Konzert | Ausstellung | Lesung | Gespräch | Theater | 1. Juni 2017 - bundesweit

Francfort en français / Frankfurt auf Französisch

Juni 2017


Der Ehrengastauftritt Frankreichs auf der Frankfurter Buchmesse bildet zwar den Höhepunkt eines französischen Kulturjahrs in ganz Deutschland mit einem vielfältigen und spartenübergreifenden Programm, das gemeinsam mit dem Institut français Deutschland umgesetzt wird. Aber im gesamten Jahr 2017 werden mehr als 350 Veranstaltungen unter dem Label „Francfort en français / Frankfurt auf Französisch“  bundesweit stattfinden: Theater, aktuelle Musik, Bildende Kunst, Kino, Literaturbegegnungen und vieles mehr mit 250 beteiligten Künstlern und französischsprachigen Autoren. Vom 11. bis zum 15. Oktober 2017 ist Frankreich dann Ehrengast der 69. Frankfurter Buchmesse. Anders als vor 27 Jahren steht dann im Mittelpunkt des Ehrengastauftritts die französische Sprache und natürlich die französischsprachige Literatur.

 

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Ausstellung | 3. Mai 2017 bis 30. Juni 2017 - Kai Middendorff Galerie, Niddastr. 64, 60329 Frankfurt a. M.

Franziska Kneidl. Passengers

Die Malerin Franziska Kneidl überrascht einmal mehr: Nach den mit Farbe bearbeiteten poetisch-sinnlichen Folienarrangements, die sie über Hula-Hoop-Reifen befestigte und damit ihre Malerei in die dritte Dimension brachte, steigert sie nun den Auftritt ihrer Figuren.

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Ausstellung | 26. April 2017 bis 2. Juli 2017 - Opelvillen Rüsselsheim, Ludwig-Dörfler-Allee 9, 65428 Rüsselsheim

© Tamara Grcic

Tamara Grcic: Have you been here before?

Die 1964 geborene Frankfurter Künstlerin Tamara Grcic zeigt in Rüsselsheim eine poetische Soundinstallation. Grcic hat Menschen unterschiedlicher Herkunft gebeten, ein Zimmer oder ein Haus zu beschreiben, das für sie Bedeutung hat. Zudem bat die Künstlerin ihre Gesprächspartner, ein Lied in ihrer Muttersprache zu singen. Syrisch, Äthiopisch, Russisch, Hebräisch, Griechisch und Deutsch sind nur einige der vertretenen Sprachen.

Aus dem gesammelten Tonmaterial hat Grcic dreizehn Tonstücke arrangiert, die nun die Räume der Opelvillen füllen. Die Tonsequenzen werden nicht übersetzt, und sie überlagern sich oft. Die Türen zwischen den einzelnen Räumen bleiben offen, so dass die Stimmen quasi wandern. Die Tonstücke fügen sich zu einem abstrakten Hörerlebnis, denn nur wenige Fragmente sind dem Besucher verständlich. Grcic ließ zudem farbige Folien vor die Fenster der Opelvillen hängen. So entsteht insbesondere im Sonnenlicht eine geradezu rauschhafte Farbstimmung, die den Besucher aus dem Alltag heraustreten lässt. (el)


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Ausstellung | 29. Juni 2017 bis 2. Juli 2017 - European School of Design, Hamburger Allee 45 (im Hof), Frankfurt

© Line Krom

TANNER Dialog I: Line Krom und Norman Hildebrandt

Eröffnung: Donnerstag, 29. Juni 2017 um 19 Uhr


Zum Auftakt der neuen Ausstellungsreihe „TANNER Dialog“ präsentiert der Kunsthistoriker Ekkehard Tanner Zeichnungen von Line Krom und Norman Hildebrandt. Beide Künstler setzen sich mit der Sinnhaftigkeit der vom Effizienzgedanken beherrschten Verhältnisse auseinander. Ihr Unbehagen am Kunstbetrieb bringen sie auf je unterschiedliche Weise zum Ausdruck. So entgrenzt Krom die Gattung Zeichnung an sich, wohingegen Hildebrandt der klassischen Auffassung seines Mediums treu bleibt.

Dabei untersucht Krom in sinnlich nachvollziehbarer Weise, welche Auswirkungen Sparmaßnahmen auf die Trägerstrukturen von Kunst haben. Während Krom also das Kultursystem kritisch hinterfragt, entzieht sich Hildebrandt dessen als restriktiv empfundenen Zwängen, um neue Plattformen der Sichtbarmachung auszuloten. In seinem impulsiven zeichnerischen Werk geht es Hildebrandt darum, die Dinge nicht von ihrer Oberfläche her zu sehen, sondern emotional zu durchdringen.

 

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Ausstellung | 19. Mai 2017 bis 7. Juli 2017 - Deutscher Wetterdienst, Frankfurter Straße 135, 63067 Offenbach

Gerhard Lang, Cloud Walk 10

Gerhard Lang: NUBI TEMPORA Wolkenlandschaft

Gerhard Lang beschreibt sein Werk als „poetisierte Wissenschaft“. Im Sinne der Spaziergangswissenschaft nach Lucius Burckhardt arbeitet der Künstler mit der Methode des „minimalen Eingriffs“. 1963 geboren, lebt Gerhard Lang in Schloss-Nauses und London. Er studierte an der Kunsthochschule in Kassel und an der Slade School of Fine Art in London. Seit 1992 Lehrtätigkeit an Kunsthochschulen und Hochschulen für Architektur im In- und Ausland. Seine Arbeit präsentiert er regelmäßig in Vorträgen und auf Konferenzen.

 

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Ausstellung | 18. Mai 2017 bis 10. August 2017 - Brückenstraße/Gutzkowstraße, Frankfurt-Sachsenhausen

Frankfurter Kunstsäule: Zeichnungen von Daniel Hartlaub

Im Herzen der Brückenstraße in Frankfurt-Sachsenhausen entsteht im Mai 2017 die Frankfurter Kunstsäule. Zwischen Altem Friedhof, Kinderspielplatz und Gutzkowstraße aufgestellt, bietet die Litfaßsäule Raum für Positionen der Gegenwartskunst. Dreimal im Jahr wird ein anderer Künstler sein Werk auf der Säule platzieren, die sowohl direkt bemalt, als auch mit unterschiedlichem Material beklebt werden kann. Den Anfang macht Daniel Hartlaub, der mit seiner Arbeit den Standort der Kunstsäule thematisieren will. Ein musikalischer Beitrag von Jan Peter Schwalm ergänzt die Präsentation.

 

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Ausstellung | 1. Juni 2017 bis 27. August 2017 - Frankfurter Kunstverein, Markt 44, 60311 Frankfurt am Main

© Melanie Bonajo

Melanie Bonajo: Single Mother Songs from the End of Nature

Die 1978 geborene niederländische Künstlerin Melanie Bonajo hat den Frankfurter Kunstverein in eine psychedelische Landschaft verwandelt. In fünf aufwendig gestalteten Räumen nimmt der Besucher auf mitunter plüschigen Sitzgelegenheiten Platz, um Bonajos Videofilme zu sehen. Der Ausstellungsbesuch erfordert Zeit. Fast alle Filme sind länger als dreißig Minuten.

Der Film „Economy of Love“ ist in eine pinkfarben schimmernde Höhle integriert. Junge New Yorker Amateur-Sexarbeiterinnen erzählen darin von unkonventionellen Liebespraktiken und ihrer Einstellung zum Körper. Bild und Tonspur gehen dabei zuweilen getrennte Wege. So sieht man eine Gruppe von sieben nackten Männern und Frauen, die sich schrittweise übereinander legen. Ihre Körper sind angemalt. Zusammen bilden sie schließlich einen Regenbogen.

 

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Ausstellung | 10. Juni 2017 bis 10. September 2017 - Kunstmuseum Basel

Otto Freundlich: Kosmischer Kommunismus

10. Juni bis 10. September 2017

Die erste Station dieser Retrospektive war das Kölner Museum Ludwig, das überaus gute Kritiken dafür einheimsen konnte, denn die gelungene Ausstellung konnte einen tiefen Einblick in das Werk dieses ungewöhnlichen Abstrakten bieten, der, obwohl er mit den wichtigsten Künstlern seiner Zeit bekannt war, stets seinen eigenen Weg ging. Seit 1924 in Paris lebend wurde Otto Freundlich, geb. 1878, zuerst als Deutscher in Frankreich interniert, dann 1943 von den Nazis in einem Transport von 1000 Juden deportiert und vermutlich am 9. März im KZ Lublin-Majdanek ermordet. Als „entartet“ diskreditiert setzte das Regime 1937 die Skulptur „Großer Kopf“ auf dem Titelblatt des Ausstellungsführers zur Propagandaschau „Entartete Kunst“. Bei der Vorbereitung der Retrospektive wurde durch Fotovergleich festgestellt, dass auf der Tour der Kopf durch eine negativ überzeichnete Skulptur ersetzt worden war. Seine leuchtend farbigen Gemälde und Gouachen haben zum Glück diese hässliche Zeit überlebt und lohnen eine intensive Betrachtung.

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erstellt am 09.9.2010