Gespräch | 21. Februar 2018 19:00 Uhr - Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43, 60596 Frankfurt

© DAM

Die Feigheit der Frauen - Ein Streitgespräch

Mit Bascha Mika und Tanja Paulit


„Die Feigheit der Frauen“ ist ein Streitgespräch über Frauen zwischen Rollenfalle und Selbstverantwortung. Auch nach einem halben Jahrhundert Emanzipationsdebatten laufen Frauen immer noch Gefahr, in traditionelle Muster und alte Abhängigkeiten zu geraten – eine Begegnung markanter Positionen und wissenschaftlicher Perspektiven in einem moderierten Dialog.

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Ausstellung | Lesung | 23. Februar 2018 19:30 Uhr - Atelierladen Be Poet – Michael Bloeck, Langenhainerstr. 26 (Ecke Idsteiner Str.), 60326 Frankfurt am Main-Gallus

Jannis Plastargias

Türkische Gefühle

Afyon und Erol sind Cousins. Sie sind Türken, sind in Deutschland aufgewachsen – und sie sind schwul. „Türkische Gefühle“ erzählt die Geschichte von zwei jungen Männern, die die Liebe suchen, finden und verteidigen müssen. Genauso wie ihre Identität. Buchpremiere und Lesung mit Jannis Plastargias (Sozialarbeiter, Autor, Blogger und Kulturaktivist), Ausstellung der Buchillustrationen von Roya Ash (Designerin, Texterin, lllustratorin, Fotografin, Ideengeberin und Künstlerin).

 

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Vortrag | 27. Februar 2018 19:00 Uhr - Residenzschloss, Karl-Dedecius-Saal, Marktplatz 15, Darmstadt

Flucht, Flüchtlinge und Integration im modernen Europa

Vortrag von Philipp Ther (Universität Wien)

 

Flucht und Integration gehören zu den beherrschenden Themen der Gegenwart. Sie sind ein maßgeblicher Grund für den Aufstieg rechtspopulistischer Parteien, und drohen, die EU zu spalten. Ein Blick in die Tiefen der Geschichte relativiert allerdings die „Flüchtlingskrise“ des Jahres 2015. Seit 1492 die sephardischen Juden von der iberischen Halbinsel vertrieben wurden, ist Europa immer ein Kontinent der Flüchtlinge gewesen.
Der Osteuropahistoriker Philipp Ther geht den Gründen der Flucht nach: religiöser Intoleranz, radikalem Nationalismus und politischer Verfolgung. Anhand von Lebensgeschichten veranschaulicht er die Not auf der Flucht, identifiziert Faktoren für gelingende Integration und erörtert das wiederholte Versagen der internationalen Politik sowie die Lehren, die daraus gezogen wurden.

 

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Konzert | 3. März 2018 20:00 Uhr - Alte Oper, Opernplatz 1, 60313 Frankfurt am Main

Renaud Capuçon

Mozart pur: Renaud Capuçon

Nach dem großartigen Auftakt vom Dezember 2017 präsentiert Pro Arte als zweiten Abend der Reihe „Mozart pur“ den französischen Geiger Renaud Capuçon. Mit vielen internationalen Preisen, darunter mehreren Echo Klassik–Preisen ausgezeichnet und zum Ritter der Französischen Ehrenlegion geschlagen, ist Renaud Capuçon ein weltweit gefeierter Interpret, der schon Brahms ebenso wie Alban Berg, Schumann ebenso wie Schulhoff und Mendelssohn ebenso wie Milhaud aufgeführt und aufgenommen hat. Aber zu Mozart scheint dieser frühreife Musiker spät gefunden zu haben – erst 2009 nahm Capuçon zwei Violinkonzerte auf. Nun tritt er mit drei der fünf Mozartschen Violinkonzerte in der Alten Oper auf – eine musikalische tour de force, die er sich zusammen mit der Camerata Salzburg unter der Leitung ihres ersten Konzertmeisters, des israelischen Geigers Gregory Ahss, vorgenommen hat.

 

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Lesung | Gespräch | 5. März 2018 19:00 Uhr - S. Fischer Verlag, Hedderichstr. 114, 60596 Frankfurt am Main

Silvia Bovenschen

Ein Abend für Silvia Bovenschen

Mit Bettina Böttinger, Frank Witzel und Antje Rávic Strubel

 

Eine gemeinsame Veranstaltung von Kulturamt Frankfurt am Main, Frauenreferat Frankfurt am Main und S. Fischer Verlag erinnert an die 2017 verstorbene Literaturwissenschaftlerin, Autorin und Essayistin Silvia Bovenschen. Lesung: Birgitta Assheuer


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Vortrag | 6. März 2018 19:00 Uhr - Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse, Neue Mainzer Str. 49, Frankfurt a. M.

Peter Cachola Schmal, Foto: DAM

Wohnen für Alle

Vortrag von Peter Cachola Schmal, Direktor des Deutschen Architekturmuseums


Hohe Mieten und unerschwingliche Kaufpreise vertreiben Menschen zunehmend aus den Städten. Zurück bleiben Glückspilze mit alten Mietverträgen und Wohlhabende. Das ist weder fair noch gut für eine lebendige Stadt. Wie kann dem also entgegengesteuert werden? Welche Mechanismen können dem Markt überlassen bleiben? Wo muss die Politik eingreifen? Wie können sich die Bürger einbringen? Und was können die Bewohner der Städte sich selbst abverlangen, damit sie sich nicht zu unsozialen NIMBYs (Not-in-my-back-yards) entwickeln, die jegliche Veränderung in ihren Hinterhöfen ablehnen, jede Nachverdichtung, jedes Neubaugebiet bekämpfen und am Ende selbst wegziehen müssen, weil auch sie die steigenden Mieten nicht mehr bezahlen können?

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Lesung | Gespräch | 6. März 2018 20:00 Uhr - Literaturforum im Mousonturm, Waldschmidtstr. 4, Frankfurt a. M.

Martin Piekar

Poetische Positionen mit Martin Piekar

Lebt denn der alte Charles Bukowski noch? Nein, er ist mausetot. Aber unter seiner Fahne wird weitergedichtet: „Alles/ Sammeln hat Route“, schreibt Martin Piekar in AmokPerVers, und wer ihm auf seinem poetischen Parcours folgt, kommt an „Mülleimern“ vorbei, läuft über den „Catwalk aus der Trinkhalle“ oder gerät ins „Gravitationsfeld der Theke“. Das Material, das er dabei sammelt, ist der „ehrliche Dreck“ einer Großstadt wie Frankfurt: „Fließ sacht Main, ich singe dir mein Lied“. Dieses Ich grölt und summt nicht nur vom Lieben und Feiern, sondern auch von Terror und Prekarität. Das Mittel der Wahl dazu: Umbenennung. Kein Buchstabe kann sich sicher sein. „Iron Majdan – Fear of the Park“ gibt den Ton vor. Hinzukommen: Emphase! Dringlichkeit! Da will jemand was. Diese „Heavy-Metal-Minne“ (Gerrit Wustmann) muss man live erlebt haben.

 

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Oper | 15. Januar 2018 bis 25. März 2018 - Deutsche Oper am Rhein, Heinrich-Heine-Allee 24, Düsseldorf

© Sandra Then

Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht mit Musik von Kurt Weill

„Die Dreigroschenoper" – jetzt in der Inszenierung von Andreas Kriegenburg – geht zurück auf einen Stoff aus dem 18. Jahrhundert, den Bertolt Brecht in ein eigenes Libretto verwandelte, für dessen Musik wiederum Kurt Weill verantwortlich zeichnete. Die Uraufführung geriet 1928 in Berlin zum Triumph – das Stück wurde zum erfolgreichsten deutschen Bühnenwerk des 20. Jahrhunderts. 

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Ausstellung | 16. Februar 2018 bis 25. März 2018 - E-WERK, Galerie für Gegenwartskunst, Eschholzstr. 77, 79106 Freiburg

© Jaki Irvine/Friith Street Gallery

Nachtstücke – Von Verdrängtem, der Nacht und der Farbe Schwarz

Nachtstücke bringen das Dunkle mit sich, das ist nicht nur ein kunstgeschichtlicher Topos, sondern korreliert auch mit der Dichtung. So vereinte E.T.A. Hoffmann 1816/17 acht phantastische Geschichten unter diesem Titel.  „Nachtstücke“ ist auch die Überschrift einer Ausstellung dreier GegenwartskünstlerInnen, die sich „dunklen und unterdrückten Ereignissen“, „die schließlich ans Licht gekommen sind" zuwendet.

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Ausstellung | 9. November 2017 bis 2. April 2018 - Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43, Frankfurt

© Wolfgang Leeb, 2011

SOS Brutalismus – Rettet die Betonmonster!

In Frankfurt wurden seit 2010 drei markante Zeugnisse des Betonbrutalismus abgerissen. Das Historische Museum und das Technische Rathaus sind ebenso aus dem Stadtbild verschwunden wie der AfE-Turm der Goethe-Universität. Auch in anderen Städten und Weltregionen sind brutalistische Bauten vom Abriss bedroht. Das Deutsche Architekturmuseum widmet der bedrohten Gattung eine umfangreiche Ausstellung.

 

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Tanz | 2. Februar 2018 bis 6. April 2018 - Theater Duisburg, Opernplatz, Duisburg

© Gert Weigelt

Dreiteiliger Ballettabend b.34

Der dreiteilige Ballettabend b.34 vereint Choreographien von Martin Schläpfer (Appenzellertänze); Marco Goecke (Le Spectre de la Rose) und Kurt Joos (Der Grüne Tisch)

Appenzellertänze von Martin Schläpfer - Dass Martin Schläpfer aus dem Appenzell – jener hügeligen, von Weideland und Streusiedlungen geprägten Ostschweizer Region – stammt, ist immer wieder Thema von Filmbeiträgen und Interviews über den Choreographen. Dass er für eine Premiere des ballettmainz im Jahre 2000 mit dem ebenso distanzierten wie liebevollen Blick des weltläufigen Künstlers, der seine Heimat doch nie ganz verlassen hat, ein rührendes, komisches, aber auch bitterböses Tanzstück über die dort lebenden Menschen und ihre Bräuche kreierte, wissen die wenigsten. In einer Neueinstudierung mit dem Ballett am Rhein sind seine „Appenzellertänze“ nun endlich wieder zu erleben.

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Ausstellung | bis 8. April 2018 - Museum der Moderne – Rupertinum, Mönchsberg 32, A-5020 Salzburg

Georg Eisler. Welt-Anschauung

Georg Eisler (1928-1998), Sohn des Komponisten Hanns Eisler und der Sängerin Charlotte Eisler, war einer der bedeutendsten österreichischen Künstler seiner Generation. Zu einer Zeit, als sich die Anhänger des Informel und die Vertreter der Wiener Schule des Phantastischen Realismus einen Kampf um die Vorherrschaft auf dem Kunstmarkt lieferten, hielt der Kokoschka-Schüler unbeirrt an einer eigenen Auffassung von Realismus fest. Nun widmet ihm das Museum der Moderne in Salzburg eine umfangreiche Ausstellung. (red.)

 

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Ausstellung | 13. Dezember 2017 bis 8. April 2018 - Opelvillen, Ludwig-Dörfler-Allee 9, 65428 Rüsselsheim

Conrad Felixmüller, Selbstbildnis

Das Selbstporträt. Arbeiten auf Papier aus der Sammlung Frerich

Insgesamt 115 Werke hat Kuratorin Beate Kemfert aus der Kunstsammlung des 2013 verstorbenen Kölner Zahnarztes Günter Frerich ausgewählt. Frerich erwarb ausschließlich Selbstporträts auf Papier: Zeichnungen, Druckgrafiken und Fotografien. Kurz vor seinem Tod übergab er seine Sammlung dem Leopold-Hoesch-Museum in Düren. Der Schwerpunkt der Schau liegt auf Selbstporträts aus dem 20. Jahrhundert. Die Künstlerliste umfasst 42 Namen und liest sich wie ein (männliches) Who's who der modernen Kunst: Max Beckmann und Otto Dix fehlen ebenso wenig wie Conrad Felixmüller, Ludwig Meidner und Andy Warhol. Nur vier Frauen sind in der Ausstellung vertreten, die bekannteste ist Käthe Kollwitz.

 

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Theater | 10. Februar 2018 bis 20. April 2018 - Schauspielhaus, Gustaf-Gründgens-Platz, Düsseldorf

© Lucie Jansch

Robert Wilson inszeniert »Der Sandmann« von E.T.A. Hoffmann

"Der Sandmann“ nach E.T.A. Hoffmann im Düsseldorfer Schauspiel am Gustaf-Gründgens-Platz: Der Theatermagier Robert Wilson hat diesen Text der schwarzen Romantik bildgewaltig auf die Bühne gebracht und erweckt zusammen mit der britischen Singer-Songwriterin Anna Calvi diese düstere Schauermär zu neuem Leben.

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Ausstellung | 27. Januar 2018 bis 29. April 2018 - Fotografie Forum Frankfurt, Braubachstr. 30–32, Frankfurt a. M.

Fotografie von Jaromir Funke, 1932

Jaromir Funke. Fotograf der Avantgarde

1923 beginnt Jaromír Funke (1896-1945) Stillleben zu fotografieren, die von Kubismus, Surrealismus und Neuer Sachlichkeit beeinflusst sind. Er komponiert Alltagsgegenstände – beispielsweise Teller, Glasflaschen und Seesterne – und lässt sie in ein anmutiges Spiel von Licht und Schatten, Spiegelung und Reflexion treten. Funke feiert in der Zwischenkriegszeit Erfolge als Fotograf. Er publiziert zudem theoretische Texte, gibt eine Fotozeitschrift heraus und lehrt an Kunsthochschulen in Bratislava und Prag. Heute sind seine Arbeiten unter anderem in Museumssammlungen in New York, Los Angeles, Paris und Tokio zu finden. Das Fotografie Forum Frankfurt zeigt nun 70 Schwarzweißfotografien aus Funkes avantgardistischer Phase in den 1920er und 1930er Jahren.

 

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Ausstellung | Vortrag | 19. August 2017 bis 1. Mai 2018 - Rathenauplatz und weitere Orte in Frankfurt am Main

Denkmal der grauen Busse

Gedenken an NS-„Euthanasie“-Opfer


Das reisende „Denkmal der Grauen Busse“ erreicht Frankfurt am Main. Nach Berlin, Köln oder München ist Frankfurt die 20. Station des 70 Tonnen schweren Beton-Busses. Bis Mai 2018 wird das Denkmal auf dem Rathenauplatz der Opfer der sogenannten „Euthanasie – Aktion T4“ gedenken. Grau gestrichene ehemalige Postbusse beförderten 1940/41 Patienten mit psychischen Krankheiten und geistigen Behinderungen in Tötungsanstalten wie Hadamar. Mit einer begleitenden Veranstaltungsreihe über die medizinhistorischen Ereignisse und die Ideologie der Nationalsozialisten von „unwertem“ Leben wird an den organisierten Massenmord erinnert.

 

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Ausstellung | 17. Februar 2018 bis 27. Mai 2018 - Halle Für Aktuelle Kunst/Deichtorhallen, Deichtorstraße 1-2, Hamburg

© Robert Longo/VG Bild-Kunst

Proof - Francisco Goya, Sergei Eisenstein, Robert Longo

Die von Kate Fowle in Zusammenarbeit mit Robert Longo kuratierte Ausstellung PROOF beinhaltet mehr als vierzig Skizzen Eisensteins neben einer Auswahl seiner Filme. Über fünfzig Aquatinta-Radierungen aus allen vier Werkzyklen Goyas werden vom Zentralen Staatlichen Museum der Zeitgeschichte Russlands ausgeliehen und circa zwanzig von Longos großformatigen Zeichnungen der letzten sieben Jahre von internationalen Sammlungen zur Verfügung gestellt.

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Film | 7. März 2018 20:00 Uhr bis 5. Dezember 2018 - Denkbar, Spohrstr. 46a, 60318 Frankfurt am Main

Filmreihe „Local Heroes“

Local Heroes – Frankfurt im Dokumentarfilm

Jeweils erster Mittwoch im Monat, Beginn: 20 Uhr


Die vom Künstler Wolfgang Voss organisierte Filmreihe „Local Heroes – Frankfurt im Dokumentarfilm – Filmschaffende und Publikum im Gespräch“ möchte Filmdokumente aus mehreren Jahrzehnten, die nur selten gezeigt wurden, einem breiteren Publikum zur Verfügung stellen und einen Austausch mit den Filmschaffenden über die Lebensverhältnisse in Frankfurt ermöglichen.


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erstellt am 09.9.2010