Heile-Welt-Gebaue und Fachwerk-Disneyland aussieht … Ein Stadtführer spricht andächtig über den Krönungsweg deutscher Kaiser, ein Japaner möchte in einem Restaurant wissen, was hessischer Handkäs ist, und in der Evangelischen Akademie am Römerberg 9, deswegen bin ich in Frankfurt, diskutieren deutsche Schriftsteller mit Migrationsvorder-, -hinter oder -untergrund über das „Wir“ und die „anderen“ in der deutschsprachigen Literatur.”
mehr

Olga Martynova, Foto: Alexander Paul Englert
Textland-Thesen von Olga Martynova

Zehn Thesen für den alten Fritzen

„Eine Kulturkritik” seien die Thesen der Autorin Olga Martynova, so die Reaktion der Germanistin Claudia Schmölders auf Martynovas Beitrag. Nicht nur das Verhältnis der Literatur zur Germanistik wird in ihm kompromisslos in den Blick genommen, sondern auch die Rolle der Medien im Spannungsfeld zwischen Literatur und Leserinnen und Leser. Die Frankfurter Rundschau hat sie abgedruckt. mehr

Hadija Haruna-Oelker, Foto: Alexander Paul Englert
Textland-Reaktion auf Max Czollek von Hadija Haruna-Oelker

Es gibt keine deutsche Gesellschaft ohne uns

Im Thesenaustausch auf dem Textland-Festival hat die Politologin und Journalistin Hadija Haruna-Oelker auf die Thesen von Max Czollek reagiert. Ihre Antwort wurde in der Frankfurter Rundschau veröffentlicht: „Was ist deutsche Literatur? Max Czollek und Necati Öziri haben ihre Thesen zum Teil gemeinsam formuliert. Über die Antwort von Czollek habe ich mir Gedanken gemacht. Er geht einen Schritt zurück und fragt: Was ist deutsch? Eine Frage, die ich in meinem Leben auf unterschiedliche Weise wieder und wieder durchgekaut habe. Persönlich, biografisch und beruflich. mehr

Gerade erschienen:

Textland – Made in Germany
Herausgegeben von Riccarda Gleichauf
Mit Fotografien von Alexander Paul Englert
176 Seiten, Format 170 × 240, Broschur
ISBN 978-3-945400-59-3
Edition Faust, Frankfurt am Main 2018

Buch bestellen

Der Faust-Kultur-Newsletter

Jeden Donnerstag neu: Mit aktuellen Themen und Beiträgen zu Literatur, Kunst, Bühne, Musik, Film und Gesellschaft.

Der Faust-Kultur-Newsletter ist kostenlos. Jetzt anmelden!
Tragen Sie bitte hier Ihre E-Mail-Adresse ein.

erstellt am 25.9.2018

Die Textland-Bildgalerie von

Alexander Paul Englert:

Zur Textland Bildergalerie