27. Januar 2018 bis 29. April 2018 - Fotografie Forum Frankfurt, Braubachstr. 30–32, Frankfurt a. M.

Fotografie von Jaromir Funke, 1932

Jaromir Funke. Fotograf der Avantgarde

1923 beginnt Jaromír Funke (1896-1945) Stillleben zu fotografieren, die von Kubismus, Surrealismus und Neuer Sachlichkeit beeinflusst sind. Er komponiert Alltagsgegenstände – beispielsweise Teller, Glasflaschen und Seesterne – und lässt sie in ein anmutiges Spiel von Licht und Schatten, Spiegelung und Reflexion treten. Funke feiert in der Zwischenkriegszeit Erfolge als Fotograf. Er publiziert zudem theoretische Texte, gibt eine Fotozeitschrift heraus und lehrt an Kunsthochschulen in Bratislava und Prag. Heute sind seine Arbeiten unter anderem in Museumssammlungen in New York, Los Angeles, Paris und Tokio zu finden. Das Fotografie Forum Frankfurt zeigt nun 70 Schwarzweißfotografien aus Funkes avantgardistischer Phase in den 1920er und 1930er Jahren.

 

Parallel zeigt das FFF Arbeiten von elf Studenten und Absolventen des Instituts für kreative Fotografie im tschechischen Opava. Zwar stehen die jungen Positionen im Kontrast zu Jaromír Funke, es gibt aber auch Bezüge. So hat Jan Langer für sein Projekt „Hundertjährige Tschechen“ hochbetagte Männer und Frauen abgelichtet. Die Fotografien bilden Paare mit Jugendaufnahmen der Porträtierten aus der Zwischenkriegszeit. Langer hat den Bildaufbau der historischen Fotografien nachgeahmt. Das ermöglicht einen direkten Vergleich zwischen damals und heute. (el)

 

Abb.: Jaromír Funke: From ‘The Time persists’ series, 1932 © Miloslava Rupešová-Funková / Jaromír Funke

 

Fotografie Forum Frankfurt


erstellt am 10.6.2015