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Der französische Regisseur René Clément hat mit „Verbotene Spiele“ 1952 das Thema von Kindern im Krieg eindringlich gestaltet. Nun ist der oscarprämierte Film in restaurierter Fassung auf DVD erschienen. Thomas Rothschild hat ihn noch einmal gesehen.

DVD

Kinder im Krieg

Jeder kennt die Melodie, mit der Generationen von Gitarristen in den Fußgängerzonen unter Beweis stellen, dass sie die Technik des Tremolierens beherrschen, aber kaum jemand kennt noch den Film „Jeux interdits“ – „Verbotene Spiele“ –, den die Komposition von Narciso Yepes eröffnet, ehe das erste Bild zu sehen ist, und den Filmhistoriker als eins der großen Meisterwerke der Nachkriegsgeschichte betrachten. René Clément hat mit „Jeux interdits“ 1952 das Thema von Kindern im Krieg auf so eindringliche Weise gestaltet wie kein zweiter.

Clément gelingt eine Mischung aus Sentimentalität und Humor, die den Krieg nicht verharmlost, aber aus der Sicht von Kindern zeigt, die – zumal auf dem Lande – nicht ganz begreifen, was da geschieht. Der Film zeichnet sich aus durch eine Regiearbeit mit Kindern, wie man sie kaum ein zweites Mal finden wird, und nicht zuletzt ist er einer der berührendsten Liebesfilme der Filmgeschichte.

Ein dreißigminütiger Dokumentarfilm als Bonus erzählt die Entstehungsgeschichte von René Cléments großem Wurf. Er besteht hauptsächlich aus einem Interview mit Brigitte Fossey, die als Fünfjährige die Rolle der Paulette gespielt hat. Außerdem enthält die DVD einen Rahmen, den René Clément in der endgültigen Fassung – man muss sagen: zum Glück – weggelassen hat.

Filmtrailer „Verbotene Spiele“ (Original mit englischen Untertiteln)

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erstellt am 23.11.2017

Verbotene Spiele
Regie: René Clément
Frankreich, 1952
DVD
Arthaus, 2017

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