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Ja, Nathan, der Weise und seine Ringparabel. Traurig, wenn nur die von ihm bliebe. Gotthold Ephraim Lessing war die Edelfeder des deutschsprachigen Theaters im 18. Jahrhunderts und doch so viel mehr: elegant, witzig und geistreich. Er sollte weniger erhoben und fleißiger gelesen werden! Otto A. Böhmer stellt den streitbaren Aufklärer etwas ausführlicher vor.

Gotthold Ephraim Lessing

Ein Mann mit Witz

Es ist nicht einfach für einen Dichter, einfach zu schreiben; das Komplizierte macht mehr her. Von einem Dichter, der dunkle Satzgebilde strickt, nimmt man an, dass er schlauer sein könnte als andere, gerade weil man ihn nicht recht versteht. Wer einfach schreibt, muss zudem mutig sein: Er lehnt sich weit aus dem Fenster, alles, was er sagt, kann gegen ihn verwendet werden. Der Dichter Lessing war so ein mutiger Mann; er ließ sich nicht verbiegen, glaubte an die Vernunft im Menschen, an seine Mitleidsfähigkeit, an eine Bildung des Herzens, die mehr wert ist als kalte Gelehrsamkeit. Lessing kommt als Sohn eines Pfarrers zur Welt, der ehrgeizige Pläne hat: der Sohn soll ein bekannter Prediger werden. Dafür unterrichtet er ihn erst einmal selbst („versichern kann man, dass Lessing, sobald er nur etwas lallen konnte, zum Beten angehalten wurde“), gibt ihn dann auf die örtliche Lateinschule und erreicht, dass er eine Freistelle an der renommierten Fürstenschule St. Afra in Meißen erhält. Der Sohn macht brav mit, zeigt sich als hervorragender Schüler; in einer Bewertung des Lehrerkollegiums heißt es allerdings, dass er gelegentlich eine „mokante“ Art habe. Sein Rektor spart dennoch nicht mit Lob und findet dafür auch einen passenden Vergleich: „Er ist ein Pferd, das doppeltes Futter haben muss: Die Lektiones, die andern zu schwer werden, sind ihm kinderleicht. Wir können ihn fast nicht mehr brauchen.“

1746 geht Lessing nach Leipzig; dort studiert er Theologie und Medizin, beide Fächer behagen ihm nicht. Inzwischen hat er nämlich seine Liebe zum Theater entdeckt und ein Stück geschrieben (Der junge Gelehrte), das zwei Jahre später mit Erfolg uraufgeführt wird. Vor den Büchern kommt das Leben, erkennt Lessing; Lesen ist Zeitvertreib, macht einen zuweilen klüger, geht aber nur selten zu Herzen und verursacht, wenn die Lektüre gar zu vertrackt anmutet, nur Kopfschmerzen. Nach einem weiteren zähen und somit verschenkten Nachmittag in der Bibliothek wird ihm klar, dass er etwas ändern muss; eine Existenz, wie sie sich der Vater für seinen Sohn vorstellt, kann er nicht führen. In einem Brief an die Mutter wird er grundsätzlich: „Ich komme jung von Schulen, in der gewissen Überzeugung, dass mein ganzes Glück in den Büchern bestehe. Ich komme nach Leipzig, an einen Ort, wo man die ganze Welt im kleinen sehen kann. Ich lebte die ersten Monate so eingezogen, als ich sie in Meißen nicht gelebt hatte … Doch es dauerte nicht lange, so gingen mir die Augen auf: Soll ich sagen, zu meinem Glücke, oder zu meinem Unglücke? Die künftige Zeit wird es entscheiden.“ In Wahrheit aber hat Lessing die Entscheidung der künftigen Zeit schon vorweg genommen, und er ist selbstbewusst genug, sich davon nichts abhandeln zu lassen: „Ich lernte einsehen, die Bücher würden mich wohl gelehrt, aber nimmermehr zu einem Menschen machen. Ich wagte mich von meiner Stube unter meinesgleichen. Guter Gott! Was für eine Ungleichheit wurde ich zwischen mir und anderen gewahr …“ Ganz ohne Bücher geht es aber auch nicht, weiß der junge Lessing, der 23 Jahre später als Bibliothekar nach Wolfenbüttel berufen wird; mit den Büchern ist es wie mit den Menschen, man muss etwas genauer hinschauen, um herausfinden zu können, mit wem man gern Umgang hat und mit wem nicht. Lessing hat da für sich schon die Probe aufs Exempel gemacht; im Zweifelsfall lässt er sich lieber eine Komödie als ein Trauerspiel vorführen, was auch für die Bücher gilt: „Ich legte die ernsthaften Bücher eine zeitlang auf die Seite, um mich in denjenigen umzusehen, die weit angenehmer und vielleicht ebenso nützlich sind. Die Comoedien kamen mir zuerst in die Hand. Es mag unglaublich vorkommen, wem es will, mir haben sie sehr große Dienste getan. Ich lernte daraus eine artige und gezwungene, eine grobe und natürliche Aufführung unterscheiden. Ich lernte wahre und falsche Tugenden daraus kennen, und die Laster ebenso sehr wegen ihres Lächerlichen als wegen ihrer Schändlichkeit fliehen.“ Auch in Lessings Theaterstück Der junge Gelehrte (1748) wird diese Einsicht ans Publikum weitergegeben, als das junge Dienstmädchen Lisette dem zu Arroganz und Abgehobenheit neigendem Vielleser Damis erklärt: „Über den Büchern können Sie doch unmöglich die ganze Zeit liegen. Die Bücher, die toten Gesellschafter! Nein, ich lobe mir das Lebendige.“

Sein eigener Herr sein

Lessing beschließt, ganz Schriftsteller zu sein, ein kühner Entschluss, denn schon in Leipzig lebt er über seine Verhältnisse und muss vor seinen Gläubigern auf der Hut sein. Er flieht nach Berlin, betätigt sich als Journalist für verschiedene Blätter, u. a. für „Das Neueste aus dem Reiche des Witzes“, eine Beilage der „Vossischen Zeitung“. Witzig ist Lessing selbst, das fällt auf, gefällt aber nicht jedem. Immerhin kann er sich von gröbsten wirtschaftlichen Sorgen frei machen und sogar sein Studium (1752) mit dem Magisterexamen abschließen. Dort äußert er sich u.a. anerkennend über den spanischen Arzt und Philosophen Juan Huarte, der ihm als Vorbild gilt: „Er ist kühn, er verfährt nie nach den gemeinen Meinungen, er beurteilt und treibt alles auf seine besondere Art, er entdeckt alle seine Gedanken frei und ist sich selbst sein eigner Herr.“ Sein eigner Herr sein, das möchte auch Lessing, was aber schwer ist in Zeiten, die sich lange, viel zu lange an das Diktat der herrschenden Potentaten gewöhnt haben. Einer davon ist der preußische König Friedrich II., der sich aus eigenen Gnaden aufgeklärt gibt, gern französisch spricht und den Dichterfürsten Voltaire zu Gast hat. Lessing imponiert das nicht, er hat die Mechanismen der Macht durchschaut und scheut sich nicht, sie mit feinem Spott beim Namen zu nennen: „Dort der Regent, ernährt eine Menge schöner Geister,/ und braucht sie des Abends, wenn er sich von den Sorgen/ des Staates durch Schwänke erholen will, zu seinen/ lustigen Räten. Wieviel fehlt ihm, ein Mäcen zu sein!/ Nimmermehr werde ich mich fähig fühlen, eine so/ niedrige Rolle zu spielen; und wenn auch Ordensbänder/ zu gewinnen stünden./ Ein König mag immerhin über mich herrschen; er sei/ mächtiger, aber besser dünke er sich nicht.“

Lessing schreibt viel, gilt bald als einer der führenden deutschen Literaturkritiker. Für den Umgang der Kritik mit dem Dichter gibt er eine Empfehlung aus, die heute noch gilt: „Man schätzt jeden nach seinen Kräften. Einen elenden Dichter tadelt man gar nicht; mit einem mittelmäßigen verfährt man gelinde; gegen einen großen ist man unerbittlich. Bleibt sich dieser nicht allezeit gleich, entwischt ihm hier und da eine matte Zeile; diese matte Zeile, welche die Zierde eines mittelmäßigen Dichters sein könnte, wird unerträglich.“ – Es beginnen unruhige Jahre für den Schriftsteller Lessing: Von 1755 bis 1758 ist er wieder in Leipzig, kehrt dann nach Berlin zurück, wo es ihn aber nicht hält: Zur Verwunderung seiner Freunde wechselt er die Fronten, wird Regimentssekretär des preußischen Generals Tauentzien in Breslau. Er kann das begründen: Die Festanstellung, die er gewählt hat, verlangt wenig Einsatz, dafür lässt sie ihm Zeit zum Schreiben. Das Lustspiel Minna von Barnhelm entsteht und eine ästhetische Abhandlung mit dem Titel Laokoon oder Über die Grenzen der Malerei und Poesie. Minna von Barnhelm ist eine der ersten selbstbewussten Frauen auf deutschen Theaterbühnen; ihrem ein wenig steifen, zur Schwermütigkeit neigenden Verehrer Major von Tellheim, der ihr vorhält: „Sie wollen lachen, mein Fräulein. Ich beklage nur, dass ich nicht mitlachen kann“, entgegnet sie: „Was haben sie denn gegen das Lachen? Kann man denn nicht auch lachend sehr ernsthaft sein?“ Noch einmal kehrt Lessing nach Berlin zurück; dann geht er auf Reisen und wird schließlich Dramaturg in Hamburg (1767). Die Hamburgische Dramaturgie, die er entwickelt, setzt Maßstäbe für ein Theater, das sich von den damaligen starren Regeln befreien will. Der Schriftsteller Lessing erweitert zudem die Arbeitsplatzbeschreibung des Kritikers Lessing, der sich an folgende Grundsätze hält: „Wenn ich Kunstrichter wäre …, so würde meine Tonart diese sein: Gelinde und schmeichelnd gegen den Anfänger; mit Bewunderung zweifelnd, mit Zweifeln bewundernd gegen den Meister; abschreckend und positiv gegen den Stümper; höhnisch gegen den Prahler … Der Kunstrichter, der gegen alle nur einen Ton hat, hätte besser gar keinen. Und besonders der, der gegen alle nur höflich ist, ist im Grunde gegen die er höflich sein könnte, grob“. In Hamburg scheitert Lessing, erst am Theater, das geschlossen wird, dann bei dem Versuch, sich als Verlagsbuchhändler durchzusetzen. 1770 nimmt er, der Not gehorchend, wieder eine feste Stelle an: Er wird Bibliothekar in Wolfenbüttel, wo er zwar über eine der ansehnlichsten Bibliotheken Europas wachen darf, aber einen gehobenen Hungerlohn bezieht und von der Launen seines Dienstherrn, des Herzogs von Braunschweig, abhängig ist. Zu den Büchern indes, die ihm früher für schwere Wissenslast und trockene Gelehrsamkeit standen, entwickelt er nun eine späte Herzensbindung; er erkennt, dass Bücher einer Wertschätzung bedürfen, die, geht man denn nur hochachtungsvoll genug mit ihnen um, die „toten Gesellschafter“ auf einmal wieder zum Leben erweckt. Seine Arbeitsdevise beschreibt der Bibliothekar Lessing so: „Ich bin Aufseher von Bücherschätzen … Wenn ich nun unter den mir anvertrauten Schätzen etwas finde, von dem ich glaube, dass es nicht bekannt ist: so zeige ich es an … und bin ganz gleichgültig dabei, ob es dieser für wichtig oder jener für unwichtig erklärt, ob es denn dem einen frommt oder dem andern schadet. Nützlich und verderblich sind ebenso relative Begriffe als groß und klein …“

Ich bin eine Mühle und kein Riese

Obgleich sein Bibliothekarsdasein, von außen betrachtet, eher beschaulich anmutet, wird Lessing, der Zeit seines Lebens ein reizbarer Unruhegeist bleibt, nicht viel gelassener; er streitet sich weiterhin gern, hat die Auseinandersetzungen, an denen er beteiligt ist, lieber pointiert und polemisch als wachsweich und vornehm. Allerdings lässt der Reiz des Kontroversen nach, was auch damit zu tun hat, dass Lessing, damit befindet er sich immerhin in bester Gesellschaft, nicht jünger wird; die ersten Altersmalaisen setzen ihm zu, von denen man bekanntlich nicht fröhlicher wird. Er bemüht sich um Gelassenheit, die einem jedoch nicht einfach so in den Schoß fällt; sie will erarbeitet sein und ist ständiger Anfechtung ausgesetzt. Lessing geht gegen seine Reizbarkeit an, steht im Beruhigungsgespräch mit sich selbst; über Willkür und Dummheit, die ihn als jungen Mann geradezu reflexhaft in Protesthaltung brachten, will er sich nicht mehr aufregen als unbedingt nötig. „Ich, ich will mich nicht ärgern oder mich geschwind, geschwind abärgern, damit ich bald wieder ruhiger werde und mir den Schlaf nicht verderbe, um dessen Erhaltung ich besorgter bin als um alles in der Welt.- Nun wohlan, meine liebe Iriscibilität! Wo bist du! Wo steckst du? Du hast freies Feld. Brich nur los, tummle dich brav! Nun mach bald, was du machen willst, knirsch mir die Zähne, schlage mich vor die Stirn, beiß mich in die Unterlippe! … Und doch will ich es heute nicht fühlen, so gern ich es auch heute fühlen möchte.“

Lessings Bestandsaufnahme in eigener Sache fällt nicht sonderlich optimistisch aus; am Ende hat man sich Mühe gegeben und war in den entscheidenden Momenten allein: „Ich bin wahrlich nur eine Mühle, und kein Riese. Da stehe ich auf meinem Platze ganz außer dem Dorfe, auf einem Sandhügel allein, und komme zu niemandem und helfe niemandem und lasse mir von niemandem helfen. Wenn ich meinen Steinen etwas aufzuschütten habe, so mahle ich es ab, mit welchem Wind es sei. Von der ganzen weiten Atmosphäre verlange ich nicht einen Fingerbreit mehr, als gerade meine Flügel zu ihrem Umlaufe brauchen. Nur diesen Umlauf lasse man ihnen frei. Mücken können dazwischen hin schwärmen: aber mutwillige Buben müssen nicht alle Augenblicke sich darunter durchjagen wollen; noch weniger muss sie eine Hand hemmen wollen, die nicht stärker ist als der Wind, der mich umtreibt. Wen meine Flügel mit in die Luft schleudern, der hat es sich selbst zuzuschreiben: auch kann ich ihn nicht sanfter niedersetzen, als er fällt …“

Durch vereinzelte Reisen möchte sich Lessing aus seiner Isolation befreien; das Klima an den Fürstenhöfen aber macht ihn noch immer frösteln, ihm hilft nur die altbewährte Ironie: „Bei Hofe … habe [ich] mit andern getan, was zwar nichts hilft, wenn man es tut, aber doch wohl schaden kann, wenn man es beständig unterlässt; ich habe Bücklinge gemacht und das Maul bewegt“. 1776 ernennt man ihn dennoch zum Hofrat, und er heiratet seine langjährige Verlobte Eva König. Weihnachten 1777 wird sein erster Sohn geboren, der nur 24 Stunden am Leben bleibt. Vierzehn Tage später stirbt seine Frau. Gegen die Trauer geht er mit seinen Mitteln an: „Ich verlor ihn so ungern, diesen Sohn! denn er hatte so viel Verstand! so viel Verstand! … War es nicht Verstand, dass er die erste Gelegenheit ergriff, sich wieder davon zu machen? (…) Meine Frau ist tot; und diese Erfahrung habe ich nun auch gemacht. Ich freue mich, dass mir viel dergleichen Erfahrungen nicht mehr übrig sein können …, und bin ganz leicht“. So kann der Trost, falls es ihn denn gibt, nur ein hausgemachter Trost sein: „Totsein hat nichts Schreckliches; und insofern Sterben nichts als der Schritt zum Totsein ist, kann auch das Sterben nichts Schreckliches haben.“ Als er fast schon zur Ruhe gekommen ist, sieht sich Lessing doch noch einmal veranlasst, streitbar zu werden: Er legt sich mit dem einflussreichen Hamburger Hauptpastor Goeze an, der seine Frömmigkeit mit rhetorischem Aufwand und so unduldsam betreibt, dass „er seine Leute“ am liebsten „an den Haaren in den Himmel schleppt“. In der Kontroverse mit Goeze, die er mit der Empfehlung „Lieber Herr Pastor! Poltern Sie doch nicht so in den Tag hinein, ich bitte Sie“ einleitet, läuft Lessing noch einmal zu großer Form auf. Der Gott, den er meint, braucht keinen Namen, keine devoten Beschreibungen, man muss nicht einknicken vor diesem Gott. Das Christentum kam einst als frohe Botschaft daher; unter dem Zugriff der Kirchenverwalter wurde sie jedoch in Glaubensakte und Anbetungsvorschriften zerlegt, die den Gottesglauben zu einer freudlosen Sache machen. Lessings persönliches Glaubensbekenntnis wird in dem berühmten Stück Nathan der Weise (1779) dargelegt, das sein Vermächtnis geworden ist: „Ich weiß“, sagt Lessings Nathan, der eigentlich Lessings Lessing ist, „ich weiß, wie gute Menschen denken, weiß, dass alle Länder gute Menschen tragen.“ – Der Dichter und Kritiker Lessing hat der deutschen Literaturgeschichte, die man als schwebendes Verfahren nehmen sollte, das kein abschließendes Urteil braucht, ausgesprochen gut getan. Andere Autoren haben sich zu höherem Gedankenflug aufgeschwungen oder sind näher an das ursprüngliche Geheimnis herangerückt; Lessing aber, ein Mann mit Witz, hat die Vernünftigkeit anmutig und die Schwere unseres Bedenkens leicht werden lassen. Der Mensch soll sich nicht in seinem Besitz verschanzen, schon gar nicht im Besitz vorgeblicher Wahrheit(en); nur wer sucht, findet, wer aber hat, dem wird auch genommen: „Nicht die Wahrheit, in deren Besitz irgendein Mensch ist oder zu sein vermeinet, sondern die aufrichtige Mühe, die er angewandt hat, hinter die Wahrheit zu kommen, macht den Wert des Menschen. Denn nicht durch den Besitz, sondern durch die Nachforschung der Wahrheit erweitern sich seine Kräfte … Der Besitz macht ruhig, träge, stolz.“

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erstellt am 29.1.2017

Gotthold Ephraim Lessing
Gotthold Ephraim Lessing, Gemälde von Anna Rosina Lisiewska (1767/68)