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Lange Nacht der Jungen Literautur in Hamburg – mehr
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Buchmesse-Blog mit dem Thema: Geld und Leidenschaft

Guido Rohm • In Fortsetzung
Einsame Klasse
Sie tut es. Weil sie es kann. Weil sie es will. Sitzt auf dem Badewannenrand. Greift nach der Rasierklinge, die neben ihr auf der Kommode liegt. mehr
Klaus Schneider
Haikus zum Sehen
Peter Liermann
Haikus zum Hören


Ein furchtbar schöner Mann
Ein furchtbar schöner Mann, braunes Haar, samtig-braune Mandelaugen, sinnlich volle Lippen, schlanke athletische Figur, gekleidet in einen blauen Anzug mit weißem Hemd, die zwei ersten Knöpfe offen, braune Lederschuhe, kräftige Hände mit manikürten Fingernägeln, fummelte auf der Straße ewig um eine Regenrinne herum – hinter der sich ein kleiner Spatz verflogen hatte und nicht mehr aus seinem Gefängnis rauskam. Mit gefundenen Ästchen zielte der Schöne gekonnt vorsichtig auf das Vögelchen, ohne es zu verletzten, und rief immer wieder: »Mein Kleiner, mein Kleiner, bald hast du es geschafft!«
Es dauerte fast zwei Stunden, bis er ihn aus seinem Gefängnis befreien konnte. Zärtlich hielt er das Vögelchen in seinen Händen, bis er ihm ohne eine Vorwarnung, ohne einen Laut, genüsslich den Kopf abbiss – den reglosen Körper zu Boden gleiten ließ und fröhlich pfeifend seiner Wege ging.
Ein furchtbar schöner Mann.
Nichts
»Das Nichts« stand auf dem Türschild. Simone de Beauvoir klopfte drei Mal. Als niemand antwortete, öffnete sie die Tür und sah keinen Sartre. »Kein Sein?« fragte sie. »Kein Sein«, sagte Sartre, »nur Nichts.«


Neue deutsche Höflichkeit
Für Ihre Garderobe wird keine Haftung übernommen. Vielen Dank. (Oskar’s)
Bei Zahlung mit Kreditkarte möchte der Verzehr mindestens 15 € betragen. (Raststätte in Sachsen-Anhalt)
Diebstahl lohnt sich leider nicht. Wir bitten um Verständnis. (HL Lokalbahnhof)
Philipp Mosetter: Tragischer Vorfall Nr. 98 mehr
Cartoon von Hanspeter Ludwig

Olga Martynova – hier im Video von Harald Ortlieb
nur mal so
auf der straße zum anfassen
dachtest du locker
dahingeschlendert bist du
von wegen, frag nicht
wer immer wieder
deine freunde kauft
für peanuts, versteht sich
und dann fällst du & fällst
im eigenen ansehen & auf die schnauze
& aus allen registern & allen regalen
ich würde zu dir halten, hättest
du dir meinen namen gemerkt.
Faust-Gespräch mit Gerald Zschorsch
Absichtlich absichtslos
Gerald Zschorsch ist ein Dichter aus Elsterberg im Voigtland, an dem, seit 30 Jahren in Frankfurt am Main ansässig, die Gefängniszelle seiner rebellischen Jugend festsitzt wie an der Schnecke das Haus. Es verwundert nicht, wenn in den überwiegend kurzen, lakonischen Gedichten eine Radikalität erscheint, die der Gewalt, die ihm zugefügt wurde, eine kämpferische Energie entgegensetzt. Anlässlich seines 60. Geburtstags sprach Harry Oberländer mit dem Dichter hier
Eine Auswahl seiner Gedichte lesen und hören Sie hier

Briefwechsel
Joseph Roth schreibt
an Stefan Zweig
Bedeutende Briefwechsel, schriftliche Gespräche unter vier Augen, die von der ganzen Welt mitgehört werden wollen, sind stets mit einer besonderen Sorgfalt formuliert, und die attraktive Mixtur aus persönlicher Befindlichkeit und (welt-)politischer Bezugnahme, aus Intimität und kulturellem Interesse weckt unsere Neugier. Mit einer Reihe von Briefen berühmter Autoren, die Raimund Fellinger auswählt und vorstellt, wollen wir dieser Neugier entgegenkommen. Wir beginnen mit einem Brief von Joseph Roth an Stefan Zweig aus dem Jahr 1935. mehr
Im Kurzvideo von Harald Ortlieb liest Ilija Trojanow aus: »Zu den heiligen Quellen des Islam. Als Pilger nach Mekka und Medina«.
Im Kurzvideo von Harald Ortlieb liest Paulus Böhmer aus seinem Gedicht »An Angel«
Ein FaustVideo von Harald Ortlieb litchannel.tv

Interview mit Matthias Nawrat
Eine Lebensentscheidung,
die man treffen muss
Was ist denn ein »Freier Schriftsteller«? Ein Euphemismus wie »Stiller Ozean«? Besteht der Unterschied darin, dass ein unfreier Schriftsteller für Lohn, ein freier Schriftsteller aber für Honorar schreibt? Malte Abraham sprach darüber mit dem Autor Matthias Nawrat. mehr

Gespräch mit Maria Knissel
»Rumsitzen-ist-scheiße«
Nach einem Motorradunfall muss Klaus neu Leben lernen. Mühsam gelingt es ihm, nicht nur drei, sondern sieben Worte zusammenhängend auszusprechen. Wie viel mehr Spielraum diese feine Differenz bedeutet, beschreibt die Autorin Maria Knissel in ihrem neuen Roman. Ein Gespräch mit ihr sowie eine Rezension mit Romanauszug finden Sie hier

Video-Interviews. – Eine interaktive Dokumentation über das bedingungslose Grundeinkommen (BGE). mehr

























