Weltempfänger-Liste
Weltempfänger Nr. 26

Ayelet Gundar-Goshen »Löwen wecken«

Der neue Roman der jungen Israelin Ayelet Gundar-Goshen handelt von Etan, dessen vermeintlich wohlgeordnetes Leben plötzlich auf den Kopf gestellt wird. Der Autorin gelingt es hervorragend, eine spannende Geschichte mit ständig neuen unerwarteten Wendungen zu erzählen, meint Anita Djafari.

Weltempfänger 25

Vier Frauen und ein Haushalt

In letzter Zeit sind neue Stimmen der afrikanischen Literatur in deutscher Übersetzung hörbar geworden. Die Nigerianerin Lola Shoneyin hat es mit ihrem Debüt-Roman „Die geheimen Leben der Frauen des Baba Segi“ auf Platz 1 des neuen Weltempfängers geschafft. Shoneyin übt darin deutliche Kritik an der Polygamie, schafft es aber, eine Art Satire daraus zu machen, meint Anita Djafari.

Weltempfänger 23

Liebe in den Zeiten der Drogenkriege

Juan Gabriel Vásquez' neuer Roman „Das Geräusch der Dinge beim Fallen“ handelt von den gesellschaftlichen Verhältnissen in Kolumbien und davon, wie diese das Leben einer ganzen Generation nachhaltig prägen. Das Buch ist ein regelrechter „pageturner“, meint Anita Djafari.

Weltempfänger 22

Schweinezeiten in Haiti

Gary Victor ist unter den haitianischen Autoren in seiner Heimat der meistgelesene Schriftsteller. In seinen surreal anmutenden Werken spiegeln sich kenntnisreich die schwierigen sozialen Realitäten der Inselrepublik. Anita Djafari stellt seinen Kriminalroman Schweinezeiten vor.

Weltempfänger 21

Die Autobiografie meiner Mutter

In einer Sprache, die auch zwanzig Jahre nach der Erstpublikation des Romans „Die Autobiographie meiner Mutter“ nichts an Kraft verloren hat, beschreibt die karibische Autorin Jamaica Kincaid Mechanismen weiblicher Unterdrückung. Zurecht, so Anita Djafari, hat der Unionsverlag dieses Werk jetzt neu aufgelegt.

Weltempfänger 20

Francisco Goldman »Sag ihren Namen«

Von Trauer und Schuld handelt Francisco Goldmans Roman Sag ihren Namen, der nun in deutscher Übersetzung erschienen ist. Klug komponiert und gut geschrieben, lässt uns dieses Buch an der Verarbeitung einer persönlichen Tragödie teilhaben.

Weltempfänger 18

Hiromi Kawakami »Bis nächstes Jahr im Frühling«

Anita Djafari empfiehlt die Lektüre dieses stellenweise poetischen Romans, der in einer glasklaren Sprache, in wunderbarer Übersetzung, nicht nur die Sprachlosigkeit, sondern die ganz großen Fragen menschlichen Zusammenlebens auf unaufgeregte Weise thematisiert.

Weltempfänger 17

Tomás González, »Das spröde Licht«

Das hört sich pathetisch an oder vielleicht sogar kitschig, aber das Gegenteil ist der Fall. Weil der Autor es schafft, bei aller Komplexität dieses Themas auch Zuversicht, Hoffnung und Wärme zu vermitteln und dabei so konzis zu sein, dass es einem den Atem verschlägt.

Weltempfänger 16

Aminatta Forna: »Ein Lied aus der Vergangenheit«

Aminatta Forna erzählt eine Geschichte, die man so schnell nicht vergisst. Adrian, ein englischer Psychologe, der zu Hause Frau und Kind hat, geht aus einem gewissen Überdruss heraus nach Afrika, nach Sierra Leone; in einem Krankenhaus will er den vom Bürgerkrieg traumatisierten Menschen helfen.

Weltempfänger 15

Chimamanda Ngozi Adichie: »Heimsuchungen«

Chimamanda Ngozi Adichie steht gleich hinter dem Altmeister und „Vater“ der modernen afrikanischen Literatur Chinua Achebe mit seinem Klassiker „Alles zerfällt“. Dieser bescheinigt seiner jungen Kollegin auch ein großes erzählerisches Talent.

Weltempfänger 14

Mohammed Hanif: »Alice Bhattis Himmelfahrt«

Die Figuren aus der Unterschicht dienen dem Autor nicht nur als Folie für die Beschreibung der gesellschaftlichen Zustände, wir sind mit dem Autor mitten in dieser pakistanischen Welt und können nachvollziehen, dass es Mohammed Hanif wieder in sein Heimatland zurückgezogen hat.

Weltempfänger 13

José María Arguedas: »Die tiefen Flüsse«

Diesmal ist – für mich so überraschend wie erfreulich – die Neuauflage eines sehr alten Titels die Nummer 1 geworden: „Die tiefen Flüsse“ des Peruaners José Maria Arguedas.

Weltempfänger 12

Ngugi wa Thiong’o: »Herr der Krähen«

Keine Angst vor knapp 1000 Seiten, es handelt sich um durchweg vergnügliche Lektüre. Der Roman „Herr der Krähen“ ist eine köstliche Satire, eine epische Burleske, es ist das „Opus magnum“ des kenianischen Autors Ngugi wa Thiong’o, der zu den bedeutendsten afrikanischen Autoren zählt.

erstellt am 07.9.2014