Originaltexte | Auszüge
Bosko Tomasevic, Niemand, nirgends

Gestern Abend, vor dem Krieg

Dieses Buch will gelesen werden mit seinem geradezu expressionistischen Furor und seiner zeitlosen Zeitlichkeit: Ein kurzer Auszug aus dem Roman „Niemand. Nirgends. Eine archäologische Erzählung“ von dem serbischen Begründer der ‚wesentlichen Dichtung’, Boško Tomaševi?.

Lyrik

Die 32 Schimmelarten des Joseph Brodsky

„Die 32 Schimmelarten des Joseph Brodsky“ heißt eine experimentelle, digitale Lyrikanthologie, die kürzlich bei mikrotext erschienen ist. Faust-Kultur dokumentiert das Nachwort des Herausgebers Alexandru Bulucz sowie Gedichte von Ingo Ebener und Viktor Fritzenkötter.

WERNER HAMACHERS TEXTE ZU CELAN

Vor-Rede

Der Komparatist und Literaturtheoretiker Werner Hamacher, ein Erster ohnegleichen unter den Sprachphilosophen, ist 2017 nach relativ kurzer Krankheit gestorben. Nun ist unter dem Titel „Keinmaleins“ eine Auswahl an Texten zu Paul Celan erschienen. Der französische Philosoph Jean-Luc Nancy beschreibt in seinem Vorwort, wie Hamacher, dem Dichter nachspürend, sich Celan anverwandelt hat.

Etel Adnan über Einar Schleef

Aber wer war Einar?

Zum 75. Geburtstag Einar Schleefs am 17. Januar 2019 sind seine Erzählungen, Märchen, Berichte, Fremd- und Selbstbeobachtungen aus den Jahren 1973 bis 1998 erschienen. Hans-Ulrich Müller-Schwefe, Lektor und dramaturgischer Berater Einar Schleefs, hat den Band zusammengestellt. Faust-Kultur dokumentiert Etel Adnans Nachwort.

Otto A. Böhmer über Johann Gottlieb Fichte

Am warmen Winterofen

Johann Gottlieb Fichte hatte wohl einige soziale Defizite; und wenn Kant, den er um Geld anging, ihm nicht mit einer Empfehlung den Weg in die Öffentlichkeit geebnet hätte, wäre er möglicherweise im Heer der reisenden Hauslehrer verschwunden. Das unterhaltsam aufklärende Fichte-Kapitel stammt aus dem neuen Buch „Lichte Momente“, in dem Otto A. Böhmer Dichter und Denker von Platon bis Sloterdijk Revue passieren lässt.

»Vier Geschichten vom Rand der Tage«

Ein Abend im Mai

Der 1967 geborene, in Berlin lebende Autor und Übersetzer Lothar Quinkenstein arbeitet gerade an einer Sammlung von kurzen Prosatexten. Faust-Kultur veröffentlicht daraus vier Geschichten. Die junge Kunstszene einer polnischen Stadt ist Schauplatz der dritten Erzählung: „Ein Abend im Mai“.

»Vier Geschichten vom Rand der Tage«

1574

Der 1967 geborene, in Berlin lebende Autor und Übersetzer Lothar Quinkenstein arbeitet gerade an einer Sammlung von kurzen Prosatexten. Faust-Kultur veröffentlicht daraus vier Geschichten. Der zweite Text trägt den Titel „1574“.

Romanauszug: Otto A. Böhmer, Frei nach Schopenhauer

Unglaublich sesshaft

Prof. Dr. Egidius Fitzroy ist ein Philosoph. Das ist kein Beruf, sondern ein denkwürdiger Zustand, – wenn er nicht mit den zweifelhaften Segnungen eines Lehrberufs behaftet ist. Ein qualifizierter, aber arbeitsloser Vertreter des Fachs heißt deshalb auch Privatgelehrter. Faust-Kultur veröffentlicht das erste Kapitel von Otto A. Böhmers vergnüglichem Roman „Frei nach Schopenhauer“.

»Vier Geschichten vom Rand der Tage«

Das Geheimversteck

Lothar Quinkenstein, 1967 geboren, ist Germanist, Übersetzer aus dem Polnischen und Schriftsteller. Der in Berlin lebende Autor arbeitet gerade an einer Sammlung von kurzen Prosatexten. Faust-Kultur veröffentlicht daraus vier Geschichten, „Das Geheimversteck“ heißt die erste.

Verena Jütte

Das Geheimnis der Aale

In ihrem Debütroman „Das Geheimnis der Aale“ erzählt die Kölner Autorin Verena Jütte einen Tag im Leben von drei Menschen, die ein lange verdrängtes Geheimnis nach 28 Jahren wieder einholt. Der Schriftsteller Peter Henning empfiehlt das Debüt, dessen Prolog Faust-Kultur dokumentiert.

Peter Henning: Schmetterlingsjahr

Falsche Apollofalter und Felsenhexen

Schon als Kind fing er die ersten Schmetterlinge. Nun hat sich der Schriftsteller Peter Henning einen Traum erfüllt: Er ist zu einer großen Falter-Expedition kreuz und quer durch Europa aufgebrochen. Seine Reiseerlebnisse sind in das Buch „Mein Schmetterlingsjahr“ eingeflossen, Faust-Kultur dokumentiert daraus die Einleitung.

Peter Handke als Literaturstratege

»Dieses Buch wird seine Leser finden«

Nüchtern betrachtet findet nicht das Buch seinen Leser, sondern der Leser sein Buch, – wenn er Glück hat. Dass der Verleger Siegfried Unseld das Buch den Leser finden lassen wollte, hat den Schriftsteller Peter Handke nachhaltig verstört. Raimund Fellinger bringt in seiner Klagenfurter Einlassung diese und andere Empfindlichkeiten zur Sprache.

Über das Weltfremde in uns

Die Schöpfung ist kein Werk der Liebe

Diejenigen, die von der Schöpfung an den Rand gedrängt wurden, oder schlichter: die, die nicht in das Denken und Meinen der Mehrheit passen und deshalb zu Weltfremden werden, hat der Philosoph Peter Strasser zum Thema seines Buches „Idioten des Absoluten“ gemacht. Hier ist ein Auszug.

Michael Gratz, Neue Literatur

»Das Land ist vertrieben, wir sind geblieben«

Die Literaturzeitschrift „Die Wiederholung“ hat ihre vierte Ausgabe dem Werk des Lyrikers Werner Söllner gewidmet. Faust-Kultur stellt einige Textbeiträge vor und beginnt mit einem Stück deutsch-rumänischer Literaturgeschichte: Michael Gratz erinnert an die zwischen 1949 und 1995 in Rumänien erschienene deutschsprachige Zeitschrift „Neue Literatur“, in der nicht nur rumäniendeutsche, sondern auch deutsche Autoren veröffentlicht haben.

Italienisch und Deutsch

Gedichte von Laura Garavaglia

Laura Garavaglia sieht einen wirksamen Zusammenhang zwischen Lyrik und Naturwissenschaften. Die italienische Dichterin, die in Como die ‚Casa della poesia’ leitet, hat diese Thematik in ihren Büchern immer wieder berührt. Ihr letzter Band, ‚Numeri e Stelle’, besteht aus poetischen Portraits namhafter Wissenschaftler. Hier sind einige davon.

Gedichte von André Ughetto

Wolkengebäude

Was wissen wir von unseren Nachbarn? Etwa von der zeitgenössischen Dichtung in Frankreich? Beim letzten ‚Festival della Poesia Europea’ in Frankfurt machte der südfranzösischer Dichter André Ughetto auf sich aufmerksam, dessen anspruchsvolle Verse hier vorgestellt werden.

Romanauszug

Joachim Geil, Ruhe auf der Flucht

Faust-Kultur veröffentlicht einen Auszug aus Joachim Geils Roman „Ruhe auf der Flucht“. Darin geht es um die Erinnerung an Schorsch, einen Jugendfreund des Protagonisten Hubert, eine nicht ganz erwiderte Jugendliebe, um Schorschs Tod und Auferstehung.

Vorhang auf für Undine Gruenter

Epiphanien, abgeblendet. 56 Prosastücke

Die Schriftstellerin Undine Gruenter (1952-2002) ist heute praktisch in Vergessenheit geraten. In ihrem Schreiben hat Gruenter versucht, die Welt über die Beschreibung ihrer Reste zu verstehen. Aus dem, was übriggeblieben ist, sei es in der Liebe oder nach dem Tod, ist das herauszulesen, was vielleicht die Essenz menschlicher Beziehungen darstellt. Faust-Kultur veröffentlicht einen Auszug aus ihrem Prosaband „Epiphanien, abgeblendet“.

Hanna Diyab, Von Aleppo nach Paris

Von Aleppo nach Paris

Hanna Diy?b, ein junger syrischer Christ, der in den Bazars Aleppos aufwuchs, wird 1708 zum polyglotten Begleiter des französischen Sammlungsreisenden Paul Lucas, der im Auftrag Ludwig XIV. orientalische Kostbarkeiten an den Hof des Sonnenkönigs bringt. Diy?b verdanken wir nicht nur die großen morgenländischen Erzählungen, sondern auch einen aufschlussreichen Reisebericht, den Gennaro Ghirardelli übersetzt hat. Wie es dazu kam, verrät er im Vorwort.

Andreas Neeser

Gedichte

Andreas Neesers eindrückliche Sprachbilder betreffen jeden, der Natur als eigenwillige Macht erfahren kann und das eigene Vermögen zu befragen hat. Drei Gedichte aus seinem Band Wie halten Fische die Luft an lassen die Kunst dieses Schweizer Lyrikers ahnen.

Ria Endres, Gedichte

Augen auf Augen zu

Rasch nach ihrem Lyrik-Debüt „Froher Wahnsinn“ hat Ria Endres ihren zweiten Gedichtband mit dem Titel „Augen auf, Augen zu“ veröffentlicht. Er ist durchzogen von Namen, Themen und Titeln der bildenden Kunst. Natürlich gibt es in diesem Buch auch ganz anders geartete Gedichte, von denen wir drei kürzere vorstellen.

Giebel, Im roten Sand

Im roten Sand

Im Zentrum der Erzählung „Im roten Sand“ von Eric Giebel steht eine typisch deutsche Familie in den siebziger und achtziger Jahren, die es geschafft hat, die Kriegserlebnisse zu verdrängen und sich nun den kritischen Fragen ihrer Enkel stellen muss. Faust-Kultur veröffentlicht einen Auszug aus dem Buch.

Alexandru Bulucz, Gedichte

Aus sein auf uns

Es geht um Teufel und Engel, um Hasenscharten, Magengeschwüre und den goldenen Schnitt. In Alexandru Bulucz’ Gedichten springen die Gedanken hoch, und über den Abgründen reimt sich alles aus den ungereimten Versen zusammen. In seinem Debütband AUS SEIN AUF UNS ist zu lesen, in welcher Tradition sich der Lyriker sieht und was vom UNS zu halten ist. Die drei Gedichte stehen in dem Band.

FRANKFURTER POETIKVORLESUNG, 6. JULI 1993

Die Entstehung der Wirklichkeit im Kaleidoskop

Vor fast 23 Jahren bestritten die rumäniendeutschen Dichter Klaus Hensel, Franz Hodjak, Richard Wagner und Werner Söllner die Frankfurter Poetikvorlesung. Wo das Dichten herrührt, welche Motive es antreibt und wie die Zeitumstände die künstlerischen Entscheidungen lenken, kurz: wie aus einem kleinen Jungen ein deutscher Dichter wurde, davon handelt der Beitrag Werner Söllners.

Originaltext von Bogdan Cosa

Living in the blllckk glasss

Bekannt geworden in Rumänien ist Bogdan Co?a (*1989) mit seiner Romantrilogie „Poker“, deren letzter Teil sich in Vorbereitung befindet. 2014 erhielt er einen zweimonatigen Stipendiaten-Aufenthalt im Literaturhaus Villa Clementine in Wiesbaden. Faust-Kultur stellt Co?a mit einem Auszug aus dem ersten Teil seiner Trilogie vor.

ROMANAUSZUG

Gerlind Reinshagen: nachts

Gerlind Reinshagen, bedeutende Schriftstellerin der Nachkriegszeit, ist vor allem durch ihre gesellschaftskritischen Theaterstücke bekannt geworden, die u. a. von Claus Peymann inszeniert worden sind. In ihrem 2011 erschienenen Roman „nachts“ bringt sie noch einmal große Themen wie Jugend, Alter und Tod auf die Bewusstseinsbühne des 21. Jahrhunderts. Faust-Kultur veröffentlicht einen Auszug aus dem Roman.

Romanauszug

Fariba Vafi, Tarlan

In ihrem Roman „Tarlan“ entwickelt Fariba Vafi eine kollektive Biographie der Frauen ihrer Generation. Es ist kurz nach der Revolution, die junge Tarlan erträumt sich eine bessere, gerechtere Zukunft. Was zunächst als imponierende Flucht nach vorne erscheint, entpuppt sich nach und nach als Flucht nach innen. Das Schreiben ist schließlich auch Tarlans Weg, um aus dem inneren Exil herauszufinden.

Pete Smith: Endspiel

Sommer der Erinnerungen

Der Historiker Lionel, Ich-Erzähler des Romans „Endspiel“ von Pete Smith, lernt in einem Seniorenheim Elena Morgenstern kennen. Ihre Geschichte, die um Schuld und Aufarbeitung kreist, schreibt Lionel auf. „Endspiel“ ist ein komplexer, akribisch recherchierter Roman, meint Maria Knissel. Faust-Kultur veröffentlicht einen Auszug daraus.

Auszüge

Erich Mühsam: Tagebücher

Der Schriftsteller und Anarchist Erich Mühsam (1878-1934) war maßgeblich an der Ausrufung der Münchner Räterepublik im Jahr 1919 mitbeteiligt. Nach deren Niederschlagung kam Mühsam in Festungshaft. Faust-Kultur veröffentlicht in Auszügen Erich Mühsams Tagebücher aus dem Jahr 1921.

Vorwort

Lyrik von Jetzt 3

Die mit Spannung erwartete, von Max Czollek, Robert Prosser und Michael Fehr herausgegebene Anthologie „Lyrik von Jetzt 3 – Babelsprech“ ist jüngst erschienen. Vor allem in der Lyrikzeitung und auf Facebook entstand kurz darauf eine lebendige Debatte. In ihrem Vorwort unterstreichen die Herausgeber, worin die Besonderheit des Lyrikprojekts besteht.

Originaltexte | Auszüge

Eberth, Einheit

Originaltexte | Auszüge

Ludwig Emil Grimm, Erinnerungen

Gedicht

Ach die Tiere der Sprache

Ursprünglich geschrieben für den Film „Ming of Harlem: Twenty-One Stories (2014)“ (Regie: Phillip Warnell, Produktion: Warnell und Madeleine Molyneaux), handelt Jean-Luc Nancys Gedicht „Ach die Tiere der Sprache“ von der makellosen Wildheit des Tigers und des Alligators und den damit verbundenen abendländischen Konnotationen.

Gedichte von Marko Pogacar

Schwarzes Land

Bildkräftig und fern aller Idylle sind die Gedichte des kroatischen Schriftstellers Marko Pogacar, die in dem 2015 erschienenen, zweisprachigen Band „Schwarzes Land“ versammelt sind. Zweisprachig werden sie auch hier, mit allen Bedeutungsverschiebungen, wiedergegeben: Das Licht ist das Maß aller Dinge.

Gedicht

Dehnübungen der Psyche

Am 26. Juli 2015 wurde der französische Philosoph Jean-Luc Nancy, der vor allem durch seine Ontologie der Gemeinschaft und der Berührung bekannt wurde, 75 Jahre alt. Ingo Ebener gratuliert ihm mit seinem Gedicht »Dehnübungen der Psyche«.

Prosatext, Teil 3

Neapel. Sichtbar Verborgen

Als einen Mikrokosmos eines unsichtbaren Europa hat die Literaturwissenschaftlerin Marion Gees die süditalienische Metropole Neapel erlebt – und beschrieben. Auch im dritten (und erstmals) letzten Teil ihrer Aufzeichnungen verwebt sie literarische und filmische Reminiszenzen mit geschichtlichen Überblicken, um einen Eindruck von dieser höchst problematischen Stadt zu vermitteln.

Prosatext, Teil 2

Neapel. Sichtbar Verborgen

Im zweiten Teil ihrer Aufzeichnungen setzt Marion Gees ihre Erkundungen Neapels fort. Geleitet von der Lektüre neapolitanischer Schriftsteller und von Reminiszenzen der neorealistischen Filme, ebenso wie von geschichtlichen Überblicken, hat sie die Stadt erwandert und ihre Eindrücke festgehalten.

Wo die Ungastlichkeit Frankfurts ihren Anfang nimmt

Kaisersack, eine Wegsehenswürdigkeit

Mit seinem Hauptbahnhof hat Frankfurt eins der europaweit schönsten Stadttore. Die Gastlichkeit hört jedoch spätestens zwischen dem Bahnhofsvorplatz und der auf ihn zulaufenden Kaiserstraße auf. Dieser Zwischenraum, der Kaisersack genannt wird, ist für Volker Breidecker eine echte Frankfurter Wegsehenswürdigkeit.

Prosatext, Teil 1

Neapel. Sichtbar Verborgen

Neapel ist gewissermaßen der Mikrokosmos eines unsichtbaren Europas, meint die Literaturwissenschaftlerin Marion Gees, die in den letzten Jahren immer wieder dorthin gereist ist. Geleitet von der Lektüre neapolitanischer Schriftsteller ebenso wie von geschichtlichen Überblicken hat sie die Stadt erwandert und ihre Eindrücke festgehalten.

Auszug aus

Leichter Wind im Paradies

Die Autorin Carmen-Francesca Banciu siedelte nach ersten Erfolgen in Rumänien nach Berlin über und begann, deutsch zu schreiben. Ihr letztes Buch, in dem sie Reisenotizen zu poetischen Bildern über die Melancholie eines Schriftstelleralltags verwandelt, ist gerade erschienen. Faust-Kultur veröffentlicht daraus einen Auszug.

Gedicht von Debbie Lim

Recalling the Bats

Debbie Lim ist eine Lyrikerin aus Sydney. Gern behandelt sie in ihren Gedichten Tiere, die sie mit ihrer poetischen Charakterisierung in fiktive Mythen verwickelt. Eric Giebel hat neben ihr Gedicht Recalling the Bats seine Übertragung ins Deutsche gesetzt: Fledertiere, sich ihrer vergegenwärtigen.

Philosophische Reflexionen

Tagesrationen. Ein Alphabet des Lebens

„Ohne Publikum kann das Schreiben nicht gelingen", heißt es in dem Buch „Tagesrationen" von Jürgen Werner. Es besteht aus pointiert geschriebenen, philosophischen Reflexionen, ohne die auch das Lesen nicht gelingen kann. Auszüge daraus hier.

Stücke im antiken Kontext

Mythen. Mutanten

ESSAY

Literatur und Krieg

Erich Auerbach, 1892 in Berlin geboren, floh 1935 vor den Nazis nach Istanbul, wo er europäische Philologie lehrte. Dort hielt er auch eine Reihe von Vorträgen zu europäischen Klassikern und zum Reflex des Zeitgeistes in der Literatur. Nun wurden sie ins Deutsche zurückübersetzt und ediert. Faust-Kultur veröffentlicht den Aufsatz zu »Literatur und Krieg« in leicht gekürzter Fassung.

Gedanken zum 9. November

Stiefel muss sterben

Es kann einem viel in den Sinn kommen auf einem Spaziergang am 9. November im Rheingau. Dieses Datum hat es in sich. Und Harry Oberländer hat in seiner Erzählung die Monographie des Tages in das Erleben dieses Tages aufgenommen.

LiBeraturpreis 2014 an Raja Alem

Eine literarische Form der Demokratie

Die saudi-arabische Autorin Raja Alem erhielt für ihren Roman „Das Halsband der Tauben” den LiBeraturpreis 2014, der am 11. Oktober im Rahmen der Frankfurter Buchmesse verliehen wurde. Alem überrascht uns mit einem Roman, der sinnlich und freimütig die Liebe und die Körperlichkeit des Menschen preist, scharfsichtig in der Analyse ist und scharfzüngig im Spott, meint Karl-Markus Gauß in seiner Laudatio.

Gedicht (tschechisch-deutsch)

Hilda läuft

In seinem Gedicht »Hilda läuft« spürt der tschechische Autor Petr Madera »die geheimnisvollen Worte der Ahnen« auf.

ROMANAUSZUG

Paranoia

Kürzlich erschien der Roman „Paranoia“ des belarussischen Autors Viktor Martinowitsch. Er wurde von Thomas Weiler ins Deutsche übersetzt. „Paranoia“ ist ein politischer Thriller und spielt in einem totalitär regierten Land, das dem das heutigen Belarus (Weißrussland) ähnelt. Faust-Kultur veröffentlicht einen Auszug aus dem Roman.

LiBeraturpreis 2014 an

Raja Alem

Die saudi-arabische Autorin Raja Alem wird für ihren Roman Das Halsband der Tauben mit dem LiBeraturpreis 2014 ausgezeichnet. Das Buch ist eine Zeitreise, die von der Moderne in vorislamische Zeiten führt und Einblick gibt in eine Welt, über die nur selten von innen heraus berichtet wird. Einen Textauszug gibt es hier.

Übersetzerpreise der Kunststiftung NRW

Doppelbedichtungen im Dreierpack

Michael Kegler, verantwortlich für den Schwerpunkt zur portugiesischsprachigen Literatur auf Faust-Kultur, hat für die Übersetzung von Luiz Ruffatos Roman »Es waren viele Pferde« den renommierten Straelener Übersetzerpreis 2014 erhalten. Er teilt sich den Preis mit Marianne Garies. Die Laudatio von Ulrich Blumenbach lesen Sie hier.

Originaltexte | Auszüge

Julia Faust: Nur die Spitzen

Kurzgeschichte

Mutmaßungen über Edith

Er pflegt den kalten Blick. Das Analytische regiert in seinen knappen Kurzgeschichten. Mit Michael Helwig begegnet der Faust Kultur-Leser einer neuen, interessanten Autorenstimme aus Köln, vorgestellt von Peter Henning.

Originaltexte | Auszüge

Marion Victor: Beduinen-Märchen

Sprachglosse

Das Grußwort

Im besten Fall dienen die Worte der Verständigung. Wir finden aber auch unbedachte Konvention, Sprach- also Denkschlamperei, modebewusste Verblödungsstrategie und anderen Missbrauch des Wortes. Roland Kaehlbrandt hat sich ein weitverbreitetes Wort genauer angesehen: das Grußwort.

Rede zum 40-jährigen Jubiläum

Die Berger Stadtschreiberei

Wo einst die Stammburg der Schelme stand, im heute zu Frankfurt gehörenden Stadtteil Bergen, wohnte der Schriftsteller Franz Joseph Schneider, der zum An-Stifter des Stadtschreiber-Amtes wurde. Anlässlich des 40. Jubiläums dieser vielbeneideten Einrichtung erzählte der einstige Stadtschreiber Peter Härtling von den Anfängen und Kuriositäten einer Literaten liebenden Gemeinde.

Originaltexte | Auszüge

Gedichte aus Mittel- und Osteuropa

Originaltext von Albert Camus

Die Krise des Menschen

»The Human Crisis« hieß ein Vortrag, der Albert Camus Ende März 1946 an der Columbia University in New York hielt - und der nichts an Aktualität verloren hat. Deshalb veröffentlicht ihn Faust-Kultur hier erneut.

Romanauszug

Argo. Anderswelt

Wer liest, wie jemand aus einem Berliner Café auf eine Straße tritt, die durch Buenos Aires führt und dort einen Freund trifft, der sich aber als ferngesteuerter Feind entpuppt, hat ein Buch von Alban Nikolai Herbst in der Hand. Jetzt ist »Argo. Anderswelt« erschienen, aus dem das 5. Kapitel in Faust-Kultur veröffentlicht wird.

Jamal Tuschick

Nachdenken über Heiner Müller

Die Kunst sei selber eine Form der Realität, sagte einst der Dramatiker Heiner Müller, und wie sie lässt die Kunst sich nicht mit einfachen Wahrheiten fassen. Jamal Tuschick hat das Angebot angenommen und wird in loser Folge in Faust-Kultur aus den Spuren der Realität einen Heiner Müller formen, der dem Dramatiker Müller ähnlich sieht.

Romanauszug

Träumer und Sünder

Der Lyriker, Übersetzer und Romancier Matthias Göritz hat einen neuen Roman vorgelegt. Im Mittelpunkt steht der alte und kranke Filmproduzent Helmut Erlenberg, der im Interview mit dem Ich-Erzähler Details über sein neues Film-Projekt »Gleiwitz« erzählen soll, dabei aber sein eigenes Spiel spielt. Ein Kapitel aus diesem Buch verrät.

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Peter Henning: Ein deutscher Sommer

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Wilhelm Genazino: Der Zettel

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Aris Fioretos Festrede zum Internationalen Literaturpreis 2013

ZIAF Lecture 2013

Short Story Essay

Auch als Wissenschaftler und Herausgeber zeitgenössischer afrikanischer Autoren tritt Helon Habila hervor. Seine Einführung zur Sammlung zeitgenössischer afrikanischer Short Stories gibt es in der Originalfassung

Romanauszug

Öl auf Wasser

Helon Habila gehört zu den international anerkanntesten Autoren moderner afrikanischer Literatur. Sein aktueller Roman Öl auf Wasser hat inzwischen zahlreiche literarische Auszeichnungen erhalten.

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Joachim Geil: Tischlers Auftritt

Audio-Mitschnitt

Ursula Krechel »Landgericht«

Ursula Krechel erhielt 2012 den Deutschen Buchpreis. In »Landgericht« spricht sie von der Zeit, als die Bundesrepublik ihren Anfang nahm. Audio-Auszüge aus der Lesung und einer sich anschließenden Diskussion gibt es hier.

AUF ORPHEUS' SPUREN DURCH SÜDBULGARIEN

Thrakisches Tagebuch

Wir sind dabei! Die Einladung des Goethe-Instituts, bulgarische Ausgrabungsstätten zu besuchen, bekam der Dichter Jan Volker Röhnert. Er hat von jedem Tag seiner Reise einen Kurzbericht an Faust-Kultur gemailt, damit wir alle das attraktive Projekt nachvollziehen können: Das Thrakische Tagebuch.

Faust-Glosse

Des Löwen Kern

Sibylle Lewitscharoffs Roman »Blumenberg« hat interpretierende Besprechungen bekommen, wie man sie vom rasch arbeitenden Feuilleton lange nicht kannte. Denen hat Claudia Schmölders nun mit ihrer Glosse eine ultimative Deutung hinzugefügt.

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Jamal Tuschick & Cia Torun

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Guido Rohm: Jack, oh, Jack

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Jannis Plastargias: Pontikaki

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Tennenbaum, Straßen von gestern

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Zischler, Lady Earl Grey

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Erich Mühsam: Tagebücher

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Volker Braun: Die hellen Haufen

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Guido Rohm: Die Sorgen der Killer

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Romananfang: Alle ihre Gründe

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Alawiyya Sobh: Marjams Geschichten

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Hauke Hückstädt: SMS-Interview

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E-Mail: Hückstädt-Meinecke

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Wolkenstein: Lieder

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Martin Lüdke: Meine Moderne

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Guido Rohm: Blutschneise

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Detlev Claussen: Eine Liebe auf den zweiten Blick

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Peter O. Chotjewitz: Mit Jünger...

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Nino Haratischwili: Mein sanfter Zwilling

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Chronik der Lektoren

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Leonardo Padura : Der Mann…

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Stadtschreiberrede: Rosenlöcher

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Lutz Becker: Leben…

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Franz Mon: Gedichte 3

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Franz Mon: Gedichte 2

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Alissa Walser: Mann mit Tasche

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Olga Martynova: Frankfurt

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Boualem Sansal: Das Dorf

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Franz Mon: Gedichte 1

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Lahens: Es war einmal

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Elias Khoury: Yalo

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Peter Henning: Leichtes Beben 2

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Edwidge Danticat: Der verlorene Vater

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Dickey, Flussfahrt

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Shirin Kumm, Nachdenken

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Vera Schmidtke: Gedichte

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Guido Rohm: Verteidigungsmaßnahmen

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Peter Henning: Leichtes Beben 1

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Wolfgang Deichsel: Selbstbedienung

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Sascha Reh: Falscher Frühling

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Jürgen Lentes: Die Furie...

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Cioran: Verzicht auf Freiheit

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Elisabeth Borchers Gedichte

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Dahlem: der rockstar

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Guido Rohm: Wildwechsel

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Oleg Jurjew: Preisrede

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Klaus Reichert: Wüstentage

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Silke Scheuermann: Shanghai Performance

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Shirin Kumm: Bei Aldi

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Andrea Richter: E-Mord

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Zsuzsa Bánk: Die hellen Tage

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Lola Arias: Mein Leben danach

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Mareike Krügel: Bleib

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Otto A. Böhmer: Jahressommer

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Jamal Tuschick, Grobzeug im Rindermix 2&3

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Kettly Mars, Fado

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Otto A. Böhmer, Schopenhauer...

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Joachim Geil, Heimaturlaub

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Jean-Philippe Toussaint: Marie

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Shirin Kumm: Erkläre mir die Welt

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Paulus Böhmer: Am Meer...

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Otto A. Böhmer, Schopenhauer und die Frauen

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Alissa Walsers Tagebuch aus Argentinien

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Die Schreie schizophrener Bananen

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Cesky Krumlov

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Alissa Walsers Tagebuch aus Argentinien, Folge 2

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Alban Nikolai Herbst im Kaufhaus

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Ankalina Dahlem: Der Dreh

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Schopenhauer 2

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Harry Oberländer in Cesky Krumlov

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Otto A. Böhmer, Schopenhauer als Finanzberater

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Shirin Kumm: Schaufensterbummel

erstellt am 24.9.2013