Ausstellungen
Der Pavillon Le Corbusier in Zürich

Rot, Gelb, Grün auf der Wiese

Der letzte Bau von Le Corbusier war ein Pavillon, den die Galeristin und Mäzenin Heidi Weber auf der Blatterwiese am Zürcher See 1967 errichten ließ. Nach einer umfangreichen Renovierung ist der Pavillon, der zum Museum für Gestaltung Zürich gehört, wieder eröffnet und dokumentiert in der Ausstellung „Mon univers“ die Sammelleidenschaft und die gestalterischen Vorbilder von Le Corbusier. Stefana Sabin war im Zürcher Pavillon.

Sommer-Ausstellung im Genfer Museum Rath

Stille als Seinszustand

Das Genfer Museum Rath untersucht in seiner Sommer-Ausstellung die verschiedenen Arten der Darstellungen von Stille in der Kunst. *Stefana Sabin* hat die Ausstellung „Silences" gesehen.

Kunstbiennale in Venedig 2019

Mit wehender Mähne

„May You Live in Interesting Times“ lautet das Motto der diesjährigen Venedig-Biennale. Interessantes gibt es auf Biennalen naturgemäß so einiges. Doch taugt es auch als Eigenschaft von Kunst? Darüber denkt Ellen Wagner anhand einer auch 2019 überfordernden internationalen Großausstellung nach.

Ausstellung: Venedig-Biennale 2019

Die Auferstehung des Surrealismus

Die Kunstwelt blickt dieses Jahr wieder nach Venedig. Die Hauptausstellung der dortigen Biennale trägt den Titel „May You Live In Interesting Times“, parallel präsentieren unzählige nationale Pavillons künstlerische Beiträge. Thomas Rothschild hat sich auf die Suche nach aktuellen Tendenzen begeben.

Graciela Iturbide im Fotografie Forum Frankfurt

In Fridas Badewanne

Erstmalig wird die 1942 in Mexiko-City geborene Fotografin Graciela Iturbide mit einer Retrospektive in Deutschland geehrt. Ihr in über fünf Jahrzehnten entstandenes Œuvre gilt als grundlegend für das Verständnis der lateinamerikanischen Fotografie. Isa Bickmann spürt Iturbides ikonenhaften und intimen Bildern nach.

Ai Weiwei und Liu Xia in Frankfurt

With my eyes closed

Es war ein Gipfeltreffen ohne großes Rampenlicht. Ai Weiwei und Liu Xia, zwei der renommiertesten chinesischen Künstler der Gegenwart, die heute aufgrund ihres politischen Engagements im deutschen Exil leben, kamen auf Einladung des Galeristen Peter Sillem in das Arthouse-Kino „Harmonie“ nach Frankfurt, um mit einem der besten Kenner der chinesischen Demokratiebewegung, dem emeritierten Princeton-Wissenschaftler Perry Link, zu sprechen. Andrea Pollmeier hat die bewegende Begegnung miterlebt.

Ausstellung in Mainz: Between Us

Standbein, Spielbein, Arbeitsbein

Im Mittelpunkt der Ausstellung „Between Us“ in der Kunsthalle Mainz steht eine von Taneli Törmä einstudierte Choreografie. Mehrere Künstler haben die digitale Übersetzung der Tänzerbewegungen in Installationen transformiert. Ellen Wagner hat die ambitionierte Ausstellung besucht.

Ausstellung: Marianna Simnett und Cady Noland

Von innen nach außen verkühlt

Zu ihrem Einstand als Direktorin des Frankfurter Museums für Moderne Kunst (MMK) zeigt Susanne Pfeffer Werke der Künstlerinnen Marianna Simnett und Cady Noland. Ellen Wagner hat beide Ausstellungen besucht und denkt über deren programmatische Coolness nach.

Ausstellung in Frankfurt

Blütenduft, Sonnenlicht und Zwiebelschalen

Im Frankfurter Kunstverein ist zu sehen, wie sich die physikalisch-chemischen Prozessen innewohnende Poesie und die Verwendung naturhafter Mittel in der Kunst auf grundlegende Erkenntnisse über unsere Existenz zurückführen lassen. Isa Bickmann empfiehlt die Ausstellung, bedauert allerdings, dass die KünstlerInnen-Auswahl überkommende Geschlechterrollenstereotypen bestätigt.

Ausstellung: Bruegel in Wien

Der »Bauernbruegel« komplett wie noch nie

Um Gemälde von Pieter Bruegel dem Älteren zu sehen, musste man schon immer nach Wien reisen. Das Kunsthistorische Museum besitzt die größte Sammlung seiner Werke. Jetzt hat es auch die übrigen zugänglichen Bilder des flämischen Meisters nach Wien geholt. Thomas Rothschild hat die Bruegel-Ausstellung besucht.

Ausstellung: Berlin Biennale 2018

Wenn das Playback ausfällt, muss man lauter singen

„We don’t need another hero“ lautet der Titel der 10. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst. Er verweist auf Tina Turners gleichnamigen Song aus dem Jahr 1985. Die Berlin Biennale findet an fünf Ausstellungsorten statt. Ihr gelingt vieles, was der letzten Documenta an thematisierten Problematiken über den Kopf wuchs, meint Ellen Wagner.

Helmuth Macke Ausstellung in Bonn

Der vergessene Cousin

Am 8. September 1936 kommt der Maler Helmuth Macke unter ungeklärten Umständen auf dem Bodensee zu Tode. Sieben Jahre später werden bei einem Bombenangriff auf seine Heimatstadt Krefeld gut zwei Drittel seiner Werke vernichtet. Nun zeigt das August Macke Haus in Bonn das Werk von Helmuth Macke im Kontext der expressionistischen Malerei. Stefana Sabin hat die Werkschau besucht.

Basquiat in der Schirn

Basquiat: »Das Schwarze ist mein Protagonist«

Jean-Michel Basquiat gehört zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart. Zugleich ist er der erste Maler mit afroamerikanischen Wurzeln, der sich im umkämpften Kunstmarkt New Yorks in den 80er Jahren behaupten konnte. Die Schirn gibt noch bis zum 27. Mai Einblick in Leben und Werk des Künstlers.

Ausstellung in Frankfurt: Politische Kunst heute

Kunst mit politischem Antrieb

Der Titel „Power to the People“ impliziert es bereits: Eine Ausstellung in der Schirn Kunsthalle Frankfurt konzentriert sich auf politische Kunst in Zeiten, in denen die Demokratie sich als zerbrechlich zeigt und aktives Engagement nötiger denn je scheint. Im Ganzen ist das eine recht sehenswerte, wenn auch überraschend leise Ausstellung, findet Isa Bickmann.

Mateo Vilagrasa im Instituto Cervantes

Die Sphäre des Menschseins

Nicht nur Mateo Vilagrasas Werk, sondern auch der Künstler selbst ist der Versuch, Wahrheiten zu finden. Er malt, was er lebt und lebt, was er malt. Isabelle Ushky befasst sich mit der Geschichte Vilagrasas und liefert Einblicke in die kommende Ausstellung des spanischen Künstlers im Frankfurter Instituto Cervantes.

William Kentridge im Liebieghaus

Gemischtes Doppel

Das Frankfurter Liebieghaus zeigt über 80 Arbeiten und Installationen des für seine Zeichnungen, Filme, Theater- und Opernproduktionen bekannten südafrikanischen Künstlers William Kentridge. Die Ausstellung nimmt nahezu alle Räume der Skulpturensammlung in der historistischen Villa Liebieg in Beschlag. Axel Dielmann hat sie besucht.

Ausstellung in Ludwigshafen

Der Orphismus und der Beginn der Abstraktion

Der Orphismus ist einer der vielen Ismen, mit denen man der Vielfalt der modernen Kunstströmungen zu begegnen suchte. Sein Name wurde 1912 vom Dichter Guillaume Apollinaire gefunden für jene Richtung des Kubismus, die das Licht als den die Farben in Bewegung bringenden Faktor sieht. Das Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen zeigt erstmals eine Überblicksausstellung dieser Richtung, und Isa Bickmann hat sie gesehen.

Bilder und Zeichnungen von Odo Marquard

Von der Kunst zur Philosophie

Odo Marquard (1928-2015) war eine Institution in der deutschen Philosophie. Generationen von Studierenden hat er für sein Fach begeistern können. Unvergessen ist sein Aphorismus „Philosophie ist, wenn man trotzdem denkt“. Nun zeigt eine Ausstellung in Gießen erstmals Marquards zeichnerisches und malerisches Werk. Dagmar Klein hat die Schau besucht.

Georg Eisler in Salzburg

Ein politischer Künstler

Der österreichische Künstler Georg Eisler (1928-1998) hielt unbeirrt an einer eigenen Auffassung von Realismus fest, als die Anhänger des Informel und die Vertreter der Wiener Schule des Phantastischen Realismus um die Vorherrschaft kämpften. Nun widmet ihm das Museum der Moderne in Salzburg eine umfangreiche Ausstellung, und Thomas Rothschild hat sie besucht.

Architektinnen-Ausstellung in Frankfurt

»Ich muss drei Mal besser sein als jeder Mann!«

Als erste Frau wurde Elisabeth von Knobelsdorff zur Diplomprüfung im Fach Architektur zugelassen. Das war im Jahre 1911. Was hat sich seitdem getan? Eine Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum zeigt, wie Frauen den Architekturberuf eroberten und welchen Schwierigkeiten sie sich zu stellen hatten. Isa Bickmann sieht in Schau und begleitender Publikation einen wichtigen Beitrag, auf die bis heute fehlende Sichtbarkeit von Architektinnen aufmerksam zu machen.

Ausstellung Pluriversum in Essen

Denken mit allen Sinnen

Das Essener Museum Folkwang widmet dem Filmemacher und Schriftsteller Alexander Kluge eine üppige Ausstellung, die um sein multimediales Schaffen kreist. Es treffen aufeinander: das Museum mit seinen Jahrhundertschätzen und Kluge mit seinen Montagen aus Film, Literatur und Philosophie. Harry Oberländer hat die Ausstellung besucht.

Glanz und Elend in der Weimarer Republik

Bilder einer fragilen Demokratie

Die Frankfurter Ausstellung „Glanz und Elend in der Weimarer Republik“ beleuchtet die veristisch-gesellschaftskritische Strömung der „Neuen Sachlichkeit“ mit einer Fülle von rund 190 Werken – und einem eindrucksvollen Anteil von weiblicher Hand. Es gibt wohl kaum einen besseren Zeitpunkt, diese Ausstellung zu zeigen, meint Isa Bickmann.

Norbert Schwontkowski

Die ersten und die letzten Fragen

Norbert Schwontkowski (1949-2013) gehört zu den unbekanntesten deutschen Malern, die Beachtung verdienen. Fast sein gesamtes, ohnehin überschaubares Werk befindet sich in Privatbesitz. Die nun in Wilhelmshaven gezeigten Bilder gehören samt und sonders einem Sammler. Die Ausstellung ist eine Reise wert, meint Martin Lüdke.

Maria Sibylla Merian in Frankfurt

Blumen und Schmetterlinge

Sie war Malerin und Naturforscherin, aber auch eine regelrecht selbständige Frau – und als solche war Maria Sibylla Merian ihrer Zeit, der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, voraus. Zu Merians 300. Todestag zeigt das Frankfurter Städel Museum ihre Blumenbilder und -bücher im Kontext der traditionellen Blumenmalerei. Stefana Sabin hat die Ausstellung besucht.

Ausstellung: I am a Problem in Frankfurt

Wurmbefall im Museum

Der Theaterregisseur Ersan Mondtag hat im MMK 2, einer Dependance des Frankfurter Museums für Moderne Kunst, die Ausstellung „I AM A PROBLEM“ inszeniert. Große Themen der Ausstellung sind unser Umgang mit der eigenen Vergänglichkeit sowie die Schattenseiten der Selbstoptimierung. Ellen Wagner hat die buchstäblich laute Schau besucht.

Documenta 14

Ende einer Ausstellung

Kunst und Geld ist kein schönes Thema, weil dabei entweder die Kunst bedroht oder verdinglicht wird. Dass nun am Ende der wichtigsten internationalen Kunstschau, der documenta, wieder die Finanzierungsdiskussion steht, ist nicht nur dem Kurator anzulasten. Was war denn das für eine Kunst? Vom Parthenon bis in die Katakomben hat Harry Oberländer die documenta abgeschritten und hier kommentiert.

Skulptur Projekte Münster

Zeit, Raum, Körper

Zum fünften Mal finden in Münster die Skulptur Projekte statt. Die 1977 gegen alle Widerstände erstmals initiierte Ausstellung dreidimensionaler Werke setzte von Anfang an auf Raumerfahrung und Wahrnehmung der Betrachter und Betrachterinnen. Ursula Grünenwald hat beim Besuch der aktuellen Ausgabe komplexe Handlungs- und Wahrnehmungsgefüge im Zusammenwirken von Körper, Raum und Zeit beobachtet.

Documenta 14 in Athen und Kassel

Geschichte ohne Zukunft

Als Präsentation weltgeschichtlicher Verläufe und wiederkehrender Katastrophen mit den Mitteln der Kunst stellt sich die in Kassel und Athen stattfindende Documenta 14 dar. Im kuratorischen Konzept der Ausstellung vermisst Ursula Grünenwald einen Blick in die Zukunft.

Documenta 14 in Athen und Kassel

Eine expansive Ausstellung

Die 14. Ausgabe der Documenta, eine der weltweit bedeutendsten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, findet erstmals an zwei Orten statt. In der griechischen Hauptstadt Athen ging die Schau am 16. Juli zu Ende, in Kassel läuft sie noch bis Mitte September. Eugen El hat sich an beiden Documenta-Spielorten umgesehen.

Kunstmessen in Basel 2017

Marktmacht in Basel

Wahrlich ist das ein Kunstsommer, Athen, Venedig, Kassel, Münster, Basel: Der Kunstreisende muss in diesem Jahr viel unterwegs sein. Den größten Kontrast boten nun innerhalb einer Woche die Vorbesichtigungen der documenta 14 in Kassel und die Messen in Basel. Isa Bickmann berichtet von ihrem Dauerlauf über die Schweizer Kunsthandelsplattformen.

Carolee Schneemann in Frankfurt

Körperräume

Das Frankfurter Museum für Moderne Kunst zeigt die Ausstellung „Kinetische Malerei“, die dem Schaffen der 1939 geborenen Carolee Schneemann gewidmet ist. In atemberaubend radikaler Weise befasst sich die US-amerikanische Künstlerin seit den frühen 1960er Jahren in Performances, Filmen, Installationen und Texten mit dem weiblichen Körper. Ursula Grünenwald hat die Ausstellung besucht.

Venedig-Biennale 2017

Angst, Natur und andere Zustände

Ellen Wagner hat die Kunstbiennale in Venedig besucht und stieß dort auf eine Leerstelle. Zwischen der gewollten (Hyper-)Lebendigkeit der Hauptausstellung „Viva Arte Viva“ und der zombiehaften Coolness von Anne Imhofs Performern im Deutschen Pavillon spiele sich nur wenig ab, meint Wagner.

ABSTRAKTE KUNST DER 1950ER JAHRE

Radikaler Neuanfang

Im Frankfurter Museum Giersch ist noch bis zum 9. Juli 2017 eine Ausstellung zu sehen, die unter dem Titel „Ersehnte Freiheit. Abstraktion in den 1950er Jahren“ einen „neuen Blick“ auf die wichtige Kunstströmung nach dem Zweiten Weltkrieg werfen will. Ob sie das wirklich einlöst, berichtet Isa Bickmann.

Kunstbiennale in Venedig

Die Folgen der Erschöpfung

Alle zwei Jahre trifft sich die Kunstwelt in Venedig zur Biennale. In den Giardini, dem Arsenale sowie im gesamten Stadtgebiet sind diesmal 86 Länderpavillons zu sehen, überdies die von Christine Macel kuratierte Hauptausstellung „Viva Arte Viva“. Thomas Rothschild begegnete in Venedig erschöpften lebenden Kunstwerken, teils Sehenswertem, teils Redundantem.

AUSSTELLUNG in Esslingen

Vor dem Happening

Der Künstler Allan Kaprow (1927-2006) gilt als Erfinder und einer der bedeutendsten Repräsentanten des Happenings. Bevor er diese folgenreiche Kunstform mitbegründet hat, versuchte er sich als Maler. Nun zeigt die Esslinger Villa Merkel eine Werkschau von Bildern Allan Kaprows aus den Jahren 1946 bis 1957. Thomas Rothschild hat die Ausstellung besucht.

Things I Think I Want in Frankfurt

Vielstimmigkeit und Präsenz

Der Frankfurter Kunstverein zeigt eine Gruppenausstellung junger aufstrebender Künstler aus der Städelschule und der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Die Kuratorinnen von „Things I Think I Want“ verzichten auf griffige Thesen und bieten den sechs Positionen Raum zur Entfaltung. Eugen El hat sich die Ausstellung angesehen.

Ed Atkins in Frankfurt

White Screen Virus

Der 1982 geborene Künstler Ed Atkins zeigt im Frankfurter Museum für Moderne Kunst zwei aufwendige Videoinstallationen. Ellen Wagner erlebte in der Ausstellung surreale Momente und brutal-poetischen Humor. In Atkins' Arbeiten entdeckte sie versteckte Bezüge zu Loriot und Salvador Dalí.

Eric van Hove im Frankfurter Kunstverein

Always somewhere, always nowhere

Der Frankfurter Kunstverein präsentiert in der Ausstellung „Atchilihtallah – Von der Transformation der Dinge“ eine umfassende Auswahl des Schaffens des belgisch-algerischen Künstlers Eric van Hove. Mit seinen Arbeiten verbindet van Hove Konzeptkunst, sozialpolitische Untersuchungen, Aktivismus und Ansätze alternativer Ökonomie, berichtet Claudia Olbrych.

Ausstellung: Schnitt Schnitt in Darmstadt

Körper, Ornament und Rhythmus

Die Collage taucht seit ihrer Erfindung im frühen 20. Jahrhundert fortwährend in künstlerischen Produktionen auf. Gerade in den letzten Jahren erlebt sie eine Renaissance. So ist es folgerichtig, dass die verschiedenen Ausdrucksformen von Zerschnittenem und Zusammengesetztem in Themenausstellungen gebündelt werden. Isa Bickmann hat die Schau „Schnitt Schnitt“ in Darmstadt besucht.

Giacometti und Nauman in Frankfurt

In einer unbehausten Welt

Zwei Künstler aus zwei verschiedenen Generationen und Kulturkreisen, die unterschiedlicher nicht sein können: Eine umfassende Schau mit rund 70 Werken zeigt überraschende und bislang nicht gesehene Verbindungen im Werk von Alberto Giacometti (1901–1966) und Bruce Nauman (*1941). Petra Kammann hat die Doppelschau in der Schirn Kunsthalle Frankfurt besucht.

Flandern und die Niederlande in Frankfurt

Gemischtes Doppel

Flandern und die Niederlande sind Ehrengäste auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse 2016. Traditionell bringt der Buchmessen-Ehrengast auch die Kunst mit nach Frankfurt. Petra Kammann hat sich die aktuellen Gastland-Ausstellungen im Deutschen Architekturmuseum und im Museum für Moderne Kunst angeschaut.

Die Kunst des Zufalls in Stuttgart

Gott würfelt doch

Der Zufall hat in den modernen Künsten eine zentrale Rolle erlangt. Er ist das Gegenprinzip zur absichtsvollen Planung. Eine Ausstellung im Kunstmuseum Stuttgart zeigt nun unterschiedliche Aspekte des Themas, und zwar über die bildende Kunst hinaus, berichtet Thomas Rothschild.

Unter Waffen – Fire & Forget 2 in Frankfurt

Bummeln übers Minenfeld

„Unter Waffen – Fire & Forget 2“ heißt eine Ausstellung in Frankfurt, die Waffen und Militärästhetik in Mode, Design, Kunst und Alltagskultur nachspürt. Die Schau beschäftigt sich auch mit der Frage, wie uns der Anblick von Waffen affektiv berührt. „Fire & Forget 2“ ist unterhaltsam und tendiert stellenweise zu einem Kuriositätenkabinett, meint Ellen Wagner.

Wiener Farbholzschnitt in Frankfurt

Der Farbholzschnitt in Wien um 1900

Die Kunsthalle Schirn in Frankfurt zeigt eine Ausstellung mit Wiener Farbholzschnitten um 1900. Diese sind von bemerkenswerter Modernität, findet Isa Bickmann, doch mit der Ausstellungsarchitektur aus verschachtelt und schräg stehenden Wänden kann sie sich nicht anfreunden. Es gibt auch noch einen weiteren Umstand, der einen kritischen Kommentar geradezu herausfordert.

Die Künstlerin HANNAH HÖCH

Die schrankenlose Freiheit der Kunst

Anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Dada“ stellt die Kunsthalle Mannheim das Werk Hannah Höchs (1889–1978) aus und konzentriert sich damit – nach der Präsentation der Bildhauerin Germaine Richier 2014 – erneut auf eine wichtige weibliche Protagonistin der Kunst des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung versucht, das nach 1945 entstandene Werk der Künstlerin erstmals umfänglich vorzustellen. Isa Bickmann berichtet.

Amy Sillman in Frankfurt

Nach Rosa kommt Grün

Die Frankfurter Kunsthalle Portikus zeigt die bundesweit erste institutionelle Einzelausstellung der 1955 geborenen, in New York lebenden Malerin Amy Sillman. Unter dem Titel „The All-Over“ präsentiert sie eine malerische Serie, ein Künstlerheft und einen Animationsfilm. Eugen El hat sich Sillmans Ausstellung angesehen.

Berlin Biennale 2016

Im Zeichen der Vorsilbe

Die 9. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst wurde vom New Yorker Künstlerkollektiv DIS kuratiert. Unter dem Titel „The Present in Drag“ schwelgt die Schau in der Aneignung einer kapitalistischen Konsumästhetik. Sie ist weder kritisch noch ironisch und erst recht nicht provokativ, meint Ellen Wagner.

Kunstmessen

Basel hoch drei

Die wichtigste kommerzielle Kunstwoche findet gerade in Basel statt. Art Basel, Volta Show und Liste sind dabei stets einen Besuch wert. Isa Bickmann war vor Ort und stellt sich wie in jedem Jahr die Sinnfrage in Form einer subjektiven Reportage.

Susan Meiselas in Frankfurt

Grenzen kreuzen

Die Magnum-Fotografin Susan Meiselas zeigt in Frankfurt wichtige Werkgruppen, die in Nicaragua, San Salvador, Kurdistan und an der amerikanisch-mexikanischen Grenze entstanden sind. Zu erleben sind die herausragenden Fotografien einer engagierten und mutigen Bildjournalistin, die Zeugnis ablegen von Krieg, Flucht und Vertreibung. Isa Bickmann berichtet von der Ausstellung.

Georges de La Tour in Madrid

Im Kerzenlicht

Das Prado Museum in Madrid zeigt eine große Ausstellung des lothringischen Malers Georges de La Tour. Die chronologische Anordnung der Gemälde macht eine Entwicklung von einem derben Realismus zu einer stilisierten Theatralik sichtbar. In der räumlichen Nachbarschaft zu den spanischen Meistern werden zudem ungeahnte Verwandtschaften erkennbar, berichtet Stefana Sabin.

Ausstellung in der Frankfurter Kunsthalle Schirn

Zartbunte, heiße Luft

Eine Ausstellung in der Frankfurter Kunsthalle Schirn zeigt Formen des Selbstporträts in der zeitgenössischen Kunst. Ellen Wagner hat sich die Schau für Faust-Kultur angesehen. Sie vermisst in der Fülle und Dichte der Exponate die notwendigen Leerräume und kritisiert die kojenhafte Präsentation der Vorläufer der 1960er Jahre, mit denen die Ablösung von der Tradition des Selbstporträts einsetzte.

AUSSTELLUNG IN MADRID

Das Fenster, die Straße, die Stadt

In einer großen Ausstellung präsentiert das Museum Thyssen-Bornemisza in Madrid die Künstlergruppe, die unter dem Namen „Realistas de Madrid“ bekannt ist. Die gezeigten Interieurs, Gärten und Stadtlandschaften sind auf fast melancholische Weise menschenleer und erinnern zugleich durch kleine Details an die menschliche Allgegenwart, berichtet Stefana Sabin.

DER ARCHITEKT FERDINAND KRAMER

»Wenn es allen gefällt, ist etwas falsch«

Nachdem das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt bereits 2014 Einblick in Ferdinand Kramers gestalterisches Werk gegeben hatte, widmet sich das Deutsche Architekturmuseum noch bis zum 1. Mai 2016 den Bauten des „Architekten der Kritischen Theorie“. Geboten wird eine schlüssig aufbereitete Ausstellung und ein lesenswertes Begleitbuch in Deutsch und Englisch mit Werkverzeichnis der Entwürfe und Bauausführungen Kramers, berichtet Isa Bickmann.

Ausstellung: Painting 2.0

Aus dem Blauen heraus

Einen Überblick über die Malerei im Informationszeitalter zu geben, beginnend in den 1960ern, hat sich die Ausstellung „Painting 2.0“ im Münchener Museum Brandhorst vorgenommen. Jede der drei Ebenen des Hauses widmet sich einem bestimmten Fragenkomplex. Dass die Ausstellung dabei auf klare Antworten verzichtet, ist ein Gewinn, meint Ellen Wagner.

Ausstellung in Gießen

Peter Kurzeck als Maler und Zeichner

Vor kurzem erst wurde das bildnerische Werk des 2013 verstorbenen Schriftstellers Peter Kurzeck entdeckt. In Gießen zeigen nun mehrere Institutionen Kurzecks Arbeiten. Sein bildnerisches Werk ist vor allem für Literaturfreunde interessant, die posthum eine neue Facette aus dem Schaffen des Autors entdecken können, meint Dagmar Klein.

Arnold Bode und die Alten Meister

»Wie man Bilder nicht hängen sollte …«?

1956 erschreckte der Documenta-Gründer Arnold Bode (1900 – 1977) Besucher des Hessischen Landesmuseums in Kassel mit einer modernen Inszenierung der während des Krieges ausgelagerten und damals gerade aus Wien zurückgekehrten alten Meister. Eine Kabinettausstellung im Schloss Wilhelmshöhe in Kassel gibt Einblick in diese Umbruchszeit, die zugleich auch ein Kapitel der Geschichte vom Ausstellungskuratieren einnimmt.

Ausstellung in Wien

Konfessionelle Rücksichten

Die Geschichte der Juden an der Wiener Universität ist weitgehend eine Geschichte der Diskriminierung. Die Ausstellung „Die Universität. Eine Kampfzone“ im Jüdischen Museum Wien konterkariert Zeugnisse des Antisemitismus mit Bildern und Dokumenten über den Beitrag jüdischer Wissenschaftler zur Lehre und Forschung, berichtet Thomas Rothschild.

Brian Eno in Frankfurt

Dark Room mit Entschleunigung

Mit einem groß angelegten Programm fand in Frankfurt vom 7. bis 11. Oktober 2015 die B3 Biennale des bewegten Bildes zum zweiten Mal statt. Zu dem diesjährigen Leitthema „Expanded Senses“ passte wunderbar der Ehrengast Brian Eno, dessen Auftritte Isa Bickmann beobachtet hat. Seine Ausstellung „My Life in Light“ ist noch bis zum 31. Dezember 2015 im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt zu sehen.

»I Got Rhythm« und »Poesie der Farbe« in Stuttgart

Das Diktat des Themas

Die Problematik thematischer Ausstellungen lässt sich derzeit in Stuttgart studieren. Das Kunstmuseum zeigt „I Got Rhythm. Kunst und Jazz seit 1920“. Dass der Besuch der Schau lohnt, liegt an einzelnen Exponaten, weniger an der Konzeption. Die Staatsgalerie liefert hingegen mit „Poesie der Farbe“ ein allzu karges Angebot, meint Thomas Rothschild.

Ausstellung

Das Autostereotyp

Die amerikanische Kunst der vergangenen Jahrzehnte bildet den Schwerpunkt in der Sammlung des Industriellen und Mäzens Peter Schaufler, der im August dieses Jahres gestorben ist. Nun sind im Schauwerk Sindelfingen rund 100 von den mehr als 3000 Werken aus der Sammlung zu sehen. Thomas Rothschild hat die Ausstellung besucht.

Gregor Schneider in Darmstadt

Raumkunst

Sein unbequemes Werk teilt sich auch ohne große Erklärungen den Betrachtern mit, und zwar auf der Empfindungsebene: Gregor Schneider ist Raumkünstler und Professor für Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. Auf der Mathildenhöhe in Darmstadt zeigt er nun Räume, Objekte und Fotografien. Isa Bickmann hat die Ausstellung besucht.

„Körper-Ich“ und „Roots“

Gandalf im Goldfischglas

Der Frankfurter Kunstverein zeigt mit „Körper-Ich“ und „Roots“ zwei Ausstellungen, die sowohl die technologische Sinneserweiterung als auch die Notwendigkeit thematisieren, die eigene Wahrnehmung und Handlungsfähigkeit ohne Prothesen auszunutzen. Die Ausstellungen erweisen sich als perfektes Team, meint Ellen Wagner.

Magische Bilder und Klänge

Indonesien-Ausstellungen in Frankfurt

Indonesien präsentiert sich auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse als Ehrengast. Schon vor Messebeginn kann man sich ein umfassendes Bild von der Kultur des Inselstaates machen. Eugen El hat einen Rundgang durch die aktuellen Indonesien-Ausstellungen in Frankfurt unternommen.

Doug Aitken in Frankfurt

Nur Augen für Dich …

Die Schirn Kunsthalle stellt ihre gesamten Räume dem amerikanischen Filmkünstler Doug Aitken zur Verfügung. Isa Bickmann hat die Frankfurter Ausstellung besucht und sie mit einem Ohrwurm verlassen.

Ausstellung in Landerneau

Der „ganze“ Giacometti

Seit dem 14. Juni und derzeit noch bis zum 25. Oktober sind in den Räumen eines ehemaligen Kapuzinerklosters im bretonischen Landarneau in der Nähe von Brest 150 bemerkenswerte Werke des Schweizer Bildhauers Alberto Giacometti zu sehen

Ausstellung in Frankfurt

Release the Kraken!

Der US-amerikanische Künstler Trevor Paglen bahnt sich zusammen mit Amateurastronomen, Programmierern und Menschenrechtlern einen Weg durch die für Außenstehende kaum zugängliche „Black World“ der Datenüberwachung. Paglens Ausstellung „The Octopus“ im Frankfurter Kunstverein ist eine Bereicherung, meint Ellen Wagner.

Ausstellung in New York

Jacob Lawrence

Er gehört zu den kanonischen Malern der USA: Jacob Lawrence (1917-2000) hat den Alltag der schwarzen Bevölkerung gemalt und ihn damit zum Bestandteil des US-amerikanischen kollektiven Bewusstseins gemacht. Seine „Migration Series“, die Stefana Sabin im Museum of Modern Art in New York in diesem Frühjahr gesehen hat, ist engagierte Kunst und politische Malerei zugleich – und ein Meilenstein amerikanischer Moderne.

MESSEN IN BASEL

Der Mittelpunkt der Welt

Zahlreiche Messen und Ausstellungen locken jedes Jahr im Juni die Kunstwelt nach Basel. Isa Bickmann war vor Ort und hat Eindrücke und Schnappschüsse von den Messen LISTE, VOLTA und ART BASEL mitgebracht.

Biennale 2015

Video und Installation

Vermutlich müssen wir die Idee, dass in großdimensionierten Kunstausstellungen wie der Biennale Venedig immer die qualitative Auslese zu sehen ist, aufgeben. Thomas Rothschild hat das Bemerkenswerte dort ausgemacht, aber auch deutlich vermerkt, was nicht dazu gehört.

56. Biennale Arte di Venezia

Wasser, das in der Sonne glitzert

Okwui Enwezor, der Direktor des Münchener Hauses der Kunst und Kurator der gerade begonnenen 56. Biennale in Venedig, hat seinem Konzept offensichtlich die Überforderung zugrunde gelegt, der sich das gegenwärtigen Leben in einer globalen Welt konfrontiert sieht. Ellen Wagner erzählt, wie die Künstler darauf reagiert haben.

Ausstellung in Bremen

Émile Bernard: Künstler der Widersprüche

Der Franzose Émile Bernard (1868 – 1941) steht als ein Beispiel dafür, wie Avantgardisten den Eintritt in den Kanon der Moderne verpassten, weil sie sich im Verlauf ihres OEuvres dem scheinbar geradlinigem Verlauf der Kunst hin zur Abstraktion verweigerten. Nun zeigt eine Ausstellung ihn auch in Deutschland. Isa Bickmann hat sie besucht.

Ausstellungen

Monet-Ausstellung im Staedel

Ausstellung

Der Akt des Schauens als skulpturale Methode

Das Museum Wiesbaden zeigt nach den Stationen Winterthur und Bottrop Zeichnungen des amerikanischen Künstlers Fred Sandback (1943-2003), der für seine minimalistischen Raumplastiken bekannt ist. Isa Bickmann empfiehlt den Besuch der Ausstellung, die nur noch bis zum 22. Februar 2015 zu sehen ist.

Ausstellung in Köln

Bilder von Männlichkeit

Der amerikanische Künstler Jim Dine, der im Kontext der Pop Art bekannt geworden ist, zeigt seine Werkzeug-Fotografien in der SK Stiftung Kultur in Köln. Isa Bickmann empfiehlt Ausstellung und das Katalogbuch »Jim Dine. My Tools«.

Eine Pariser Retrospektive

Die Farben der Abstraktion

Sie gehört zu jener heroischen Künstlergeneration, die die Abstraktion durchsetzte, doch blieb ihr Werk weitgehend unbekannt: Sonia Delaunay. Jetzt widmet ihr das Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris eine umfangreiche Ausstellung. So ist Sonia Delaunay endlich zu entdecken, meint Stefana Sabin.

Zur Ausstellung »Das nackte Leben« in Münster

Die Kunst der Metropole

Die figurative Malerei kam nach 1945 unter Druck. Doch sind, inmitten des sich abzeichnenden Siegeszugs der Abstraktion, insbesondere in London viele Maler der Figuration treu geblieben. Eine Ausstellung in Münster stellt diese Künstler, unter ihnen David Hockney, Lucian Freud und Francis Bacon, nun vor, berichtet Eugen El.

Zeitgenössische Kunst

Behutsame Irritation: Alles am richtigen Platz?

Mit minimalistischer Ästhetik, aber konzeptuell vielschichtig inszeniert der Frankfurter Künstler Bernd Metz den Ausstellungsraum. Er überrascht mit Irritationen im Miteinander von Raum und Objekt. Andrea Gremels und Maren Scheurer berichten von ihrem Ausstellungsbesuch.

AUSSTELLUNG IN FRANKFURT

Das pralle Leben Japans in Holzschnitten

Die Ausstellung „Das pralle Leben II“ zeigt insgesamt rund 90 Holzschnitte. Sie setzt den Erfolg der ersten Ausstellung fort, die das Museum Angewandte Kunst von April bis Oktober 2013 zeigte und ergänzt den Einblick in den wertvollen Museumsbestand an ukiyoe-Drucken.

AUSSTELLUNG IN ESSEN

Faszination Japan – Wahrnehmung und Wechselwirkung

Die Kunst der Moderne ließ sich von der japanischen Kunst inspirieren. 26 Jahre nach der Japonismus-Ausstellung im Musée d’Orsay widmet sich nun das Museum Folkwang mit der Sonderausstellung „Monet, Gauguin, van Gogh … Inspiration Japan” einem der faszinierendsten Kapitel der französischen Kunst. Petra Kammann besuchte die Essener Ausstellung für Faust-Kultur.

Klemm-Ausstellungen in Duisburg und Frankfurt

Leise, politisch und poetisch

Für den richtigen Moment hat die große Fotografin Barbara Klemm einen sechsten Sinn. Sie scheint vorauszusehen, wann eine Person die Geste macht, die mehr erzählt und zählt, als zu erwarten war. Petra Kammann hat die aktuellen Ausstellungen mit Fotografien von Klemm besucht und empfiehlt sie.

AUSSTELLUNG IN BERLIN

Moholy-Nagy und der Sinnenfall der Moderne

Der Bauhaus-Lehrer László Moholy-Nagy war ein Pionier der audiovisuellen Medien. Eine Ausstellung in Berlin zeigt nun, dass er die Empfindungen des menschlichen Körpers nicht im Gegensatz zur Moderne sah. Vielmehr war die Avantgardekunst für Moholy-Nagy eine Verlängerung und Potenzierung der menschlichen Sinne, meint Christian J. Grothaus.

Heinrich Klotz, die Postmoderne und das Deutsche Architekturmuseum

Das Schwimmen auf einer herrlichen Welle

Das Deutsche Architekturmuseum zeigt anlässlich seines 30. Geburtstages eine Ausstellung, die die Revision der Moderne als erstes Thema des Hauses ernst nimmt und gleichfalls das Wirken des Gründungsdirektors Heinrich Klotz anhand seiner Aufzeichnungen und Ankäufe beleuchtet. Isa Bickmann hat die Frankfurter Ausstellung besucht.

Ausstellung in München

»The Good Cause«: Über Städte nach dem Krieg

Wir kennen Medienbilder von zerstörten Städten, weit weniger allerdings solche, die das Wohnen nach einem Konflikt zeigen. Eine Münchener Ausstellung zeigt nun Fallstudien zum Wiederaufbau von Städten und Szenarien zur Überwindung geteilter Metropolen in Afghanistan, Europa, Afrika und dem Nahen Osten, berichtet Christian J. Grothaus.

Fotografien von Herlinde Koelbl in Berlin

Targets

Jahre lang zog es die Fotografin Herlinde Koelbl zu den unterschiedlichsten Truppenübungsplätzen der Welt. Schießziele aus 30 Ländern hat sie fotografiert und im Projekt TARGETS zusammengeführt. Alexandra Hartmann beschreibt die Ausstellung im Deutschen Historischen Museum in Berlin.

Ausstellung in der Kunsthalle Mannheim

Der menschliche Ausdruck im Drama unserer Zeit

Die Kunsthalle Mannheim zeigt eine Retrospektive der französischen Bildhauerin Germaine Richier (1902-1959). Das Hauptwerk der vierziger und fünfziger Jahre ragt in jener vom Surrealismus und Existentialismus geprägten Zeit heraus. Isa Bickmann hat die Ausstellung besucht.

ausstellung in frankfurt

„Viel passiert“

Die Frankfurter Artothek feiert ihr 25-jähriges Jubiläum mit einer Ausstellung des Malerkollektivs „King Kong Kunstkabinett“, deren Arbeiten zur Grundausstattung der Artothek gehören. Die Kunsthistorikerin Petra Skiba hat sich die Ausstellung angesehen.

Ai Weiwei im Berliner Martin-Gropius-Bau

»Evidence«

Er ist international der bekannteste chinesische Künstler der Gegenwart und einer der meist diskutierten weltweit: Ai Weiwei. In seiner bisher größten Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau sind derzeit zahlreiche Werke und Installationen von ihm zu sehen, die zum Teil eigens für diesen Ausstellungsort entstanden sind. Aus Berlin berichtet Alexandra Hartmann.

Bouchet und McCarthy in Frankfurt

Anarchisch und maßlos

In Frankfurt ist derzeit ein mehrere Medien und Stationen umfassendes, gemeinsames Ausstellungsprojekt von Mike Bouchet und Paul McCarthy zu sehen. Die Künstler wollen die Maßlosigkeit der westlichen Konsum- und Kunstwelt kritisieren. Die von ihnen gewählten Mittel werfen jedoch Fragen auf, berichtet Eugen El.

ausstellung in frankfurt

Essen & Trinken | Suppe

Zum Auftakt des neuen Ausstellungsformat 'Depotschau' widmet sich das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt dem Thema „Essen und Trinken“ und zeigt eine Auswahl aus seiner Sammlung an Servier- und Essgefäße für Suppe: Dekorative, skurille und edle Stücke.

Ausstellung in Wiesbaden

Der Meister und sein Schüler

Zu Ehren Max Weinbergs, der dieses Jahr seinen 86. Geburtstag feiert, zeigt die Wiesbadener Galerie Kaiser & Cream eine Auswahl seiner Werke sowie Arbeiten von Jordan K. Artmaster, den man als Weinbergs Schüler bezeichnen kann. Max Weinbergs Bilder vibrieren förmlich und zeugen von ungebrochener Mallust, meint Eugen El.

Bildhauerei

Zwei Ausstellungen in Frankfurt

Während Tobias Rehberger in der Schirn Kunsthalle Frankfurt sein Werk spektakulär-spektakelhaft inszeniert, erweist auch eine Ausstellung im benachbarten Frankfurter Kunstverein der objekthaften Plastik und ihrer künstlerischen Verräumlichung Referenz. Isa Bickmann hat beide Ausstellungen besucht.

ausstellung in dresden

Eine fotografische Spurensuche

Das Kraszewski-Museum in Dresden ist ein Ort des Dialogs zwischen Deutschen und Polen. Dort wird jetzt die Serie des polnischen Fotografen Wojciech Wilczyk über die Synagogen, die es einmal in Polen gab gezeigt: Eine Suche nach den Spuren jüdischer Geschichte und auch, wie Stefana Sabin findet, eine Erinnerung an polnische Geschichte.

Ausstellung in Lemgo

Slava Seidels dART-Blätter

Wie sie überraschend Farbigkeit in das barocke Sepia-Ambiente setzt oder Tessallationen, wie sie M.C.Escher durchspielte, mit dekorativer Architektur konfrontiert, - Slava Seidels überzeugend umgesetzten Bildeinfälle greifen nach dem Betrachter. In der Städtischen Galerie in Lemgo sind ihre abenteuerlich-phantastischen Arbeiten ausgestellt. Florian Koch hat sie gesehen.

Museum Giersch

Künstlerin sein!

Den Künstlerinnen Ottilie W. Roederstein, Emy Roeder und Maria von Heider-Schweinitz richtet das Frankfurter Museum Giersch (15.9.2013-26.1.2014) eine hervorragende Ausstellung. Warum im Besonderen Letztere kaum bekannt ist, begründet Isa Bickmann in ihrer Ausstellungsbesprechung.

Ausstellung in Berlin

Barbara Klemm – Fotografien 1968-2013

Man muss Barbara Klemm bei der Arbeit sehen: unprätentiös, im Hintergrund, abwartend; dann, mit einem untrüglichen Sinn für die sich selbst arrangierende Szene und ein an ein Wunder grenzendes Gespür für den richtigen Augenblick tritt sie zügig hervor und drückt den Auslöser. Jetzt gibt es in Berlin eine große Ausstellung ihrer Fotografien von 1968 bis heute. Alexandra Hartmann erzählt davon.

Ausstellung in Frankfurt

Géricaults einfühlender Realismus

Théodore Géricault (1791-1824) gilt neben Eugène Delacroix als bedeutendster Vertreter der französischen Romantik. Isa Bickmann begeistert sich für eine Frankfurter Ausstellung mit einer Auswahl von Werken des Jungverstorbenen, in denen französische Frühromantik und Realismus fusionieren.

Brasilianische Kunst in Frankfurt

Erfahrungsräume

Kunst als Erfahrung für alle Sinne: brasilianische Künstler entwickelten seit den fünfziger Jahren eine Affinität zu begehbaren Rauminstallationen. Eugen El hat die beiden in Frankfurt laufenden Ausstellungen zu diesem Thema besucht.

100 Geburtstag 2013

Meret Oppenheim

Die deutsch-schweizerische Künstlerin Meret Oppenheim hat auf vielen Gebieten Phantastisches in die Welt gesetzt. Der Kunstkritiker Rudolf Schmitz empfiehlt deshalb die Retrospektive im Martin-Gropius-Bau Berlin.

Wiener Typen

Rastelbinder und Pfannenflicker

Der Darstellung von wenig glamourösen, zum Teil vergessenen Berufen und Existenzen widmet sich zurzeit eine Ausstellung im Wien Museum. Die Tatsache, dass wir nicht mehr wissen, wer Lavendelfrauen, Pülcher oder Fiaker sind, bringt Thomas Rothschild zu einem überraschenden Schluss.

ausstellung in frankfurt

Glam! in der Schirn Kunsthalle

Die Ausstellung GLAM! The Performance of Style präsentiert erstmals umfassend, was Kunst und Pop-Musik Anfang der siebziger Jahre zusammenbrachte.

ausstellung und begleitband

Zeichnungen aus dem KZ Holzen

Erst letztes Jahr wurden die Zeichnungen von Camille Delétang aus seiner Zeit als KZ-Häftling des Buchenwalder Außenlagers Holzen wiederentdeckt. Nun sind sie in einer Wanderausstellung zu sehen. Bruno Laberthier berichtet über diesen ungewöhnlichen Fund.

Hamburger Kunsthalle

R.B. Kitaj

Nicht immer werden Kuratoren dem Werk eines Künstlers gerecht. Dass es manchmal angemessener ist, sich von einer thesengesteuerten Präsentation zu lösen, zeigt Eugen El am Beispiel einer Retrospektive des Malers R.B. Kitaj (1932-2007) in der Hamburger Kunsthalle.

Ausstellung in Frankfurt

Hans Thoma (1839-1924)

Wie inszeniert man die Präsentation eines Künstlers, auf dessen Werk der Nationalsozialismus eine Art Schmutzschicht hinterlassen hat? Isa Bickmann hat die Hans-Thoma-Ausstellung im Frankfurter Städel besucht.

biennale von venedig

Die Reviere der Kuratoren

Alle zwei Jahre – während der Biennale – wird Venedig zum Zentrum der Kunstwelt. Eine große Anzahl von Länderpavillons unterschiedlicher Qualität ist zu besichtigen. Überdies gibt es eine thematische Hauptausstellung. Thomas Rothschild hat sich die 55. Ausgabe der Weltkunstschau in Venedig angesehen.

ausstellung im hamburg

Sammlung Falckenberg: William Burroughs

Der Einfluss des amerikanischen Dichters William Burroughs auf Künstler, Musiker und Schriftsteller war weitreichend. Diese Spannbreite verdichtet das Begleitbuch zur Retrospektive in der Hamburger Sammlung Falckenberg.

ausstellung in köln

Saul Steinbergs „Americans“ im Museum Ludwig

Für den amerikanischen Pavillon auf der Weltausstellung 1958 in Brüssel schuf Saul Steinberg eine monumentale, etwa 74 Meter breite Wandkollage, die er "The Americans“ nannte.

Ausstellungen

Faszination Fremde im Museum Giersch

Ausstellungen

Freie Sicht im NKV Wiesbaden

Isa Bickmann

David-Bowie-Ausstellung

David Bowie meldet sich zurück! Eine neue CD erschien gerade, und eine große Ausstellung in London feiert ihn als Meister des Gesamtkunstwerks. Für Faust Kultur hat Isa Bickmann die Ausstellung im Londoner Victoria and Albert Museum besucht.

Ausstellungen

Hodler in der Fondation Beyeler

Ausstellungen

Bickmann: Yoko Ono

Ausstellungen

Fotografie: Margaret Bourke-White

Ausstellungen

Camille Corot in Karlsruhe

Ausstellung in Zürich

Bücherhimmel – Bücherhölle

Lesen & Sammeln zwischen Lust & Wahn.

Ausstellungen

Jack Smith. King of the Underground

Ausstellungen

Runde: MAK Frankfurt

Ausstellungen

Sabin: Caillebotte in der Schirn

Ausstellungen

A House Full of Music

Ausstellungen

Fotografien von Marco Anelli

Ausstellungen

Startseite documenta 13

Ausstellungen

Oberländer: documenta 13

Ausstellungen

Bickmann: documenta 13

Ausstellungen

Erik van Lieshout im MMK

Ausstellungen

Kunst in Karlsruhe

Ausstellungen

FKV: Demonstrationen

Ausstellungen

Alberto Magnelli

Ausstellungen

Responsible

Ausstellungen

Gabríela Friðriksdóttir

Ausstellungen

Max Beckmann

Ausstellungen

Island Pavillon

Ausstellungen

Erró

Ausstellungen

Ragnar Kjartansson

Ausstellungen

Expressionismus

Ausstellungen

Neues Kabinett im Goethe-Haus

Ausstellungen

Paul Bonatz

Ausstellungen

Gustave Courbet

Toronto

Das Schuhmuseum

Die Ausstellung, die aus den Beständen des Museums zusammengestellt wurde, wechselt die Register zwischen Kunst, Kunsthandwerk und Kitsch.

Bozen

Die Sammlung Museion

Vor zwei Jahren wurde das Gebäude des Museion, des Museums für moderne und zeitgenössische Kunst in Bozen, eingeweiht.

Ausstellungen

Open Doors Frankfurt, 2010

Ausstellungen

El Taco/Portikus

Ausstellungen

Wie stellt man Literatur aus?

Ausstellungen

Joseph Maria Olbrich

erstellt am 25.9.2013