Sabin: Meine Klassiker
Walt Whitmans »Grasblätter«

»Das Tagwerk der Sonne«

Walt Whitman verstand sich als homerischer Volksdichter, als Barde einer „athletischen Demokratie“, wie er es in seinem Zyklus „Grasblätter“ ausdrückte. Vielleicht auch deshalb erinnert sich das gebildete Amerika in diesem Jahr, da die US-Demokratie kriselt, mit besonderem Pathos an Whitmans 200. Geburtstag. Stefana Sabin fragt sich, ob er auch gelesen wird.

ARIOSTS RASENDER ROLAND

Von Frauen, Rittern und Schlachten

Seit dem mittelalterlichen altfranzösischen „Rolandslied“ verkörperte der Roland, der Paladin Karls des Großen, ritterliches Heldentum – mit dem italienischen Epos „Der rasende Roland“ von Ludovico Ariost wurde er zum ritterlichen Antihelden. Vor 500 Jahren erschien Ariosts Epos, in dem das Heldentum ironisiert und mit der mittelalterlichen Ritterliteratur endgültig gebrochen wird. Stefana Sabin erinnert an ein kanonisches Werk.

100. TODESTAG VON JACK LONDON

Der schreibende Abenteurer

Als Abenteurer und Schriftsteller hat Jack London (1876-1916) einen besonderen Platz in der amerikanischen Literaturgeschichte. In seinem kurzen, unsteten Leben hat er ein umfangreiches Werk aus Erzählungen, Romanen, Gedichten, Autobiographischem, Stücken, Essays geschaffen – und dabei den amerikanischen Wohlstandsmythos und die amerikanische Männlichkeitsfantasie bedient. Stefana Sabin spürt seinem Leben und Werk nach.

STÉPHANE MALLARMÉ UND DIE MODERNE LYRIK

Der befreite Vers

Zum Auftakt ihrer Reihe »Meine Klassiker«, die in loser Folge bei Faust-Kultur erscheinen wird, erinnert Stefana Sabin an Stéphane Mallarmé als den Übervater der modernen Lyrik, von dem der Satz stammt: „Le monde est fait pour aboutir à un beau livre“ – „Die Welt ist dazu da, um zu einem Buch zu werden.“

erstellt am 28.9.2016