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24.11.2017 - Versteckspiel

Eine Beobachtung: Er redete meist nur in Sinnsprüchen. Statt einer Antwort, gab er einen scheinklugen Satz, wie aus einem täglichen Abreißkalender voller Alltagsweisheiten. Er wollte nicht, dass Menschen ihm zuhörten;… Weiterlesen

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23.11.2017 - Sag’s noch einmal

Das, was man nicht oft genug betonen kann, ist auch das, was in dem Maße abstrakter wird, wie man es wiederholt. Die meisten Worte entleeren sich durch ihren häufigen Gebrauch… Weiterlesen

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22.11.2017 - Märchenonkel

Das macht die gut erzählte Geschichte aus, dass sie immer nur zur Hälfte wahr ist. Ganz gelogen, steckten wir sie ins Reich der reinen Phantasie; ganz wahr, verlören wir vor… Weiterlesen

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21.11.2017 - Vertrauensverlust

Die Einsicht, es fehle in einer Beziehung das Vertrauen, kann nur als Eingeständnis genommen werden, davon selber nicht genügend geschenkt zu haben. Vertrauen ist immer ein riskantes Verhalten, das in… Weiterlesen

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20.11.2017 - Wie geht’s, wie steht’s?

Am Ende jeder Prüfung, ob man zueinander passt, kann nur ein Gefühl den Ausschlag geben, nie die neu erworbene Kenntnis der bestehenden Verhältnisse nach langer Sondierung: Nichts ist gewisser als… Weiterlesen

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19.11.2017 - Führungskraftvoll

In Zeiten flacher Hierarchien und der Wiederentdeckung des coworking ist das Subsidiaritätsprinzip der Inbegriff erfolgreichen Managements. Aus dem Führungsanspruch ergibt sich die Unterstützungspflicht des Größeren (sprich: Erfahreneren, Mächtigeren, Älteren, Verantwortlichen, Listigeren …)… Weiterlesen

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18.11.2017 - Nicht alles

Das eigene Tun zu begrenzen, ihm ein Maß zu geben, macht die Grundunterscheidung aus, die kluges Handeln unterscheidet von dem, was uns überfordert. Nicht selten entstehen die größeren Möglichkeiten aus… Weiterlesen

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17.11.2017 - Liebenswürdiger Kriegstreiber

Nichts macht aggressiver als Freundlichkeit im falschen Moment. Es ist ein gutmütiger Irrtum zu glauben, dass Liebenswürdigkeit Konflikte nur schlichtet. Im selben Maße schürt die Auseinandersetzung, wer nicht versteht, dass… Weiterlesen

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16.11.2017 - Ohne Richtung

Viel verrät, wie unterschiedlich Menschen ihr Leben angehen, jener Augenblick, in dem sie ihre Orientierung verloren haben. Auf der Suche nach einer Richtung bleiben die einen panisch stehen, die anderen… Weiterlesen

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15.11.2017 - Schutzräume

Was leicht übersehen wird: In der Diskretion geht es sehr viel weniger um Geheimniskrämerei als um die Garantie für Geborgenheit.

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14.11.2017 - Das Janusgesicht der Welt

Die Welt verliert in dem Maße ihren hohen Unterhaltungswert, wie aus ihr der Hintersinn und die Doppeldeutigkeit ausgetrieben wird.

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13.11.2017 - Die Kunst der Unterlassung

Die intelligente Variante des Problems „Was tun?“ ist die Frage: Was lassen?

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12.11.2017 - Tischgespräche

Man sollte bei all den kunterbunten Gelegenheiten zur sozialen Vernetzung, den Geschäftsessen, Kongressen oder Branchenevents, den Parties nach Dienstschluss und Weihnachtsfeiern, eine Regel verpflichtend einführen: keine Fragen nach dem beruflichen… Weiterlesen

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11.11.2017 - Menschenfänger

Die schönste Form der Neugier ist nicht daran interessiert, für sich etwas zu wissen, aber sie will von anderen etwas erfahren. Sie sammelt weniger Informationen, als dass sie Beziehungen formt.… Weiterlesen

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10.11.2017 - Vorsicht, Abgrund!

Man kann auf zweierlei Weise aus dem Leben fallen: nach vorn und nach hinten. Wer seiner eigenen Zeit immer wieder voraus ist, erlebt dieselbe Einsamkeit und das gleiche Unverständnis wie… Weiterlesen

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09.11.2017 - Komplizierte Komplizenschaft

Komplizenschaft ist eine Beziehung, die zwischen Kollegialität und Freundschaft, Liebesverhältnis und Gelegenheitsprofessionalität changiert, im Kern aber die Verschwiegenheit über das enthält, was man miteinander teilt. Dieses Schweigen ist ein anderes als… Weiterlesen

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08.11.2017 - Moralische Allgegenwart

Eine Tugend, die ihr Maß verliert, wird zum moralischen Terror.

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07.11.2017 - Fröhlicher Frust

Zynismus ist die Beobachtungsform der Enttäuschung; Wut die Weise, wie die Frustrierten handeln.

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06.11.2017 - Offene Taschen

Die Romantik der Großzügigen verdichtet sich in der Überzeugung, sie könnten mit ihrer lustvollen Freigebigkeit andere ermuntern, das Herz auch weit zu öffnen. Konfrontiert mit Krämerseelen und Kümmelspaltern ist die… Weiterlesen

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05.11.2017 - Macht ernst, Machtspieler

Moralische Bestimmung der Macht: Sie ist nichts als Verantwortung für den anderen.

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04.11.2017 - Staatskunst

Man kann die Qualität einer Politik an einem einfachen Maßstab festmachen, der Frage: Inwieweit gelingt es ihr, die Menschen einer Gesellschaft von allen Bedingungen des Überlebens so zu entlasten, dass… Weiterlesen

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03.11.2017 - Entweder, oder

Wenn es eine Grundalternative im Leben gibt, lautet sie wohl: Liebe oder Angst. Aus ihr ließen sich viele Fehlformen und Verirrungen des Daseins ableiten – die sich entweder aus Angst… Weiterlesen

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02.11.2017 - Großmannssucht

Allmachtsphantasien sind immer Ohnmachtsphantasien.

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01.11.2017 - Selbstporträt

Der Unterschied zwischen einem fotografischen Porträt und einem Selfie reicht jenseits der Technik des Augenblicks tief in die Mythologie und Psychologie: Als der Selbstverliebte – so die Erzählung – von… Weiterlesen

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erstellt am 03.2.2017

Kolumne

NOTIZEN von Jürgen Werner

In der Kolumne NOTIZEN schreibt der Philosoph Jürgen Werner täglich Gedankensplitter nieder, nicht auf Papier, aber in seinem Blog. Faust-Kultur gibt sie regelmäßig in Auszügen wieder. Die Kurzform ist die Kunst derer, die keine Zeit haben. Aber auch das Maß der Verdichtung, das ein Gedanke oder eine Beobachtung verträgt. So mag sich später entscheiden, ob der rasch skizzierte Satz nach einer Auslegung verlangt, die beiläufige Bemerkung vertieft werden will. Notizen sind unentschlossen. Am meisten faszinieren sie, wenn der Zufallsfund genau konstruiert ist und die knappe Art aussieht, als sei alles gesagt. Von Jürgen Werner ist jüngst im Frankfurter Verlag tertium datur das Buch »Tagesrationen. Ein Alphabet des Lebens« erschienen, ein Band, der mit erhellenden Reflexionen und aphoristischen Pointen dem Selbstverstehen des Menschen den Weg bereitet. (Texte © Jürgen Werner)