Oper
Oper: Der Gesang der Zauberinsel in Salzburg

Ungehörte Seufzer, gehört.

Kürzlich erlebte der Komponist Marius Felix Lange die Uraufführung seiner neuen „Oper für Kinder“ bei den Salzburger Festspielen 2019. „Der Gesang der Zauberinsel oder: wie der Rasende Roland wieder zu Verstand kam“ heißt sein auf der Folie Ariosts' geschriebenes Stück. Es geht weit über das hinaus, was gemeinhin als Kinderoper gilt, meint Alban Nikolai Herbst.

Norma in Zürich und Frankfurt

Vorchristliches Liebesdreieck

Sie geho?rt zum Repertoire aller europa?ischen Opernha?user: In Frankfurt und Zu?rich wird zum Saisonende Vincenzo Bellinis „Norma“ in den Inszenierungen von Christof Loy und Robert Wilson wieder aufgeführt. Stefana Sabin hat die geradezu gegensätzlichen Inszenierungen gesehen.

Oceane an der Deutschen Oper Berlin

… daß alle Natur zu klagen begönne

Die Okeaniden sind Töchter des Okeanos, also Meernymphen, die der Naturreligion und der Literatur angehören. Einer romantischen Idee zufolge möchten diese verführerischen Frauen aus der Literatur über die Liebe ins Leben kommen und Männer, umgekehrt, vom Leben ins nasse Grab ziehen. Alban Nikolai Herbst hat nun in Detlef Glanerts Oper „Oceane“ weitere Umkehrungen ausgemacht.

Salome an der Wiener Staatsoper

Der bittre Geschmack der Ekstase

Die Oper „Salome“ von Richard Strauss erscheint nach dem ersten Eindruck psychologisch so widersprüchlich, dass ein Regisseur zunächst Plausibilität zu inszenieren hätte. Alban Nikolai Herbst, der wegen der Sopranistin Gun-Brit Barkmin gekommen war, sah in der Wiener Staatsoper, über dem Orchestergraben sitzend, genau hin.

Oper: Premieren in Lyon

Russische Wirtin und karthagische Königin

Die Opéra de Lyon veranstaltet einmal im Jahr ein kurzes Festival. Diesmal stand es unter dem Motto „Leben und Schicksale“. Thomas Rothschild hat sich die Premieren von Tschaikowskis „Zauberin“ und „Dido und Aeneas, remembered“ nach Purcell angesehen.

Smetanas Dalibor in Frankfurt

Ohne Witz und Wirkung

Mit ihrer Inszenierung von Smetanas Oper „Dalibor“ hat Florentine Klepper wie selten Missmut und Ärger erzeugt. Stefana Sabin war bei der Premiere in Frankfurt dabei.

Kunqu-Oper

Die vier Träume aus Linchuan in Berlin

Es ist durchaus nicht selbstverständlich, „Die vier Träume aus Linchuan“ des Shakespeare-Zeitgenossen Tang Xianzu, aufgeführt von der Shanghai Kunqu Opera, angeboten zu bekommen, und zwar Anfang Dezember 2018 in Berlin. Bernd Leukert hat sich die Opern angesehen.

I puritani in Frankfurt

Im Dunkel

Die Oper Frankfurt zeigt „I puritani“, die im englischen Bürgerkrieg zwischen Puritanern und Katholiken spielende, letzte Oper von Vincenzo Bellini. Während Sänger, Orchester und Chor vom Premierenpublikum mit viel Applaus bedacht wurden, erntete das Regie-Team laute Buhrufe – zu Recht, wie Stefana Sabin meint.

Lohengrin in Stuttgart

Rumpelstilzchen als Held

Mit Richard Wagners Oper „Lohengrin“ stellt sich der neue Stuttgarter Generalmusikdirektor Cornelius Meister vor. Orchester und Chor sorgen für musikalischen Genuss, während der ungarische Regisseur Árpád Schilling beim Schlussapplaus auch Buhs erntet. Thomas Rothschild hat die „Lohengrin“-Premiere an der Staatsoper Stuttgart besucht.

Premiere in Frankfurt

Oper: Tri sestry in Frankfurt

20 Jahre nach der Uraufführung von „Tri sestry“ in Lyon zeigt die Oper Frankfurt das zum modernen Klassiker avancierte Werk von Peter Eötvös erstmals wieder in der Urfassung. Regisseurin Dorothea Kirschbaum schlägt einen Katalog auf, der jeden der Protagonisten von seiner eigenen, neuen Lebens-Einrichtung träumen lässt. Alles andere als langweilig, meint Andrea Richter.

Oper in drei Akten

Saint Francois d’Assise in Darmstadt

Am Staatstheater Darmstadt beginnt die neue Saison mit einer Inszenierung der Oper „Saint François d’Assise“ von Olivier Messiaen. Es ist ein Kraftakt, den Orchestermusiker und Sänger, vor allem der Bariton Georg Festl in der Titelpartie zum grandiosen Erfolg verwandeln, meint Stefana Sabin.

Erdbeben. Träume in Stuttgart

Der Schoß ist fruchtbar noch

Zum Abschluss von sieben Jahren erfolgreicher Arbeit an der Oper Stuttgart zeigen Jossi Wieler und Sergio Morabito anspruchsvolles Musiktheater. Mit Toshio Hosokawas Oper „Erdbeben. Träume“ setzen sie ein Zeichen für Menschlichkeit und eine offene Gesellschaft, meint Walter H. Krämer.

Bellinis »Norma« in der Regie von Christof Loy

Zerrissen zwischen Liebe und Verrat

Mit der jüngsten Premiere in der Frankfurter Oper ist „Norma“ aus der Ferne vergangener Keltenmystik in der Neuzeit gelandet und verständlich geworden. Christof Loy hat Vincenzo Bellinis letztes Meisterwerk zu einem politisch wie emotional extremen Stück gemacht. Warum es neben dem verdienten Jubel auch Buhrufe für die Inszenierung gab, ist Andrea Richter schleierhaft.

Werther-Oper und Schweizer Theatertreffen in Zürich

Charlotte durch die rosa Brille

Beim 5. Schweizer Theatertreffen konnten nur Karin Henkels „Beute Frauen Krieg“ und „Grimmige Märchen“ von Herbert Fritsch überzeugen. Da kann man gleich ins Zürcher Operhaus gehen: Dort sah Thomas Rothschild Tatjana Gürbacas kluge, aber keineswegs revolutionäre Inszenierung von Jules Massenets „Werther“.

Operette über Geld und Liebe an der Oper Frankfurt

Ein zwiespältiges Happy End

Franz Lehárs Operette „Die lustige Witwe“ war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Riesenerfolg. Manche Arie ist zum Schlager, manche Zeile aus dem Libretto ist zum geflügelten Wort geworden, so die Lebensweisheit des Grafen Danilo: „Verlieb' dich oft, verlob' dich selten, heirate nie!“ Nun wird Lehárs Operette an der Oper Frankfurt auf ihre Wirkung im 21. Jahrhundert getestet. Stefana Sabin sah die Premiere der neuen Inszenierung.

Henry Purcells King Arthur an der Staatsoper Unter den Linden

Merlin im Versehrtenheim

Ist es möglich, die Schaubühne als eine moralische Anstalt zu betrachten, ohne sie als eine didaktische zu missbrauchen? Jede Neuinszenierung alter Theaterstücke stellt diese Frage. Wenn dem Publikum die Übertragungsleistung nicht zuzutrauen ist, lautet die Antwort Nein. Alban Nikolai Herbst hat an der Berliner Staatsoper Unter den Linden kritisch Henry Purcells „King Arthur“ gesehen.

Der Gefangene / Das Gehege in Stuttgart

Eine Welt hinter Gittern

In Stuttgart werden die Kurzopern „Der Gefangene“ von Luigi Dallapiccola und „Das Gehege“ von Wolfgang Rihm zu einem zweistündigen Abend zusammengefasst, an dem Andrea Breth Regie führt. Die Junge Oper zeigt das dystopische Stück „Krieg. Stell dir vor, er wäre hier“ von Marius Felix Lange. Thomas Rothschild hat beide Inszenierungen besucht.

Falstaff an der Staatsoper Unter den Linden

Fassbinders Falstaffs böser Triumph

Die commedia lirica „Falstaff“ war Giuseppe Verdis letztes Bühnenwerk, das er nur komponieren wollte, um sich zu vergnügen und die Zeit zu vertreiben. Der Librettist Arrigo Boito hatte den Stoff aus Shakespeares’ „Lustigen Weibern von Windsor“ und Fragmenten aus „Heinrich IV“ zusammengefügt. Alban Nikolai Herbst hat Mario Martones Inszenierung an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin unter dem Dirigat von Daniel Barenboim gesehen.

Don Pasquale und Die fantastischen Fünf

Spott und Verehrung

Jossi Wieler und Sergio Morabito holen die Oper „Don Pasquale“ aus der Welt der Commedia dell‘arte in unsere Gegenwart: Mehr noch als die Regie kann das hohe musikalische Niveau begeistern. Die Spannung zwischen Solotänzern und Ensemble prägt den Ballettabend „Die fantastischen Fünf“. Thomas Rothschild hat beide Stuttgarter Premieren besucht.

L`Africaine – Vasco da Gama

Von Irdischen und Außerirdischen

Niemand weiß, ob es Außerirdische gibt, und falls ja, wie sie singen. Wer sich „L` Africaine – Vasco da Gama“ von Giacomo Meyerbeer in der Frankfurter Oper ansieht, bekommt eine Gewissheit: Sie singen wunderbar. So gut wie die Irdischen. Das beweisen sie in einer ungewöhnlichen und grandiosen Inszenierung von Tobias Kratzer, meint Andrea Richter.

FRANZ SCHREKERS OPER »DIE GEZEICHNETEN«

Ach, Kinder zu begehren!

Franz Schrekers durch Symbolismus und Psychoanalyse inspirierte Oper „Die Gezeichneten“ spielt im Genua der Renaissance-Zeit und wurde 1918 in Frankfurt uraufgeführt. Der als „Skandalregisseur“ geltende Calixto Bieito hat „Die Gezeichneten“ an der Komischen Oper Berlin inszeniert. Alban Nikolai Herbst hat sich das Lehrstück angesehen.

Capriccio in Frankfurt

Verliebte Feinde

„Eine Oper ist ein absurdes Ding“, heißt es in „Capriccio“. Für das letzte Bühnenwerk von Richard Strauss trifft das in fast jeder Hinsicht zu. Es fällt aus dem herkömmlichen Genre-Rahmen, ist komplex und federleicht in einem. In Frankfurt hatte Strauss` Musiktheater-Testament in der Regie von Brigitte Fassbaender Premiere. Andrea Richter ist sehr angetan.

Opern von Massenet und Hubay in Wiesbaden und Bern

Schöne Gefallene

Die tragischen Frauenfiguren in der Oper, an die Hans-Klaus Jungheinrich bei den Komponisten Jules Massenet und Jenö Hubay denkt, sind schön und gefallen als Gefallene. Jungheinrich hat sich die Inszenierungen von „Manon“ in Wiesbaden und „Anna Karenina“ in Bern angesehen.

Medea in Stuttgart und Maskenball in Venedig

Nicht immer einleuchtend

An der Stuttgarter Oper hat Peter Konwitschny Luigi Cherubinis „Medea“ inszeniert. Dort stand ihm ein sängerisch hervorragendes Ensemble zur Verfügung. Am Teatro La Fenice in Venedig hat sich Gianmaria Aliverta mit Verdis „Maskenball“ am Regietheater versucht. Thomas Rothschild hat beide Aufführungen gesehen.

Oper „Der Mieter" in Frankfurt

Psychothriller in Musik

So spannend wie in „Der Mieter“ geht es auf Opernbühnen nur selten zu. Das, was man in der Oper Frankfurt erlebt, ist ein Gesamtkunstwerk vom Feinsten: Musik, Text, Regie und Bühnenbild aus einem selten gelungenen Guss. „Der Mieter“ wird sich langfristig auf den Bühnen halten, auch wenn er schwere Kost ist. Davon ist Andrea Richter überzeugt.

Hänsel und Gretel in Stuttgart und Tanz in Wien

Das Fertige und das Fragment

Das Stück „Rosas danst Rosas“, das Anne Teresa De Keersmaeker 1983 entwarf, ist heute ebenso aufregend, wie es zur Zeit seiner Entstehung war. Die Wiederaufnahme ist im Wiener Odeon zu sehen. Die Stuttgarter Oper zeigt Kirill Serebrennikovs unvollendete Inszenierung von „Hänsel und Gretel“. Thomas Rothschild hat beide Aufführungen besucht.

Benjamin Britten: Peter Grimes

Der Außenseiter

Seit Henry Purcells Tod 1695 hatte kein Engländer ein nennenswertes Opernwerk komponiert. Erst 250 Jahre später sollte sich das mit der Uraufführung von Benjamin Brittens „Peter Grimes“ ändern. Diese Oper verhalf dem Komponisten schlagartig zu Weltruhm und hatte nun Premiere in Frankfurt. Zeitlos realistisch inszeniert von Keith Warner und ergreifend musiziert unter der Leitung von Generalmusikdirektor Sebastian Weigle – ein Muss für jeden Opernfreund, meint Andrea Richter.

Händels Rinaldo in Frankfurt

Liebe auf der leeren Bühne

Als Deutschlanddebut inszeniert der amerikanische Regisseur Ted Huffman Händels »Rinaldo« in der Dépendance der Oper Frankfurt im Bockenheimer Depot und beschert dem gebeutelten Publikum einen wunderbaren Musikabend, findet Stefana Sabin.

Il Trovatore in Frankfurt

In Turnschuhen sterben

Mit Giuseppe Verdis „Troubadour“ startet die Oper Frankfurt in die neue Saison. Regisseur David Bösch verlegte das Melodram über Grausamkeit und Rache vom 15. Jahrhundert in eine undefinierte moderne Kriegszone. Die geschmeidige Italinità des Dirigenten und die Brillanz der Sänger trösten über die unschlüssige Inszenierung hinweg, meint Stefana Sabin.

Franz Schreker: Die Gezeichneten

Die Schöne und der Bucklige

Die Werke von Franz Schreker wurden nach 1933 als „entartet“ diffamiert und gerieten fast in Vergessenheit. Erst in den 1970er Jahren wurde der österreichische Komponist wiederentdeckt. Die Bayerische Staatsoper zeigt nun eine Neuinszenierung von Schrekers Oper „Die Gezeichneten“, die Thomas Rothschild als mustergültig empfindet.

Oper Benjamin

Josef und seine Brüder

Der Schweizer Gion Antoni Derungs hat zu einem mehrsprachigen Libretto von Giovanni Netzer „Benjamin“, eine Version der alttestamentarischen Geschichte von Josef und seinen Brüdern, als A-cappella-Oper komponiert. Neco Çelik hat sie nun in Stuttgart in Szene gesetzt. Die Inszenierung ist ein Volltreffer, meint Thomas Rothschild.

Mozart im Bockenheimer Depot

Opernfiktion und Straßenwirklichkeit

Im Bockenheimer Depot zeigt die Oper Frankfurt „Betulia liberata – Eine Kirchenbegehung“ – eine unterhaltsame Inszenierung des Oratoriums, das Wolfgang Amadeus Mozart als Fünfzehnjähriger komponiert hat. Die Musiker des Opernorchesters, der Sopran Karen Vuong und der Mezzosopran Ezgi Kutlu verleihen der Aufführung große musikalische Intensität, berichtet Stefana Sabin.

Pique Dame in Stuttgart

Ein Bühnenereignis

Als letzte Neuproduktion der Spielzeit 2016/17 feierte Peter Tschaikowskis Oper „Pique Dame“ nach Alexander Puschkins Erzählung in Stuttgart Premiere. Jossi Wieler und Sergio Morabito haben den Stoff in die Gegenwart verlegt. Anna Viebrock hat eins ihrer charakteristischen Bühnenbilder entworfen. Mit dieser Produktion könnte sich jede führende Bühne der Welt schmücken, meint Thomas Rothschild.

Jeanne d`Arc au bucher in Frankfurt

Die Zerrissenheit der Welt

In Arthur Honeggers und Paul Claudels Werk „Jeanne d`Arc au bucher“ stehen Wort und Musik, chorische Massenszenen sowie Soli von Schauspielern und Sängern absolut gleichberechtigt neben- und beieinander, um Klangkunst zu formen. Wer dieses Gesamtkunstwerk in der Oper Frankfurt verpasst, verpasst wirklich etwas, meint Andrea Richter.

La damnation de Faust in Berlin

Ein Höllenzauber

Hector Berlioz' 1846 uraufgeführtes Werk „La damnation de Faust“ gilt als eine der eigenwilligsten Faust-Adaptionen. Terry Gilliams radikale Inszenierung, die 2011 für die English National Opera entstand, wurde nun an der Berliner Staatsoper aufgeführt. Man darf diese Inszenierung nicht verpassen, rät Alban Nikolai Herbst.

La Traviata in Venedig

Es regnet Geldscheine

Das veneziansiche Teatro La Fenice hat die Inszenierung der Verdi-Oper „La Traviata“ von Robert Carsen aus dem Jahr 2004 wiederaufgenommen. So stimmig, so am rechten Ort ist einem das herzergreifende Melodram, sind einem die vertrauten Melodien noch nie erschienen, meint Thomas Rothschild.

Benjamin Britten: Der Tod in Venedig

Apollo oder Dionysos

Musik, die keine Tanzmusik ist, zu vertanzen, ist heikel, besonders, wenn es sich um Opernmusik handelt, die sich durch das gesungene Wort ausweist. Wenn aber der Intendant Jossi Wieler den jungen Choreografen Demis Volpi mit der Inszenierung von Benjamin Brittens letzter Oper „Der Tod in Venedig“ betraut, kann sie auch, wie Thomas Rothschild berichtet, beglückend glücken.

Opernfestival in Lyon

Die Zeit ändert viel

Die Opéra de Lyon hat sich dieses Jahr dazu entschlossen, innerhalb ihres alljährlichen Festivals drei legendäre Inszenierungen deutscher Regisseure zu rekonstruieren: „Krönung der Poppea“ 1999 in Aix-en-Provence durch Klaus Michael Grüber, „Elektra“ 1986 in Dresden durch Ruth Berghaus und „Tristan und Isolde“ 1993 in Bayreuth durch Heiner Müller. Thomas Rothschild hat sich die Rekonstruktionen in Lyon angesehen.

Rigoletto in Frankfurt

Lauter dunkle Gestalten

Als düsteres Melodram, in dem es keine Helden und keine Gewinner gibt, hat Hendrik Müller Verdis Oper „Rigoletto“ in Frankfurt inszeniert. Auch wer sich über manche Regieeinfälle wundert, kann sich über einen herausragenden Musikabend freuen, meint Stefana Sabin.

Ariodante in Stuttgart

Die ganze Welt ist Bühne

Die Handlung der 1735 entstandenen Händel-Oper „Ariodante“ beruht auf einer Episode aus Ariosts „Rasendem Roland“. In Stuttgart machen Jossi Wieler und Sergio Morabito aus der Geschichte über ein Rollenspiel eine Reflexion über die Schauspielkunst. In den Premierenapplaus mischten sich diesmal auch Buhrufe, berichtet Thomas Rothschild.

Les Troyens in Frankfurt

Krieg, Flucht und die Vision vom Neuanfang

Die fünfaktige Oper „Les Troyens“ von Hector Berlioz fordert die Musiker und Zuschauer aufs Äußerste. Kürzlich hatte sie Premiere an der Oper Frankfurt. Man kann angesichts des megalomanen Unterfangens verzweifeln und aufgeben oder sich mit Haut und Haaren hingeben und einen unvergesslichen Klang- und Bildrausch erleben, in dem man noch lange gefangen bleibt. Zu Letzterem rät Andrea Richter.

La Juive in Straßburg

Oper mit Sprengkraft

Fromental Halévys „La Juive“ in der Regie von Peter Konwitschny ist an der Straßburger Opéra national du Rhin angelangt. Zuvor war die Oper in Gent und Mannheim zu sehen. Konwitschny inszeniert „La Juive“ nicht als Kostümspektakel, sondern als soziale Struktur, als Folge von Oppositionen, berichtet Thomas Rothschild.

Armin Petras in der Opernwelt

Es hätte schlimmer kommen können

Armin Petras hat in Stuttgart Jacques Offenbachs Operette „Orpheus in der Unterwelt“ in deutscher Sprache inszeniert. Petras outete sich dabei als eher konventioneller Regisseur. Er hielt sich ziemlich eng an das Libretto, berichtet Thomas Rothschild.

Schostakowitsch und Pasolini in München

Grausamkeiten aus zwei Jahrhunderten

Die Bayerische Staatsoper zeigt Dmitrij Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“. Die Regie führt Harry Kupfer. In der Titelrolle brilliert Anja Kampe. Der Generalmusikdirektor der Staatsoper Kirill Petrenko bewegt sich bei Schostakowitsch in seinem Element. Zudem berichtet Thomas Rothschild über eine Inszenierung von Pier Paolo Pasolinis „Schweinestall“ im Münchener Residenztheater.

Eugen Onegin in Frankfurt

Wir werden gehen, uns küssen, altern

Kein Baum, keine Wiese, keine Naturidylle. Nichts von alledem, was man von einer Eugen-Onegin-Inszenierung erwartet, bekommt man in der Neuproduktion der Oper Frankfurt zu sehen. Dafür Bilder Post-Sowjet-Russlands zwischen Tradition und Aufbruch. Verstörte Menschen in einer Phase des Umbruchs, plastisch dargestellt und ergreifend musiziert. Eine äußerst gelungene Ensemblearbeit, meint Andrea Richter.

Oper: Faust in Stuttgart

Castorfs Faust

In Stuttgart inszeniert Frank Castorf die von Charles Gounod 1859 komponierte Faust-Oper. Doktor Faust und das Gretchen werden darin zu glaubwürdigen Bewohnern von Paris, das Castorfs Bühnenbildner Aleksandar Deni? gebaut hat. Der lang anhaltende Premierenapplaus galt dem Ensemble und auch dem Regisseur, berichtet Thomas Rothschild.

Ein Gespräch mit Elsa von Brabant

Lohengrins Affären

Von den Dionysischen Dithyramben bis zum Klugeschen Kraftwerk der Gefühle ist es ein kleiner Schritt, aber ein langer Weg. Die Oper hat ihn beharrlich mit ihren Leidenschaften und emotionalen Katastrophen zurückgelegt und fasziniert bis heute. Denn der Gesang in den Opern wirkt unmittelbar aufs Gemüt und schafft ganz persönliche Beziehungen: Andrea Richter im Gespräch mit Elsa – von Frau zu Frau.

Friedrich von Flotow: Martha

Her die Bauernmieder!

Noch in den 1960er Jahren war „Martha oder Der Markt zu Richmond“ von Friedrich von Flotow eine beliebte Oper auf den deutschen Bühnen, dann wurde sie eingemottet. Nun wird eine neue „Martha“-Inszenierung an der Oper Frankfurt vom Generalmusikdirektor Sebastian Weigle dirigiert. Das Orchester und vor allem die Sänger sorgten für einen geradezu fulminanten Premierenabend, berichtet Stefana Sabin.

»PAUL BUNYAN« IN FRANKFURT

Brittens amerikanische Operette

Die letzte Zusammenarbeit zwischen Benjamin Britten und W.H. Auden war eine Operette um die Märchenfigur Paul Bunyan. Erzählt wird in ironischer Brechung von der Besiedlung der amerikanischen Wildnis, vom Leben in einer Holzfällersiedlung. Brigitte Fassbaender hat „Paul Bunyan“ an der Oper Frankfurt inszeniert. Stefana Sabin findet die Inszenierung rundum gelungen.

Der Sandmann in Frankfurt

Clara, Clarissa, Clarissima

Mit „Der Sandmann“ von Andrea Lorenzo Scartazzini eröffnete die Oper Frankfurt den Premierenreigen der Spielzeit 2016/17. Die Oper nach Motiven der gleichnamigen Erzählung von E.T.A. Hoffmann erlebt in Deutschland ihre Erstaufführung. Uraufgeführt wurde sie 2012 in Basel. „Der Sandmann“ ist unbedingt sehenswert, meint Andrea Richter.

ZWEI TSCHECHISCHE OPERN AUF CDS

Fern von Hain und Flur

Das 19. Jahrhundert ist voller Kuriositäten. Eine davon ist die Erfindung des Nationalstaates in Europa, die die Erfindung ethnischer Kunstmusik zur Folge hatte. Am Beispiel der böhmischen/tschechischen Musik von Smetana, Dvorzak, Martinu, Srnka und Fibich, die jetzt auf CD erschien, zeigt Hans-Klaus Jungheinrich, wie kurzlebig diese Idee war.

Pierrot Lunaire und Anna Toll in Frankfurt

Atonal, Anatol, Anna Toll

Arnold Schönbergs atonale Komposition „Pierrot lunaire“ auf die Gedichte des belgischen Dichters Albert Giraud wurde 1912 in Berlin uraufgeführt. Der 1983 in Moskau geborene Komponist Michael Langemann versetzt Arthur Schnitzlers Einakter „Anatol“ in unsere Zeit – aus Anatol wird Anna Toll. Beide Werke wurden nun in Frankfurt inszeniert. Andrea Richter berichtet.

Eine sommerliche Opernreise in die Schweiz

Überformate und charmante Petitessen

Die Schweiz hat nicht nur Berge, Almen, Käse und Schokolade zu bieten, sondern auch sehr Artifizielles wie moderne Malerei, Poesie und offensichtlich eine qualitätsbewusste Opernkultur. Hans-Klaus Jungheinrich hat die Grand Tour durch die Opernhäuser mit großem Gewinn unternommen.

Wozzeck in Frankfurt

»Das stöhnt, als stürbe ein Mensch.«

Die Premiere markierte das Halbfinale der Saison an der Oper Frankfurt: Alban Bergs Oper „Wozzeck“ in einer Inszenierung von Christof Loy mit Sebastian Weigle am Dirigentenpult und mit Audun Iversen in der Hauptrolle. Weigle ließ sein Orchester zu Höchstform aufspielen, und Iversen gab einen schauspielerisch und musikalisch beeindruckenden Wozzeck, berichtet Stefana Sabin.

Carmen in Frankfurt

Auf der Treppe

Seit dem Riesenflop von 1992 hat es an der Oper Frankfurt keine Carmen-Inszenierung mehr gegeben. Nun verantworten der Regisseur Barrie Kosky und der Dirigent Constantin Cardys eine neue Inszenierung. In der gelungenen Mischung aus Irritation und Konvention verspricht sie ein Erfolg zu werden, meint Stefana Sabin.

Oper: Reigen von Philippe Boesmans

Es muss nicht Aida sein

In Stuttgart hat Nicola Hümpel die Oper „Reigen“ des Belgiers Philippe Boesmans inszeniert. Das Libretto stammt von Luc Bondy. Er hält sich sehr eng an das skandalumwitterte Stück von Arthur Schnitzler. Am Premierenabend gab es anhaltenden Beifall für das gesamte Ensemble und den angereisten, demnächst achtzigjährigen Boesmans, berichtet Thomas Rothschild.

Hoffmanns Erzählungen

Eine Liebesheirat

In Stuttgart hat Christoph Marthaler „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach inszeniert. Dabei holt er sich Anregungen bei den Surrealisten und verweist auf Verwandtschaften zwischen diesen und dem Romantiker Hoffmann. Musikalisch ist der Abend ein uneingeschränktes Vergnügen. Nicht zuletzt deshalb lohnt sich Reise an den Neckar, meint Thomas Rothschild.

Verdis Stiffelio in Frankfurt

Gnade vor Rache

In den letzten Jahren wurde die wenig bekannte Verdi-Oper „Stiffelio“ wiederentdeckt. Nun wird sie in Frankfurt in einer Inszenierung des australischen Regisseurs Benedict Andrews aufgeführt. Der Premierenbeifall galt entschieden mehr den Sängern als der Inszenierung, berichtet Stefana Sabin.

Don Carlo in Frankfurt

Don Carlo oder der katholische Daisch

Die Oper Frankfurt zeigt Verdis Don Carlo. Auch ohne explizite Verweise werden dort Parallelen zwischen der Gegenwart des fundamentalistischen Islams und der europäischen Geschichte sichtbar. Die Stärke der Frankfurter Inszenierung liegt darin, Tyrannen nicht als Monster, sondern als Menschen zu zeigen, meint Alban Nikolai Herbst.

Salome in Stuttgart

Jochanaan in Guantanamo

Die „Salome“-Inszenierung von Kirill Serebrennikov an der Stuttgarter Oper kleidet die psychologische Handlung in eine politisch aktuelle Gestalt. Mit seiner Interpretation gelingt es Serebrennikov, Gewalt als ein komplexes Phänomen zu zeigen, ohne Oscar Wilde oder Richard Strauss zu beschädigen, meint Thomas Rothschild.

Oper

Der Fluch des Alten

Meist wird Verdis „Rigoletto“ als sentimentaler Reißer inszeniert, der Kolportage näher als hoher Literatur. Jossi Wieler und Sergio Morabito haben an der Oper Stuttgart mit minutiöser Präzision den ernsthaften Kern dieses Musiktheaterstücks herausgearbeitet, berichtet Thomas Rothschild.

Arena von Verona

Schön wie der Warschauer Kulturpalast

Die große Geste, die hochgereckten Arme, die statuarische Positionierung an der Rampe, die starren Tableaus, bei modernen Regisseuren verpönt – in der Arena von Verona findet man sie noch. Einer solchen Behauptung der Eigenständigkeit der Oper gegen den Wirklichkeitsfimmel kann man etwas abgewinnen, meint Thomas Rothschild.

Ballett und Oper

So tun sie es in Stuttgart und Basel

Aufklärung kann weh tun, wenn sie lieb gewonnene, unverzichtbare Illusionen und verknöcherte Konventionen zerstört. Diese Ambivalenz gilt für Tennessee Williams' „Endstation Sehnsucht“, ebenso wie für Mozarts „Così fan tutte“. Thomas Rothschild hat sich neue Inszenierungen der beiden Stücke in Stuttgart und Basel angesehen.

Oper

Kurzer Prozess

Kafkas Romane zählen zu den meistadaptieren Erzählwerken der Weltliteratur. Nun hat auch Philip Glass aus dem „Prozess“ eine Kammeroper gemacht. Dass sich Magdeburg – abseits vom üblichen Operntrampelpfad – zu dieser Produktion entschlossen hat, verdient Hochachtung, meint Thomas Rothschild.

Eine Woche Oper in Frankreich

Musikalische Reise mit losem Ende

Die mediale Auswahl, die sich auf Nachrichten über Skandale, Katastrophen, Mord und Totschlag konzentriert, kann das, was kulturelles Wollen hervorbringt, kaum berücksichtigen. Anderes interessiert Hans-Klaus Jungheinrich. Er hat das Opernangebot französischer Städte angenommen. Seine Bestandsaufnahme bietet Pleiten und Überraschungen.

Carl Maria von Webers frühe Oper »Silvana«

Waldmädchen und Jägerromantik

Seine Oper „Silvana“ wollte Carl Maria von Weber gerne in Stuttgart uraufgeführt sehen, aber dann wurde er am 9. Februar 1810 im Theater wegen Silberdiebstahls, Unterschlagung und Bestechlichkeit verhaftet. Obwohl unschuldig, musste er 2600 Gulden bezahlen und wurde vom König des Landes verwiesen. Hans-Klaus Jungheinrich beschreibt, was den Stuttgartern entgangen ist.

Oper in Valencia

Druiden versus Römer

An der Oper in Valencia hat der Intendant Davide Livermore zuletzt als einzige Eigenproduktion der Saison „Norma“ inszeniert. Wir sind es gewohnt, dass Regisseure bei Vincenzo Bellinis beliebtestem Werk nach mehr oder weniger aktuellen Entsprechungen suchen, um den Stoff näher an unsere Gegenwart zu rücken. Nicht so in Valencia, berichtet Thomas Rothschild.

Oper Frankfurt

»Die Passagierin« von Mieczyslaw Weinberg

Es ist eine dramatische Oper, die nicht zum üblichen Repertoire gehört: »Die Passagierin« von Mieczys?aw Weinberg. 1968 entstanden und erst 2010 szenisch uraufgeführt, hatte diese Oper nun in Frankfurt Premiere. Stefana Sabin war da.

MUSIKTHEATER

1525, dran, dran, dran

1973 beauftragte das Landestheater Tübingen den Autor Yaak Karsunke und den Komponisten Peter Janssens, ein Stück über den schwäbischen Bauernkrieg zu schreiben. Friedrich Schirmer hat „Die Bauernoper“, die einst auch am Frankfurter TAT ein großer Erfolg war, an der Württembergischen Landesbühne Esslingen wieder entdeckt, berichtet Thomas Rothschild.

OPER

Through Roses

Marc Neikrugs Musikdrama „Through Roses“ handelt von einem Geiger, der in ein Vernichtungslager eingeliefert wird, aber – anders als seine Geliebte – überlebt. Jürgen Flimm hat das 45-minütige Werk auf den Spielplan der Berliner Staatsoper im Schiller Theater gesetzt. Dafür gebührt ihm Dank, meint Thomas Rothschild.

OPER UND THEATER

Viel Lärm um Jenufa

Das Ensemble der Oper Stuttgart besticht bei der Wiederaufnahme von „Jenufa“ durch Kraft, Ausdruck und Zusammenklang mit dem Orchester, das in Hochform musiziert. Großes Theater findet heute nur noch in der Oper statt, meint Thomas Rothschild.

Lenz von Wolfgang Rihm

Die Passion des Jakob Lenz

Wolfgang Rihm hat aus Georg Büchners Erzählung „Lenz“ eine Oper gemacht, die zu den bedeutendsten Opern des 20. Jahrhunderts zählt. Andrea Breth hat sie nun in Stuttgart einstudiert. Die Stuttgarter Oper hat einen großen Abend kreiert, findet Thomas Rothschild.

Opernkritik

Autonomie und Gnade in Wien und Bratislava

Die beiden Hauptstädte Wien und Bratislava entdecken gerade ihre Nachbarschaft neu. Während das Theater an der Wien mit „Iphigénie en Aulide et Tauride“ eine Oper im Doppelpack inszeniert, zeigt das Slowakische Nationaltheater Mozarts „La clemenza di Tito“. Beide Opern handeln von Edelmut und Gnade, berichtet Thomas Rothschild.

Oper: Tristan und Isolde

Sehnen der Minne

Jossi Wielers und Sergio Morabitos Inszenierung von „Tristan und Isolde“ an der Oper Stuttgart war eine Premiere der besonderen Art. Erstmals mischte sich in den Beifall der Zuschauer, die die Sänger eben erst bejubelt hatten, Buhrufe für die Regie, berichtet Thomas Rothschild.

open air

Oper ohne Gehäuse

Wo können die Geigen so geheimnisvoll flüstern wie sonst nirgends? Wo erklingen die Hörner so klar, ohne unsere empfindlichen Ohren zu verletzen? Und wo verschlanken sich das Getrommel und der Gesang so angenehm, dass man gefahrlos zuhören kann? Auf den Freiluftbühnen, denen Hans-Klaus Jungheinrich nachsinnt.

La Bohème in Stuttgart

Mimi und die Frankfurter Schule

Zu den wenigen exemplarischen Werken der Gattung Oper gehört Giacomo Puccinis ‚La Bohème’. Und weil sie so gut komponiert ist, wird sie immer ihr Publikum finden. Wer sie also neu inszeniert, muss sich für dieses Publikum etwas einfallen lassen. Thomas Rothschild war in der Stuttgarter Premiere, wo Andrea Moses Regie führte.

Oper in Strassburg

»Doctor Atomic«

Die Oper „Doctor Atomic“ thematisiert die militärische Nutzung der Atomkraft. 2005 wurde sie in San Francisco uraufgeführt, nun kann man sie auch in Straßburg sehen. „Doctor Atomic“ ist nicht nur nach wie vor von aktueller Bedeutung, sondern auch spannend und durchweg bühnengerecht, findet Thomas Rothschild.

»Actus tragicus« und »The Indian Queen«

Basel und die alte Musik

Herbert Wernickes »Actus tragicus«, eine jener seltener Inszenierungen, die sich dem Zuschauer für den Rest des Lebens einprägen, wurde kürzlich von der Oper Stuttgart wiederaufgenommen. In Basel, wo Wernicke seinen »Actus tragicus« kreiert hat, kann man jetzt Henry Purcells Masque »The Indian Queen« sehen. Thomas Rothschild hat beide Inszenierungen besucht.

Oper

Die diebische Elster in Frankfurt

Oper von Mark Andre

Johannes Reuchlin in Israel

Was wäre, wenn der Hebräisch-Professor in Ingolstadt und Tübingen, Johannes Reuchlin, der vor 492 Jahren in Stuttgart verschied, heute am Flughafen von Tel Aviv ankäme und versuchte, nach Israel einzureisen? Der Komponist Mark Andre hat sich eine Oper dazu einfallen lassen, deren Klanglichkeit sich Thomas Rothschild nicht entziehen konnte.

Opernkritik

Der Preis für ein wenig Glück

Leoš Janá?eks 1921 uraufgeführte Oper „Katja Kabanowa“ zählt zu den Höhepunkten des Musiktheaters im 20. Jahrhundert. Nun hat Andrea Breth dieses dramatische Werk an der Berliner Staatsoper im Schiller Theater inszeniert, berichtet Thomas Rothschild.

»Alcina« in Zürich

Die Zauberin Cecilia Bartoli

Im letzten Drittel des 8. Jahrhunderts lebt die Zauberin Alcina auf einer Insel im Mittelmeer; der Stoff ist aus Ariosts ‚Orlando furioso’, Händel brachte die Oper 1735 heraus, das Ballett tanzt im französischen Stil, die Kostüme sind barock und von heute. Wir sind in Zürich mit Thomas Rothschild bei Christoph Loy.

Thomas Rothschild

Peter Pan und der singende Hund

James Matthew Barries „Peter Pan“ wurde vor allem als Disney-Zeichentrickfilm bekannt. Die Oper Stuttgart hat diesen Stoff nun auf die Bühne gebracht. Mit Erfolg, wie Thomas Rothschild berichtet.

Thomas Rothschild

Prokofjews Oper „Der Spieler“

In einer Gesellschaft, in der Geld alle menschlichen Beziehungen beherrscht, bleibt Sergej Prokofjews Oper „Der Spieler“ nach Dostojewskis gleichnamigem Roman notwendigerweise aktuell. Andrea Breth hat den „Spieler“ nun in Amsterdam inszeniert. Thomas Rothschild berichtet von der Premiere.

Thomas Rothschild

Falstaff in Stuttgart

Einen eigenwilligen „Falstaff“ hat Andrea Moses an der Oper Stuttgart inszeniert. Auch wenn der Premierenapplaus die Regisseurin bestätigte, gelingt es Thomas Rothschild Schwachstellen der Stuttgarter Inszenierung aufzudecken.

Thomas Rothschild

A Harlot's Progress

Nie zuvor wurde die Not von Frauen, die sich von Männern kaufen lassen, auf der Opernbühne so ungeschönt dargestellt wie in „A Harlot's Progress“ von Iain Bell, in der Regie von Jens-Daniel Herzog uraufgeführt am Theater an der Wien.

Oper in der polnischen »Provinz«

Chopin singt

Andere Väter haben auch schöne Töchter. So gibt es im polnischen Wroclaw (einst Breslau) eine rührige Oper, in deren Organisation einiges anders läuft als in der Frankfurts, Berlins, Stuttgarts oder Münchens. Thomas Rothschild berichtet von den Unterschieden, den Licht- und Schattenseiten des schlesischen Kraftwerks der Gefühle.

Thomas Rothschild

Francesca da Rimini in Stuttgart

Thomas Rothschild

Guillaume Tell in Wildbad

Thomas Rothschild

John Neumeiers Othello in Stuttgart

Thomas Rothschild

Cenerentola in Stuttgart

Thomas Rothschild

Jude von Konstanz

Thomas Rothschild

Momo als Oper

A. N. Herbst

Martin, Le Vin herbe

Thomas Rothschild

Strauss: Ariadne auf Naxos

Oper

Rothschild: Weinberg: Der Idiot

Oper

A. N. Herbst: Otello in Frankfurt

Oper

Zegowitz: Thomas Bernhards Kalkwerk als Libretto

Oper

Slowenische Nationaloper

Oper

Rothschild: Klytaimnestra

Oper

A. N. Herbst: Götterdämmerung in Berlin

Oper

Rothschild: Nabucco in Stuttgart

Oper

Operntipp: Der Spieler

Oper

Rothschild: Eine brasilianische Bettleroper in Neukölln

Sieglinde Oehrlein

Michael Gielens aufregendster Tristan

Die Geschichte des Teatro Colón in Buenos Aires ist seit seiner Gründung eng mit europäischer Kultur und Politik verflochten. In den dreißiger und vierziger Jahren, fanden viele Wagner-Heroen, für die das Leben in Deutschland unmöglich geworden war, am Colón eine neue Wirkungsstätte. Einzelheiten erläutert Sieglinde Oehrlein.

Oper

A. N. Herbst: Peter Grimes

Barbara Röder

Henzes Prinz

Am Staatstheater in Mainz setzt Regisseur Christoph Nel der Oper „Der Prinz von Homburg“ von Hans Werner Henze ein eindrucksvolles Denkmal.

Alban Nikolai Herbst

Cesare

Alban Nikolai Herbst bespricht Johannes Eraths Inszenierung von Händels Giulio Cesare in Egitto an der Frankfurter Oper.

Oper

Rothschild: Siegfried

Oper

Oehrlein: Wagner-Ring in Buenos Aires

Oper

A. N. Herbst: Pelléas et Mélisande

Oper

A. N. Herbst: Alban Bergs Oper Lulu von Olga Neuwirth

erstellt am 26.9.2013