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Die zweite Saison der Intendanz von Anselm Weber am Frankfurter Schauspiel hat gerade begonnen. Marion Tiedtke ist seit 2017 Chefdramaturgin am Schauspiel und leitet das Haus zugleich als Stellvertretende Intendantin mit. Zuvor hat sie an der Hochschule für Darstellende Kunst in Frankfurt die Schauspielausbildung geleitet. Zurzeit ruht diese Funktion. Vor dem Hintergrund der zurückliegenden Spielzeit und am Beginn der neuen Saison spricht Andrea Pollmeier mit Marion Tiedtke über die Ziele, die sie am Frankfurter Theater realisieren möchte.

Gespräch mit der Dramaturgin Marion Tiedtke

»Unterschiedliche Stile kommen zusammen«

Andrea Pollmeier: Am 28. September stehen von Aischylos Die Perser in der Regie von Ulrich Rasche auf dem Premierenplan dieser Saison. Die Inszenierung, bei der Sie die Dramaturgie übernommen haben, wurde bereits während der Salzburger Festspiele gezeigt und dort als Avantgarde gefeiert. Es geht um d a s erste Werk der Theatergeschichte. Auf dem Fuße folgt in Frankfurt einen Tag später eine Uraufführung, Jan Neumann wird sein brandneues, eigenes Stück hier in den Kammerspielen auf die Bühne bringen. Der zeitliche Bogen ist in dieser zweiten Spielzeit also maximal ausgespannt. Wie relevant ist die Zeit, der ein Stück entstammt?

Marion Tiedtke: Theaterstücke funktionieren nur dann, wenn sie im Hinblick auf die eigene Zeitgenossenschaft verhandelt werden. Wir sind kein Museum. Es geht also nicht um werkgetreues Darstellen von Stücken, sondern um eine aus der Zeit heraus erfolgende Rezeption. In der Inszenierung wird dies jedoch nicht auf eine vordergründige Weise gezeigt, also etwa durch den Einbau aktueller Zitate oder die Verwendung aktueller Kostüme. Es geht um den Gedanken dahinter, um Stringenz und Kohärenz in der Umsetzung, die den Nerv der eigenen Zeitgenossenschaft trifft.

In der ersten Spielzeit hatten wir das Wort WIR als Motto über unsere erste Spielzeit gestellt. Dabei sind wir hier im Haus nicht davon ausgegangen, dass es – wie rechtspopulistische Strömungen behaupten – eine festidentifizierte Identität für dieses WIR gibt. Im Gegenteil, in Frankfurt leben 178 Nationen, es werden hier 126 verschiedene Sprachen gesprochen, das WIR ist in dieser Stadt extrem komplex und es ist erstaunlich, wie friedlich dieses Neben- und Miteinander im Zusammenleben funktioniert. Das geht nicht automatisch. Wie alles zusammenspielt, muss immer wieder neu ausgehandelt werden. Die Offenheit des WIR gilt es zu ertragen, das ist Teil des demokratischen Prinzips.

Familie auf Zeit

Wie zeigt sich, wenn man sich das „Wir” zum Anspruch macht, dieses „Wir” im Inneren des Schauspiels selbst?

Theater ist für mich eine Art “Familie auf Zeit”. Man sitzt mit SchauspielerInnen und RegisseurInnen, sowie Bühnen – und KostümbildnerInnen zusammen und erarbeitet eine neue Inszenierung im Dialog. Niemand kann sich, wenn eine Aufführung gut wird, das vorher allein ausgedacht haben. Es ist eine Chimäre, die oftmals in Rezensionen weiter getragen wird, es gäbe einen Regisseur, der weiß, wie es geht. Das mag im Einzelfall mal so sein, aber die spannenderen und oftmals erfolgreicheren oder faszinierenderen Inszenierungen sind aus dem Ensemble heraus entstanden.

Das Prinzip des Dialogs bestimmt die Proben und auch die Arbeit im Haus insgesamt. Mir ist es wichtig, zu betonen, dass Theater kein total hierarchisch strukturierter Ort sein darf, in dem oben ein Alphatier sitzt, das sagt, wie es geht. Als Leitende bin ich vielmehr in erster Linie dafür verantwortlich, einen Raum zu schaffen, der den Anderen Kreativität ermöglicht.

Wie sind Sie beim Aufbau des neuen Ensembles vorgegangen, was haben Sie verändert?

Wir haben uns Regisseure und Regisseurinnen gesucht, die sehr unterschiedliche Spielweisen präsentieren. Ulrich Rasche zeigt beispielsweise in Die Perser eine choreographische und hochmusikalische Arbeit. So hat man dieses Stück noch nie gesehen. Luk Perceval wird in seiner Inszenierung von Mut und Gnade im Unterschied zum formalen chorischen Sprechen stärker performativ aus den individuellen Schauspielerpersönlichkeiten seine Inszenierung entwickeln. Diese Herangehensweise steht wiederum neben der psychologischen Art von Regisseur Roger Vontobel. Es kommen also ganz unterschiedliche Stile zusammen, und gerade das finde ich am Theater reizvoll. Man sieht, wie sich ein Schauspieler oder eine Schauspielerin in unterschiedlichsten Situationen präsentiert und den Zuschauern Möglichkeitsräume für das Menschsein überhaupt eröffnet.

Zeitgenossenschaft beleuchten

In der neuen Spielzeit haben Sie bei der Stückauswahl den zeitgenössischen Akzent verstärkt und weniger auf klassische Werke zurückgegriffen.

Klassiker sind meiner Meinung nach eine hervorragende Möglichkeit, ein Ensemble vorzustellen. Es gibt herausragende Rollen, die die Schauspieler ausfüllen und die zugleich beim Publikum Neugier wecken. Gegenüber Stücken, deren Titel und Autor man nicht kennt, ist man als Zuschauer eher vorsichtig und braucht bereits Vertrauen. Diese Basis und innere Bindung haben wir inzwischen hoffentlich aufgebaut. Die erste Spielzeit war also eine Einladung an das Publikum: Kommt, seht euch an, wie wir diese Klassiker lesen und sie auf die Bühne bringen. In der zweiten Spielzeit versuchen wir nun durch verschiedene, auch thematische Schwerpunkte, die eigene Zeitgenossenschaft stärker zu beleuchten.

Ich finde, dass wir das vielfältig mit unserem Spielplan versuchen. Wir müssen dann sehen, wie sich dies in den einzelnen Inszenierungen widerspiegeln wird. Der haarige Affe von Eugene O‘Neill ist zum Beispiel ein Stück der Stunde, das deutlich machen könnte, wie die Gesellschaft die ewigen Verlierer ausschließt. Das Stück sklaven leben, das mein Kollege und Autor Konstantin Küspert schreibt, analysiert die Konsequenzen unserer Globalisierung. Es fragt danach, was wir hier eigentlich verdrängen und in welchen Sprachblasen wir uns bewegen, damit wir nicht sehen müssen, auf wessen Kosten unser Wohlstand gründet.

David Grossmans Roman Eine Frau flieht vor einer Nachricht trägt wiederum auf eine andere und persönlichere Weise, als es einer Reportage möglich ist, den Nahostkonflikt an den Zuschauer heran. Dem gegenüber steht die Uraufführung des Buchs von Jean Raspail Das Heerlager der Heiligen. Das Buch ist sehr umstritten, weil es sich fast zum Lieblingsroman der Rechtsnationalen entwickelt hat. Der Regisseur Hermann Schmidt-Rahmer und ich haben es gerade aus diesem Grund ausgewählt. Als Theater müssen wir uns auch mit diesen Themen auseinandersetzen und untersuchen, was den Menschen daran heute so wichtig ist. Welche Perspektive wirft dieser Roman, der schon 1973 geschrieben wurde und Michel Houellebecq als Vorlage für seinen Roman Die Unterwerfung diente, auf unsere jetzige Gegenwart?

Der Autor Jan Neumann hat zum Leitthema der zweiten Spielzeit, Umbrüche _ Wie sind wir geworden, wer wir sind? , ein Stück entwickelt. Er fragt am Beispiel einer Frankfurter Wohnung, was in den letzten siebzig Jahren seit der Erlassung des Grundgesetzes passiert ist. Mit Herrmann Hesses Siddhartha werden die Fragen der Religion und Sinnsuche thematisiert.

Peer Gynt ist zwar ein altes Stück, der nordische Faust aus dem 19. Jahrhundert, der sein Glück ständig optimieren will, handelt jedoch wie wir alle heute. Das Gemeinwohl ist scheinbar gar nicht mehr so wichtig, jeder ist darauf bedacht, sich selbst zu verwirklichen und sein eigenes Glück zu finden. Das spiegelt sich in der Figur des Peer Gynt wunderbar wider.

The Nation ist auch hochmodern, denn es ist das erste große Stück, das als Theaterserie geschrieben wurde. Alle sechs Teile werden hier an zwei Tagen gezeigt.

“Scheitern muss drin sein!”

Es ist auffällig, dass Sie einige Pionierkonstellationen in den Spielplan dieser Saison eingebracht haben. Erstmals gibt es eine Zusammenarbeit mit Rimini-Protokoll. Die für Fernsehen und digitale Filmplattformen typischen Staffeln und Serienformate kommen auf die Bühne. Wird Theater so mehr gegenwärtig?

Man kann das vorher nicht so berechnen, im Theater hängt die Gesamtwirkung immer mit Konstellationen zusammen: Welche Schauspielerin oder welcher Schauspieler trifft auf welche Regisseurin oder welchen Regisseur und auf welches Stück. Als Dramaturgin denke ich das immer in der einen oder anderen Hinsicht. Ich entscheide mich also beispielsweise für einen Regisseur, von dem ich weiß, dass er eine Spielweise und Handschrift in das Haus bringt, die es vorher noch nicht gab, oder – wie Ulrich Rasche – schon einmal gab, er sich aber hier am Schauspiel weiter entwickeln kann, oder ich mache mich für neue Autorinnen und Autoren stark. Ein mir wichtiges Projekt ist zum Beispiel Stimmen einer Stadt. Über drei Jahre hinweg werden Autoren, die sich eigentlich mit Romanen oder Lyrik einen Namen gemacht haben, eingeladen, für das Theater ein Monodrama zu schreiben. Wenn Autoren auf diese Weise einen Einstieg in die Dramatik finden, ist das erfolgreiche Pionierarbeit. Teresa Präauer ist ein solches Beispiel. Sie war eine der drei AutorInnen, die in der ersten Staffel mitgewirkt haben. Wir haben ihr angeboten, mit ihrem ersten Theaterstück im Herbst 2019 bei uns die Kammerspiele zu eröffnen.

Zu den Pionierleistungen von Theater gehört es aber auch, den Nachwuchs zu fördern. Ich finde großartig, dass zum Beispiel Altine Emini, die die Schauspielausbildung an der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst absolviert hat, und Samuel Simon, ein hervorragender junger Schauspieler, der von der Ernst-Busch-Schule gekommen ist, jetzt hier im Ensemble die ersten Schritte machen. Ich finde beide Schauspieler großartig und auch das ist Pionierarbeit.

Auch bei dem Stück The Nation ist herausragend, dass wir hier in Frankfurt die deutschsprachige Erstaufführung machen können. Der Autor Eric de Vroedt ist Anselm Weber sehr verbunden. Wie sich das in der Konstellation mit David Bösch als Regisseur auflöst, wissen wir natürlich noch nicht, das ist immer das Spannende: Man macht ein Experiment und mischt verschiedene Dinge zusammen. Danach muss man als Theaterleitung den Mut haben, loszulassen. Man hat dann einfach das Vertrauen, dass diese Konstellation Erfolg hat, sie kann aber auch scheitern. Das Scheitern ist am Theater immer eine Möglichkeit. Ich glaube, dass man, wenn man diese Möglichkeit nicht einräumt und immer alles absichern will, nur konventionell und langweilig wird, Scheitern muss drin sein!

All Our Futures

Den Mut zum Risiko spürt man unter dieser neuen Intendanz deutlich. Viel Neues wird ausprobiert, inhaltlich wie methodisch bzw. formal. Es gibt Erstübersetzungen, Überschreibungen und neue Kooperationen. Ein wichtiger Akzent scheint mir auch in der Art zu bestehen, wie sie die Jugendarbeit innerhalb des Gesamtgeschehens positionieren. Im Schauspiel geben Sie dieser Generation deutlich mehr Gewicht. Was hat Sie dazu geführt?

Wir glauben, dass Theater ein starkes Medium ist, um Menschen aus unterschiedlichen Bereichen zusammenzuführen. Es gibt Parallelgesellschaften und sie existieren nicht nur aufgrund einer unterschiedlichen Herkunft. Es gibt auch soziale oder bildungsbezogene Parallelgesellschaften. Das Theater ist ein hervorragendes Medium, um diese Parallelitäten wieder zusammenzuführen. Das gilt vor allem für junge Menschen. Es ist wichtig, dass sie aus Parallelwelten heraustreten und offen in diese Gesellschaft hineinwachsen können.

Nach seinen Erfahrungen in Bochum wollte Anselm Weber darum auch hier unbedingt ein großes Bildungsprojekt starten. Wir haben das Projekt mit der Geschichte der Paulskirche in Verbindung gesetzt und daran erinnert, dass dort einst die Grundsteine unserer Verfassung und die Regeln unseres Zusammenlebens festgelegt worden sind. Wir fragen darum wieder neu danach, wie wir unsere „Zukünfte“ sehen und wie wir miteinander leben wollen. All Our Futures wurde das Motto des dreijährigen Jugendprojekts und ist eng an die gedankliche Arbeit und Konzeption des Spielplans angebunden. Mit Hilfe von Martina Droste wurden neun Schulen gefunden, die sich auf diese lange Zeit der nachhaltigen Zusammenarbeit eingelassen haben. Von den 170 Jugendlichen, die mitmachen, kommen 43% aus muslimischen Familien. Es sind alle Schulgattungen vertreten. In dieser 2. Spielzeit werden sich die Stadtteile, an denen diese Projekte stattfinden, gegenseitig besuchen und austauschen.

Wie passt ein eher konventionell ausgeführtes Familienstück – ich denke dabei an die Inszenierung von Tintenherz in der vergangenen Spielzeit – zu dieser klugen, zukunftsweisenden Idee des Jugendtheaters?

Ein Familienstück ist etwas anderes als Jugendarbeit. Es ist ein Event, das bestenfalls von der ganzen Familie oder von Schulklassen besucht wird. Die Jugendarbeit, die in All Our Futures enthalten ist, hat mehr mit Performance-Projekten zu tun. Es geht um die Auseinandersetzung mit der Lebenswelt der Jugendlichen, diese wird mit theatralen Mitteln auf der Bühne abgebildet. Das ist eine Art Alleinstellungsmerkmal des Jungen Schauspiels und es ist großartig, wenn das gelingt. Beim Familienstück wird hingegen ein Stoff inszeniert, und die Art, wie dies realisiert wird, liegt in der künstlerischen Verantwortung des Regisseurs, den wir als Theaterleitung einladen.

Strömungen der Stadt versammeln

Oliver Reese hat in der Zeit, in der er das Frankfurter Schauspiel geleitet hat, die Besucherzahlen des Theaters erheblich ausweiten können. Wie möchten Sie die Resonanz des Theaters entfalten?

Wir möchten in der Stadt noch andere Communities erreichen und haben darum angefangen, mehr und mehr englische Übertitel einzusetzen. So kann es vielleicht gelingen, beispielsweise auch die 2000 Mitarbeiter in der Europäischen Zentralbank anzusprechen. Genauso herausfordernd ist es aber, Bildungsschichten zu erreichen, die nicht ins Theater kommen, weil sie glauben, man brauche zum Verständnis eine gewisse Vorbildung. Wir müssen besser hinschauen, wie wir diejenigen, die jetzt 30/40/50 Jahre alt sind, erreichen können, denn in dieser Alterspanne sind die Menschen am meisten durch ihre eigene Lebenswelt ausgelastet.

Ungewöhnlich schnell hat sich nach dem Intendantenwechsel das Schauspiel mit wichtigen Institutionen der Stadt vernetzt. Vom Willy-Brandt-Platz aus führen virtuelle Brücken jetzt beispielsweise zum Mousonturm, zum Literaturhaus, zur HfMDK und zum Haus der Normativen Ordnungen, dem interdisziplinären Forschungsbereich der Goethe-Universität. Wie kam dies so schnell in Gang?

Anselm Weber und mir ist es ein Anliegen, Theater für die Stadt zu machen. Der Zuschauer soll wissen, dass hier auf unterhaltende und kontroverse Weise die zentralen Fragen der Zeit gestellt werden. In der Phase zuvor hatte Oliver Reese eine Art „branding“ gemacht, das Theater sollte für sich stehen und eine eigene Marke sein. Diesen Weg muss man nicht genauso weitergehen. Man kann auch sagen, dass das Theater etwas ist, was sich öffnet und im besten Sinn als Ort des Austausches die Strömungen der Stadt versammelt .

Das Gespräch führte Andrea Pollmeier

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erstellt am 17.9.2018

Marion Tiedtke, Foto: Alexander Paul Englert

Marion Tiedtke, in Köln geboren, studierte Philosophie, Germanistik und Geschichte in Freiburg und Berlin. Seit 2013 ist sie Mitglied der Akademie der Darstellenden Kunst. Ihre Theaterlaufbahn begann sie 1989 als Dramaturgieassistentin an der Schaubühne in Berlin. Von 2007 bis 2017 war sie als Ausbildungsdirektorin und Professorin für Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main tätig. Seit der Spielzeit 2017/18 ist sie Stellvertretende Intendantin und Chefdramaturgin am Schauspiel Frankfurt.

»Die Offenheit des WIR gilt es zu ertragen, das ist Teil des demokratischen Prinzips.«