Konzert | Ausstellung | Lesung | Gespräch | Theater | 1. August 2017 - bundesweit

Francfort en français / Frankfurt auf Französisch

August 2017


Der Ehrengastauftritt Frankreichs auf der Frankfurter Buchmesse bildet zwar den Höhepunkt eines französischen Kulturjahrs in ganz Deutschland mit einem vielfältigen und spartenübergreifenden Programm, das gemeinsam mit dem Institut français Deutschland umgesetzt wird. Aber im gesamten Jahr 2017 werden mehr als 350 Veranstaltungen unter dem Label „Francfort en français / Frankfurt auf Französisch“ bundesweit stattfinden: Theater, aktuelle Musik, Bildende Kunst, Kino, Literaturbegegnungen und vieles mehr mit 250 beteiligten Künstlern und französischsprachigen Autoren. Vom 11. bis zum 15. Oktober 2017 ist Frankreich dann Ehrengast der 69. Frankfurter Buchmesse. Anders als vor 27 Jahren steht dann im Mittelpunkt des Ehrengastauftritts die französische Sprache und natürlich die französischsprachige Literatur.

 

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Ausstellung | 1. Juni 2017 bis 27. August 2017 - Frankfurter Kunstverein, Markt 44, 60311 Frankfurt am Main

© Melanie Bonajo

Melanie Bonajo: Single Mother Songs from the End of Nature

Die 1978 geborene niederländische Künstlerin Melanie Bonajo hat den Frankfurter Kunstverein in eine psychedelische Landschaft verwandelt. In fünf aufwendig gestalteten Räumen nimmt der Besucher auf mitunter plüschigen Sitzgelegenheiten Platz, um Bonajos Videofilme zu sehen. Der Ausstellungsbesuch erfordert Zeit. Fast alle Filme sind länger als dreißig Minuten.

Der Film „Economy of Love“ ist in eine pinkfarben schimmernde Höhle integriert. Junge New Yorker Amateur-Sexarbeiterinnen erzählen darin von unkonventionellen Liebespraktiken und ihrer Einstellung zum Körper. Bild und Tonspur gehen dabei zuweilen getrennte Wege. So sieht man eine Gruppe von sieben nackten Männern und Frauen, die sich schrittweise übereinander legen. Ihre Körper sind angemalt. Zusammen bilden sie schließlich einen Regenbogen.

 

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Ausstellung | 25. Juli 2017 bis 27. August 2017 - Museum Giersch, Schaumainkai 83, Frankfurt am Main

© Laura J. Padgett

Laura J. Padgett: Somehow Real

Die Fotografin Laura J. Padgett, 1958 im US-Bundesstaat Massachusetts geboren, lebt seit mehreren Jahrzehnten in Deutschland. Sie erhält nun den Marielies-Hess-Kunstpreis, der seit 2011 alle zwei Jahre vergeben wird. Aus diesem Anlass zeigt das Museum Giersch der Goethe-Universität unter dem Titel „Somehow Real“ vier fotografische Serien und zwei Filme der Frankfurter Künstlerin.

In ihren Fotografien erweist sich Padgett als präzise Beobachterin mit einem Blick für Details und Stimmungen. Was zunächst wie ein Schnappschuss wirken könnte, ist, so Laura J. Padgett, „wohlbedacht“. Oft setzt sie Gebäude und Stadtlandschaften ins Bild.

Im Juli 2005 erhielt Laura J. Padgett Zugang zum Wohn- und Atelierhaus des Schweizer Architekten Peter Zumthor. Sie machte zahlreiche analoge Innen- und Außenaufnahmen des von Zumthor selbst entworfenen Hauses. Von Januar 2010 bis Januar 2012 begleitete Laura J. Padgett den Umbau und die unterirdische Erweiterung des Städels. Zum Frankfurter Museum hat Padgett eine besondere Beziehung: „Das Städel kenne ich, seit ich Anfang der achtziger Jahre nach Deutschland kam.“ (el)

 

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Ausstellung | 30. Juli 2017 bis 3. September 2017 - Parkanlage Bürgerhaus Mörfelden, Blumenstr./Ecke Parkstr.

Felix Rombach, Portal, 2011

20. Skulpturenpark Mörfelden-Walldorf

In diesem Jahr stehen Künstler und Künstlerinnen einer zumeist jüngeren Generation – Absolventen und Studierende der renommierten Akademien und Hochschulen in Frankfurt (Städelschule), Offenbach (HfG), Düsseldorf, Karlsruhe und Nürnberg – im Zentrum der Open-Air-Skulpturenschau. Zu entdecken sind zehn Positionen der Skulptur, Plastik, Installation und Objektkunst von Jules Andrieu, Lars Karl Becker, Merja Herzog-Hellstén, Isabell Hofmann, Peter Müller, Emilia Neumann, Marco Poblete Young, Felix Rombach, Waldemar Scheck und Lukas Sünder.

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Ausstellung | 10. Juni 2017 bis 10. September 2017 - Kunstmuseum Basel

Otto Freundlich: Kosmischer Kommunismus

10. Juni bis 10. September 2017

Die erste Station dieser Retrospektive war das Kölner Museum Ludwig, das überaus gute Kritiken dafür einheimsen konnte, denn die gelungene Ausstellung konnte einen tiefen Einblick in das Werk dieses ungewöhnlichen Abstrakten bieten, der, obwohl er mit den wichtigsten Künstlern seiner Zeit bekannt war, stets seinen eigenen Weg ging. Seit 1924 in Paris lebend wurde Otto Freundlich, geb. 1878, zuerst als Deutscher in Frankreich interniert, dann 1943 von den Nazis in einem Transport von 1000 Juden deportiert und vermutlich am 9. März im KZ Lublin-Majdanek ermordet. Als „entartet“ diskreditiert setzte das Regime 1937 die Skulptur „Großer Kopf“ auf dem Titelblatt des Ausstellungsführers zur Propagandaschau „Entartete Kunst“. Bei der Vorbereitung der Retrospektive wurde durch Fotovergleich festgestellt, dass auf der Tour der Kopf durch eine negativ überzeichnete Skulptur ersetzt worden war. Seine leuchtend farbigen Gemälde und Gouachen haben zum Glück diese hässliche Zeit überlebt und lohnen eine intensive Betrachtung.

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Ausstellung | 22. Juni 2017 bis 10. September 2017 - Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main

Odilon Redon, Pégase captif, 1889

Géricault bis Toulouse-Lautrec

Französische Lithografien des 19. Jahrhunderts


Das Städel Museum zeigt rund neunzig Lithografien aus der hauseigenen Graphischen Sammlung. Zuletzt wurden die kostbaren und lichtempfindlichen Blätter 1989 im Städel präsentiert. Inzwischen sind einige Neuerwerbungen hinzugekommen.

Die Schau macht die rasante künstlerische Weiterentwicklung der Lithografie im 19. Jahrhundert nachvollziehbar. Das älteste Blatt stammt aus dem Jahr 1818. Théodore Géricault stellt darauf Soldaten der napoleonischen Armee dar, die vom gescheiterten Russland-Feldzug zurückkehren. Francisco de Goya ist mit einer späten Lithografie aus dem Jahr 1825 vertreten. Sie zeigt eine Stierkampfszene in Bordeaux.

Eugène Delacroix gilt als Vertreter einer sinnlichen, düsteren Romantik. Das Städel zeigt unter anderem seine Illustrationen zu Shakespeares Dramen „Macbeth“ und „Hamlet“ sowie einige „Faust“-Lithografien aus den 1820er Jahren. In der Ausstellung begegnet man einer lithografischen Fassung von Édouard Manets berühmtem Gemälde „Die Hinrichtung Kaiser Maximilians“ sowie sechs weiteren Blättern Manets. Ins 20. Jahrhundert weisen die schon fast surrealistischen Lithografien von Odilon Redon.

 

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erstellt am 09.9.2010