Vortrag | 27. Februar 2018 19:00 Uhr - Residenzschloss, Karl-Dedecius-Saal, Marktplatz 15, Darmstadt

Flucht, Flüchtlinge und Integration im modernen Europa

Vortrag von Philipp Ther (Universität Wien)

 

Flucht und Integration gehören zu den beherrschenden Themen der Gegenwart. Sie sind ein maßgeblicher Grund für den Aufstieg rechtspopulistischer Parteien, und drohen, die EU zu spalten. Ein Blick in die Tiefen der Geschichte relativiert allerdings die „Flüchtlingskrise“ des Jahres 2015. Seit 1492 die sephardischen Juden von der iberischen Halbinsel vertrieben wurden, ist Europa immer ein Kontinent der Flüchtlinge gewesen.
Der Osteuropahistoriker Philipp Ther geht den Gründen der Flucht nach: religiöser Intoleranz, radikalem Nationalismus und politischer Verfolgung. Anhand von Lebensgeschichten veranschaulicht er die Not auf der Flucht, identifiziert Faktoren für gelingende Integration und erörtert das wiederholte Versagen der internationalen Politik sowie die Lehren, die daraus gezogen wurden.

 

→ Details


Vortrag | 6. März 2018 19:00 Uhr - Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse, Neue Mainzer Str. 49, Frankfurt a. M.

Peter Cachola Schmal, Foto: DAM

Wohnen für Alle

Vortrag von Peter Cachola Schmal, Direktor des Deutschen Architekturmuseums


Hohe Mieten und unerschwingliche Kaufpreise vertreiben Menschen zunehmend aus den Städten. Zurück bleiben Glückspilze mit alten Mietverträgen und Wohlhabende. Das ist weder fair noch gut für eine lebendige Stadt. Wie kann dem also entgegengesteuert werden? Welche Mechanismen können dem Markt überlassen bleiben? Wo muss die Politik eingreifen? Wie können sich die Bürger einbringen? Und was können die Bewohner der Städte sich selbst abverlangen, damit sie sich nicht zu unsozialen NIMBYs (Not-in-my-back-yards) entwickeln, die jegliche Veränderung in ihren Hinterhöfen ablehnen, jede Nachverdichtung, jedes Neubaugebiet bekämpfen und am Ende selbst wegziehen müssen, weil auch sie die steigenden Mieten nicht mehr bezahlen können?

→ Details


Ausstellung | Vortrag | 19. August 2017 bis 1. Mai 2018 - Rathenauplatz und weitere Orte in Frankfurt am Main

Denkmal der grauen Busse

Gedenken an NS-„Euthanasie“-Opfer


Das reisende „Denkmal der Grauen Busse“ erreicht Frankfurt am Main. Nach Berlin, Köln oder München ist Frankfurt die 20. Station des 70 Tonnen schweren Beton-Busses. Bis Mai 2018 wird das Denkmal auf dem Rathenauplatz der Opfer der sogenannten „Euthanasie – Aktion T4“ gedenken. Grau gestrichene ehemalige Postbusse beförderten 1940/41 Patienten mit psychischen Krankheiten und geistigen Behinderungen in Tötungsanstalten wie Hadamar. Mit einer begleitenden Veranstaltungsreihe über die medizinhistorischen Ereignisse und die Ideologie der Nationalsozialisten von „unwertem“ Leben wird an den organisierten Massenmord erinnert.

 

→ Details


erstellt am 09.9.2010